Kategorie: Thema :: Arbeitsrecht Seite: 1

Wir sind die 9 Prozent

Kleidervorschriften, Fußfesseln, Mindestlohn – ein Regierungsprogramm

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Frauen wird gesagt, was sie (nicht) anziehen dürfen, ein «Verdacht auf einen Verdacht» hebt die Unschuldsvermutung auf, und der soziale Wohnbau soll in Zukunft Gewinn bringen. Aber zumindest darf man gegen all das weiterhin demonstrieren! Ruth Weismann und Lisa Bolyos haben Expert_innen zum Arbeitsprogramm der Bundesregierung befragt. Mitarbeit: Christof Mackinger

Foto: Mehmet Emir


Tun & lassen - Ruth Weismann , Lisa Bolyos, Christof Mackinger 14.02.2017 mehr lesen +

Niedrigstlöhne in der Krauthappelernte

Rumänische Erntehelfer_innen verklagen niederösterreichischen Bauern

article_3776_ernte_180.jpg Sieben Jahre lang hat Violeta Popa (Name geändert) auf einem landwirtschaftlichen Betrieb in Niederösterreich Kraut geerntet, Unkraut gejätet und bis zu 17 Stunden am Stück Landarbeit verrichtet: für einen Hungerlohn und mit windschiefer Anmeldung bei der Sozialversicherung. Über die Verkäuferin im Dorfladen hat sie erfahren, dass es verbriefte Arbeitsrechte gibt, die sie einklagen kann. Im November beginnt der Prozess in St. Pölten. Hans Hedrich...
Tun & lassen - Hans Hedrich 26.10.2016 mehr lesen +

Der Hilferuf der Messerschleifer

Jenischen wird Verstoß gegen Gewerberecht vorgeworfen

article_3650_417_tunmag_messerschleife_180.jpg Folgender Hilferuf lag vor einigen Tagen in unserer Mailbox: «Ich heiße Angelo Schmid und bin der fahrende Messerschleifer, der in der Vergangenheit in mehreren ORF-Sendungen zu sehen war. Ich und mein Vater ziehen mit einem kleinen Verkaufsanhänger von Dorf zu Dorf und werden ständig von Polizeikontrollen mehrmals im Monat wegen vier bis fünf Punkten angezeigt. Die Verwaltungsstrafverfahren sind von der zuständigen Bezirkshauptmannschaft jedes m...
Tun & lassen - Robert Sommer 06.07.2016 mehr lesen +

Streikwarnung im Hafen

Die Lissaboner Docker feilschen um ihre Arbeitsrechte

article_3523_augustin_410_dockerstreik_180.jpg Ein Frachtschiff mit Containern unterschiedlicher Farben an Bord, über- und ineinander verschachtelt wie ein Tetris-Spiel, nähert sich dem Lissaboner Hafen. Sehr nah ist es dem Kai, ganz wie das Sozialabkommen zwischen Gewerkschaft, Regierung und Hafenbetriebsgesellschaft nach drei Jahren Uneinigkeiten – so nah wie noch nie. Sonia Mélo hat von den Dockern erfahren, wie sich die Arbeitsbedingungen im Hafen verändert haben.  ...
Tun & lassen - Sonia Mélo 29.03.2016 mehr lesen +

«Oberkellner gesucht …»

Anfang und Ende einer Karriere

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Wie man sagt, das Schicksal spielt mit einem Menschen … Nach meiner Scheidung (banale Geschichte!) verlor ich auch meinen Job bei der Firma meines Mannes. Alle meine Versuche, zu meinem vorehelichen Beruf zurückzukehren, scheiterten, also wäre ich froh gewesen über irgendeine bezahlte Beschäftigung. Ich brauchte dringend einen Job!

Grafik: Karl Berger


Dichter Innenteil - Sophia Benedict 16.02.2016 mehr lesen +

Rassismusfreie Zone gesucht

Wie die ÖBB einen Zugführer und seine Kritik loswerden wollen

Die Geschichte des ehemaligen ÖBB-Zugführers Yüksel Yilmaz machte in allen Medien die Runde:  Weil er gegen rassistische Beschimpfungen und sexistisches Verhalten mobilmachte, wurde er entlassen. Dagegen kämpft er vor Gericht. Sonja Henisch ließ sich erzählen, wie der Arbeitsplatz ÖBB sich für Yüksel Yılmaz darstellte – und warum es existenzbedrohend sein kann, sich zur Wehr zu setzen.
Tun & lassen - Sonja Henisch 06.01.2016 mehr lesen +

Von der Zielpunktpleite zum Konsum 2.0

Über «Kapitalistenschweine», Lebensmittel als Waren & machbare Alternativen

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Die Insolvenz der Lebensmittelkette «Zielpunkt» treibt tausende Menschen in die Arbeitslosigkeit. Martin Birkner zeigt, dass sie darüber hinaus wichtige Fragen nach gesellschaftlicher Verantwortung von Vermögensbesitzer_innen und der Sinnhaftigkeit von Lebensmitteln als Waren aufwirft.

