Kategorie: Thema :: Arbeitslosigkeit Seite: 1 2

Mal schaun

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Mal schaun, ob schon Antworten eingetrudelt sind, auf die Bewerbungen der letzten paar Tage … sie öffnet ihren Emailaccount.

Jedes Mal, während die Maschine lädt, kann sie so etwas wie Hoffnung, oder Glück gehabt, spüren, es fühlt sich an wie ein Licht in der Seele, oder im Gehirn, auf alle Fälle sehr angenehm … drei neue Nachrichten. Das ist aber schnell gegangen.


Grafik: Andi Kleinhansl


Dichter Innenteil - stein 12.03.2017 mehr lesen +

Wenn der Mittelstand einen Wutausbruch hat

Josef Hader über bürgerliche Arbeitslose und «wilde Mäuse»

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Der Mittelschicht fühlen sich alle zugehörig, sagen Umfragen. Was passieren kann, wenn ein klassischer Mittelständler seine Arbeit verliert und mit seiner Wut nicht mehr klarkommt, erzählt Josef Hader in seinem Film «Wilde Maus». Mit Jürgen Plank und Robert Fischer sprach er übers Filmemachen, über Wutbürger_innen und über Solidarität.

Fotos: Carolina Frank


Artistin - Robert Fischer 31.01.2017 mehr lesen +

Selbstdiagnose: Unterordnungsphobie

Augustinverkäufer Gernot

article_3676_gernot_mario_lang_180.jpg Ich wurde 1964 geboren. Meine Eltern stammten aus dem Waldviertel, zogen aber dann nach Salzburg, wo mein Vater, der beim Bundesheer arbeitete, eingesetzt war. Über die Qualität der familiären Verhältnisse möchte ich mich nicht äußern, ich bitte um Verständnis. Es gibt wohl kaum einen, der eine längere Liste von verschiedenartigsten Jobs vorweisen kann als ich. Die Liste wird so um die 30 Arbeitgeber enthalten. Foto: Mario Lang ...
Tun & lassen - 03.08.2016 mehr lesen +

Unternehmer und Unternommene

Das Treiben der Arbeitskräfteüberlasser

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So mancher Arbeitssuchende wundert sich, weshalb er beim AMS mit «Kunde» angesprochen wird. Will eine Kundin, ein Kunde doch in der Regel ein Produkt oder eine Diensleistung kaufen, die Menschen beim AMS hingegen eine Arbeit finden. Weshalb der Begriff «Kundin» oder «Kunde» in seiner zynischen Variante passt, erhellt sich, wenn das Gewerbe der Arbeitskräfteüberlasser beleuchtet wird.

Illu: Much 


Tun & lassen - Clemens Staudinger 12.04.2016 mehr lesen +

eingSCHENKt: Wahrgenommen

«Wir sind keine Bittsteller, wir wollen Respekt!» Das war der zentrale Satz, den Erwerbsarbeitslose, Mitarbeiter_innen von Straßenzeitungen, psychisch Erkrankte, Menschen mit Behinderungen, Alleinerzieherinnen und Migrant_innen bei einem Treffen unter dem Titel «Sichtbar Werden» in Wien formulierten.
Tun & lassen - Martin Schenk 06.01.2016 mehr lesen +

Smarte Top-Start-up-City mit Trampolinfunktion


Rosagrün, die zweite

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Wienwahl: Die Verluste für SPÖ und Grüne hielten sich im überschaubaren Rahmen. Der Erdrutschsieg der rechtsextremen FPÖ ist ebenso ausgeblieben wie ein Überraschungserfolg der linken Opposition. Deshalb gibt es nun die zweite Auflage einer rosagrünen Stadtregierung. Martin Birkner hat sich die ökonomischen Aspekte der Regierungsvereinbarung vorgenommen.

