Autor/in: Tina Leisch Seite: 1

«Lieber Rotlicht als Blaulicht!»

Im Stuwerviertel wird für die Rechte der Sexarbeiter_innen Kampagne gemacht

article_2340_rotlicht_180.jpg Gerne profilieren sich Politiker_innen mit Rufen nach einem Verbot des Straßenstrichs oder der Sexarbeit überhaupt. Sie appellieren an eine immer noch weit verbreitete Doppelmoral und geben dabei oft vor, im Namen belästigter Anwohner_innen zu sprechen. Im Leopoldstädter Stuwerviertel sprechen sich Bewohner_innen endlich einmal für die Rechte der dort arbeitenden Sexarbeiter_innen aus und gegen ihre Schikanierung und Diskriminierung durch Polizei...
Tun & lassen - Tina Leisch 03.10.2013 mehr lesen +

Zahl oder bleib dumm

Kampagne Kunst-hat-Recht: politische Bankrotterklärung der österreichischen Dokumentarfilmer_innen?

Vor rund einem Jahr begann in Österreich die Kampagne «Kunst hat Recht» zu laufen. Seither gab es unter Künstler_innen und Kulturschaffenden mehrere Runden heißer Diskussionen um die Frage, wie Kunst mit ihrem Urheber_innenrecht umgehen soll - und ob das Internet die Vorhölle der um ihr geistiges Eigentum gebrachten Künstler_innen ist oder doch eher ein Raum, der zur Demokratisierung von Wissen über und Zugang zu Kunst und Unterhaltung beitragen ...
Artistin - Tina Leisch 18.03.2013 mehr lesen +

Des Viech in mir

Lenny Lakatos

article_2001_324_art_lennylakatos03_180.jpg Am Donnerstag, dem 14. Juni, starb Lenny Lakatos, Barde, Poet, Schauspieler, vehementer Atheist und Feminist im Alter von 60 Jahren im pulmologischen Pavillon Leopold am Steinhof.
Artistin - Tina Leisch 26.06.2012 mehr lesen +

Ungeborgene Blicke, zögernde Beichte

Warum man über die Geduld der meisten BettlerInnen staunen sollte

U6-Station Josefstädter Straße. Am Treppenabsatz kniet eine Frau. «Bitte, bitte!» Sie möchte Geld. Der flehende Blick beschämt mich. Sind die Leute hier tatsächlich so hartherzig, dass die Bettlerinnen so tief ins melodramatische Fach hinabsteigen müssen, dass man ihnen etwas gibt?
Tun & lassen - Tina Leisch 17.12.2010 mehr lesen +

Der Wunsch nach Beichte wird jedem Häftling erfüllt. Doch der nach einem Tanzkurs...

KultursorgerInnen und Seelenskulpteure

Plädoyer für eine Gleichberechtigung von Göttern und Musen, zumindest was ihre Funktion als Kas (Kaiserlicher Arrestschließer) betrifft. Tina Leisch, Textarbeiterin und Regisseurin zuletzt realisierte sie ein Theaterprojekt mit Insassen der Jugendstrafanstalt Gerasdorf sammelt Argumente für kulturelle Arbeit in den Gefängnissen.
Dichter Innenteil - Tina Leisch 12.09.2006 mehr lesen +

Affront in Augenhöhe

Eine Idee geht in Serie: Augustin wirft Augen auf die Justiz

Stellen Sie sich vor, Sie fahren in Urlaub. Sagen wir nach Ibiza oder Madagaskar, nach Phuket oder Antalya. Stellen Sie sich vor: zirka alle hundert Meter, beim Einkaufen, auf dem Weg zum Strand, am Eingang zum Internetcafé finden Sie die Aufforderung "Österreicher raus!", oder sogar: "Tötet die scampifarbigen Europäer-Maden!" Würden Sie sich dabei sehr wohl fühlen?
Tun & lassen - Tina Leisch 15.03.2006 mehr lesen +

Darf ich ihnen noch einen Toten anbieten?

Arbeitsjournal eines Theaterexperiments, Teil 5

Am 4.2.1995 wurden vier Männer ermordet, weil sie Roma waren. Eine Sprengfalle, wenige Meter von der Oberwarter Romasiedlung entfernt, tötete Karl und Erwin Horvath, Peter Sarközy und Josef Simon. Mit der Inszenierung von Elfriede Jelineks ""Stecken, Stab und Stangl"" möchte ein interkulturelles Ensemble unter der Leitung von Tina Leisch an dieses Attentat erinnern.
Artistin - Tina Leisch 15.10.2005 mehr lesen +

Entjubelung mit Jelinek

Arbeitsjournal eines Theaterexperiments. Teil 1.

Am 4. 2. dieses Jahres war es zehn Jahre her, dass Erwin Horvath, Karl Horvath, Peter Sarközi und Josef Simon in Oberwart ermordet wurden. Vor fünf Jahren erhängte sich der Täter Franz Fuchs in seiner Zelle. Für die Öffentlichkeit war der Fall damit erledigt. Nicht aber für diejenigen, die auch heute noch Entwürdigung per rassistischem und antiziganistischem Zeitungs- und Alltagsjargon erleben. Tina Leisch inszeniert aus diesem Anlass Elfriede Je...
Artistin - Tina Leisch 15.09.2005 mehr lesen +

Der letzte Sommer der freien Liebe (1)

Tu, felix Austria, nube!

Wer möchte nicht gerne manchmal das Herz schweifen lassen, unerwarteter als ein Komet auftauchen und einem ganz fremden Menschen ein großes Glück in den Schoß werfen? Ein Geliebtwerden oder eine Aufenthaltserlaubnis z. B.? Doch die Novellierung des Fremdengesetzes möchte das bestrafen. Verbandeln darf man sich nur, mit wem man wohnt und beiwohnt. Wer möchte sich so was verbieten lassen?
Tun & lassen - Tina Leisch 15.07.2005 mehr lesen +

Wenn die Leute nicht ins Theater gehen, muss das Theater zu den Leuten

Bitte liebt Österreich, ein Rückblick

Politik ist Theater, nicht nur da, wo sie sich ganz offensichtlich als Affentheater oder Schmierenkomödie präsentiert. Keine Partei, die nicht RegisseurInnen bezahlen würde, um sich von Ihnen die Dramaturgie ihrer Wahlkämpfe und Kampagnen gestalten zu lassen. Aber wenn Politik sowieso Theater (oder Fernsehshow) ist, wie kann dann Theater noch Eingriff in die Politik sein? Christoph Schlingensief lieferte mit seiner Aktion vor der Wiener Oper eine...
Artistin - Tina Leisch 12.07.2000 mehr lesen +
Autor/in: Tina Leisch Seite: 1