Autor/in: Gerald Grassl Seite: 1

Ein widerständiger Arzt erzählt sein Leben

Werner Vogts Buch «Mein Arztroman - ein Lebensbericht»

article_2425_arzt_180.jpg Als aus «Narren» Patienten wurden war einer der Überschriften, die mir als Titel für eine Geschichte über Werner Vogt und sein neues Buch «Mein Arztroman - ein Lebensbericht» (Edition Steinbauer, 320 Seiten, € 22,50) eingefallen war; ich überlegte, ob «Milliardengewinne für Implantate-Industrie und das Hundstorferdeutsch» passender wäre, dachte an einen Aufmacher wie: «Chirurgen sind keine Fleischermeister, sondern Uhrmacher» und schließlich...
Tun & lassen - Gerald Grassl 21.01.2014 mehr lesen +

Die rebellischen Arbeitslosen von Marienthal

Über den antifaschistischen Widerstand in Gramatneusiedl, auf den gerne vergessen wird

article_2362_marienthal_180.jpg Im Augustin 352 haben wir beschrieben, wie die soziologische Studie «Die Arbeitslosen von Marienthal» lange nach ihrer Entstehung in Kino und Ausstellungen rezipiert wird. Dabei haben wir uns vor allem auf die Frage nach dem Sinn einer Sozialwissenschaft eingeschossen, die politisch nichts bewegen will - und auf die Überidentifizierung mit der Erwerbsarbeit. Was nicht in Frage gestellt wurde, ist der Wahrheitsgehalt der ständig wiederholten Annah...
Artistin - Gerald Grassl 29.10.2013 mehr lesen +

Meinung kostet Geld

"Nur eine Stadt mit wilden Plakaten ist eine gute Stadt"

Wem gehört der öffentliche Raum? Karl Kraus hatte 1927 noch die Möglichkeit, den damaligen Innenminister Schober in einer Plakataktion zum Rücktritt aufzufordern. Wer heute den Innenminister spontan mit einer nicht angemeldeten Plakataktion zum Rücktritt auffordern will, begibt sich ins Kriminal. ...
Tun & lassen - Gerald Grassl 19.12.2007 mehr lesen +

Von "Ganz unten" ins Call-Center

Günter Wallraff im Wien Museum

Vor etwa 20 Jahren ist es um den Aufdeckungsjournalisten Günter Wallraff still geworden. Nun macht er wieder Schlagzeilen: Als er eingeladen wurde, in einer Moschee zu lesen, kündigte er an, dass er die Einladung annehmen werde, um aus Salman Rushdies Satanische Verse vorzutragen. Und er erkundete am Telefon die neue Arbeitswelt der Call-Centers. Der Augustin traf ihn im Rahmen der Ausstellung Ganz unten im Wien Museum. ...
Tun & lassen - Gerald Grassl 25.09.2007 mehr lesen +

Barrieren überwinden

Dr. Gerald Matt, Kunsthalle, über Chen Zhen, das Museumsquartier und die Kunst überhaupt

Dr. Gerald Matt ist nicht nur Leiter der Kunsthalle (im Museumsquartier und am Karlsplatz) in Wien, sondern auch ungewöhnlicher Denker zu Tendenzen in der Kunst und zum Kunstbetrieb. Anlässlich der aktuellen Ausstellung des chinesischen Künstlers Chen Zhen diskutierte er mit dem Augustin über Erscheinungen des Kunstbetriebes. ...
Artistin - Gerald Grassl 18.07.2007 mehr lesen +

"Unter den Zwei Linden"

Toni Sudy, Wirt und Reiki-Meister

Betritt ein Gast das Wirtshaus am Schüttel 5 im 2. Bezirk, unweit der Franzensbrücke neben dem Donaukanal, befindet sich links der Stammtisch mit Leuten aus dem Gemeindebau. Sie sitzen fast täglich hier.
Vorstadt - Gerald Grassl 15.05.2007 mehr lesen +

Als Aktionär bei Agrana

Einmal im Jahr frühstücken wie ein Kaiser

Wir setzen unsere Berichte aus der Welt der AktionärInnen fort. Nach den Aktionärsversammlungen von Uniqa (Ausgabe Nr. 183) und Do&Co (Nr. 188) beobachtete der Augustin ähnliche Rituale auch in der Hauptversammlung der Agrana. Für Augustin-LeserInnen ist diese Gesellschaft eine alte Bekannte: Als Agrana die Zuckerfabrik in Hohenau zusperrte, berichteten wir über den Schock, den diese Entscheidung eines zum global player gewordenen Unternehmen...
Tun & lassen - Gerald Grassl 31.01.2007 mehr lesen +