Illu: Much


Tun & lassen - Martin Birkner 24.11.2015 mehr lesen +

Bildung kann viel, aber nicht alles

Finnland hat Spitzenwerte beim Schulerfolg sozial benachteiligter Kindern, aber trotzdem eine hohe Jugendarbeitslosigkeit. Die beste Schule nützt nichts, wenn die Übergänge zum Arbeitsmarkt mangelhaft sind oder Jobs fehlen. Bildung führt nicht automatisch zu sozialem Aufstieg.
Tun & lassen - Martin Schenk 16.09.2015 mehr lesen +

Vom Freudenschrei bis zur Suiziddrohung

Um Mitternacht läutet es an der Tür. Draußen steht ein vielleicht 15-jähriger Bursche, den Blick auf den Boden geheftet, die Hände tief in den Taschen seiner Jacke vergraben. Pascal ist von zu Hause ausgerissen. Es geht nichts mehr. Seit 20 Jahren bietet die Krisenstelle Waki in Linz Jugendlichen täglich und rund um die Uhr Zuflucht.
Tun & lassen - Martin Schenk 03.08.2015 mehr lesen +

Österreicher_innen im Ausland: 50 Prozent arbeitslos

eingSCHENKt

150 Millionen Euro Familienbeilhilfe beziehen rechtmäßig Arbeitnehmer_innen in Österreich, deren Kinder aber in Rumänien oder Bulgarien leben. Ob man diese Sozialleistungen dem Lebensstandard des jeweiligen EU-Landes anpasst, streicht oder belässt, kann man diskutieren – aber immer nur sinnvoll im Kontext und im Blick auf alle Faktoren:


Tun & lassen - Martin Schenk 08.07.2015 mehr lesen +

Niemand schläft gern im Schneeregen

Mit dem Obdachlosen-Sprecher im «sozial gereinigten» Stadtpark

article_3068_stadtpark@lisa_bolyos_180.jpg Am 1. April ist im Wiener Stadtpark die «Ordnung» wiederhergestellt worden. Die siebenköpfige Kolonie der Stadtpark-Obdachlosen – Gestrandete aus der Slowakei, Tschechien und Ungarn – mussten ihre improvisierten Zelte räumen. Ein leichter Sieg der Stadtverwaltung, denn die Sichtbarkeit der Armut abzuschaffen ist tausendmal simpler als die Armut selbst zu überwinden. Robert Sommer (Text) und Lisa Bolyos (Fotos) sprachen mit Roman, dem Sprecher der...
Tun & lassen - Robert Sommer 14.04.2015 mehr lesen +

Ich hab hundert Sachen gemacht

Augustin Verkäuferin Antonia

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Ich war vor rund zehn Jahren finanziell total am Boden und habe immer die Augustin-Verkäufer_innen irgendwo stehen gesehen. Da hab ich mir gedacht, vielleicht kann ich das auch machen. Ich hab mir einen Augustin gekauft und geschaut, wo die daheim sind, und bin hingegangen.

Foto: Lisa Bolyos


Tun & lassen - 20.01.2015 mehr lesen +

Lieber Training als Match

Augustinverkäufer Andi

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Ich bin ziemlich am Anfang, als es begonnen hat, zum Augustin gekommen. Ich habe mir Zeitungen gekauft - der Augustin hat damals für die Verkäufer_innen zehn Schilling gekostet - und habe das ganze System einmal kennengelernt, den sozialen Zweck und wie es abläuft.

Foto: Lisa Bolyos


Tun & lassen - 12.11.2014 mehr lesen +

Jede hat ihr eigenes Tempo

Wieso Frauen in der Wohnungslosenhilfe Räume für sich brauchen

article_2463_frauenwozi_180.jpg Elvira Loibl, Mitbegründerin des FrauenWohnzimmers und heute Leiterin des FrauenWohnZentrums im 2. Bezirk, spricht darüber, wie Frauen mit Wohnungs- und Obdachlosigkeit umgehen, was versteckte Wohnungslosigkeit bedeutet und wieso die Stadt Räume braucht, die speziell für Frauen offen sind, denen ein adäquater Wohnort fehlt.
Tun & lassen - Lisa Bolyos 17.03.2014 mehr lesen +

