Autor/in: Mehmet Emir Seite: 1

Die Almwirtschaft kommt zum Erliegen

Die Abenteuer des Herrn Hüseyin (77)

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Heute ist der erste Frühlingstag. Wie viele andere Österreicher_innen wartet Hüseyin auch auf den Frühling. Zwar spürt er im Bauch nicht diese Schmetterlinge wie in den früheren Jahren, aber er freut sich trotzdem darauf. Die Haut fühlt sich wohl durch die ersten warmen Sonnenstrahlen.


Dichter Innenteil - Mehmet Emir 25.03.2017 mehr lesen +

Trotz Wirtschaftskrise keine langen Gesichter

Ein Kurztrip nach Lissabon

article_3940_lissabon_180.jpg Lissabon habe noch nichts von seinem Charme verloren,  findet Mehmet Emir (Text und Fotos), der der portugiesischen Hauptstadt nach zwanzig Jahren wieder einen Besuch abstattete. Dazwischen liegt eine Finanzkrise, die das Land an der Westküste der Iberischen Halbinsel so richtig schön durchgebeutelt hat.
Vorstadt - Mehmet Emir 27.02.2017 mehr lesen +

Gassen als Spielstätten

Mit «den Augen eines Fotografen» in Diyarbakır

article_3792_tuerkei_mehmet_emir_180.jpg Diyarbakır gilt als kurdisches Zentrum der Südosttürkei. Vor rund einem Jahr brachen dort schwere, mehrere Monate andauernde Kämpfe zwischen türkischen Sicherheitskräften und der Jugendorganisation der PKK aus. Nach den bürgerkriegsähnlichen Auseinandersetzungen wurde der Großteil des bedeutenden Altstadtviertels Sur verstaatlicht. Mehmet Emir (Text und Fotos) besuchte mehrmals Diyarbakır und stellte eine «Auswahl von Fotos in so einer schwierige...
Vorstadt - Mehmet Emir 08.11.2016 mehr lesen +

Unglücklich am Neckar

Die Abenteuer des Herrn Hüseyin (68)

article_3802_hueseyin_grafik_180.gif Die Zeit vergeht, wenn der Herbst da ist, meint der Hüseyin. Im Winter freut man sich, dass der Frühling naht. Winter ist auch die Jahreszeit, in der viel geschlafen wird. Nach langem entscheidet er sich, nach Deutschland zu fahren um den Onkel, die Tante und die Cousins zu besuchen. Zwar ist er übers Facebook mit den Verwandten in vielen europäischen Ländern und in der Türkei in Beziehung, aber viele hat er lange nicht live gesehen. ...
Dichter Innenteil - Mehmet Emir 07.11.2016 mehr lesen +

Kekse für die Kühe

Die Abenteuer des Herrn Hüseyn (67)

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In diesem Bezirk der Stadt wohnten hauptsächlich Menschen aus Dersim/Tunçeli. Obwohl sie schon in der Stadt waren, herrschen aber in diesem Bezirk dörfliche Strukturen. Ein- oder zweistöckige Häuser. Viele hatten Hühner und Kühe. Nachbarn redeten miteinander auf Kurdisch. Es herrschten nachbarschaftliche Beziehungen. Man borgte sich Brot oder Ähnliches.

Grafik: Carla Müller


Dichter Innenteil - Mehmet Emir 24.10.2016 mehr lesen +

Ein trauriger September

Die Abenteuer des Herrn Hüseyin (65)

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Für den Hüseyin fing der September nicht gut an. Erstens starb der Vater der Freundin plötzlich, zweitens auch der Vater seines besten Freundes. Er hatte ihn öfters fotografiert.

Illu: Carla Müller


Dichter Innenteil - Mehmet Emir 26.09.2016 mehr lesen +

Putsch online und live

Die Abenteuer des Herrn Hüseyin

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Nach langer Zeit fährt Hüseyin mit seiner Freundin in das kurdische Gebiet der Türkei. Es ist für ihn aufregend, seine Freundin den Eltern und Geschwistern vorzustellen. Er hatte vor, der Freundin seine Heimat zu zeigen.