Illu: Much


Tun & lassen - Martin Birkner 06.01.2016 mehr lesen +

Bittere Arbeitsbedingungen

Was Grenze, Ausbeutung und Obst verbindet

article_3198_volkskunde_180.jpg In der Migrationsdebatte kennt man den Arbeitsmarkt betreffend zwei gängige Vorurteile – «Die nehmen uns die Arbeitsplätze weg» vs. «Die sind zu faul zum Arbeiten» – und weiß nicht, für welches man sich entscheiden soll. Dass beide nicht stimmen, sondern dass Aslywerber_innen der Arbeitsmarktzugang bis auf minimale Ausnahmen versperrt bleibt, ist ein Wissen, dass erst verbreitet werden muss.
Tun & lassen - Lisa Bolyos 31.08.2015 mehr lesen +

Das Märchen von Hartz IV

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Ein Schuhputzer am Bahnhof, eine Bäckerin, ein Sänger und ein Bub aus Afrika. Im Film «Le Havre» des Regisseurs Aki Kaurismäki erzählen sie ihre Geschichte von unten. Aufmerksam, verzweifelt und widerständig. Ein Märchen?
Tun & lassen - Martin Schenk 18.03.2015 mehr lesen +

Der Ausbeutung den Garaus machen

Arbeits- und aufenthaltsrechtliche Vertretung wird frisch gebündelt

article_2528_undok_180.jpg Anfang Juni wird im ÖGB-Haus die Anlaufstelle zur gewerkschaftlichen Unterstützung undokumentiert Arbeitender (UNDOK) eröffnet. Kostenlos und anonym werden dort Arbeitnehmer_innen beraten, die keinen gesicherten Aufenthalt haben und/oder in einem rechtlich unsicheren Arbeitsverhältnis stehen. Solche Unsicherheiten werden von Arbeitgeber_innen oft ausgenützt: Wer sich nicht gegen Ausbeutung wehren kann, gilt als billige Arbeitskraft. Dass vier Tei...
Tun & lassen - Lisa Bolyos 26.05.2014 mehr lesen +

Gelegentlich siegt Gerechtigkeit

Gastro-Ekel Plachutta: «Bekommen meine Angestellten Erdbeeren?»

article_2522_zucker_180.jpg Mario Plachutta ist «dynamischer Innovator», wie er sich selbst auf seiner Webside beschreibt. In seinen sechs Gastonomiebetrieben sind etwa 300 Mitarbeiter_innen beschäftigt. Betriebsrat gibt es keinen, «es hat noch keinen Bedarf gegeben», wie Plachutta-Sprecherin Knierlinger meint. Die Arbeiterkammerjuristin Vezny-König sieht das anders: «Jährlich landen 2 bis 3 Fälle von Plachutta vor dem Arbeitsgericht.» Die Fluktation der Angestellten ist ho...
Tun & lassen - Kurto Wendt 20.05.2014 mehr lesen +

Eine zerstörerische Kraft

Deutsche Amazon-Kritiker_innen brauchen österreichische Solidarität

article_2430_amazon_180.jpg Günter Wallraff ist der bisher bekannteste Autor, der Ernst gemacht hat mit dem Vorhaben, den Internet-Handelsriesen Amazon zu boykottieren. «Amazon ist eine zerstörerische Kraft der Monopolisierung, die - sollte sich dieses Konzept durchsetzen - letztlich zum Schaden von uns allen sein wird. Und danach sieht es leider momentan aus», sagte er in einem Interview, das kürzlich im Internet-Medienbeobachter «nachdenkseiten.de» erschien. Foto: Jan W...
Tun & lassen - Robert Sommer 24.01.2014 mehr lesen +

«Töten ist kein neutraler Akt»

Moderne Sklaverei in den westeuropäischen Schlachthäusern?

«Sie wollen das Kalb essen, aber das Blut nicht sehen», schrieb Bertolt Brecht. Er warnte vor einem bürgerlichen Antifaschismus, der sich weigerte, die in den Besitzverhältnissen des Kapitalismus angelegten Ursachen des Faschismus zu erkennen. Auch wenn Brechts Kalb ein metaphorisches ist - die Ambivalenz des Spannungsfeldes zwischen Kuscheltier und Schlachtvieh war ihm nicht entgangen. Ein Interview mit dem Hamburger Soziologen Marcel Sebastian ...
Tun & lassen - Christof Mackinger 13.10.2013 mehr lesen +

«800 Euro ist eh ganz gut»

AKH: Leiharbeiter_innen kämpfen um menschliche Arbeitsbedingungen

article_2319_alberto_muriel_180.jpg Die sogenannten «sinnlosen Großprojekte» - siehe Kasten - gehören zum jetzigen Stadium des Kapitalismus wie das Amen zum Gebet. Sinnlose Großprojekte sind Umverteilungsmaschinen. Öffentliches Geld fließt zum privaten Kapital. Im Fall des Monsterbaus namens Krankenhaus Nord fließen Gesundheitsgelder in die Bauwirtschaft. 500 Millionen kostet das Projekt, hieß es gestern. 900 Millionen, heißt es heute. 1,6 Milliarden werden es schließlich in Wirkli...
Tun & lassen - Sabine Hattinger, Robert Sommer 17.09.2013 mehr lesen +

«Hoffentlich speib ich niemandem ins Glas»

Festivaljobs -Arbeitsrechte ade

Wir erkennen einander, zwischen zwei Diensten. Tauschen Infos aus: «Wie lange hast du durchgemacht? Wie viel bekommst du denn brutto?» Bezahlung und Arbeitsbedingungen variieren von Firma zu Firma. Es gibt zum Beispiel sogenannte Security Agents, die 24 Stunden durcharbeiten. Da bin ich mit meinen 12 bis 14 Stunden noch ganz gut dran. Ein Bericht vom Arbeiten auf Musikfestivals.
Tun & lassen - Anna Runqvist 24.07.2013 mehr lesen +
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