Kategorie: Thema :: AMS Seite: 1

«Mein Leben ist auf Pause gestellt, meine Kosten nicht»

Wie man trotz bestem Willen zu einer Arbeitsmarktsperre kommt

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Lohnarbeit kann manchmal ein Schuss ins Knie sein. Zum Beispiel für Jovanna M., die sich Jobs suchte, um ihren Alltag in Wien zu bestreiten – und dafür vom AMS mit einer Sperre belegt wurde. «Sie motivieren Leute, nicht zu arbeiten», sagt sie im Gespräch mit Lisa Bolyos.

Foto: Carolina Frank


Tun & lassen - Lisa Bolyos 10.04.2017 mehr lesen +

Unternehmer und Unternommene

Das Treiben der Arbeitskräfteüberlasser

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So mancher Arbeitssuchende wundert sich, weshalb er beim AMS mit «Kunde» angesprochen wird. Will eine Kundin, ein Kunde doch in der Regel ein Produkt oder eine Diensleistung kaufen, die Menschen beim AMS hingegen eine Arbeit finden. Weshalb der Begriff «Kundin» oder «Kunde» in seiner zynischen Variante passt, erhellt sich, wenn das Gewerbe der Arbeitskräfteüberlasser beleuchtet wird.

Illu: Much 


Tun & lassen - Clemens Staudinger 12.04.2016 mehr lesen +

Smarte Top-Start-up-City mit Trampolinfunktion


Rosagrün, die zweite

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Wienwahl: Die Verluste für SPÖ und Grüne hielten sich im überschaubaren Rahmen. Der Erdrutschsieg der rechtsextremen FPÖ ist ebenso ausgeblieben wie ein Überraschungserfolg der linken Opposition. Deshalb gibt es nun die zweite Auflage einer rosagrünen Stadtregierung. Martin Birkner hat sich die ökonomischen Aspekte der Regierungsvereinbarung vorgenommen.

Illu: Much


Tun & lassen - Martin Birkner 24.11.2015 mehr lesen +

«Supermarkt» der Sündenböcke

Die gespaltene Stadt und ihre Sozialmärkte

Soziologiestudentinnen arbeiteten in zwei Wiener Sozialmärkten. In der Ausgabe 317 fassten wir ihre kritische Sicht auf das Sortiment dieser Einrichtungen zusammen. Problematisiert wurde unter anderem, dass Waren, die dem Sozialmarkt geschenkt wurden, also ihren Wartencharakter verloren, an Sozialmarkt-Kund_innen verkauft werden, also wieder zu Waren werden. Im folgenden Beitrag geht es um die Beziehung zum (Stadt-)Raum und um Interaktionen dreie...
Tun & lassen - Sevgi Krçl 19.04.2012 mehr lesen +

Sozialarbeit in der Quotenfalle

Wiener Jobmesse am 10. Juni im Zeichen der Krise der staatlichen Arbeitsmarktpolitik

Warum das AMS heuer seine KlientInnen nicht mehr unter Androhung von Sanktionen zur Jobmesse schicken darf. Und warum die Sozialarbeit sich immer mehr zum Kasperl machen lässt, der wider besseres Wissen den Mythos aufrechterhält, Ex-Häftlingen, Ex-Alkis, Ex-Junkies, Ex-Sandlern oder Behinderten stehe der reguläre Arbeitsmarkt offen. ...
Tun & lassen - Robert Sommer 04.06.2009 mehr lesen +

Erfahrungen und Vorschläge einer Ex-AMS-Kundin

In der letzten Ausgabe des Augustin (250) forderte ein AMS-Berater, unter dem Pseudonym Gustav gAMS, auf, alternative Konzepte zu den oft als AMS-Zwangskurse bezeichneten Schulungen zu entwerfen. Darüber hinaus freue er sich auf einen regen Erfahrungsaustausch, ließ er die Augustin-LeserInnen wissen. Prompt erhielt die Augustin-Redaktion eine ausführliche und facettenreiche Replik einer Leserin:
Dichter Innenteil - 23.04.2009 mehr lesen +

Wie man Schmetterlinge beschäftigt

Diese Geschichte bildet den Prolog zum inhaltlichen Schwerpunkt Arbeitsmarktservice (AMS) der nächsten Augustin-Ausgabe. Es wird darin eine Auswahl an Erfahrungsberichten, aber auch an Prosatexten von aktuellen und ehemaligen KundInnen des AMS veröffentlicht, die der Augustin in den letzten Monaten erhalten hat. Dazu an dieser Stelle nur noch so viel: Die Unzufriedenheit mit dem AMS hat eine große Dimension angenommen. ...
Dichter Innenteil - Galina Toktalieva 25.03.2009 mehr lesen +

Wie kann eine Frau von ihrem Job leben?

