Autor/in: Robert Sommer Seite: 1 2 3 4 5 6 7 8

Der Kontrolleur & der Anarchist

«Wie ich zu einem gerichtlich beglaubigten Schläger wurde»

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Muss man brav sein, wenn man in eine Razzia der Fahrscheinkontrolleur_innen gerät? Kann man das nicht auch entwürdigend finden? Zugegeben, Albert Birson verhielt sich nicht sehr angepasst. Aber rund 6000 Euro zahlen – das geht zu weit. Von Robert Sommer.

Foto: Lisa Bolyos (F13-Aktion im Jahr 2012)


Tun & lassen - Robert Sommer 27.02.2017 mehr lesen +

TUNMAG: Hausschlapfenpflicht & Bettelverbot

Der Februar begann für die Klasse 4b mit einem Polizeieinsatz: Ausgang der U-Bahnstation Landstraße, am Vormittag des 2. Februar 2017. Die verdutzten Schülerinnen und Schülern der 4b-Klasse des Gymnasiums Kundmanngasse (Wien-Landstraße) werden von einer Gruppe Wiener Polizist_innen belehrt, dass ihr Experiment im Rahmen des Schulspezialprojekts «Zivilcourage» zum Thema «Betteln» gleichzusetzen sei mit dem Delikt des Bettelns von Minderjährigen. R...
Tun & lassen - Robert Sommer 14.02.2017 mehr lesen +

Ein Strohhalm namens Holm

Der Gentrifizierungsgegner hat Gegenwind – und der Augustin nur so eine Idee

article_3905_holm_180.jpg Andrej Holm wär’ zu haben. Berliner Wohnbau–Staatssekretär wird er nicht. Unser Vorschlag, ernst gemeint: Die rot-grüne Koalition soll Holm nach Wien holen. Das wär’ ein Quereinstieg, der Häupl am Ende seiner Macht noch populär machen könnte, meint Robert Sommer.

Tun & lassen - Robert Sommer 31.01.2017 mehr lesen +

Entdeckung im Stift Klosterneuburg

Chill-out-Lounge für Augustiner-Chorherren?

article_3899_stift2_180.jpg Eine Parallelwelt sollen sich die Mönche des Augustiner-Chorherren-Stiftes Klosterneuburg in den Dachbodenzonen des riesigen Gotteshauses geschaffen haben.  Robert Sommer fasst die bisherigen Forschungsresultate zusammen.
Vorstadt - Robert Sommer 31.01.2017 mehr lesen +

Über Unterkunftspolitik

«Airbnb» und «Couchsurfing»: Gastfreundschaftsnetzwerke im Zwielicht

article_3883_unterkunft_robert_sommer_180.jpg Wohnraum-Sharing hat zwei landläufig bekannte Namen: «Couchsurfing» und «Airbnb». Die Ursprünge dieser Internet-Plattformen, die der Tourismusbranche Ohrfeigen verabreichen, sind sympathischer als ihre aktuellen Erscheinungsweisen. Robert Sommer vergleicht die Reaktionen der Stadtregierungen auf das Vermurksen sozialer Ideen durch Wirtschaftsinteressen.
Tun & lassen - Robert Sommer 17.01.2017 mehr lesen +

Die im Dunkeln sieht man nicht

Der Bulgare Lyuben Stoev zeigt keine blühenden Landschaften

article_3867_augustin-381_fertig_klein_180.jpg Viele von denen, die in Wien die «niedrigsten» Arbeiten verrichten oder auf den Straßen Wiens betteln, stammen aus Bulgarien. Dass es sowohl der NATO als auch der EU angehört, hat das Land nicht davor bewahrt, ökonomisch immer mehr abgehängt zu sein. Während im EU-Land Dänemark der durchschnittliche Bruttostundenverdienst 25 Euro beträgt, liegt er in Bulgarien bei 1,50 Euro. Viele Lebensmittel in den Supermärkten sind in Bulgarien aber so teuer w...
Artistin - Robert Sommer 09.01.2017 mehr lesen +

