Autor/in: Martin Schenk Seite: 1 2 3 4 5

Wer das Gold hat…?

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Das kleine Familienunternehmen, der Kleinaktionär, der Kleinanleger, oder die „kleine“ Oma mit dem Sparbuch – alles wird immer ganz klein, wenn die ganz Großen ins Gespräch kommen. Aktuelle Daten zur Konzentration des Reichtums wurden veröffentlicht. Und sofort rücken die von den großen Vermögen bezahlten Think Tanks aus, die Reichen arm zu rechen– und die Armen reich. Am Schluss gibt es nur mehr „die Mitte“.
Tun & lassen - Martin Schenk 13.03.2017 mehr lesen +

Worüber wir reden sollten

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„Früher habe ich das oft gehabt in der Beratung. Foto vom Schimmel machen, an das Wohnungsamt schicken. Da haben die Leute wirklich innerhalb von ein paar Monaten eine neue Wohnung gehabt. Heute kannst du nicht einmal mehr ein Foto von einem Schimmel hinschicken, weil die sagen, ich habe schon 3000 Schimmelfotos da, das interessiert uns überhaupt nicht.“
Tun & lassen - Martin Schenk 13.03.2017 mehr lesen +

Post-Faktisches aus Niederösterreich

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Viele haben Post bekommen. Absender: Büro der niederösterreichischen Landesrätin. Betreff: Proteste gegen Kürzung der Mindestsicherung für Armutsbetroffene. Männer und Frauen aus Selbsthilfegruppen, Behindertenorganisationen und engagierte Bürger_innen haben vor Weihnachten gegen die drastischen Einschnitte im NÖ Mindestsicherungs-Recht Einspruch erhoben.
Tun & lassen - Martin Schenk 13.03.2017 mehr lesen +

Die Narbe: Harry Potter trifft Leonard Cohen

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Eine blitzförmige Narbe steht auf Harry Potters Stirn. Die Verletzung wurde ihm als Baby zugefügt, als Voldemort, der böse und mächtige dunkle Lord, ihn zu töten versuchte. Diese Narbe schmerzt Harry noch immer, und sie erinnert ihn beständig an seine Mutter, die starb als sie sich schützend vor ihr Baby warf.
Tun & lassen - Martin Schenk 13.03.2017 mehr lesen +

Der Elefant im Weltladen

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Er hat einen breiten, hohen Rücken, der Kopf mit Mund geht nach unten, der Rüssel zeigt nach oben. Der Elefant, der da über die Erdkugel spaziert, bildet die Entwicklung der Einkommen in den letzten 30 Jahren ab. In einer Grafik, die als Elefantenkurve bekannt geworden ist.
Tun & lassen - Martin Schenk 13.03.2017 mehr lesen +

eingSCHENKt: Till Eulenspiegel und mehr

«Ich bin immer noch hier, wo es regnet und manchmal die Sonne scheint.» Maria, eine arbeitslose Textilfachverkäuferin, sitzt auf der Parkbank vor der Kirche. Ihr Leben läuft rückwärts, an allen Träumen vorbei: an Otto im Gemüsefach, an dem Nacktschwimmer mit dem Fischherz, an Walter, dem Elvis-Imitator. Ich stecke den Roman von Anna Weidenholzer in meine Tasche, lese unterwegs ein paar Seiten, blättere im Beisl weiter, hole ihn in der Straßenbahn...
Tun & lassen - Martin Schenk 25.11.2016 mehr lesen +

eingSCHENKt: Preisfrage – Wert oder Würde?