Hundsplätze und Winterfische

Arbeitslos, das heißt zum Beispiel: an den Rand gedrängt die Freizeit genießen

article_2048_augustin_328_anna_180.jpg «Frau Beerenberger, wird er mich unterbrechen, was wollen Sie mir von der Zukunft erzählen? Die Zukunft ist noch nicht gewesen. Da haben Sie Recht, werde ich sagen, aber die Gedanken bestimmen, was kommen wird, ich denke nach vorne in die Zukunft. Meinen Sie, wird er fragen und seine Stirn in Falten legen. Ja, werde ich sagen, ja.» In Anna Weidenholzers Roman über eine Frau, die mit ihrer plötzlichen Arbeitslosigkeit umzugehen hat, geht die Zeit ...
Artistin - Lisa Bolyos 19.09.2012 mehr lesen +

1-Euro-Shops statt 1a-Installateure

In Athen werden Menschen zu Jobs gezwungen, die unsereins nur aus historischen Dokus kennt

Die Wienerin Andrea Mohak, die von 1995 bis 2006 in Griechenland lebte und kurz vor den Wahlen das Land erneut bereiste, besuchte nach ihrer Rückkehr den Augustin. Diesem konzediert sie eine journalistische Sicht auf die griechischen Verhältnisse, die nicht von den Interessen der europäischen Großbanken und den politischen Führer_innen der Reichenklubs innerhalb der EU getrübt ist.
Tun & lassen - 26.06.2012 mehr lesen +

«Supermarkt» der Sündenböcke

Die gespaltene Stadt und ihre Sozialmärkte

Soziologiestudentinnen arbeiteten in zwei Wiener Sozialmärkten. In der Ausgabe 317 fassten wir ihre kritische Sicht auf das Sortiment dieser Einrichtungen zusammen. Problematisiert wurde unter anderem, dass Waren, die dem Sozialmarkt geschenkt wurden, also ihren Wartencharakter verloren, an Sozialmarkt-Kund_innen verkauft werden, also wieder zu Waren werden. Im folgenden Beitrag geht es um die Beziehung zum (Stadt-)Raum und um Interaktionen dreie...
Tun & lassen - Sevgi Krçl 19.04.2012 mehr lesen +

Gefesselter Genuss versagte Freiheit

eingSCHENKt

Warum sind Ideen, die den Schwachen die Schwächsten zum Opfer darbringen, so erfolgreich? Weil sie Angst nehmen? Möglich, aber vielmehr noch, weil sie die Person, die andere abwertet, in eine Position der Stärke bringt. Wir ermächtigen uns damit selbst, über andere zu verfügen. Es geht um die Kontrolle des sozialen Abstands zu den anderen. Das muss man verstehen, damit man nicht bloß moralisch korrekt, sondern auch gesellschaftlich wirkungsvoll a...
Tun & lassen - Martin Schenk 22.09.2011 mehr lesen +

In der Zentrifuge

Paris und die Banlieues, aufgelodert 2005 in sozialer Wut aus einer Machtlosigkeit heraus, schienen so lange her

Außerdem waren die damaligen Barrikaden und ausgebrannten Geschäfte und Autos, quer übers ganze Land verteilt, nur eine Vorhut der kommenden Kämpfe ohne Programm und Chancengleichheit. Dann kam 2007 wenig überraschend, aus Amerika die Wirtschaftskrise und die flächendeckende Plünderung der Staatskassen zur Rettung maroder Unternehmen.
Dichter Innenteil - Mladen Savic 24.08.2011 mehr lesen +

