Autor/in: Barbara Huemer Seite: 1

Kein Kunststoff im Haus der Geister

Im Prater findet man, was anderswo längst ausrangiert wäre

article_3668_prater_mario_lang_180.jpg Von Friedrich Achleitner stammt der Flanier-Tipp, auch im richtigen Prater die Unorte, das Unmodernste, das anderswo längst Ausrangierte, das «Gfäude» zu entdecken. Mario Lang, der den Prater seit Kindheitstagen bestens kennt, fotografierte sein persönliches «Best-of-Gfäudes», und Barbara Huemer (Text) sprach mit der Kuratorin der Prater-Ausstellung.
Vorstadt - Barbara Huemer 03.08.2016 mehr lesen +

Mit oder ohne Prothese

Ein Wein- oder Waldviertler aus dem Paralympics-Team: Martin Würz

article_2539_paralympics_180.jpg Er ist 1,90 Meter groß, 20 Jahre jung, liebenswürdig, freundlich, bescheiden und ein kluger Mensch. Er nahm im März an den Paralympischen Spielen in Sotschi teil. Derzeit, im Juni, ist die Waldviertelstadt Horn jener Ort, wo die Chance, ihn zu treffen, am größten ist. In einer Sporthalle trainiert er sechsmal die Woche täglich drei Stunden Kraft, Ausdauer und Schnelligkeit. Der Augustin plauderte mit dem Paralympics-Schirennläufer und TU-Studente...
Tun & lassen - Barbara Huemer 10.06.2014 mehr lesen +

«Musik, woraus alles Übel entsteht»

Entdeckungen in den Bezirksmuseen - Beispiel Mariahilf

article_2181_augustin_339_fertig_klein_180.jpg Da sitzt er in seinem Büro, der "Herr" über wahrscheinlich eines der schönsten und reichsten Museen dieser Art, tagtäglich, oft auch an Sonn- und Feiertagen.. Das Haus, in dem das Bezirksmuseum untergebracht ist, ist eines dieser gepflegten alten Wiener Spätgründerzeithäuser mit fast herrschaftlichem Entree. Erich Dimitz, studierter Psychologe, u.a. Bezirksrat im 6. Wiener Gemeindebezirk, übernahm - nach umfassender Renovierung und Neugestaltung ...
Artistin - Barbara Huemer 06.03.2013 mehr lesen +

Viel politischer als Woodstock

Warum die Sozialdemokratie den Hype der Arena-Bewegunng nicht kapierte

article_2012_besetzt_180.jpg Das Wien Museum möge verschont bleiben vom Damoklesschwert in Form von Standortbegehrlichkeiten einer Investorengruppe, die den Karlsplatz als Premium-Lage vortrefflich fände. Es möge die Adresse Karlsplatz behaupten und hierselbst noch viele Projekte realisieren können, die mensch in einer bestplatzierten Hochkultureinrichtung nicht ohne weiteres vermutet. Projekte wie die laufende Ausstellung über die Wiener Hausbesetzungen. Im Zentrum steht de...
Artistin - Barbara Huemer 24.07.2012 mehr lesen +

Trotz alledem: keine Verbitterung

Friedrich Zawrel, Spiegelgrund-Überlebender, als Theaterfigur

article_1943_318_art_spiegelgrund_foto_180.jpg Vor einem halben Jahr kam es zu einem folgenreichen Aufeinandertreffen in einem Meidlinger Pflegeheim. Der 24-jährige Nikolaus Habjan machte dem 83-jährigen Friedrich Zawrel einen Vorschlag, der Letzterem zunächst nicht ganz geheuer war: «Was? Ein Puppentheater über mein Leben?»
Artistin - Barbara Huemer 06.04.2012 mehr lesen +

und dennoch schöner als Paris

Zwischen zwei Welten: das Leben der Elisabeth Markstein

article_1776_art-lisamarkstein02_180.jpg Zweimal hat der US-Geheimdienst CIA versucht, die Wienerin Elisabeth Markstein anzuwerben. Weil sie als Kennerin sowjetischer Verhältnisse galt. Und weil sie sowjetische Dissident_innen kannte. Der CIA kriegte sie nicht. Das sollte ihn nicht gewundert haben. Wer, wie Markstein, «zwischen zwei Welten» lebt (was ihr im Milena Verlag erschienenes Buch schon am Cover vermerkt), kann sich nicht von einer der Welten kaufen lassen. Ein Augustin-Gespräch...
Artistin - Barbara Huemer 27.07.2011 mehr lesen +

Rare Spezies Roma-AkademikerInnen

Augustin besuchte Gandhi-Gymnasium in Pecs

article_1626_roma3_180.jpg In Pecs der europäischen Kulturhauptstadt des Jahres 2010 leben rund 10.000 Roma. Das ist ein Prozent der Roma-Gesamtbevölkerung in Ungarn. 800.000 davon sind arbeitslos. «Sie werden zu Vergehen gezwungen», lautet die nüchterne Aussage des Leiters des «Hauses der Roma-Selbstverwaltung» in dieser südungarischen Stadt, in der 160.000 Menschen leben.
Tun & lassen - Barbara Huemer 17.12.2010 mehr lesen +

Gage an den Sachwalter

Von Tokyo bis Wien: Art brut auf Tisch` und Bänk`

Im Kunsthaus Wien läuft zur Zeit die Ausstellung Art brut du Japon (bis 18. Oktober) und im renommierten Verlag Holzhauser liegt eine umfassende Publikation mit dem Titel Kunst von innen. Art brut in Austria vor. Grund genug, mit der Herausgeberin Angelica Bäumer und dem Kurator Andreas Hirsch ein Gespräch zu führen. ...
Artistin - Barbara Huemer 28.09.2009 mehr lesen +

Ein paar Fragen an Adolf Holl ...