In der "Wirtschaftskrise" ist männliche Existenzsicherung wichtiger

Die gläserne Decke, die Frauen auf der Jobsuche zu durchbrechen haben, liege inzwischen schon so niedrig, dass sie existenzgefährdend ist, meint Barbara Pickl, Unternehmenskontakterin des mittlerweile eingestellten sozialökonomischen Betriebes abz* office service, im Augustin-Gespräch. In neun Jahren gelang es Pickl und ihren Kolleginnen, Hunderte existenzsichernde Jobs für langzeitarbeitslose Frauen zu finden.
Tun & lassen - Kerstin Kellermann 13.02.2009 mehr lesen +

Die Arbeitskraftzurichter

Tafelklässlerische Umgangsformen im abz*office service

Pünktlichkeit, Pünktlichkeit, Pünktlichkeit! In einer richtigen Firma müssen Sie auch pünktlich sein! Das zeugt von Verbindlichkeit gegenüber der Firma, also bitte! Schließlich soll hier im abz*office service, einem so genannten SÖB (Sozialökonomischer Betrieb) der Büroalltag von Frauen einer richtigen Firma simuliert werden.
Dichter Innenteil - 03.12.2008 mehr lesen +

Gründet eine Arbeitslosenkammer aber schnell!

Über die Vision, "in Augenhöhe" mit AMS und Regierung zu verhandeln

Die Unternehmer haben eine, auch Ärzte, Anwälte, Bauern, Arbeiter und so weiter, eigentlich ist jeder in einer Kammer. Keiner liebt sie. Jeder ist gegen Zwang. Da ist es eine Überlegung wert: Was, wenn die Arbeitslosen ebenfalls so eine Organisation hätten? Eine möglicherweise irritierende Überlegung von Erich Félix Mautner. Ein Ansatz, der Diskussionen hervorrufen wird. Der Augustin wird diesen ausreichend Platz bieten ... ...
Tun & lassen - Felix Erich Mautner 12.03.2008 mehr lesen +

Kurs-Trägerverein plant Klage

AMS schloss Sprachkurs für Migrantinnen wegen "Substandard"

Das siebente Jahr seiner Existenz ist das schwärzeste Jahre des Vereins Zentrum Döbling. Dabei hatte das sechste Jahr so vielversprechend geendet: Im Dezember 2007 war das AMS an den auf Fremdsprachenvermittlung spezialisierten Verein herangetreten, ob er nicht als Partner für seine Integrationsinitiative Deutsch 08 zu Verfügung stünde. Zentrum Döbling stand zur Verfügung: Schon am 14. Jänner 2008 startete, im Auftrag des AMS, ein Deutschkurs fü...
Tun & lassen - Robert Sommer 12.03.2008 mehr lesen +

Schwarze Pädagogik

Die Maßnahmen des AMS. Oder: Fußfesseln für Arbeitslose, erster Teil

Wer früher ohne Job war, war ein Versicherungsfall und wurde am Arbeitsamt wie ein Versicherungskunde behandelt im Großen und Ganzen höflich, zuvorkommend, jedenfalls ohne Repressalien. Heute aber wo sich das Arbeitsamt Arbeitsmarktservice (AMS) nennt und die Arbeitslosen großspurig als Kunden tituliert werden, begegnet man ihnen als Schuldigen, als Renitenten, die zur Räson gebracht werden müssen, die gegängelt werden dürfen. ...
Tun & lassen - Maria Wölflingseder 20.12.2007 mehr lesen +

Grundkeinkommen? Derzeit Nein, danke!

Und welche Leistungen würde der Staat dann noch übernehmen?