Sackgasse Billigjobs

eingSCHENKt

Frau Salzer schlägt sich als Ich-AG und Armutsunternehmerin mit Gebrauchsgrafiken durch den Alltag. Ihr dreijähriger Sohn leidet seit seiner Geburt an schwerem Asthma. Er braucht viel Zeit. Der Lohn ihre Arbeit ist unregelmäßig und gering. Loch auf, Loch zu. So muss sie rechnen, einmal die Miete, einmal das Heizen, einmal das Telefon. Immer gibt es eine offene Rechnung. Kaputt werden darf nichts: kein Boiler und keine Waschmaschine. Mit dem Einko...
Tun & lassen - Martin Schenk 04.05.2011 mehr lesen +

Rare Spezies Roma-AkademikerInnen

Augustin besuchte Gandhi-Gymnasium in Pecs

article_1626_roma3_180.jpg In Pecs der europäischen Kulturhauptstadt des Jahres 2010 leben rund 10.000 Roma. Das ist ein Prozent der Roma-Gesamtbevölkerung in Ungarn. 800.000 davon sind arbeitslos. «Sie werden zu Vergehen gezwungen», lautet die nüchterne Aussage des Leiters des «Hauses der Roma-Selbstverwaltung» in dieser südungarischen Stadt, in der 160.000 Menschen leben.
Tun & lassen - Barbara Huemer 17.12.2010 mehr lesen +

Der Streik der Restaurant-Sklaven

Frankreichs travailleurs sans papiers mobilisierten für ihr Aufenthaltsrecht

Sie arbeiten, zahlen Sozialversicherung und haben dennoch keine gültige Aufenthaltsgenehmigung. In diese absurde Situation drängt das französische Recht tausende Menschen, die vorrangig aus ehemaligen Kolonialstaaten im Land der Franternité, Egalité und Liberté ihr Auskommen suchen. Streiks der betroffenen sans papiers haben nun aufgezeigt, welche Sektoren ohne ihre Arbeit still stehen würden, und führten zu gesetzlichen Reformen.
Tun & lassen - Florian Müller 28.07.2010 mehr lesen +

Wie Arbeitslosigkeit gemacht wird

Whistleblowerin erzählt Internas aus einem Wirtschaftskonzern

Die Autorin dieses Beitrags hat langjährige Konzern-Lenkungs-Erfahrung. Weil sie sich nicht nur für die Quartalszahlen, sondern auch für gesellschaftliche Zusammenhänge interessierte, war sie in der privilegierten Position, hinter die glänzenden Fassaden zu blicken und Fehlentwicklungen früh zu erkennen. In den folgenden «Meilensteinen» fasste die Insiderin die Mechanismen, die das Schwungrad in den Abgrund betreiben, zusammen. Ihr Beitrag soll ä...
Tun & lassen - Katharina Weinberger 05.05.2010 mehr lesen +

Malawi: Ein Tag im Leben eines Straßenmagazin-Verkäufers

article_1661_malawi_eintagimlebeneines_180.jpg Harton Banda weiß vermutlich nicht viel über Elisabethanische Literatur. Aber wenn er das täte, würde er sicherlich zustimmen, dass sein Leben alle Bestandteile für eine Tragödie à la Shakespeare lieferte - zumindest bis zu dem Zeitpunkt, an dem vor 3 Monaten The Big Issue Malawi eine willkommene Unterbrechung hiervon brachte.
Tun & lassen - 29.03.2010 mehr lesen +

Argentiniens Piqueteros

Arbeitslose machen Politik, damit Politik nicht arbeitslos macht

Impulse für soziale Veränderungen kommen in Argentinien nicht mehr von den oft korrumpierten Gewerkschaften, sondern von Arbeitslosenbewegungen. Die Piqueteros begannen mit Straßen- und Fabriksblockaden und betreiben heute soziale Einrichtungen und Volksversammlungen. Sie sind für die zu erwartende Krise gerüstet und raten der europäischen Zivilgesellschaft, dasselbe zu tun. ...
Tun & lassen - Florian Müller 05.11.2008 mehr lesen +

Im Nadelstreif in die Meldemannstraße

Rüstiger Rentner und Augustin-Verkäufer

Der Augustin-Verkäufer Norbert Gaggl fühlt sich trotz Rentenalters topfit. Sein Rezept, um agil zu bleiben, beinhaltet viel Bewegung und vor allem Kontakt zu Menschen. Beides ließe sich mit dem Straßenzeitungverkaufen verbinden. Dieser Kolporteur scheint mit der mühsamen und nicht angesehenen Tätigkeit mehr als zufrieden zu sein solange nicht die Polizei dazwischenfunkt. ...
Heroes - Reinhold Schachner 08.10.2008 mehr lesen +

Gründet eine Arbeitslosenkammer aber schnell!