Das umgedrehte Planquadrat

Freitag der Dreizehnte: Intervention am Praterstern

article_3855_wienerliniensager01_180.jpg «Der dickste Fisch ging den Polizisten am Praterstern ins Netz. Dort beobachteten die Beamten einen Drogendeal und verfolgten den 18-jährigen Dealer. Der Teenager versuchte zu flüchten, doch in der Großen Stadtgutgasse war Schluss mit lustig. Die Polizisten filzten den Mann, fanden Marihuana, Cannabisharz, eine Suchtmittelwaage sowie Bargeld. Der Gefasste sitzt nun hinter Gittern.» So war es kürzlich in einem unserer Boulevardblättchen zu lesen....
Tun & lassen - Robert Sommer 20.12.2016 mehr lesen +

Rot-rot-grünes Holm-Experiment

Berlin: Legt sich der neue Staatssekretär mit Investor_innen an?

article_3854_wohnen_robert_sommer_180.jpg Andrej Holm, der Stadtsoziologe aus Deutschland, der profilierte Kritiker neoliberaler Wohnungspolitik, ist oft in Wien gewesen. Immer hat er für Denkimpulse gesorgt, und seine Vorträge erleichterten kritischen Beobachter_innen der Wiener Stadtentwicklung, das Phänomen der Gentrifizierung zu durchschauen. Ein Beschluss der Linkspartei, die zusammen mit der SPD und den Grünen die Stadt Berlin regiert, hat Freund und Feind verblüfft: Der Privatisie...
Tun & lassen - Robert Sommer 20.12.2016 mehr lesen +

Räudig, gfäud und ausrangiert

Ein Pirschgang durch das vernachlässigte Sopron

article_3852_sopron_180.jpg Ein großer Theoretiker und Praktiker der Flanerie ist Friedrich Achleitner.  Er regt zu «Pirschgängen» an, die die Augen öffnen «für das Unbeschreibbare, das Leere, das Liegengelassene, das Ausrangierte, das sich einem Nutzen Verweigernde, das Kaputte, das Schräge». Robert Sommer (Text und Fotos) testete, ob Sopron ein guter Pirsch-Ort wäre …
Vorstadt - Robert Sommer 20.12.2016 mehr lesen +

Otto Alphatier trifft Otto Alphatier

Terese Schulmeisters Filmkunstwerk über die beiden Väter ihres Lebens

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Noch ein Film über die Muehlkommune, und zugleich ein Film über ihr Gegenteil, die heilige bürgerliche Kleinfamilie. Ein Film über eine real existierende Terese, die zwischen zwei real existierenden Ottos stand. Terese Schulmeister, Malerin, Filmemacherin, noch immer im Friedrichshof daheim, erzählt ihr Leben. Robert Sommer über ihren neuen Film «Ungehorsam».

Foto: Mehmet Emir


Artistin - Robert Sommer 20.12.2016 mehr lesen +

Ein austropersisches Unternehmen

Von Theatermachern, die lebendige Bühnenmenschen in Comicfiguren verwandeln

article_3849_comic_jan_machacek_180.jpg Zwei reale Polit-Thriller – einen iranischen und einen mexikanischen – bringt der Theatermacher Gin Müller unter dem Titel «Fantomas Monster» auf die brut-Bühne. Die erste Hälfte, die iranische, ist im Dezember angelaufen und vom 27. bis 31. Jänner ein letztes Mal zu sehen. Die Augustin-Frage, ob er eher ein politischer Aktivist sei, der mit Mitteln der Kunst Politik mache, oder ein Künstler, der mit Mitteln der Politik Theater produziere, beantw...
Artistin - Robert Sommer 20.12.2016 mehr lesen +

Jedes große Projekt beginnt mit einer großen Lüge

Vereinigte Opposition gegen «aufgezwungene unnütze Großprojekte»

article_3819_bau_lisa_bolyos_180.jpg AUGP ist eine Abkürzung, die wohl noch keiner Leserin, keinem Leser vertraut ist.  Selbst der Begriff, der sich dahinter verbirgt – «aufgezwungene unnütze Großprojekte» – hat sich in Österreich nicht durchgesetzt. Ob Spital Wien Nord, Flughafenausbau, Seestadt Aspern oder Semmeringtunnel: Großprojekte, die diesen «A- und U-Titel» möglicherweise verdienten, bleiben von wirklich widerständigen kritischen Massen verschont. In anderen Teilen Eur...
Tun & lassen - Robert Sommer 22.11.2016 mehr lesen +