Die Auseinandersetzung ist heute durch die Fluchtbewegungen aus dem Nahen Osten hysterischer denn je. Der «Notstand» wird ausgerufen, die Internetforen gehen schier über vor Hetze und Hass, ein autoritärer Nationalismus rückt ein soziales und demokratisches Europa in die Ferne, die politische Debatte findet sich an der Identitätsfront wieder.
Tun & lassen - Martin Schenk 25.11.2016 mehr lesen +

eingSCHENKt: Psychoanalyse an der Vorortelinie

Der kleine Heinz stand draußen. Er hatte nicht gewagt zu klopfen, doch hörte sie sein Husten und öffnete die Tür. Hast Du ein Bilderbuch?, war seine schüchterne Frage. «Er berichtete stockend, dass er ein solches im Schaufenster einer Buchhandlung gesehen habe und dass er gerne wüsste, wie es innen aussähe.
Tun & lassen - Martin Schenk 25.11.2016 mehr lesen +

eingSCHENKt: Eine Pippi Langstrumpf aus Moldawien

Heute kommt die Mama auch nicht nach Hause. Mama bleibt in Italien beim fremden Kind. Und Papa in Sibirien auf seiner Baustelle. Cristina kümmert sich um alles, sie kocht und putzt, sie füttert die Schweine, die Hühner und die Hunde, und wenn es sein muss, dann prügelt sie sich auch mit den Buben, um Dan und Marcel zu verteidigen. Dan und Marcel sind Cristinas Brüder, und sie selbst ist gerade einmal zwölf.
Tun & lassen - Martin Schenk 25.11.2016 mehr lesen +

eingSCHENKt: Neu! Besser! Billiger!

Alte Menschen pflegen, Flüchtlinge betreuen oder Kinder unterrichten: «soziale Innovation» ist mittlerweile unabdingbar – zumindest am Etikett. Liest man die Begründungen für Sozialpreise, vertieft man sich in die Managementliteratur, glaubt man den Karriereseiten in den Zeitungen, dann kann man gar nicht anders als zum Schluss kommen: Das Alte ist schlecht, das Neue ist gut.
Tun & lassen - Martin Schenk 25.11.2016 mehr lesen +

eingSCHENKt: Die Trickdiebe

Eine Mindestsicherungsbezieherin wollte sich mit der Anrechnung der Wohnbeihilfe, die sie als Mieterin einer geförderten Wohnung erhielt, nicht abfinden. Sie brachte gegen den entsprechenden Bescheid ein Rechtsmittel ein. Bei der Klägerin handelt es sich um eine Frau mit einer Behinderung.
Tun & lassen - Martin Schenk 25.11.2016 mehr lesen +

eingSCHENKt: Sag mir, wo du wohnst, und ich sage dir, wann du stirbst

Wenn ich mit der Straßenbahn vom ärmsten Wiener Gemeindebezirk, Fünfhaus, in den reichsten, nach Hietzing, fahre, dann liegen dazwischen einige Minuten an Fahrzeit, aber auch 5 Jahre an Lebenserwartung der jeweiligen Wohnbevölkerung. Die Gründe dafür sind vielschichtig. Eine wichtige Rolle spielen dabei in jedem Fall auch die räumlich unterschiedlich verteilten Belastungen am Wohnort.
Tun & lassen - Martin Schenk 22.11.2016 mehr lesen +

EingSCHENKt: Europa ist mehr

Großbritannien verlässt die EU. Der britische Premier Cameron hat sich bisher gegen die sozialen Teile des Lissabon-Vertrags gewehrt, das Armutsreduzierungsziel der EU torpediert, Finanzregulierungen verhindert, die Kommerzialisierung sozialer Dienste wie Pflege oder Bildung vorangetrieben.


Tun & lassen - Martin Schenk 06.07.2016 mehr lesen +

Mindestsicherung: Reality Check

Weil die Leistungen der Mindestsicherung zu hoch seien, geht keiner mehr arbeiten. Deshalb müsse man sie kürzen oder zumindest deckeln, um jene Arbeitsanreize zu schaffen, die derzeit angeblich fehlen. Wenn diese Thesen stimmen würden, müsste sich das aus den Daten und anderen Quellen ablesen lassen. Die Armutskonferenz hat deshalb nachgerechnet. Das Ergebnis: die Realität ist nicht so simpel, wie man uns glauben machen will.
Tun & lassen - Martin Schenk 14.05.2016 mehr lesen +

eingSCHENKt: Größenwahn & Opferkult

Was passiert, wenn nationalistische und autoritäre Politiken an die Macht kommen, kann in Ungarn oder in Polen gerade live beobachtet werden. Viktor Orbán betreibt einen sichtbaren Kampf gegen das europäische «Ausland», gegen bedrohliche «innere Feinde» und gegen die kritischen Teile der Zivilgesellschaft. Einen Feldzug, der unsichtbar ist, führt er jedoch gegen Alte, Kranke und Arme.
Tun & lassen - Martin Schenk 11.05.2016 mehr lesen +