... über Klappentexte, Befreiungstheologie, Gott, Strache und türkische Hendlgrammel

Wie gründe ich eine Religion ist Ihr bisher letztes Buch. Das wievielte? Das dreißigste. Von Jesus heißt es: ... der dreiunddreißig Jahr im Fleisch gehorsam war. Also werde ich wahrscheinlich noch drei weitere Bücher schreiben. Im Klappentext des Buches werden Sie zweimal als großer Freigeist bezeichnet. Sehen Sie sich als solchen? Klappentexte sind dumm. J. P. Sartre meinte, dass einem immer ie anderen sagen, wer oder was m...
Tun & lassen - Barbara Huemer 11.08.2009 mehr lesen +

Das verschwundene Gedächtnis einer Stadt

Wienbibliothek zeigt Kurzbiographien von Frauen

Orte in der Stadt, wo berühmte Männer wohnten oder tätig waren, sind unübersehbar. Man stößt unweigerlich auf Straßen- und Platznamen, Denkmäler, Statuen oder Gedenktafeln, die zu einem großen Teil als männlich geprägte Orientierungspunkte und Erinnerungshilfen fungieren. Doch, wo bleiben die Verewigungen der berühmten Frauen mit dieser Frage beschäftigte sich die Stadttheoretikerin Elke Krasny und liefert Antworten in einem Buch und in einer A...
Artistin - Barbara Huemer 20.05.2009 mehr lesen +

Künstler sein heisst Not leiden

Eine Studie belegt: Im Kunstbetrieb ist die Krise vorweggenommen

In welchem Ausmaß Kulturschaffende zu den working poor zählen, zu denen, die trotz intensiver Arbeit sich nichts leisten können, zeigt die Studie Zur sozialen Lage der Künstler und Künstlerinnen in Österreich. Das mittlere Monatseinkommen der KünstlerInnen liegt mit rund 1000 Euro deutlich unter dem der österreichischen Gesamtbevölkerung (2006: monatlich 1.488 Euro). Unterhalb der Armutsgefährdungsgrenze leben 37 Prozent der Kunstschaffenden di...
Artistin - Barbara Huemer 02.02.2009 mehr lesen +

3 Verkörperungen einer Statistik

37 Prozent der Kulturschaffenden leben unter der Armutsgrenze

Gottfried Helnwein, DJ Ötzi und Adi Hirschal finden, dass Kunst ertragreich ist. Susi Schelepa, Petra Wetzel und Gerhard Wohlfahrt werden dem kaum widersprechen. Seit die SozialforscherInnen aber im Auftrag der Kunstministerin ihre Studie Zur sozialen Lage der Künstler und Künstlerinnen in Österreich abgeschlossen haben, wissen sie, in welchem Ausmaß Kulturschaffende zu den Gestrandeten zählen. Ihr mittleres Monatseinkommen liegt mit rund 1.000...
Artistin - Barbara Huemer 14.01.2009 mehr lesen +

Die perfekte Schönheit der Gangster Girls

Tina Leisch zeigt üppige Bilder statt grauer Häfen-Tristesse

Kunst? Für Tina Leisch war die Kunst nie ein Heiligtum ästhetischer Perfektion, sondern viel mehr ein nützliches Werkzeug für Interventionen im sozialen oder politischen Raum. Mit ihrem Film Gangster Girls wird sie bei der diesjährigen Viennale zweifellos Aufsehen erregen (Anm. d. Red.: Die Aufführungen erfolgten knapp nach Redaktionsschluss). Erstens weil sie ein weitgehend tabuisiertes Thema aufgriff: das Leben von weiblichen Strafgefangenen i...
Artistin - Barbara Huemer 22.10.2008 mehr lesen +

Einordnungsuntauglich

Peter Dworak, Menschmaler zwischen Nasch- und Flohmarkt

Einst hatte der Aufzug, der in Peter Dworaks Himmelsatelier hinaufführte, eine gepolsterte Sitzbank aus Mahagoniholz. Heute ist er ersetzt durch einen Lift der üblichen Art, in genormter Ausführung, steril, funktionell, glatt. Da oben, im letzten Stock eines bürgerlichen Hauses in der Kettenbrückengasse im 5. Wiener Gemeindebezirk wohnt er, der ernsthaft arbeitende Zeichner und Maler Peter Dworak. Man kennt ihn im Grätzel. Er ist tatsächlich ein...
Artistin - Barbara Huemer 26.09.2008 mehr lesen +

Flanieren in Havanna

Jeden Morgen zwischen 7 Uhr und 7.30 Uhr höre ich einen Reisigbesen über den Asphalt kratzen. Es ist der Straßenkehrer, ein junger Mann, der jeden Abfall, jedes Stückchen Papier penibel auf seine große Schaufel aus Pappkarton kippt. Noch habe ich Zeit, im Bett zu bleiben, denn das Frühstück wird mir nicht vor 8.30 Uhr serviert. Ich wohne bei Estrella und Lourdes in einer ehemaligen Kolonialvilla in Havanna. ...
Dichter Innenteil - Barbara Huemer 22.07.2008 mehr lesen +
Autor/in: Barbara Huemer Seite: 1