Ein Sprenger akademischer Mauern

Alfred J. Noll spendet Staatspreis dem Augustin

Jedes zweite Jahr wird der Staatspreis für Kulturpublizistik vergeben. Heuer erhielt ihn der Rechtsanwalt und Buchautor Alfred J. Noll. Zur feierlichen Überreichung im Bundeskanzleramt am 16. November waren auch Vertreter_innen des Augustin eingeladen. Der Wiener Straßenzeitung kam nämlich, dem Wunsch des Preisträgers entsprechend, der mit 10.000 Euro dotierte Staatspreis letztlich zugute.
Tun & lassen - Robert Sommer 22.11.2016 mehr lesen +

Keine Kohle? Zum Wohle!

Europäische Theaternacht – einmal mehr mit einem Augustin-Beitrag

article_3790_theater_privat_180.jpg Wie groß ist der Anteil der Arbeiter_innen und  Arbeitslosen im Publikum des Wiener Burgtheaters oder einer der experimentellen Theatergruppen der freien Szene? Wenn die Überschreitung der Ein-Prozent-Marke die Voraussetzung für die Subventionierung aus öffentlichen Mitteln wäre, müsste wohl dem Staatstheater genauso wie dem Szenetheater die Förderung entzogen werden. Robert Sommer über einen Versuch, dem Theater neues Publikum zuzuführen: d...
Artistin - Robert Sommer 08.11.2016 mehr lesen +

Augustin 423 - 11/2016

Was wir mögen / nicht mögen

article_3763_aug_423_cover_180.jpg Bei Hemingway, Gesammelte Werke, Band 10, gibt’s eine schöne Liste zu entdecken. Es ist eine Liste der Dinge, die dem Schriftsteller für das gute Leben essenziell erscheinen:
Ausgaben - Robert Sommer 27.10.2016 mehr lesen +

Soros spielt Weltgewissen

Behinderte Kinder ohne Bildungszugang:

Viele Regierungen hätten zu wenig oder gar keine Budgetmittel für die Bedürfnisse behinderter Kinder bereitgestellt. Die Folge: Von den weltweit 65 Millionen behinderten Kindern im Schulalter hat zumindest die Hälfte aus diesem Grund keinen Zugang zu Bildung.
Tun & lassen - Robert Sommer 26.10.2016 mehr lesen +

Traumstandort Matteottiplatz

Kunstschule Wien und die Privatuni Webster – ein Dilemma

article_3769_mateotti_180.jpg Die Geschichte der Kunstschule Wien ist eine Geschichte des Kampfes gegen Bildungsprivilegien. In der Politik herrscht die Meinung vor, dieses Anliegen könne nun abgehakt werden. Die wiedergegründete Kunstschule Wien wird deshalb von den potenziellen öffentlichen Subventionsgebern vernachlässigt. Die Webster University, eine Wirtschaftsmanagerakademie US-amerikanischer Herkunft, bot sich als Retterin an. Von Robert Sommer (Text) und Mehmet Emir (...
Artistin - Robert Sommer 26.10.2016 mehr lesen +

Ein Guglhupf für die Gasse

«Permanent Breakfast» als Methode, das Gesprächsklima zu entdramatisieren

article_3750_breakfast_schmal_180.jpg Wie ticken die Menschen, zu denen wir nur schwer Zugang haben?  Das können wir nur wissen, wenn wir uns den Zugang verschaffen. Empfehlenswert ist, einen reich gedeckten Frühstückstisch auf den Gehsteig einer x-beliebigen Straße zu stellen und die Vorbeigehenden zu Kaffee und Guglhupf einzuladen – nach der Methode «Permanent Breakfast» (© Friedemann Derschmidt). Drei Begegnungen beim Frühstücken vor dem Perinetkeller, notiert von Robert Somm...
Tun & lassen - Robert Sommer 11.10.2016 mehr lesen +

