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Einfach so gelebt

Ein Augustin-Urgestein verließ seinen Platz - endgültig

article_2475_augustin_364_fertig_klein_180.jpg Südtirolerplatz-Günther zählte zu den bekanntesten Clochards von Wien. Sein Charme überwog alles, was dem Augustin sonst noch einfiel, um als Sozial- und Medienprojekt in Wien Sympathie zu gewinnen. Sein Tod wirft die Frage auf, ob für diesen Typus von Menschen die Tage gezählt sind, aufgrund gesellschaftlicher Entwicklungen, die für Individualist_innen des Randes abträglich sind. Günthers Augustinverkäufer-Kolleg_innen Dieter, Ricky und Nudl eri...
Tun & lassen - Redaktion 01.04.2014 mehr lesen +

Von «lockerem» Rassismus und dem «Enkel-Neffen-Trick»

Romano Centro veröffentlicht ersten Antiziganismus-Bericht

article_2420_azb_2013cover_180.jpg «[...] am Salzburger Hauptbahnhof entdeckte Frau R. bei einem Imbisslokal einen von der Filialleiterin unterzeichneten Aushang mit der Aufschrift: «Wir verkaufen den Zigeunern absolut nichts mehr.» Eine Kellnerin des Lokals meinte, der Aushang wurde nach einer Initiative der gegenüberliegenden Filiale einer Fast-Food-Kette angebracht. Im Auftrag von Frau R. erstattete ZARA beim Magistrat Salzburg Anzeige wegen diskriminierender Dienst...
Tun & lassen - Redaktion 13.01.2014 mehr lesen +

«Wir finden immer einen Weg»

Eine Video-Hommage an die Augstinverkäufer_innen

article_2212_augustin_tv_180.jpg An die 500 Verkäufer_innen sind auf der Straße unterwegs, um den Augustin, der alle 2 Wochen neu erscheint, unter die Leute zu bringen. Verschiedene Herkünfte, Bedürfnisse, Lebenswelten kommen zusammen, gemeinsam ist allen: Sie sind geldlos und haben verschiedene Strategien entwickelt, um zu überleben.
Artistin - Redaktion 02.04.2013 mehr lesen +

115 Euro für eine Woche Arbeit

Null Verhandlungsspielraum für jobsuchede Jungjournalist_innen

Ein Beruf, der wichtig wäre für die Verteidigung der demokratischen Errungenschaften, stirbt aus: die bei den Zeitungen angestellten Journalist_innen. Printmedien, solange sie sich noch über Wasser halten können (siehe dazu den vorangestellten Beitrag), arbeiten zunehmend mit «freien» Mitarbeiter_innen, die obszön wenig verdienen; dass ihre Arbeitgeber die staatliche Presseförderung kassieren, deren Auszahlung eigentlich an die Einhaltung kollekt...
Tun & lassen - Redaktion 09.01.2013 mehr lesen +

«Deutsche» Ironie der Krise

Griechenland: Autofahrer_innen reißen Mautstellen nieder

Griechische Autofahrer_innen weigern sich, die Mautgebuhren zu bezahlen: Sie steigen einfach aus den Fahrzeugen, heben die Schranken mit der Hand hoch oder zerstören die Mautstellen. Der deutsche Baukonzern Hochtief muss ein Millionen-Investment abschreiben.
Tun & lassen - Redaktion 13.12.2011 mehr lesen +

Riviera in Kagran

Ein Text von Joseph Roth vom Sommer 1923

Am Ufer der Alten Donau, jenseits der Reichsbrücke, halten die unbemittelten Menschen ihren Rivierasommer ab. Ihr bescheidener Blick ignoriert das andere Ufer des Flusses und ruht auf den nächstplätschernden Wellen. Wenn man das phantasiebegabte Auge ein wenig zusammenkneift und die Geographie vergißt, kann man den ewigen Wogenschlag des Meeres beobachten. Manchmal kommt unserer Illusion ein Dampfer zu Hilfe und den Fluß hinunter, mit rauchendem ...
Artistin - Redaktion 02.09.2011 mehr lesen +

