Autor/in: Jenny Legenstein Seite: 1

Ein öffentliches Gut

Wie komme ich zu einer Wiener Gemeindewohnung?

article_3986_1924-26_reumannhof_hubert_180.jpg Günstige Wohnungen sind knapp. Und selbst, wer ein Anrecht darauf hat, hat nicht immer leichtes Spiel. Jenny Legenstein hat sich die Vergabekriterien für Gemeindewohnungen angesehen; Michael Bigus hat dazu ein Stück
Architekturgeschichte fotografiert.
Tun & lassen - Jenny Legenstein 13.03.2017 mehr lesen +

Zu See und Land

Die «Lotterie des Meeres» – Ozeanisches von A. Sekula

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Mit dem Schwerpunkt «Meere» befasst sich in diesem Jahr das tba21 in Ausstellungen, Vorträgen, Filmreihen ­u. a. «OKEANOS» titelt die Schau, die sich dem künstlerischen Vermächtnis Allan Sekulas und seinen Arbeiten zum Thema Weltmeere widmet. Sekula gilt als «wegweisende Figur und Vorreiter einer erweiterten, kritischen fotografischen Praxis».

Foto: The Estate of Allan Sekula


Artistin - Jenny Legenstein 27.02.2017 mehr lesen +

Augustin 430 - 02/2017

(Inter)nationale und heimliche Hymnen

article_3911_aug_430_cover_180.jpg Vor Kurzem war ich bei einer akademischen Feier anlässlich der Verleihung von Master-Graden zu Gast, bei der, neben den üblichen Reden, Streichquartett-Musikeinlagen und der Vorstellung der Diplomand_innen, auch das anwesende Publikum zu einem Schuss Aktivität (zusätzlich zum Händeklatschen) eingeladen wurde. Nämlich zum Mitsingen dreier hymnischer Gesänge: dem «Gaudeamus igitur», der österreichischen Bundeshymne und der Europahymne. ...
Ausgaben - Jenny Legenstein 15.02.2017 mehr lesen +

Augustin 424 - 11/2016

Ungarn, Kroatien, Diyarbakır, Augsburg und die ganze Welt

article_3785_aug_424_cover_180.jpg «Eine wahre Demokratie ist nicht zu erreichen, solange die Presse sich in den Händen von Leuten befindet, die in erster Linie an Geld-Erwerb denken und nur in letzter Linie mit Hilfe der Presse der Menschheit dienen wollen; für diese Leute ist die Presse und die Absicht, Aufklärung und Wissenschaft zu verbreiten, lediglich ein Geschäft wie jedes andere bürgerliche Geschäft auch», schreibt Ret Marut in seiner Zeitschrift «Der Ziegelbrenner», die e...
Ausgaben - Jenny Legenstein 09.11.2016 mehr lesen +

Prekäre Kunst hat Hunger

TheaterArche: von Kafka bis zur Burgtheateraffäre

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«In den letzten Jahrzehnten ist das Interesse an Hungerkünstlern sehr zurückgegangen. Während es sich früher gut lohnte, große derartige Vorführungen in eigener Regie zu veranstalten, ist dies heute völlig unmöglich.» So lauten die Anfangssätze von Franz Kafkas kurzer Erzählung «Ein Hungerkünstler».

Foto: Jakub Kavin


Artistin - Jenny Legenstein 11.10.2016 mehr lesen +

Augustin 420 - 09/2016

Ohne Senf

article_3695_aug_420_cover_180.jpg Warum, werden wir hin und wieder gefragt, bringt ihr im Augustin nicht mehr Beiträge zum aktuellen politischen Geschehen? Nun, dass es für eine 14-tägig erscheinende Zeitung ein von vornherein verlorenes Rennen ist, sich am Tempo des Nachrichtentickers zu orientieren, ist eine Binsenweisheit – siehe auch: Nichts ist älter als die Neuigkeiten von gestern.
Ausgaben - Jenny Legenstein 14.09.2016 mehr lesen +

Augustin 416 - 06/2016

Regelschule oder Alternativschule oder ganz weg damit?