Über die Vision, "in Augenhöhe" mit AMS und Regierung zu verhandeln

Die Unternehmer haben eine, auch Ärzte, Anwälte, Bauern, Arbeiter und so weiter, eigentlich ist jeder in einer Kammer. Keiner liebt sie. Jeder ist gegen Zwang. Da ist es eine Überlegung wert: Was, wenn die Arbeitslosen ebenfalls so eine Organisation hätten? Eine möglicherweise irritierende Überlegung von Erich Félix Mautner. Ein Ansatz, der Diskussionen hervorrufen wird. Der Augustin wird diesen ausreichend Platz bieten ... ...
Tun & lassen - Felix Erich Mautner 12.03.2008 mehr lesen +

Kurs-Trägerverein plant Klage

AMS schloss Sprachkurs für Migrantinnen wegen "Substandard"

Das siebente Jahr seiner Existenz ist das schwärzeste Jahre des Vereins Zentrum Döbling. Dabei hatte das sechste Jahr so vielversprechend geendet: Im Dezember 2007 war das AMS an den auf Fremdsprachenvermittlung spezialisierten Verein herangetreten, ob er nicht als Partner für seine Integrationsinitiative Deutsch 08 zu Verfügung stünde. Zentrum Döbling stand zur Verfügung: Schon am 14. Jänner 2008 startete, im Auftrag des AMS, ein Deutschkurs fü...
Tun & lassen - Robert Sommer 12.03.2008 mehr lesen +

Schwarze Pädagogik

Die Maßnahmen des AMS. Oder: Fußfesseln für Arbeitslose, erster Teil

Wer früher ohne Job war, war ein Versicherungsfall und wurde am Arbeitsamt wie ein Versicherungskunde behandelt im Großen und Ganzen höflich, zuvorkommend, jedenfalls ohne Repressalien. Heute aber wo sich das Arbeitsamt Arbeitsmarktservice (AMS) nennt und die Arbeitslosen großspurig als Kunden tituliert werden, begegnet man ihnen als Schuldigen, als Renitenten, die zur Räson gebracht werden müssen, die gegängelt werden dürfen. ...
Tun & lassen - Maria Wölflingseder 20.12.2007 mehr lesen +

Wegen Solidarität in den "Untergang"

Traumschiff, Zug und Straße Stationen des Christian Meischl

In den letzten Monaten bekam Christian Meischl öfters zu hören, er sei wieder aufgeblüht. Die Talsohle, das Betteln in der Mariahilfer Straße, hat der ehemalige Kellner eines Haubenrestaurants durchschritten. Nun steht auf seinem Plan, wieder eine Wohnung zu finden und sich als Betroffener aktiv für die Armutsbekämpfung einzusetzen. ...
Heroes - Reinhold Schachner 05.12.2007 mehr lesen +

Die Urlaubs-Schwindel-Börse

Mit unseren zwei Wochen "Balkonien" (allerdings ohne Balkon) sind wir noch gut dran

Nichtreisende, outet euch! Ihr seid nicht allein! Einer aktuellen Umfrage zufolge bleibt fast jede/r Zweite im Urlaub daheim. Zeitnot oder Geldnot, so beantworten die Betroffenen die Frage, warum sie nicht verreisten. Aber Geldnot führt mit Abstand vor Zeitnot.