Einsprachigkeit ist heilbar

Emira hat an der Margaretenstraße Matura gemacht und studiert jetzt. Am Nachmittag kommt sie in den Unterricht. Da werden die Klassen geteilt und wird gemeinsam gelernt. „Rolemodels“ nennt sie das Konzept. Schaut her, ich war auch mal da, und so kann es gehen!
Tun & lassen - Martin Schenk 12.04.2016 mehr lesen +

eingSCHENKt: Demenz – Immer noch ich

«Mein Name ist Helga Rohra. Ich bin ein Mensch, der an Demenz erkrankt ist. I belong to you.» So stellt sich Helga Rohra vor, sie war 54 Jahre alt, als sie die Diagnose Demenz erhielt. Nimmt Demenz einem Menschen die Persönlichkeit? Die Antwort von Helga Rohra ist: «Nein. I belong to you. Ich stehe trotzdem neben dir.» ...
Tun & lassen - Martin Schenk 29.03.2016 mehr lesen +

eingSCHENKt: Der Unterschied zwischen Hungern und Fasten

«Meine Mutter mag keine Trinkpäckchen.» Undine Zimmer erzählt von ihrer Kindheit, aufgewachsen in einer Berliner Familie, die von Hartz IV leben musste: «Weil Trinkpäckchen arme Mütter demütigen können.» So sagt sie. «Wenn eine befreundete Mutter die kleinen Dinger aus ihrer Tasche holte, um sie ihren Kindern und vielleicht auch mir eins anzubieten, dann bekam meine Mutter noch einmal vorgeführt, dass sie solche Sachen nicht kaufen konnte, di...
Tun & lassen - Martin Schenk 15.03.2016 mehr lesen +

eingSCHENKt: Wahrgenommen

«Wir sind keine Bittsteller, wir wollen Respekt!» Das war der zentrale Satz, den Erwerbsarbeitslose, Mitarbeiter_innen von Straßenzeitungen, psychisch Erkrankte, Menschen mit Behinderungen, Alleinerzieherinnen und Migrant_innen bei einem Treffen unter dem Titel «Sichtbar Werden» in Wien formulierten.
Tun & lassen - Martin Schenk 06.01.2016 mehr lesen +

eingSCHENKt: Ausverkauf in Traiskirchen & im Pflegebereich

Dass Teile der Flüchtlingsbetreuung in Österreich von gewinnorientierten Privatunternehmen organisiert werden, geht auf die Zeit von Innenminister Ernst Strasser zurück. Anfang 2003 entschied die deutsche Organisation European Homecare die Ausschreibung über die Ausgliederung der Erstaufnahmestelle Traiskirchen für sich. Gemeinnützige Vereine hatten sich vergeblich beworben.
Tun & lassen - Martin Schenk 24.11.2015 mehr lesen +

Betteln – die Stadt als Konsumkulisse

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Angelica war schon einige Male in Salzburg. Ihre Unterkunft aber steht im Dorf Pauleasca, Rumänien. Ein kleiner aufgeräumter Raum mit Bett und Ofen und ein winziger Nebenraum mit einer weiteren Schlafgelegenheit, wobei es kaum etwas zum Aufräumen gibt, da sie – so wie alle anderen Menschen rundum – so gut wie kein Hab und Gut besitzt. Kein Fließwasser, kein Tisch, keine Schränke, keine Toilettenanlagen, keine Lebensmittel.
Tun & lassen - Martin Schenk 27.10.2015 mehr lesen +