article_3615_aug_416_cover_180.jpg Bald, schon bald beginnen die Sommerferien, in Wien ab 2. Juli, in den westlichen Bundesländern eine Woche darauf – Anlass, sich im Augustin intensiv mit dem Thema Schule auseinanderzusetzen. Der wohl älteste wie ödeste Pauker-Spruch lautet: «Nicht für die Schule, sondern fürs Leben lernen wir.» Selbstredend hat die schrecklichste aller meiner Lehrer_innen, die niemals jemals einen pädagogischen Beruf ergreifen hätte sollen, liebend gern dieses S...
Ausgaben - Jenny Legenstein 22.06.2016 mehr lesen +

«Die mitleidige Tour ist entwürdigend»

Humanitäre und medizinische Hilfe in Krisen, Kriegen, Katastrophen

article_3590_maleh_daniel_terkl_–_al_180.jpg Die Veranstaltungsreihe «Weltbefragung» – sechs Gespräche mit Persönlichkeiten der Zivilgesellschaft, die der Autor Ilija Trojanow 2015/16 in der Alten Schmiede führte – waren ein Geburtstagsgeschenk des Literaturquartiers an den Augustin. Zum Abschluss der Reihe sprach Ilija Trojanow mit der Präsidentin von Ärzte ohne Grenzen Margaretha Maleh zum Thema «Die Grenzen humanitärer Hilfe». Ein später Nachtrag zum Augustin-20er mit aktuellen Thematike...
Tun & lassen - Jenny Legenstein 24.05.2016 mehr lesen +

Augustin 412 - 05/2016

Das OAA-Prinzip*

article_3542_aug_412_cover_180.jpg Das Wort Angst leitet sich von einem Ausdruck, der «beengend» bedeutet, ab. Angst geht nicht nur mit einem Gefühl der Beengung einher, sondern sie führt auch zu Engstirnigkeit, zumindest dann, wenn scheinbar als einzige Handlungsalternativen in einer als bedrohlich empfundenen Lage, Flucht oder Kampf zur Wahl stehen.

Ausgaben - Jenny Legenstein 27.04.2016 mehr lesen +

Fokus auf Veränderung

Architekturfotografie: Gotteshäuser in Garagen, Klonhäuschen und Leere am Land

article_3497_zoom-409_fertig_klein_180.jpg Gebäude im besten Licht zu präsentieren und somit auch deren Planer_innen und Auftraggeber_innen aufs Podest zu stellen, das soll konventionelle Architekturfotografie leisten. Ein erweiterter Architekturbegriff richtet den fotografischen Blick nicht auf Geometrie und Ästhetik, sondern auf Nutzung und Transformation. Jenny Legenstein zu Bildern einer Ausstellung, die gängige Baukunst-Kriterien hinter sich lassen. Foto: Julian Röder; Co...
Vorstadt - Jenny Legenstein 15.03.2016 mehr lesen +

Augustin 408 - 03/2016

Wo kommen all die blöden Sprüche her?

article_3473_408_cover2_180.jpg «Warnung! Der folgende Artikel/die folgende Sendung enthält Stereotypen, Floskeln, Gemeinplätze und Abgeschmacktheiten, die Ihren Intellekt beleidigen können.» – mitunter würde frau_man sich solche Hinweise insbesondere vor Nachrichten wünschen. Was an Klischees und platten Redensarten à la «Das Boot ist voll» oder «Wer will, findet eine Arbeit» medial übermittelt wird, verursacht mündigen Medienkonsument_innen Beklemmung, Ärger und Verzweiflu...
Ausgaben - Jenny Legenstein 02.03.2016 mehr lesen +

Wunsch- und Albtraum

Aus der Kleinkindphase der Kommunikationstechnik

article_3474_408_artmag_mobilisierung__180.jpg Verbunden sein, vernetzt, sichtbar und erreichbar sein jederzeit und überall – Realität? Wunschtraum? Albtraum? Mit der Etablierung von Internet und Mobiltelefonie entstanden auch Visionen bezüglich positiver und negativer Veränderungen, die die neuen Technologien mit sich bringen könnten. Foto: Polyfilm/Dreams Rewired...
Artistin - Jenny Legenstein 01.03.2016 mehr lesen +