Mathematik der Hoffnungslosigkeit

«Hinz&Kunzt» ärgert sich über die Schwesterzeitung aus Wien

article_3721_hinz_kunzt_180.jpg Eine Ausprägung der Krise in Europa ist das Anwachsen der wirtschaftlich «abgehängten» Dörfer in Rumänien, Bulgarien, der Slowakei und anderen Ländern Osteuropas.  Bei vielen dieser Orte der Perspektivlosigkeit handelt es sich um Roma-Siedlungen. Das Auftauchen ihrer Bewohner_innen in den Städten des Westens und des Nordens wirft ausgerechnet bei Straßenzeitungen, die zu den größten Unterstützer_innen dieser Armutspendler_innen zählen, die E...
Tun & lassen - Robert Sommer 27.09.2016 mehr lesen +

Viertel ohne Eigenschaften

Die HafenCity und ihr hartnäckiges Klischee der Leere

article_3700_viertel_ohne_eigenschafte_180.jpg Hamburg, die Stadt der Gestrandeten, die sich unter den Brücken zusammenfinden. Davon war in der Ausgabe 419 die Rede. Diesmal geht´s um andere Minderheiten: um die, die sich eine Wohnung in der HafenCity leisten können. Robert Sommer (Text und Fotos) über einen Stadtteil ohne Eigenschaften.
Vorstadt - Robert Sommer 13.09.2016 mehr lesen +

Augustin 419 - 09/2016

Drei Gesetze genügen ...

article_3677_aug_419_cover_180.jpg Wien sei gerade dabei, den Status als sicherer Ort zu verlieren, schreibt Hans Rauscher, der «Standard»-Kolumnist. Wie wäre es also mit einer Art »Null Toleranz-Strategie», fragt er. Die kleinsten Delikte hart bestrafen, die Ordnung störende Menschen, z. B. aggressive Bettler, rasch vor Schnellgerichte bringen, Graffiti sofort entfernen – solche Vorschläge wirft er in die Debatte. Uns interessiert hier weniger der Umstand, dass die Wirksamkeit so...
Ausgaben - Robert Sommer 01.09.2016 mehr lesen +

Auch unter der Brücke gibt’s Spießer

Es gibt Städte, die Armut besser verstecken als Hamburg

article_3686_bruecke_robert_sommer_180.jpg Wo gibt’s die meisten Brücken in Europa?  Die am meisten Gebildeten unter uns würden zu debattieren beginnen. Zur Wahl stünden die Städte Venedig oder Amsterdam. Beide Nennungen stellen sich als falsch heraus. Hamburg besitzt 2100 Brücken, mehr als Venedig und Amsterdam zusammen. Nicht unwahrscheinlich, dass die Metapher für sozialen Absturz, «unter der Brücke landen», aus Hamburg stammt. Text und Foto von Robert Sommer.

Tun & lassen - Robert Sommer 31.08.2016 mehr lesen +

Der Hilferuf der Messerschleifer

Jenischen wird Verstoß gegen Gewerberecht vorgeworfen

article_3650_417_tunmag_messerschleife_180.jpg Folgender Hilferuf lag vor einigen Tagen in unserer Mailbox: «Ich heiße Angelo Schmid und bin der fahrende Messerschleifer, der in der Vergangenheit in mehreren ORF-Sendungen zu sehen war. Ich und mein Vater ziehen mit einem kleinen Verkaufsanhänger von Dorf zu Dorf und werden ständig von Polizeikontrollen mehrmals im Monat wegen vier bis fünf Punkten angezeigt. Die Verwaltungsstrafverfahren sind von der zuständigen Bezirkshauptmannschaft jedes m...
Tun & lassen - Robert Sommer 06.07.2016 mehr lesen +

Augustin 417 - 07/2016

Poesie und Disziplin

article_3637_417_augustin_cover_180.jpg Der Augustin-Journalismus ist ziemlich verrückt. Man blättere vorwärts zum Sportteil. Der rumänischlastige, unterklassige Herrenfußballverein FC Calaromania erregte deshalb die Aufmerksamkeit unseres Mitarbeiters Hannes Gaisberger (Seite 22), weil die neuralgischen Positionen – Vereinsobmann und Trainer – von Frauen besetzt sind. Welche Gelegenheit, angewandten Feminismus auf Feldern, die traditionell von Männern dominiert werden, zu würdigen! Hä...
Ausgaben - Robert Sommer 05.07.2016 mehr lesen +

Zunächst einmal die «Ehrenrunde» abschaffen ...