Thomas Frankls Erinnerungen

Chanukka im Bunker

Am 28. September 1944 wurde die Familie Frankl von den Nazis verhaftet. Während der Vater, der Maler Adolf Frankl (1903 1983), zum Waggon nach Auschwitz-Birkenau gedrängt wurde, gelang es seiner Frau Renée und den Kindern Thomas, damals 10 und Erika 8 Jahre alt, sich noch in letzter Sekunde zu retten. Die Kinder verbrachten Chanukka (Lichterfest, in der Regel im Dezember) 1944 im Bunker versteckt. Thomas Frankl erinnert sich in einem Gespräch mi...
Artistin - Gerald Grassl 15.12.2006 mehr lesen +

Rand und Zentrum, Aug in Aug

Warum, weshalb und wieso Raiffeisen-Konrad den Augustin einlud

Ich schrieb über zwei Aktionärsversammlungen im Augustin. Nach dem Artikel über das Treffen der Aktionäre der Uniqa-Versicherung meldete sich der Pressesprecher der Raiffeisenkassa in der Redaktion. Die Geschichte sei nicht "objektiv" gewesen. In dem Bericht war nebenbei auch von der Kritik eines unzufriedenen Aktionärs an den Geschäften der Versicherung und der Involvierung des Chefs der mächtigen österreichischen Genossenschaftsbank, Generalanw...
Tun & lassen - Gerald Grassl 15.12.2006 mehr lesen +

"Kavaliersdelikt" Folter

Augustin beobachtet die Justiz (3): Die WEGA. Ein Gespräch mit Bakarys Rechtsanwalt

Der Richter im Bakary-Prozess habe die wahre Dimension dieses Falles nicht wirklich gesehen, meint Bakary-Anwalt Josef Philip Bischof im Augustin-Gespräch. Mit "ein bisserl Frustabladen" der Beamten sei gar nichts erklärt. Bischof: "Stellen Sie sich vor, jeder, der ein bisserl frustriert ist, verschafft sich Luft mit Folter - "Na dann gute Nacht!" Wäre ich Richter in diesem Verfahren gewesen, hätte der Verhandlungsverlauf anders ausgesehen.
Tun & lassen - Gerald Grassl 15.09.2006 mehr lesen +

Reinhard Liebe macht es wie die Samen

Einst Liedermacher, jetzt Geschichtenerzähler

Reinhard Liebe war Liedermacher und Bewährungshelfer. Im Jahr 2000 erlitt er einen Schlaganfall, an dessen Folgen er noch immer leidet. Nun arbeitet er wieder als Psychotherapeut. Zuweilen lädt er zu einem Abend ein, an dem er Stehgreifgeschichten erzählt. Zum Beispiel am 13. Juli in der Alten Schmiede.
Artistin - Gerald Grassl 03.07.2006 mehr lesen +

Wie ein Vieh?

Eine Idee geht in Serie: Augustin wirft Augen auf die Justiz

Ich bin der Überzeugung, dass Männer gefälligst ihre Zumpferln nicht nur besser unter Kontrolle halten "sollen", sondern müssen. Andererseits: Jemanden "Masturbationspraktiken in 10 Fällen" vorzuwerfen, wie ein Gerichtsgutachter das tat, klingt vormodern. Notizen zu einer Verhandlung beim Obersten Gerichtshof im Wiener Justizpalast am Schmerlingplatz.
Tun & lassen - Gerald Grassl 15.04.2006 mehr lesen +

Die Sensibilität der Clochards

Robert Hammerstiel im Leopold-Museum

Robert Hammerstiel, geboren 1933 in Werschetz (Vrfiac) im Banat, ist der erste zeitgenössische Künstler, dem eine Ausstellung im Leopold-Museum gewidmet ist. Sein Frühwerk ist von Kindheitserinnerungen in jugoslawischen Internierungslagern geprägt. Nach einem New-York-Aufenthalt 1988 entwickelte sich seine Malerei zu einer neuen Form der Pop-Art. Robert Hammerstiel erzählte Gerald Grassl von seiner Kindheit und seiner Kunst....
Artistin - Gerald Grassl 15.03.2006 mehr lesen +

Robert Hammerstiel im Leopold-Museum

Langfassung des Interviews, das gekürzt in Augustin Nr. 177 erschien

Robert Hammerstiel, geboren 1933 in Werschetz (Vrfiac) im Banat, ist der erste zeitgenössische Künstler, dem eine Ausstellung im Leopold-Museum gewidmet ist. Sein Frühwerk ist von Kindheitserinnerungen in jugoslawischen KZ's geprägt. Nach einem New-York-Aufenthalt entwickelte sich seine Malerei zu einer neuen Pop-Art.
Robert Hammerstiel erzählte Gerald Grassl von seiner Kindheit und seiner Kunst.
Artistin - Gerald Grassl 15.03.2006 mehr lesen +