Augustin 404 - 01/2016

Unbescheiden von Jubeljahr zu Jubeljahr

article_3405_aug_404_cover_180.jpg Liebe Leser_innen! Wir wünschen Ihnen eine gute neue Olympiade! Die XXXI. Olympiade der Neuzeit hat nämlich am 1. 1. begonnen, sie wird am 31. 12. 2019 enden. Wäre es nicht zeitsparend, Zeitabschnittswünsche nur alle vier Jahre auszusprechen und vor der leidigen Knallerei am Ende dieser Periode 1461 Tage Ruhe zu haben?
Ausgaben - Jenny Legenstein 07.01.2016 mehr lesen +

«Wir möchten zeigen, wie es anders gehen kann»

Das neunerhaus will das Grundrecht auf Wohnen für alle ermöglichen

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Umgang mit Obdachlosigkeit bedeutet mehr als ein Dach über dem Kopf zu bieten. Wohnen so normal wie möglich und die Orientierung an den Bedürfnissen der Betroffenen sind grundlegende Ansätze der Arbeit des neunerhauses. Lisbeth Kovacic (Fotos) und Jenny Legenstein (Interview) trafen Elisabeth Hammer, fachliche Leiterin und Chefin des Bereichs Grundlagen & Entwicklung im neunerhaus.

Foto: Lisbeth Kovacic


Tun & lassen - Jenny Legenstein 24.11.2015 mehr lesen +

Augustin 400 - 11/2015

Rettet und verteilt Essen und Wohnungen!

article_3260_aug_400_cover_180.jpg Es ist Ende Oktober und zwei große «Brocken» liegen hinter uns. Der erste war die Wienwahl, welche wir an dieser Stelle trotz Zuwachs der Rechten links liegen lassen. Der zweite war unser großes 20-Jahre-Geburtstagsfest: Wir freuen uns wahrlich einen Haxen aus, dass so viele Menschen mit uns – zum Teil bis in die frühen Morgenstunden – gefeiert haben (Eindrücke davon in Wort und Bild auf S. 6 bis 7).
Ausgaben - Jenny Legenstein 28.10.2015 mehr lesen +

Die Lebensfäden aufnehmen

Erwin Riess: Geschichte als Bühnenstoff

article_3250_riess_carolina_frank_180.jpg Eine Reise Franz Grillparzers sowie die Geschehnisse im KZ Loibl Nord sind historische Sujets, die die Grundlagen für zwei Theaterstücke von Erwin Riess bilden. Der in Wien und Kärnten lebende Schriftsteller erklärt, warum die eine Geschichte kein alter Hut ist und die NS-Thematik nie aufgearbeitet sein kann. Von Jenny Legenstein (Text) und Carolina Frank (Foto).
Artistin - Jenny Legenstein 13.10.2015 mehr lesen +

Weiterwurschteln, bis es zu viel ist

Wohnungslosigkeit von Frauen: Aufrechterhalten einer Scheinrealität

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Weibliche Wohnungslosigkeit: Sie ist meist nicht sichtbar und deshalb auch kaum ein Thema in der Öffentlichkeit. Über die Besonderheiten des scheinbaren Randphänomens und den Umgang damit sprachen mit Gabriele Mechovsky, Leiterin von Ester Tageszentrum für wohnungslose Frauen, Jenny Legenstein und Christina Steinle.

Foto: AugustinTV


Tun & lassen - Jenny Legenstein, Christina Steinle 29.09.2015 mehr lesen +

Augustin 396 - 09/2015

Wo uns der Geduldsfaden reißt

article_3194_aug_396_cover_180.jpg Einst glaubte man, das Problem der stinkenden, schmutzigen und giftigen Industrieabgase sei zu lösen, indem nur die Schornsteine hoch genug gebaut würden. Ähnlich kurzsichtig und fehlgeleitet sind die Gedankenkonstrukte jener, die überzeugt sind, dass die Lösung der Problematik von Migration und Flucht in möglichst hohe Barrieren liegt. Die 71 Toten in dem Kühlwagen an der A4, die Hunderten, die in den letzten Tagen wieder im Mittelmeer ertrunken...
Ausgaben - Jenny Legenstein 02.09.2015 mehr lesen +