... und dann die ganze Schule!

article_3629_319wmovmhdl._sx324_bo1,20_180.jpg Zwischen Ivan Illichs Vision einer schulfreien Gesellschaft und der erdrückenden Realität, dass selbst das Kontroll- und Disziplinierungsinstrument des «Sitzenbleibens» von der Mehrheit der Bevölkerung gebilligt wird, liegt scheinbar eine unüberwindliche Kluft. Robert Sommer unternimmt den Versuch, das Unmögliche als das Machbare anzunehmen.
Tun & lassen - Robert Sommer 21.06.2016 mehr lesen +

Macht aus allen Schulen Sonderschulen!

Die «Hochbegabten» brauchen keine Angst vor der Langsamkeit haben

Die Forderung nach Abschaffung der Sonderschulen klingt wahrscheinlich für die Mehrheit unserer Leser_innen sehr plausibel. Die Sonderschulgegner_innen berufen sich auf die Notwendigkeit, die UN-Menschenrechtskonvention auch im Schulbereich umzusetzen. Robert Sommer überrascht mit einem anderen Imperativ: Macht aus allen Schulen Sonderschulen!
Tun & lassen - Robert Sommer 21.06.2016 mehr lesen +

Bibliotick: Die Schutzbefohlenen

So viele sind uns nicht möglich. Wo sollen die hin, wo kommen die her? Die haben sich das so vorgestellt, aber es geht nicht, das Hinkommen geht nicht. Das Herkommen war schon mühsam, weil die so oft lügen, sie sind nicht die, die sie sind (..) Das Hinkommen wird aufgehalten und damit auch das Fortkommen.
Artistin - Robert Sommer 24.05.2016 mehr lesen +

Euch die Macht? Uns die Nacht!

Der Aufstand gegen ein neues, «geschmeidigeres« Arbeitsrecht

article_3569_debuit_olivier_ortelpa_:__180.jpg Vielleicht ist es naiv, von Volkswirtschafter_innen und Wirtschaftsjournalist_innen zu verlangen, Partei für die benachteiligten sozialen Gruppen zu ergreifen. Eine gewisse Neutralität darf man sich von ihnen schon erwarten? Österreichs Wirtschaftsredaktionen arbeiten den Unternehmer_innen zu und nicht den Unternommenen. Einer aus diesen Redaktionen, Jakob Zirm von der «Presse», beschimpfte vor ein paar Tagen die Besetzer_innen französischer Stad...
Tun & lassen - Robert Sommer 11.05.2016 mehr lesen +

Eine Horde Irrer? Von wegen ...

Die gnadenlose Selbstprüfung einer Großfamilie

article_3560_familie_nazi_privat_180.jpg Gesunde deutsche Frauen und Männer, die bewusst eine Kinderlosigkeit wählten, begingen einen «Rassenselbstmord». Sie müssen also sanktioniert werden. Der_die richtige Deutsche ziehe «im Eigenheim eine richtige Kinderschar auf». Was tun, wenn man auf derartige Denkweisen in der eigenen Familie trifft? Der Objektkünstler und Filmemacher Friedemann Derschmidt präsentiert den Zwischenstand seines unvergleichlichen Familienforschungsexperiments. Von R...
Artistin - Robert Sommer 11.05.2016 mehr lesen +

Darf Sozialarbeit der Wirtschaft nützen?