eingSCHENKt: Unsoziale Übertreiber

Das hilft jedenfalls nicht gegen Armut: Die FPÖ stimmt für die Kürzung der Mindestsicherung, gegen eine Schule mit mehr Aufstiegschancen, gegen die Abschaffung der Maklergebühr beim Wohnen, gegen eine Beitrag der reichsten 5 % zum sozialen Ausgleich. Immer wieder habe ich gehört, die FPÖ sei für die kleinen Leute und die Ärmeren. Darum habe ich mir die Positionspapiere durchgelesen und das Stimmverhalten in den Parlamenten angesehen:
Tun & lassen - Martin Schenk 13.10.2015 mehr lesen +

Bildung kann viel, aber nicht alles

Finnland hat Spitzenwerte beim Schulerfolg sozial benachteiligter Kindern, aber trotzdem eine hohe Jugendarbeitslosigkeit. Die beste Schule nützt nichts, wenn die Übergänge zum Arbeitsmarkt mangelhaft sind oder Jobs fehlen. Bildung führt nicht automatisch zu sozialem Aufstieg.
Tun & lassen - Martin Schenk 16.09.2015 mehr lesen +

Vom Freudenschrei bis zur Suiziddrohung

Um Mitternacht läutet es an der Tür. Draußen steht ein vielleicht 15-jähriger Bursche, den Blick auf den Boden geheftet, die Hände tief in den Taschen seiner Jacke vergraben. Pascal ist von zu Hause ausgerissen. Es geht nichts mehr. Seit 20 Jahren bietet die Krisenstelle Waki in Linz Jugendlichen täglich und rund um die Uhr Zuflucht.
Tun & lassen - Martin Schenk 03.08.2015 mehr lesen +

Österreicher_innen im Ausland: 50 Prozent arbeitslos

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150 Millionen Euro Familienbeilhilfe beziehen rechtmäßig Arbeitnehmer_innen in Österreich, deren Kinder aber in Rumänien oder Bulgarien leben. Ob man diese Sozialleistungen dem Lebensstandard des jeweiligen EU-Landes anpasst, streicht oder belässt, kann man diskutieren – aber immer nur sinnvoll im Kontext und im Blick auf alle Faktoren:


Tun & lassen - Martin Schenk 08.07.2015 mehr lesen +

eingSCHENKt: Das Gute am Nebeneinander

Ich steige in den Aufzug. Jeder Mensch macht das einmal in 72 Stunden. Durchschnittlich. Ich bin nicht allein. Noch wer anderer fährt in den dritten Stock. Ich nicke. Der andere auch. Dann schauen wir aneinander vorbei. Ein unangenehmes Gefühl beschleicht mich. Soll ich etwas sagen? Ich sage nichts. Im Fahrstuhl entsteht eine Öffentlichkeit, in der man anderen mit einem gewissen Grad an Desinteresse entgegentritt, ohne jedoch Missachtung zu sign...
Tun & lassen - Martin Schenk 24.06.2015 mehr lesen +

eingSCHENKt: Extremismus der Mitte

Die sozialen Probleme steigen, obwohl die Gesellschaft insgesamt immer reicher wird, besonders ganz oben. Schuld sind aber immer die da unten. «Die Unterschichtler», «die Mindestsicherungsbezieher» und «die Asylanten». Das ist eine Methode, um die Verteilungs- und Gerechtigkeitsdebatte nur «ganz unten» zu führen. Die zehn Prozent der Bevölkerung mit den geringsten Einkommen und Chancen dürfen einander dann die Augen auskratzen. Wie in einem römis...
Tun & lassen - Martin Schenk 09.06.2015 mehr lesen +

Ringsum

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«Niedrige berußte Gänge, nirgends Hausgärten, und in den neueren Bauten Thür an Thür die kleinen Wohnungen, die Kerker der Kinder», berichtet Max Winter in seinen Stadtreportagen über die Wiener Außenbezirke. Das ist die andere Geschichte zum 150-jährigen Jubiläum des Baus der Prachtstraße am Ring. «Hier die Heimarbeiterin, die in ihrem Kabinett noch den krüppelhaften Mann liegen hat, dort die Witwe, die alle überlebt hat, auch ihre Kinder, als B...
Tun & lassen - Martin Schenk 25.05.2015 mehr lesen +