Theater – generell ein Wunder und manchmal eine Katastrophe

Nach der Vorstellung: Künstler_innen und Publikum reden drüber

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Am 29. Juni führte das 11% K.Theater im Festsaal des Margaretener Amtshauses Peter Turrinis Drama «Sauschlachten» auf. Im Anschluss gab es ein Publikumsgespräch mit dem Ensemble und dem Autor, der seit der Premiere im Jänner erklärter Fan «mit geradezu fanatischen Zügen» ist. Jenny Legenstein (Auswahl aus dem Tonmitschnitt) und Lisa Bolyos (Fotos), ebenfalls Fans der Theatergruppe, geben Eindrücke des Abends wieder.


Artistin - Jenny Legenstein 08.07.2015 mehr lesen +

Happy Birthday, Platzkonzerte!

Wiener Schmäh, Schweizer Melancholie, US-Blues

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Ob Film, Musik oder Theater – im Sommer wandert die Kultur nach Möglichkeit nach draußen und kommt so dem Bedürfnis, laue Abende im Freien und nicht vor der Glotze zu genießen, entgegen. Unter den mittlerweile gar nicht so wenigen Festivals in der Wienerstadt zählen die Platzkonzerte im WUK wohl zu den feinsten.

Foto: Hans Ringhofer


Artistin - Jenny Legenstein 08.07.2015 mehr lesen +

Augustin 392 - 06/2015

article_3121_aug_392_cover_180.jpg Endlich ist es so weit – lang ersehnt, heiß erfleht: Der neue Gustl-Sammelband ist da. Am 19. Juni stellt sein Schöpfer Thomas Kriebaum den dritten Band mit den gesammelten Gustl-Streifen mit dem Titel «Die Parksaison ist eröffnet» der Weltöffentlichkeit vor, und zwar am Siebenbrunnenplatz, wo zu Ehren des Helden von Seite 3 an eben diesem Tag die Augustin-Olympiade mit dem «Überlebens Fünfk(r)ampf» stattfindet. Den Sieger_innen winken schöne Pre...
Ausgaben - Jenny Legenstein 10.06.2015 mehr lesen +

Augustin 388 - 04/2015

Lebensqualität für die Jungen, und alle anderen

article_3057_aug_388_cover_180.jpg «Junge Leute brauchen attraktive Freiflächen, auf denen man nichts konsumieren muss, insbesondere in den dichter bebauten Stadtregionen» heißt es in einer von der Arbeiterkammer in Auftrag gegebenen Studie*, die vor kurzem präsentiert wurde. Unsere Rede! Seit Jahren schon! Und natürlich werden konsumationsfreie Bereiche im Öffentlichen Raum auch von Kindern und Menschen mittleren und fortgeschrittenen Alters benötigt.
Ausgaben - Jenny Legenstein 15.04.2015 mehr lesen +

Gegen die «Oberen»

20 Jahre Augustin: Jahrgang 2001 – Augustin ist sieben

article_3054_20j_180.jpg Braucht Augustin mehr Humor? War die «erste österreichische Boulevardzeitung» früher lustiger? Vielleicht. Mit dem Format «Briefe an Dr. Sommer» gab es jedenfalls über Jahre eine satirische Auseinandersetzung mit aktuellen politischen und gesellschaftlichen Themen auf hohem Niveau. Robert Sommer über Anfang und Ende der Serie und die Funktion von Satire im Augustin. Von Jenny Legenstein

Tun & lassen - Jenny Legenstein 31.03.2015 mehr lesen +

Augustin 384 - 02/2015

Falsche Schwarzkappler, junger Aberglaube, irrige Logik

article_2863_aug_384_cover_180.jpg Wenn diese Augustin-Ausgabe erscheint, ist der Fasching gerade zu Ende gegangen, und selbstverständlich haben wir den so genannten Höhepunkt desselben, nämlich den Opernball fast völlig ignoriert. Tagebuchschreiber Gottfried hat es sich angetan, die Live-Übertragung teilweise zu verfolgen, und bedauert, dass es die Opernball-Demo nicht mehr gibt (S. 39). F13-Aktionen als (paradoxe) Interventionen im öffentlichen Raum gibt es aber weiterhin und da...
Ausgaben - Jenny Legenstein 18.02.2015 mehr lesen +