Zum Selbstverständnis der sozialen Arbeit im Augustin-Experiment

article_3552_sozialarbeit_lisa_bolyos_180.jpg Auch von Menschen, bei denen alles schiefgelaufen ist, was schieflaufen kann, und deren unglückliche Sozialisation sie ultimativ «unbrauchbar» macht für die Hochleistungswelt, darf man eine Anpassung an die Normen der Ökonomie verlangen. Sagt die moderne Sozialarbeit. Die Leute vom Augustin schütteln den Kopf. Nein, man muss die Ökonomie an die Menschen anpassen, behaupten sie. Von Robert Sommer. Foto: Lisa Bolyos ...
Tun & lassen - Robert Sommer 26.04.2016 mehr lesen +

Es fasziniert – und es wuchert

China-Schilf und Klimawandel stoppen die Schilfschneiderei

article_3534_schilf_180.jpg Die typischste Pflanze Pannoniens ist das Schilf. Die verschilfte Zone des Neusiedlersees umfasst 180 Quadratkilometer. Das Schilf ist d i e Attraktion der österreichischen Steppenlandschaft. Aber was für die einen attraktiv ist, ist für andere ein Ärgernis. Robert Sommer (Text und Fotos) erfuhr das auf dem Radweg zwischen Rust und Mörbisch.
Vorstadt - Robert Sommer 11.04.2016 mehr lesen +

«Sie gehen jetzt. Weil ich es sage»

In der Republik Kugelmugel ging es um die Freiheit der Kunst

article_3538_strasse_hannes_wolf_180.jpg Im März 2016 hat sich in Wien eine Schar unterdotierter Kunstschaffender und Kulturinitiativen zusammengerottet, um unter dem Schirm der «IG Kultur Wien» und dem Motto «Eine andere Kulturpolitik ist nötig» ihren Unmut, ihre Verzweiflung und ihre Forderungen in fünfzehn offenen Briefen an Politik und Administration zu formulieren. Einer dieser Briefe kritisierte die bürokratischen Schikanen gegen künstlerische Interventionen im öffentlichen Raum. ...
Artistin - Robert Sommer 10.04.2016 mehr lesen +

Das Mädchen, die Kunst, die Katastrophe

Sascha Putrja aus der Ukraine schenkte der Welt 1500 Bilder

article_3541_411_sascha_koenigin_web_180.jpg 1500 Bilder hat Sascha Putrja, das Mädchen aus der ukrainschen Stadt Poltawa, hinterlassen. Wenige davon sind auf diesen beiden Seiten zu sehen. Die Galerie ist unser Beitrag zum 26. April 1986 – dem Tag vor genau drei Jahrzehnten, an dem in Tschernobyl die bisher größte Kernkraftwerkskatastrophe der Welt stattfand. Saschas sensationelle bildnersche Kompetenz steht ebenso wie ihr Tod (im Alter von elf Jahren) in einem Zusammenhang mit den Strahle...
Dichter Innenteil - Robert Sommer 09.04.2016 mehr lesen +

Augustin 409 - 03/2016

Die Lüge des Nordens heißt «Hilfe»

article_3489_aug_409_cover_180.jpg Ist «Entwicklungszusammenarbeit» nur ein neuer Name für das kolonialistische Konzept der «Zivilisierung der Unzivilisierten» bzw. für die modernere Version, wonach der Süden die Probleme hat («Unterentwicklung»: Mangel an Kapital, Mangel an Technologie, Missachtung der Menschenrechte usw.) und der Norden die Lösung («Entwicklung»: Investitionen, Expert_innen, Parlamentarismus usw.)? Verdient »Hilfe», die nicht darauf aus ist, revolutionäre ge...
Ausgaben - Robert Sommer 16.03.2016 mehr lesen +

Liste der Dinge, die noch nötig waren

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Am 13. Tag schuf Olé:

Ein Reservat für Opportunisten und Duckmäuser, die befristet vom Vertuschen und Vergessen leben.

Persiflagen auf die verlogene Schweizer Flagge.

Die Gänsehaut, die dich umspannt, wenn du endlich Davids Sieg gegen Goliath registrierst, an den du nicht mehr glaubtest.