Tun & lassen - Werner Schuster 20.08.2007 mehr lesen +

"Da warten noch Hunderte"

Prekäre Arbeitsverhältnisse im Call-Center: Betroffene erzählen

Werner hatte mit Notstandshilfe und geringfügiger Beschäftigung zu wenig Geld zum Leben. Seither arbeitet er bis zu 68 Stunden in der Woche im Call-Center - je nach Arbeitsangebot. Krankheit oder Urlaubsbedürfnis sind in diesen Zeiträumen ein existenzielles Problem, weil sonst das Geld im nächsten Monat fehlt. Bei einem Stundenlohn zwischen 6 und 8 Euro Brutto mausert sich die Flexibilität zur Flexploitation.
Tun & lassen - Elisabeth Prinz 15.02.2007 mehr lesen +

Einfahrer Unterschrift

Nachrichten aus der Schuldenfalle (2)

Viele Arbeitslose suchen ihr Erwerbsglück in der Selbständigkeit. Das ist wahrscheinlich richtig. Was sie allerdings nicht ahnen können, ist, dass sie von einem Tag auf den anderen schutzlos sind. Vor allem gegenüber raffinierten Fallenstellern.
Tun & lassen - Felix Erich Mautner 15.02.2007 mehr lesen +

Generation sechsundsechzig

Damals kam er (wie) gerufen: Kamer Arslan, Gastarbeiter-Urgestein

Was er sich mit 73, nach einem arbeitsreichen und nicht immer leichten Leben noch wünsche, frage ich Kamer Arslan. Gesundheit natürlich, antwortet der schwer Zuckerkranke, vor allem aber ein beheizbares Badezimmer. Dann könne er es sich im Winter ersparen, mehrmals wöchentlich die Arbeiterduschen des nahen Glanzstoffwerkes zu frequentieren, wozu er als ehemaliger langjähriger Mitarbeiter dieser Chemiefabrik noch immer das Recht habe.
Heroes - Manfred Wieninger 15.12.2006 mehr lesen +

"Jetzt höre ich nichts mehr"

Jürgen und Dominik: Einsatzbereit, jobgelaunt und dennoch vom AMS abgeschrieben?

In bestimmten Situationen ist es sicher bedeutend angenehmer, nichts zu hören. Gefährlich wird es nur dann, wenn das Arbeitsmarktservice leibhaftig vor einem steht. Da muss sich dann sogar ein gehörloser Mann gewaltig anstrengen, um die Herrscher über Jobs und finanzielle Möglichkeiten erfolgreich auszublenden.
Tun & lassen - Kerstin Kellermann 15.11.2006 mehr lesen +

Vom Leben vor dem Tod

"Die Politiker reden sich andauernd auf Sachzwänge aus ...?"

"Bedingungslos, universell, personenbezogen und existenzsichernd" sollte das Grundeinkommen sein. Darauf können sich verschiedene Gruppen, die am "Runden Tisch Grundeinkommen" zusammenarbeiten, einigen. Aber bedeutet "universell": für alle, die hier leben?
Tun & lassen - Kerstin Kellermann 15.10.2006 mehr lesen +

"Greif keine Stoßkarten mehr an"

Post, Unterwelt, Knast, Gruft, Augustin: Die Etappen des Christian "Snoopy" M.

Christian kommt aus der Post. Der Vater arbeitete 35 Jahre lang in der Postdirektion, also trat auch Christian den Postdienst an, der sieben Jahre lang sein Auskommen sicherte. Ein Autounfall beendete diesen Lebensabschnitt. Fersenbeinzertrümmerung und anderes. Zwölf Schrauben im Bein. Sein Körper war arbeitsmarktnonkonform geworden, dann wurde es auch sein Wille. Snoopy, wie Christian M. von seiner Umgebung genannt wird, tauchte in die Welt der ...
Heroes - Robert Sommer 15.09.2006 mehr lesen +