Vom Missbrauch der Wahrheit

Im Ministerrat, in manchen Tageszeitungen, bei FPÖ und beim ÖAAB in Niederösterreich wurde in den letzten Tagen unterstellt: Der Missbrauch in der Mindestsicherung sei so groß, dass mit seiner Bekämpfung bedeutsame Beiträge für die Gegenfinanzierung der Steuerreform lukriert werden könnten. Hier wird also vorgeschlagen, statt Vermögenssteuern die Mindestsicherung zur Gegenfinanzierung der Steuerreform heranzuziehen. Aber ist das ernsthaft und ser...
Tun & lassen - Martin Schenk 19.05.2015 mehr lesen +

Wiesel, Schale & Ei

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Ein Wiesel saugt ein Ei so geschickt aus, dass zwar die Schale unversehrt scheint, das Ei aber innen leer ist. Von außen sieht man es nicht. Wieselworte saugen die Bedeutung aus den Sätzen, wie Wiesel Eier aussaugen – nur die leere Schale bleibt, scheinbar intakt, zurück. Theodore Roosevelt argumentierte das bereits 1915 im Kampf um bessere Bildung für alle so: «Man kann eine umfassende Ausbildung für alle oder eine freiwillige Ausbildung für wen...
Tun & lassen - Martin Schenk 12.05.2015 mehr lesen +

Die Titanic tötet

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Als die Titanic den Eisberg rammte und sank, waren die Chancen für die Passagier_innen zu überleben sehr ungleich verteilt. Von den an Bord befindlichen Personen überlebte ein Drittel. Die Überlebenschancen richteten sich nach Klassengrenzen – je nachdem, welche Kabine man sich leisten konnte. Von den Passagier_innen der ersten Klasse haben neunzig Prozent der Frauen überlebt, in der dritten Klasse nur fünfzig Prozent.
Tun & lassen - Martin Schenk 14.04.2015 mehr lesen +

eingSCHENKt: Die Kraft der Zusammenarbeit

In einem Raum befinden sich fünfzig Luftballons. Auf jedem Ballon steht ein Name. Die Namen gehören zu fünfzig Teilnehmer_innen eines Seminars. Die Tür zum Zimmer geht auf. Alle fünfzig Personen sollen ihren Luftballon mit Namen finden. Alle stürzen sich auf die Ballons, lesen, suchen, lassen aus – ein riesiges Durcheinander entsteht, Ballons gehen kaputt, fast niemand hat seinen Namen gefunden.
Tun & lassen - Martin Schenk 31.03.2015 mehr lesen +

Krank und vor dem Nichts

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Seit ihrer Scheidung leidet die 45-Jährige Erika S. an Depressionen und Angstzuständen. Die Firma, in der sie in der Buchhaltung gearbeitet hat, kündigte sie. Seit vielen Monaten ist die Frau wegen ihrer psychischen Beschwerden in Behandlung. Jetzt bekommt sie kein Krankengeld mehr. Entweder sie bricht ihre Behandlung ab, oder sie steht völlig ohne soziale Absicherung da.
Tun & lassen - Martin Schenk 31.03.2015 mehr lesen +

Das Märchen von Hartz IV

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Ein Schuhputzer am Bahnhof, eine Bäckerin, ein Sänger und ein Bub aus Afrika. Im Film «Le Havre» des Regisseurs Aki Kaurismäki erzählen sie ihre Geschichte von unten. Aufmerksam, verzweifelt und widerständig. Ein Märchen?
Tun & lassen - Martin Schenk 18.03.2015 mehr lesen +