Bild: Häuser am Mond von Anton Blitzstein


Dichter Innenteil - Robert Sommer 14.03.2016 mehr lesen +

Man kann auch ausbrechen

Der Bezirk Josefstadt ist nicht überall grau

article_3467_vor_josefstadt_180.jpg Das Projekt «Stadtflanerien» das Aktionsradius Wien klopft jeden Wiener Bezirk in Schrift, Bild und Ton ab. Die nächste Etappe erfolgt Ende Februar mit der Präsentation des Hörbuchs zur Josefstadt (Näheres siehe Kasten). Hier zur Josefstadt-Einstimmung ein für den Augustin gekürzter Essay von Robert Sommer und Fotos von Wolfgang Bledl. Foto: Wolfgang Bledl ...
Vorstadt - Robert Sommer 16.02.2016 mehr lesen +

Hoch lebe der Tabak & die Poesie

Ein «Anachronist» verließ uns: Walter Wippersberg (1945–2016)

article_3466_art_wippersberg_credit_un_180.jpg Der Bühnenbildner, Theaterregisseur, Filmemacher, Aktivist, Fotokünstler, Schriftsteller und Literaturzeitungsherausgeber Walter Wippersberg «war ein Liberaler im eigentlichen Sinn des Wortes: ungebunden, freimütig, zügellos», schrieb Hannes Hofbauer, einer seiner Verleger, ein paar Tage nach Wippersbergs Tod. Robert Sommer tippt: Walter Wippersberg sitzt kettenrauchend im Hendl-Himmel, umgeben von ebenso tschickenden Kükenengerln, die den Vo...
Artistin - Robert Sommer 16.02.2016 mehr lesen +

Trotz Zuversicht zornig

Die Keramikkünstlerin Nali Kukelka bittet in ihr «Wunderbares Wohn-Büro»

article_3465_art_kukelka_180.jpg Kann man für Hausfassaden liebliche Keramikreliefs produzieren, während die Fassaden der Demokratie einstürzen? Frau kann. Robert Sommer im Gespräch mit der Künstlerin Nali Kukelka – über experimentelle Archäologie, über das Verhältnis von Kunst und Kunsthandwerk, über jenes von Handwerk und Industrie. Foto: Mehmet Emir ...
Artistin - Robert Sommer 16.02.2016 mehr lesen +

Das Zeitgemäße am Strafen

Eine Sammlung von Texten über die Kriminalisierung von Immigration

article_3457_strafen_180.jpg Was aus der Sicht aufgeklärter Zivilist_innen unzeitgemäß ist, kann für das Rechtssystem und den Staat ganz unverzichtbar und zeitgemäß sein. Robert Sommer über das von Birgit Mennel und Monika Mokre herausgegebene Buch «Das große Gefängnis», das den vermeintlichen Anachronismus des Strafens in Frage stellt. Mit einer Illustration von Silke Müller.
Tun & lassen - Robert Sommer 02.02.2016 mehr lesen +

Es ist verboten zu gehorchen: Augustin hatte gute Tipps fürs Leben

... und bitte seid weniger normal

article_3455_zivi_andreas_hennefeld_180.jpg Seit 2006 wird im Gymnasium Kundmanngasse im 3. Bezirk jährlich der «Tag der Zivilcourage» abgehalten, eine löbliche Initiative des Elternnetzwerks, deren provisorische Operationszentrale im Foyer der Mittelschule den Eindruck erweckt, als seien nur die weiblichen Elternanteile für ehrenamtliche Arbeit zur Propagierung zivilcouragierten Verhaltens zu gewinnen. Diese Elterninitiative, von der Direktorin akzeptiert und begrüßt, hat für die workshop...
Tun & lassen - Robert Sommer 02.02.2016 mehr lesen +

Warum ich den Begriff Slum vermeide

Die Wienerin Margit Niederhuber porträtiert afrikanische Metropolen

article_3448_slums_eduardo_mathlombe_180.jpg Die Wut kriecht in ihr hoch, wenn sie mitkriegt, welches Afrika-Bild die österreichischen Medien in den Köpfen der Menschen verfestigen. Afrika – das ist die Tristesse der Slums, der ununterbrochene Krieg, der sich ausbreitende Djihadismus und das halbverhungerte Kind. Die Wiener Autorin Margit Niederhuber porträtierte vier afrikanische Hauptstädte und zertrümmert dabei Klischee um Klischee. Robert Sommer befragte sie dazu. Foto: Eduardo Ma...
Vorstadt - Robert Sommer 02.02.2016 mehr lesen +