Kein Bettler nimmt uns etwas weg

Editorial

Was ist der Unterschied zwischen einer als seriös geltenden Tageszeitung und eines täglich mit vielfach größerer Auflage erscheinenden Revolverblatts? Die Distanz bzw. Nähe zum Superlativ. Ruf nach Bettelverbot wird laut, titelt das Großformat Die Presse. Ruf nach Bettelverbot wird lauter, informiert das Kleinformat Kronenzeitung. Die vornehme Zurückhaltung der ersteren Version widerspiegelt die Beherrschtheit des Bildungsbürgertums, aber viellei...
Tun & lassen - Redaktion 05.09.2006 mehr lesen +

Kurts Kampf gegen die Sucht

Ich bin Pole, ätzt der Tiroler, der ein Wiener ist

Neben den "Hauptsprachen" im Augustinvolk - Wienerisch, Slowakisch, Rumänisch, Tschetschenisch nebst den diversen Sprachen Nigerias - vernimmt man vereinzelt auch Idiome, wie man sie von den österreichischen SchifahrerInnen kennt. Einer der "Tiroler" beim Augustin ist aber in Wirklichkeit ein Wiener. Kurt Baumgartner, 1968 geboren, lebte 15 Jahre in Innsbruck. Seit rund zwei Monaten verkauft er die Wiener Straßenzeitung. Derzeit versucht er, im T...
Heroes - Robert Sommer 15.01.2006 mehr lesen +

Oma bin ich ja auch schon

Augustinverkäuferin Susi über Frauen der Straße und deren Extra-Probleme

Im cremefarbenen Pullover und dunklen Rock steht die 45-jährige Kärntnerin auf ihrem Stammplatz vor dem Supermarkt. Eine schwarze Tasche daneben auf dem Fußboden, rundum ein gepflegter Auftritt. Sie braucht nichts anzupreisen, denn ihre StammkundInnen kaufen regelmäßig bei ihr ein, bei Susi, der Augustinverkäuferin. Die an.schläge, eine der Wiener feministischen Zeitungen, nahmen den 10. Geburtstag des Augustin zum Anlass, um sich mit einer der V...
Heroes - Martina Madner 15.12.2005 mehr lesen +

Coming out des Müßiggangs

Dieter Schrage über die "Glücklichen Arbeitslosen"

In unserem Bericht von der Ersten Österreichischen Erwerbslosen-Konferenz wurde vermerkt, dass vor allem das Referat Dieter Schrages für Kontroversen sorgte. Der Kulturwissenschaftler trug seine Thesen zur Gruppe ""Die Glücklichen Arbeitslosen"" vor. Im Folgenden die überarbeitete Fassung seines Vortrages. Über die heftigen Diskussionen nach diesem Vortrag will Dieter Schrage im nächsten Heft berichten.
Tun & lassen - Dieter Schrage 15.12.2005 mehr lesen +

Bericht über eine Kontroverse

Wie glücklich sind "Glückliche Arbeitslose"?

Das letzte Augustin-Heft enthielt den Vortrag über die "Glücklichen Arbeitslosen", den der Kulturwissenschaftler Dieter Schrage auf der Ersten Österreichischen Erwerbsarbeitslosenkonferenz (15./16. Okt. 2005) hielt. Im Folgenden geht Schrage auf die Kontroversen ein, die sein Konferenzbeitrag verursachte.
Tun & lassen - Dieter Schrage 15.12.2005 mehr lesen +

Über die hilflosen Konzepte der "Weiterbildung für Arbeitslose"

Schulung, eine Schimäre

Während arbeitslosen AkademikerInnen bei der Jobsuche ihre "Überqualifikation" zum Verhängnis wird, schwören die staatstragenden Kräfte inklusive Arbeiterkammer und Van der Bellen auf die "Weiterbildung" als Schlüssel für das Tor zurück ins Berufsleben. Die Pädagogin und Autorin Maria Wölflingseder versucht im Folgenden die These zu begründen, dass AMS-Schulungen und VHS-Erwachsenenbildung Illusionsveranstaltungen sind.
Tun & lassen - Maria Wölflingseder 15.10.2005 mehr lesen +
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