Illu: Andi Kleinhansl


Dichter Innenteil - Mehmet Emir 03.08.2016 mehr lesen +

Abenteurer, Ethnograph, Pferdenarr

Werner Finke (1942–2002) arbeitete wenig am Schreibtisch

article_3562_tuerkei_180.jpg Werner Finke war ein österreichischer Ethnologe, der über drei Jahrzehnte in der Türkei geforscht hat. Er war ein «Praktiker», ein Vertreter der angewandten Ethnologie und vor allem interessiert an materieller und visueller Kultur. Er hat für das Museum für Völkerkunde (heute «Weltmuseum Wien») eine Sammlung mit über 1000 Objekten erstellt, sie ist die größte europäische Museumssammlung von Ethnographica aus dem Südosten der Türkei....
Vorstadt - Maria Six-Hohenbalken , Mehmet Emir 11.05.2016 mehr lesen +

Kein Termin bei Queen Elizabeth

Die Abenteuer des Herrn Hüseyin (45)

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Herr Hüseyin hat nach zehn Jahren wieder mit seiner Freundin London besucht. Vor langer Zeit war er mit einer Ausstellung im österreichischen Kulturforum. Damals kannte er sich mit dieser Stadt London nicht aus. Dieses Mal hatte er mehrere Leute, die ihm ein wenig über London erzählen konnten. Aber es gelang dem Hüseyin nicht, diese Stadt zu genießen.

Illu: Carla Müller


Dichter Innenteil - Mehmet Emir 09.11.2015 mehr lesen +

Flucht aus Wien und wieder zurück

Wenn die Rechnung im Kirschgarten nicht aufgeht

article_3183_flucht_mehmetemir_180.jpg Der eigene Herr im Kirschgarten zu sein, davon erhoffte sich Mehmet Emir einiges. Doch Theorie und Praxis sind nicht immer deckungsgleich, wie der Fotograf und Autor nach seiner Rückkehr aus der Türkei zu berichten weiß.
Vorstadt - Mehmet Emir 04.08.2015 mehr lesen +

Die Mutter

Die Abenteuer des Herrn Hüseyin (38)

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Nachdem Herr Hüseyin aus der alten Heimat zurück in die neue Heimat zurückgekehrt ist, lassen ihn viele Eindrücke aus der Urlaubszeit nicht los. Auch wenn er sich auf Wien und seine kleine Wohnung freut, ist es eine Melancholie, die ihn umgibt. Er denkt an die Gespräche mit der Mutter. Er möchte mehr über das Leben der Mutter erfahren.


Dichter Innenteil - Mehmet Emir 08.07.2015 mehr lesen +

Zu Hause auf Besuch

Die Abenteuer des Herrn Hüseyin (37)

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Herr Hüseyin ist zu Hause bei seinen Eltern. Während er auf dem Balkon sitzt, beobachtet er, wie sein Vater im Garten vor dem Haus arbeitet. Den Baugrund neben dem Haus hat er vor Jahren gekauft, um darauf ein Haus zu bauen. Obwohl das Grundstück inmitten der Stadt liegt und ein Haus darauf zu bauen viel mehr bringen würde, hat er sich für einen Garten entschieden.

Illustration: Carla Müller


Dichter Innenteil - Mehmet Emir 25.06.2015 mehr lesen +

Ein Glückssymbol am Morzinplatz

Die Abenteuer des Herrn Hüseyin (36)

article_3122_hueseyin_180.jpg Nach langer Zeit ist es dem Hüseyin gelungen, sich in Wien heimisch zu fühlen. Hüseyin möchte zu Mittag in das Lokal seines Freundes, um sich ein günstiges Mittagsmenü zu kaufen. Als er am Morzinplatz ankommt, fliegt ihm ein Insekt auf die Nase. Er ist erschrocken. Mit einer schnellen Handbewegung schmeißt er das kleine Tierchen auf den Boden – neben dem ehemaligen Hotel Metropol. Gegenüber dem Morzinplatz ist das große Raiffeisenbankgebäude. I...
Dichter Innenteil - Mehmet Emir 09.06.2015 mehr lesen +

Der Bürgermeister aus dem Ersten

Die Abenteuer des Herrn Hüseyin (33)

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Herr Hüseyin besucht oft sein Lokal im ersten Bezirk. Die Stammgäste sind aus Wien, den Bundesländern, und viele haben einen Migrationshintergrund. Auch viele der Stammgäste, die sich jetzt als echte Wiener bezeichnen, haben interessanterweise auch einen Migrationshintergrund.