Mama hatte einen Schlaganfall

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Mama hatte einen Schlaganfall, da war ich 12 Jahre alt, erzählt Ulli. Ich weiß das noch ganz genau: Wir zwei waren bummeln auf der Mariahilfer Straße, da sagte meine Mutter: «Komisch, ich kann auf einmal nur die halbe Schrift auf dem Schild lesen.» Ich wusste damals nicht, was sie damit meinte. Daheim angekommen, ist dann meine Mutter einfach vom Sofa runtergefallen und liegen geblieben. Ich hab in meinem Schock zuerst die Rettung angerufen und d...
Tun & lassen - Martin Schenk 17.02.2015 mehr lesen +

Die Identitätsfalle

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Menschen ohne Bekenntnis haben höhere Bildungsabschlüsse als Katholik_innen in Österreich. Kulturalistischer Kurzschluss: Um ökonomisch fit für die Zukunft zu sein, müssten wir die Katholik_innen zurückdrängen, um die Bildungsquote zu erhöhen.
Tun & lassen - Martin Schenk 05.02.2015 mehr lesen +

Mythos: «Jeder schafft es, wenn er nur will»

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«Jeder und jede kann es schaffen», heißt es, «man muss sich nur anstrengen.» So einfach ist die Sache aber nicht. Wie stark hierzulande der Lernerfolg von Kindern am sozialen Status der Eltern hängt, zeigt die OECD, die Organisation für wirtschaftliche Zusammenarbeit, erneut auf: Hohe Bildung und damit hohes Einkommen, hohe berufliche Position bringen Kindern im hiesigen Schulsystem um neunzig Punkte bessere Leistung, als Kinder aus Elternhäusern...
Tun & lassen - Martin Schenk 20.01.2015 mehr lesen +

Kein Raum mehr

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Wer die Fußball-Weltmeisterschaft gesehen hat, hat bemerkt: Die Räume werden eng. Tag für Tag und Match für Match haben die Netzwerkanalytiker_innen um den Soziologen Harald Katzmair den Spielverlauf verfolgt, die Passwege dokumentiert und die Spielkombinationen ausgewertet. «Was wir beobachten konnten, war eine generelle Versiegelung des Raums», sagt er. Über neunzig Minuten wurde alles so gründlich zugestellt, dass ein kreatives Kombinieren kau...
Tun & lassen - Martin Schenk 07.01.2015 mehr lesen +

Die Mythen des Reichtums

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Eine Linie. Am einen Ende stehen die Ärmeren, am anderen die Reichsten. Wenn man nun fragt, auf welcher sozialen Position dieser Linie sich die Reicheren einschätzen würden, dann zeigen sie auf die Mitte. Fragt man die Ärmeren, wo sie sich selbst sehen, ordnen sie sich - mit besserer Selbsteinschätzung - ebenfalls Richtung Mitte ein. Das ist der Grund, warum sich die Figur der Mitte so gut eignet, die wahren Verhältnisse zu verschleiern.
Tun & lassen - Martin Schenk 08.12.2014 mehr lesen +

eingSCHENKt: Sieben Tage Mindestsicherung

Nehmen wir eine Woche mit ihren sieben Tagen. Und beginnen am Montag mit den ersten Reformen. Dann würde es am Montagabend weniger Bundesländer-Wirrwarr geben. Sachlich ist nicht zu rechtfertigen, dass neun verschiedene gesetzliche Regelungen herrschen mit unterschiedlichen Rechten und Pflichten. Am Dienstag gehen wir die Finanzierung an, die mehr als problematisch ist. Als Landesleistung fallen die Ausgaben in die Gemeinden, Städte bzw. Sozialh...
Tun & lassen - Martin Schenk 25.11.2014 mehr lesen +

Trugbild aus Berlin

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Viele halten an einem Missverständnis fest, das weit verbreitet ist: Sie glauben, dass das Problem dort entsteht, wo es sichtbar wird. Wenn also Frankreich wirtschaftliche Probleme hat, müssen die Franzosen und Französinnen selbst schuld sein. Diese Diagnose ähnelt einem Arzt, der nur die Symptome kuriert, statt die Ursachen zu behandeln.
Tun & lassen - Martin Schenk 11.11.2014 mehr lesen +
Autor/in: Martin Schenk Seite: 1 2 3 4 5