Stellen Sie sich vor, es gibt im Jahr 2015 schon ein bedingungsloses Grundeinkommen - unter diesem Titel organisierte das Netzwerk Grundeinkommen und sozialer Zusammenhalt eine Publikumsumfrage (siehe auch Augustin Nr. 203/ 07). Dieter Schrage folgte dieser Aufforderung und stellte sich die Einführung des bedingungslosen und existenzsichernden Grundeinkommens in den nächsten Jahren und eventuell auch unter politisch fortschrittlicheren Rahmenbe...
Tun & lassen - Dieter Schrage 20.08.2007 mehr lesen +

Nummer 56 hat ein Gesicht

Die Arbeitslosenpolizei Auszüge aus einer Recherche von Christine Werner (1)

Eine packende Recherche über die Praxis der österreichischen Arbeitslosenverwaltung hat die GAV-Autorin, Netz- und Aktionskünstlerin Christine Werner unternommen. Mit freundlicher Genehmigung des Verlags edition uhudla A bringt der Augustin einen dreiteiligen Vorabdruck aus dem noch nicht im Handel erhältlichen Buch Die Arbeitslosenpolizei. Der Titel lässt keinen Zweifel zu: Dieses Buch würde den Ruf des AMS als Institution der Hilfe für Arbeitss...
Tun & lassen - Christine Werner 17.05.2007 mehr lesen +

Bala bala für Unvermittelbare

Gestrandete in der Maschinerie des AMS? Tagebuch eines Kursteilnehmers

Wie Recht hatte Karl Öllinger, Sozialsprecher der Grünen, als er im Parlament Kritik an "vollkommen sinnlosen und geradezu entwürdigenden AMS-Kursen ohne Ausbildungswert" übte, die "zum Teil mehr an Strafvollzug als an aktive Arbeitsmarktpolitik" erinnerten? Das AMS dementiert. Es könne "natürlich unbefriedigende Einzelfälle" geben, meint AMS-Vorstand Herbert Böhm. Aber 60 Prozent aller SchulungsteilnehmerInnen hätten nach sechs Monaten wieder ei...
Dichter Innenteil - Walter Stummer 15.05.2007 mehr lesen +

Minister für (Selbst)Inszenierung?

Arbeitslosenanwalt Herbert Pochieser zu Erwin Buchinger

Die Redaktion hat es für sinnvoll gehalten, jemanden um einen Kommentar zum Interview mit dem Sozialminister zu bitten, der von der Selbstinszenierungssucht Erwin Buchingers ausgeht und Interviews mit PolitikerInnen dieses Typs von vornherein problematisch hält, weil sie dem sich Inszenierenden gewollt oder ungewollt entgegen kämen. Die Wahl fiel auf Herbert Pochieser, der als einer der wenigen Rechtsanwälte, der Arbeitslose juristisch gegen das ...
Tun & lassen - Herbert Pochieser 10.05.2007 mehr lesen +

Wie ein halber Bus - aber brutto!

Ein Interview mit Sozialminister Erwin Buchinger

Der Stellenwert dieses Interviews wurde uns bereits vor Beginn des Gesprächs klar gemacht: Nach zwanzig Minuten vertrösteter Wartezeit wurden wir freundlich empfangen und ins allgemeine Händeschütteln mit der sich verabschiedenden Vizebürgermeisterin Brauner einbezogen. Sie müssen schon entschuldigen, meint Buchinger dann zu uns, aber jede Minute mit der Frau Vizebürgermeisterin ist 10.000 Euro Wert. Wir wussten das zu schätzen und entschieden un...
Tun & lassen - Heide Hammer, Kurto Wendt 09.05.2007 mehr lesen +

"Jetzt höre ich nichts mehr"

Jürgen und Dominik: Einsatzbereit, jobgelaunt und dennoch vom AMS abgeschrieben?

In bestimmten Situationen ist es sicher bedeutend angenehmer, nichts zu hören. Gefährlich wird es nur dann, wenn das Arbeitsmarktservice leibhaftig vor einem steht. Da muss sich dann sogar ein gehörloser Mann gewaltig anstrengen, um die Herrscher über Jobs und finanzielle Möglichkeiten erfolgreich auszublenden.
Tun & lassen - Kerstin Kellermann 15.11.2006 mehr lesen +
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