Illustration: Carla Müller


Dichter Innenteil - Mehmet Emir 28.04.2015 mehr lesen +

In der Unterwelt der Gesundmachungszentrale

Die Abenteuer des Herrn Hüseyin (28)

article_2866_article_2640_hueseyin_180_180.jpg Herr Hüseyin ist seit langem nicht beim Arzt gewesen. Die Bläschen an seinen Händen lassen ihn nicht in Ruhe. Jedes Jahr zur gleichen Zeit kleine Bläschen an beiden Händen, und nach einer Zeit verschwinden sie wieder, wie die Zugvögel. Aber heuer bleiben sie! Daher nützt Herr Hüseyin einmal das Sozialversicherungssystem des Landes aus. Nach 2,5 Stunden Wartezeit ist endlich unser Hüseyin dran. Die Visite bei der Ärztin dauert nicht einmal 5 Minut...
Dichter Innenteil - Mehmet Emir 17.02.2015 mehr lesen +

Mein letzter Brief

Briefe an die Mama

Hallo Mama!
Mir geht es zurzeit nicht so gut. Der Bundespräsident hat mich damals, als er die Ausstellung im Austrian Culture Forum in New York besucht hat, wo ich mitgewirkt habe, nicht zu sich eingeladen. Ich konnte nur über meine ausgestellten Fotos erzählen.
Dichter Innenteil - Mehmet Emir 17.10.2012 mehr lesen +

Wir sind uns selbst fremd

Mehmet Emirs Brief an die Mama

Hallo Mama!
Ich weiß, Dir geht es nicht besonders gut. Wie geht es Vater? Solltest Du nach meinem Befinden fragen Allah sei Dank ich kann nicht wirklich klagen, aber arbeiten muss ich viel! Und verliebt habe ich mich auch schon lange nicht mehr. Heutzutage ist es schwer, sich in meinem Alter zu verlieben.
Dichter Innenteil - Mehmet Emir 03.11.2011 mehr lesen +

Die Hüte meines Vaters

Der Gastarbeiter der ersten Generation erinnert sich an ein schönes Wien

"Briefe an den Vater" heißt eine Monatskolumne unseres Mitarbeiters Mehmet Emir. Es sind fiktive Briefe des in Wien gebliebenen Sohnes nach Elazig, wohin der Vater nach 30 Gastarbeiterjahren in Österreich zurückgekehrt ist. Im Sommer hat Mehmet seine Familie im Osten der Türkei besucht. Der Adressat der Serienbriefe wird durch Mehmets Notizen aus der alten Heimat "greifbarer". Wie lebt einer, der von sich sagen kann, er habe die Straßen Wiens ge...
Tun & lassen - Mehmet Emir 08.10.2008 mehr lesen +

Kölnisch Wasser vermischt mit Schweiß

Briefe an den Vater

Hallo Vater! Wie geht es dir? Wie geht es dir mit meinen Geschwistern? Hast du dich an sie gewöhnen können? Oder suchst du wieder nach deiner Einsamkeit, indem du dich in deinen Obstgarten zurückziehst? Du hast dir wahrscheinlich deine Pensionszeit sehr leicht vorgestellt. Du hast dir gedacht, ich fange dort an, wo ich alles stehen lassen habe. Die ersten Jahre deiner Pensionierung waren sowohl für dich als auch für mich, meine Mutter, aber auch ...
Tun & lassen - Mehmet Emir 15.03.2007 mehr lesen +