Augustin 405 - 01/2016

article_3423_aug_405_cover_180.jpg «Straftaten geschehen. Drei Millionen jährlich in Deutschland. 150 am Kölner Hauptbahnhof am 31. Dezember 2015. Sie werden von Inländern, Ausländern, Arabern und Nordafrikanern begangen. Manche vorwiegend von Inländern (Steuerhinterziehung). Manche vorwiegend von Ausländern (illegale Einreise). Manche geschlechtsspezifisch (Körperverletzung), manche gelegenheitsspezifisch (Betrug). Sie alle sind zu verfolgen und gegebenenfalls zu bestrafen. Nicht...
Ausgaben - Robert Sommer 20.01.2016 mehr lesen +

Instrumentalisierung des Kölner Silvesters

Welche «Ethnie» macht das Oktoberfest zum Risiko für Frauen?

article_3437_frauen_180.jpg Wenn es stimmt, dass die «mob-artigen» Überfälle auf Frauen während des Silvesterrummels im Zentrum von Köln Teil des «Kriegs mitten in Europa» waren, ist das Münchner Oktoberfest für die Opfer schon lange ein katastrophalerer Kriegsschauplatz. Text und Foto von Robert Sommer.
Tun & lassen - Robert Sommer 19.01.2016 mehr lesen +

Auf der Suche nach Bildern der verlorenen Zeit

Magdalena Steiners Weltliteratur-Comics: Auf Kramer folgt Proust

article_3427_steiner_augustin_tv_180.jpg Bevor er die literarische Moderne mitbegründete, duellierte sich Marcel Proust noch altmodisch mit dem Kritiker seines Erstlings. Wenn er dabei draufgegangen wäre, hätten Joyce und Kafka die Moderne zu zweit begründen müssen – und die Malerin Magdalena Steiner hätte sich einen anderen Autor, eine andere Autorin für die Fortsetzung ihrer weltliterarischen Comics im Augustin suchen müssen. Von Robert Sommer. Foto: AugustinTV ...
Artistin - Robert Sommer 19.01.2016 mehr lesen +

Offene Türen bitte nicht eintreten

Ein Kommentar zum Ausnahmezustand zwischen Paris und Wien

article_3420_paris_180.jpg Die französische Regierung hat auf die Terroranschläge des 13. November in Paris mit der Ausrufung des landesweiten Ausnahmezustands reagiert. Er hat massive Grundrechtseingriffe zur Folge – bis hin zu Haft und Hausdurchsuchungen ohne Beschlüsse durch Richter_innen. Die österreichische Innenministerin Johanna Mikl-Leitner hat den Braten gerochen und will das Instrument des Ausnahmezustands nun auch in Österreich einführen. Robert Sommer über eine...
Tun & lassen - Robert Sommer 06.01.2016 mehr lesen +

Alles muss sichtbar sein/werden/bleiben

Partnerschaft im Souterrain: Modelabel «Wiener Unart» und die «Graphikkinder»

article_3411_unart_mehmet_emir_180.jpg Passsant_innen vor dem Haus Linke Wienzeile 108 wegen der großen Kellerfenster guten Einblick haben, strahlt etwas Müßiggängerisches, aber auch etwas durchaus Arbeitsames aus;  etwas Spielerisches und Geselliges, aber auch Hingabe und Unternehmensgeist. Mehmet Emir (Fotos) und Robert Sommer (Text) besuchten ein Künstler_innenkollektiv im 6. Bezirk.
Artistin - Robert Sommer 06.01.2016 mehr lesen +

«Wir sind die Besten!»

Muss die Marseillaise nun auch unser aller Hymne werden?

article_3368_hymnen_mehmet_emir_180.jpg Land der Söhne? Land der Töchter? Schetzkojedno! Wiener Künstlerinnen wie Ilse Chlan oder Miki Malör haben in den vergangenen Jahren in spannenden multimedialen Kunstprojekten die Bundes- und Nationalhymnen dieser Welt überhaupt in Frage gestellt. Neue, aktuelle künstlerische Interventionen gegen die Institution der Hymne wären angebracht, seitdem wir, die Bevölkerungen der abendländischen Staaten, von den Mainstreammedien belehrt werden, dass nu...
Tun & lassen - Robert Sommer 08.12.2015 mehr lesen +
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