Rudolf Prikryl, der 3-Tage-Bürgermeister von Wien

Noch als Leich' gescheitert

"Herr Bürgermeister, ich hätte gern das Flotten-Kino." "Nichts dagegen. Bitte nehmen Sie's!" Oder: "Ich bevollmächtige Sie, den Betrieb Sowieso aufzusperren." So ähnlich liefen die Amtsgespräche ab in jenen drei Apriltagen des Jahres 1945, die als Wiens kuriosesete Bürgermeisteramtsperiode gelten. Über das patscherte Leben des Installateurs Rudolf Prikryl, der drei Tage lang dem rätselhaften Drang, Verantwortung zu übernehmen, nachgab und es nich...
Tun & lassen - Gerald Grassl 15.06.2005 mehr lesen +

Das "Wunder" von St. Pölten

Ich wanderte nach Emmaus...

1949 wurde die internationale Emmaus-Gemeinschaft vom französischen Armenpriester Abbeé Pierre gegründet. Er war während der Zeit des Faschismus im Widerstand aktiv. In St. Pölten hat seine Idee kräftige Wurzeln geschlagen. Dass in Niederösterreichs Hauptstadt kaum wer auf der Straße übernbachten muss, ist dem Non-Profit-Unternehmen mit dem biblischen Namen zu verdanken.
Tun & lassen - Gerald Grassl 14.02.2001 mehr lesen +

Über Recht und Nächstenliebe

Ingo Rezman, Obmann der Hepatitis Liga Österreich

Man schätzt, dass es in Österreich etwa 40.000 Infizierte durch Hepatits C gibt. Viele wissen oft gar nicht von ihrer Krankheit. Bei etwa 20% entwickelt sich die Ansteckung zur Leberzirrhose oder zu Leberzellkrebs. Viele haben sich in den 70- und 80er-Jahren entweder durch Plasmaspenden- oder als Patienten (wie etwa auch der neue Sozialminister Mag. Haupt) infiziert. Während man in der Politik endlich beginnt, über Hilfsmaßnahmen für die Opfer na...
Tun & lassen - Gerald Grassl 03.11.2000 mehr lesen +

Renate Unger aus Taxi Orange

Kein Fernsehen im Fernsehen

Wenn man der kritischen Öffentlichkeit glauben soll, ist dem ORF mit dem Reality-TV-Spektakel "Taxi Orange" ein weiterer Schritt der Verweigerung des Bildungsauftrags einer öffentlich-rechtlichen Anstalt gelungen. Renate Unger, die vor geraumer Zeit aus dem Kutscherhof als Feministin hinauskomplimentiert wurde, sieht das naturgemäß anders. Für sie spielt sich in dieser Serie ein - allerdings geschönter - Mikrokosmos der harten gesellschaftlichen ...
Artistin - Gerald Grassl 02.11.2000 mehr lesen +

Ex-Finanzminister Ferdinand Lacina im Gespräch:

Kosmetiker & Populisten

Ferdinand Lacina war ca. 20 Jahre lang Angehöriger verschiedener, von Sozialdemokraten geführten, Regierungen. Zuletzt neun Jahre lang Finanzminister. Danach wurde er Spitzenbanker. "Gott sei Dank verwirklicht ja der jetzige Finanzminister nicht alles, was zuvor angekündigt wurde, denn das wäre dramatisch", meint der Ex-Minister im Gespräch mit Gerald Grassl über Sparpaket, Nulldefizit und andere Themen.
Tun & lassen - Gerald Grassl 21.06.2000 mehr lesen +

Darf man Majestäten verhöhnen?

Wien ist andersrum? Nein. Aufgeregt.

Zum fünften Mal schon läuft in diesem Frühjahr das erfolgreiche Schwulenfestival "Wien ist andersrum". Heuer hatte es in seinem Logo außerdem das Zeichen O5, Zeichen des katholischen Widerstandes gegen den Faschismus, und verstand sich selbst als ein "Festival des Widerstands vom anderen Ufer". Und weil das alles noch nicht genug war, provozierten die Veranstalter außerdem mit provokanten Plaketen wie "Jörg ist schwul" oder "Wolfgang ist eine ric...
Artistin - Gerald Grassl 17.05.2000 mehr lesen +
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