Schreiben hinter Schwedischen Gardinen

Augustin ist 20 und schaut zurück auf 1997, den Jahrgang Nummer 3

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Für «Häfn-Texte aus dem 10erl» war 1997 je Ausgabe eine Seite im Literaturteil reserviert. Augustin-Autor Franz Blaha, der die Schreibwerkstatt im Favoritener Knast leitete, erzählt über dieses Projekt, das in einer «relativ liberalen» Zeit im Strafvollzug, der Schwarzblau ein Ende setzte, noch möglich war.

Illustrationen: Carla Müller


Artistin - Jenny Legenstein 04.02.2015 mehr lesen +

Augustin 379 - 11/2014

Frei und gleich?

article_2774_aug_379_cover_180.jpg Alle Menschen sind frei und gleich an Würde und Rechten geboren» heißt es in Artikel 1 der Allgemeinen Erklärung der Menschenrechte der Vereinten Nationen, die am 10. Dezember 1948 erstmals verkündet wurde. Schon der erste Satz wird durch die Realität Lügen gestraft, denn Umstände und Ort der Geburt bestimmen von Beginn an, welche Rechte einem_r Erdenbürger_in zustehen und welche Chancen er oder sie besitzt, um ein würdevolles Leben zu führen....
Ausgaben - Jenny Legenstein 26.11.2014 mehr lesen +

Genauer hinsehen

Leinwand und Podium im Zeichen der Menschenrechte

article_2779_thw_j.m._louis:shnp3_180.jpg Das Filmfestival this human world lädt zehn Tage lang zu Filmen, Diskussionen, Workshops, Lectures, Konzerten und Partys. Schwerpunktthemen sind in diesem Jahr unter anderem Einblicke ins Leben hinter Gittern, Syrien im Film und queer-lesbische Pornos aus der Punkszene. Foto: J.M. Louis/SHNP3 ...
Artistin - Jenny Legenstein 25.11.2014 mehr lesen +

«Der Augarten wäre in fünf Minuten vollgebaut»

«Auf den Barockaden» dokumentiert kreativen Widerstand im Kinoformat

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Prunkvoll protestieren. Der Widerstand gegen den Bau des MuTh-Konzertsaals im Augarten war vielfältig, bunt und lustvoll. Die Kino-Doku «Auf den Barockaden» ruft die Ereignisse um den Augartenspitz in Erinnerung und soll Mut machen kreativ Zivilcourage zu zeigen. Die Filmemacherin Doris Kittler im Augustin-Interview.

Foto: Filmstill Doris Kittler


Artistin - Jenny Legenstein 28.09.2014 mehr lesen +

Augustin 374 - 09/2014

Stadt - Land und andere Gegensätze

article_2608_aug_374_cover_180.jpg «Abgründe tun sich auf», pflegte mein Deutschprofessor am Gymnasium zu scherzen, wenn es ans Austeilen korrigierter Schularbeiten ging. Abgründe, Klüfte, aufgehende Scheren recken uns ihren immer weiter aufgerissenen Rachen entgegen, sei es im Bildungsbereich, sei es das Einkommen betreffend, seien es Miet- und Kaufpreise im Immobiliensektor. Auch die Unterschiede zwischen Stadt und Land wachsen.
Ausgaben - Jenny Legenstein 18.09.2014 mehr lesen +

Augustin 370 - 07/2014

Widersprüche, die wir nicht verstehen

article_2547_aug_370_cover_180.jpg Mittels einer entsprechend programmierten EDV-Anlage erspare sie sich das zeitraubende Lesen von langen Texten, erklärt sinngemäß Lotaria, Studentin der Literaturwissenschaft, in Italo Calvinos Roman «Wenn ein Reisender in einer Winternacht». Das Durchschauen von statistischen Wortlisten, die das Programm aus den schriftlichen Werken erstelle, genüge, um den Inhalt derselben zu erfassen.
Ausgaben - Jenny Legenstein 25.06.2014 mehr lesen +