Museen in der Stadt der Schwellenängste

Zu Dieter Schrages Kooperation mit dem Augustin

tun-dieterschrage2©mario.jpg «Es ist eine vielfach dokumentierte Tatsache, dass das offizielle Kulturangebot in der Regel nur von etwa 10 bis 12 Prozent der erwachsenen Bevölkerung Österreichs wahrgenommen wird. Dabei ist der Kreis der Interessierten überwiegend eine durch Familie, Bildung, Beruf und sozialer Stellung privilegierte Schicht. Weite Bereiche der österreichischen Bevölkerung (etwa 70 Prozent) werden von den Kultur- und Kunstangeboten der öffentlichen Hand einfac...
Artistin - Redaktion 27.07.2011 mehr lesen +

Sigmund Freud herzhaft gegen Bettelverbot!

"Die Frage der Laienanalyse"

In unserem Vaterlande herrscht von alters her ein wahrer furor prohibendi, eine Neigung zum Bevormunden, Eingreifen und Verbieten, die, wie wir alle wissen, nicht gerade gute Früchte getragen hat. Es scheint, dass es im neuen, republikanischen Österreich noch nicht viel anders geworden ist. (...) Ich meine, dass ein Überfluss von Verordnungen und Verboten der Autorität des Gesetzes schadet. Man kann beobachten: wo nur wenige Verbote bestehen, da ...
Artistin - Redaktion 06.04.2010 mehr lesen +

Achtung! Keine Satire

Hundert Stunden Polizeiarrest wegen Füße-Ausstreckens

Herbert S., Chefinspektor, ist bekannt für seine allgemein verständlichen und durchaus eloquent formulierten Sachverhaltsdarstellungen. Er ist einer der PolizistInnen, die in wessen Auftrag eigentlich? das Bettlerunwesen in der Mariahilfer Straße einzudämmen haben: eine Sisyphos-Arbeit. Als Instrumentarium dafür stehen ihm z. B. das Landesicherheitsgesetz und die Straßenverkehrsordnung zur Verfügung. ...
Tun & lassen - Redaktion 11.03.2009 mehr lesen +

Von Anders bis Herzl

Alphabet der Aufklärung aus Wien, 1. Teil

Was wäre Wien und die Welt, wenn es Günther Anders, Bruno Bettelheim, Elias Canetti, Valie Export, Auguste Fickert und die Kaffeehäuser nie gegeben hätte? Eine wienlastige Enzyklopädie der Aufklärung hat uns Hubert Cristian Ehalt, der Wissenschaftsreferent der Stadt Wien, freundlicherweise zum Abdruck überlassen. Wir publizieren sie in Fortsetzungen. ...
Artistin - Redaktion 22.07.2008 mehr lesen +

Kein Bettler nimmt uns etwas weg

Editorial

Was ist der Unterschied zwischen einer als seriös geltenden Tageszeitung und eines täglich mit vielfach größerer Auflage erscheinenden Revolverblatts? Die Distanz bzw. Nähe zum Superlativ. Ruf nach Bettelverbot wird laut, titelt das Großformat Die Presse. Ruf nach Bettelverbot wird lauter, informiert das Kleinformat Kronenzeitung. Die vornehme Zurückhaltung der ersteren Version widerspiegelt die Beherrschtheit des Bildungsbürgertums, aber viellei...
Tun & lassen - Redaktion 05.09.2006 mehr lesen +

Verrohte Uniformierte

Die Sprache der amtlichen Handschellen ist derb, aber deutlich

Der Augustin ist längst (auch) zur Westerweiterung der osteuropäischen VerliererInnengemeinschaft geworden. Jozef Katona ist einer der zahlreichen slowakischen VerkäuferInnen der Wiener Straßenzeitung (viele davon sind Roma). Wir kennen Jozef also und wissen, dass seine Geschichte nicht erfunden ist. Es ist eine schreckliche Geschichte, die zeigt, wie weit die Verrohung in unserem Land gediehen ist, wenn es um Armuts-MigrantInnen geht. Wir würden...
Tun & lassen - Redaktion 15.03.2005 mehr lesen +
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