Im letzten Zimmer der Baracke

Briefe an den Vater

Hallo Vater! Wie geht es dir? Wenn du nach meinem Befinden fragst - gut. Es ist wieder ein Jahr vom Leben abgezogen. Immer noch die Fragen Überleben, Arbeit usw. ... Als ich noch in der Türkei war, bis zu meinem 16. Lebensjahr, habe ich mir solche Fragen überhaupt nicht gestellt. Je älter man wird, desto mehr beschäftigt man sich wahrscheinlich damit.
Tun & lassen - Mehmet Emir 15.01.2007 mehr lesen +

Jagd im Mandelbaumgarten

Briefe an den Vater

Hallo Vater! Es ist Freitagabend. Nach einem anstrengenden Tag nach der Arbeit gehe ich noch fort. Mit einem Freund treffe ich mich. Es wird sehr spät. Zu Fuß möchte ich nach Hause gehen. In dem Moment kommt der Nachtbus. Es sind viele junge Leute drin. Nach 3 Stationen steige ich aus. Viele steigen aus. In der Dunkelheit durch die raschelnden Herbstblätter, ein bisschen durch Alkohol angeheitert, schlendere ich stadtauswärts. Hinter mir Schritte...
Tun & lassen - Mehmet Emir 15.12.2006 mehr lesen +

Deine trügerischen Fotos aus Wien

Briefe an den Vater

Hallo Vater! Es ist wieder fast ein Monat vergangen seit meinem letzten Brief. Das Leben ist in Wien gleich geblieben. Was sich geändert hat: Es gibt sehr viele Hochhäuser mit sehr viel Glas, und es gibt U-Bahn-Verlängerungen. Ansonsten ist Wien immer noch für mich eine museale Stadt. Viel Geld wird in die Museen und in alte Theaterstücke und in die Oper hineingepumpt. Auch die amerikanischen Musicals verschlingen ganz schön viel Geld. Aber sonst...
Tun & lassen - Mehmet Emir 15.11.2006 mehr lesen +

Die Briefe des "Deutschen"

Briefe an den Vater

Nach langer Zeit gehe ich wieder in ein Konzert. Es spielt eine bulgarische Jazzgruppe. Ich tanze. Anschließend wird Balkan-Musik aus der Dose gespielt. Gegen 5 Uhr verlasse ich das Lokal. Über den Schwarzenbergplatz und den Ring komme ich gegenüber der Oper an. Es hat viel geregnet. Über das nasse Grün gehe ich weiter. Eine Bratwurst bestelle ich. Bei diesem Würstelstand wird auch Pizza und Kebap verkauft. Die beiden in der Würschtelbude sind au...
Tun & lassen - Mehmet Emir 15.08.2006 mehr lesen +

Die Geschichte deines Überlebens

Briefe an den Vater

Hallo Vater! Wie geht es dir? Ich hoffe, gut. Ich bin immer noch in Wien. Gestern war ich im Café Leopold. Ich stand an der Bar. Eine Touristengruppe von fünfzehn Leuten stürmte herein. Das Lokal war voll. Nachdem die Touristen weggegangen waren, schrie eine Frau durchs ganze Lokal; "Wie geht es dem Vater?" Ich verstand sie nicht. Sie schrie noch lauter: "Wie geht's dem Vater?" Darauf antwortete ich: "Gut." Sie hatte unsere Geschichte in einer Z...
Tun & lassen - Mehmet Emir 15.06.2006 mehr lesen +

Mir sieht man es nicht mehr an

Briefe an den Vater

Hallo Vater! Es ist 2 Uhr in der Früh. Ich kann nicht schlafen. In der Küche sitze ich, neben mir der Kühlschrank, wie in jeder modernen Wienerwohnung. Ich lausche dem Rauschen der Wienernacht. Die anderen sind schon eingeschlafen. Mir gehen so viele Sachen durch den Kopf. Übrigens, bei mir sind es auch am 18. März 25 Jahre geworden, seit ich in dieser Mozartstadt bin. Glaube mir, mir sieht man nicht mehr an, dass ich einer von euch bin. Ich mei...
Tun & lassen - Mehmet Emir 15.05.2006 mehr lesen +
Autor/in: Mehmet Emir Seite: 1