Augustin 367 - 05/2014

Österreich und der Balkan: Nicht nur eine Urlaubsbeziehung

article_2520_aug_367_cover_180.jpg «Die Sonne lacht. Die Vogerl zwitschern...» - kommt der Optimist (z. B. dargestellt von Maxi Böhm) ins Kaffeehaus, wo er auf den Grantscherbn trifft (z. B. dargestellt von Karl Farkas). Infolge des sich daraufhin entspinnenden Dialogs verlässt der vordem Schlechtgelaunte fröhlich gestimmt das Lokal, während die vormalige Frohnatur geknickt am Tisch zurückbleibt.
Ausgaben - Jenny Legenstein 21.05.2014 mehr lesen +

Augustin 364 - 04/2014

Neueröffnung nach Umbau!

article_2474_aug_cover_364_180.jpg Ab dieser Ausgabe ist auf den folgenden 38 Seiten so manches nicht mehr, wie es war. «Relaunch» haben wir keinen vorgenommen, aber wir haben umgebaut, uns, wie es im Unternehmer_innensprech heißt, auf unsere Kernkompetenzen besonnen und in der Mitte unseres Blattes Platz für die ums Vierfache erweiterte Vorstadt geschaffen.
Ausgaben - Lisa Bolyos, Jenny Legenstein 02.04.2014 mehr lesen +

«Wege, Umwege»

Über Flucht und andere Bewegungen - Ruth Beckermanns neuer Film

article_2465_beckermann_180.jpg In Ruth Beckermanns künstlerischem Schaffen sind Migration, Reisen, Ankommen, Aufbruch immer wiederkehrende Motive, ihre jüngste Filmarbeit «Those Who Go Those Who Stay» beschäftigt sich nahezu ausufernd mit diesem Themenkreis. Ein Augustin-Interview mit der Autorin und Regisseurin über ein sich veränderndes Europa, Textilien als roter Faden, das Moment der Ratlosigkeit und die offene Form als filmisches Mittel.
Artistin - Jenny Legenstein 16.03.2014 mehr lesen +

Leinwande Tricks

Animationsfilme von Frauen im Haydn

article_2467_twlogo2014weiss_button_2c_180.jpg Wer Animation ausschließlich mit der öden, fremdgesteuerten «Beschäftigungstherapie» im All-Inclusive-Getto verbindet, der/dem entgeht die wunderbare Welt des Trickfilms. Von 12. bis 16. März bietet das Festival «Tricky Women» wieder die Möglichkeit, unterschiedlichste Formen und Genres animierter Bilder kennenzulernen.
Artistin - Jenny Legenstein 03.03.2014 mehr lesen +

Augustin 360 - 02/2014

Gut, besser ...

article_2433_aug_360_cover_180.jpg «Alles bleibt besser» lautete vor vielen Jahren ein Werbeslogan des ORF. Bezüglich der größten Sendeanstalt des Landes möchte ich jetzt gar nichts schreiben, mir geht es ums Besserbleiben. Zunächst aber doch ein Exkurs ins Fernsehen: Für den Bereich der Werbung kann nach wie vor ein «Alles bleibt schlechter» konstatiert werden.
Ausgaben - Jenny Legenstein 07.02.2014 mehr lesen +

Augustin 356 - 12/2013

Löcher, Camping und Ideen von gestern

article_2390_aug_356_cover_180.jpg Es soll hier kurz zur Sprache gebracht werden, um dann erst wieder von Gottfried im Tagebuch auf Seite 39 angesprochen zu werden - das Budgetloch. 25 Milliarden wurden vergessen, übersehen oder verräumt und das Nichtvorhandensein dieser schönen runden Summe kürzlich «entdeckt».
Ausgaben - Jenny Legenstein 27.11.2013 mehr lesen +

«Wenn du heiratest, fängt der Wahnsinn erst an»

Anja Salomonowitz' Film gegen das unmenschliche System des Fremdenrechts

article_2310_anja_180.jpg «Die 727 Tage ohne Karamo» ist ein Dokumentarfilm von Anja Salomonowitz, der ein Problem von vielen binationalen Paaren schon im Titel anspricht: Trotz Heirat muss der/die nicht-österreichische Partner_in das Land verlassen. Und auch sonst macht die Gesetzgebung Beziehungen zu Nicht-EU-Angehörigen zum dauernden Hindernislauf. Die Regisseurin spricht im Augustin-Interview über ihren Film. Auch AUGUSTIN TV sendet dazu: http://okto.tv/augustin ...
Artistin - Jenny Legenstein 02.09.2013 mehr lesen +

Augustin 346 - 06/2013

Des Glück is a Vogerl

article_2265_aug_346_cover_180.jpg ... ist ein abgelutschtes Wiener Sprichwort und der Titel eines Spielfilms von Shoshana Rae Stark, in dem ein Augustinverkäufer und die Ausscheidungsprodukte unserer gefiederten Freunde eine gewisse Rolle spielen.
Ausgaben - Jenny Legenstein 13.06.2013 mehr lesen +

Queerer Alltag

Wiens Queer Film Festival ist 20: Identities 2013

article_2257_queer_180.jpg Jedes zweite Jahr können sich an Genderfragen, der Vielgestaltigkeit von (geschlechtlichen) Identitäten und an Grundthemen gesellschaftlichen Lebens/wandels Interessierte Informationen, Anregungen und Unterhaltung via Kino aneignen. Identities, Österreichs einziges Queer Film Festival und zweitgrößte Filmveranstaltung der Stadt, geht zum zehnten Mal über die Bühne.
Artistin - Jenny Legenstein 29.05.2013 mehr lesen +

Nicht nur gezeichnet

Immer eine neue Masche: Trickfilme von Frauen

316_artmag©tricky_women.jpg Mit Nadel und Faden stellen die Frauen der indischen Kutch-Region nicht nur Kleidungsstücke und textile Accessoires her, mit ihren Stickereien bilden sie auch ihre Lebenswelt ab. In «The Stitches Speak» bringt Nina Sabnani diese Handarbeiten in Bewegung, verwendet sie als Grundlage für einen Animationsfilm, in dem Menschen aus Kutch in ihren Worten und ihren eigenen Bildern aus ihrer Geschichte und von der Entstehung eines Sozialprojektes erzähle...
Artistin - Jenny Legenstein 08.03.2012 mehr lesen +

Parabel vom guten Tod

Andreas Dresens Film über das Sterben eines Durchschnittsbürgers

Aus vergangenen Jahrhunderten ist ein Büchlein mit dem Titel «Ars moriendi», zu Deutsch «Kunst des Sterbens», überliefert, mit Hilfe dessen sich die Leser_innen auf einen guten Tod vorbereiten sollten. Selbstverständlich war nach damaligen (also christlichen) Verständnis, Voraussetzung des friedvollen Ablebens, dem Bösen widerstanden zu haben und mit den entsprechenden Sakramenten versehen worden zu sein.
Artistin - Jenny Legenstein 23.02.2012 mehr lesen +

Aus der Mülltonne gerettet

Marginalisierte Filme im Brennpunkt Forschung im Filmmuseum

Das Österreichische Filmmuseum ist mehr als nur ein besonderes Kino: Archiv und Forschungsstätte, Ort von Bildung und Vermittlung. Ein Gespräch mit Dr. Ingo Zechner und Dr. Paolo Caneppele vom ÖFM über die Rettung von Filmen und ein Forschungsprojekt zu filmischen Dokumenten aus der Zeit des Nationalsozialismus.
Artistin - Jenny Legenstein 09.02.2012 mehr lesen +

Filmbild und Stadtbild

Wien wird mittels Filmprojektor analysiert

«Ephemer», sagt der Duden, kommt aus dem Griechisch-Lateinischen (wörtlich «für einen Tag») und bedeutet: «nur kurze Zeit bestehend, flüchtig, rasch vorübergehend (u. daher ohne bleibende Bedeutung)». Vom Verschwinden bedroht ist das Medium Film heute durch die Digitalisierung des Bewegtbildes, misslicher noch steht es um marginale Formen des Films wie Amateur-, Gebrauchs- oder Experimentalfilm.
Artistin - Jenny Legenstein 22.09.2011 mehr lesen +
Autor/in: Jenny Legenstein Seite: 1