Kategorie: Thema :: Asyl Seite: 1 2 3

Bis zu neun Stunden

Augustinverkäufer Oviawe

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«Wir Afrikaner_innen helfen einander, das weiß ich nur zu gut. Denn als ich in Wien drei Tage lang auf der Straße gelebt habe, hat mich eine Frau aus Afrika in meiner Not unterstützt.

Foto: Mario Lang


Tun & lassen - 24.04.2017 mehr lesen +

Krieg mit den Behörden

Augustin-Fußballer in Abschiebegefahr

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Said aus Afghanistan lebt in Angst vor der Abschiebung. Dabei hat der junge Mann gerade den Hauptschulabschluss geschafft. Und ist seit zweieinhalb Jahren ein zuverlässiger Mittelfeldspieler für Schwarz-Weiß Augustin. Von ­Kerstin Kellermann.

Zeichnung: Khaled Koshdel


Tun & lassen - Kerstin Kellermann 24.04.2017 mehr lesen +

Egal aus welchem Land

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Mein Name ist Nadine Kegele. Ich bin 37 Jahre alt. Einer meiner Berufe ist Basisbildungstrainerin – und das sind die Kursteilnehmer_innen, mit denen ich in den letzten Wochen beim Rechnen, Sprechen und Schreiben eine spannende, lustige und schöne Zeit verbracht habe:

Grafik: Andi Kleinhansl


Dichter Innenteil - Nadine Kegele , Teilnehmer_innen Deutschkurs 23.04.2017 mehr lesen +

Keine Angst vor Fremdheit

21 Interviews

article_4005_buch_fremdheit_180.jpg Die erfahrene Kriegs- und Krisenberichterstatterin und ehemalige «Kurier»-Journalistin ­Livia Klingl veröffentlicht nach «Wir können doch nicht alle nehmen! Europa zwischen ‹Das Boot ist voll› und ‹Wir sterben aus›» (2015) nun ihr nächstes Buch: «Lauter Fremde! Wie der gesellschaftliche Zusammenhalt zerbricht».
Tun & lassen - Jürgen Plank 27.03.2017 mehr lesen +

Die Freiwillige Liese oder der Verlust des Ideellen

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Liese nennt sich die Pensionistin Anneliese gern. Sie nennt das, was sie seit Jahren für Gottes Lohn tut, stets Arbeit, nicht Beschäftigung, aktives Altern. Nach mehr als 10 Jahren ehrenamtlicher Arbeit hält sie kurz inne und schaut und hört sich um. Was sagen Politikerinnen und Politiker über den Gebrauch freiwilliger Dienste?

Illustration: Karl Berger


Dichter Innenteil - Elfriede Gans 12.03.2017 mehr lesen +

Wir sind die 9 Prozent

Kleidervorschriften, Fußfesseln, Mindestlohn – ein Regierungsprogramm

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Frauen wird gesagt, was sie (nicht) anziehen dürfen, ein «Verdacht auf einen Verdacht» hebt die Unschuldsvermutung auf, und der soziale Wohnbau soll in Zukunft Gewinn bringen. Aber zumindest darf man gegen all das weiterhin demonstrieren! Ruth Weismann und Lisa Bolyos haben Expert_innen zum Arbeitsprogramm der Bundesregierung befragt. Mitarbeit: Christof Mackinger

Foto: Mehmet Emir


Tun & lassen - Ruth Weismann , Lisa Bolyos, Christof Mackinger 14.02.2017 mehr lesen +

«Ich bin die Chefin»

Augustinverkäuferin Eunice

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Wenn es keinen Augustin gäbe – ich weiß nicht, was passieren würde. Als ich mit dem Verkaufen anfangen konnte, das war vor vier oder fünf Jahren, war das sehr gut für mich. In der Wollzeile ist mein Verkaufsplatz.

Foto: Evi Rohrmoser


Tun & lassen - 06.12.2016 mehr lesen +

Was passiert wirklich in Kroatien?

Tausende Menschen werden wegen «Dublin III» weggeschickt

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Auch wenn in Zagreb 600 Flüchtlinge im Flüchtlingsheim «Hotel Porin» sitzen und einige wohl privat wohnen können, bleibt die Frage, wo die anderen Tausenden unterkommen, die aus Deutschland und Österreich abgeschoben werden.  Kerstin Kellermann hat mit einer Niederösterreicherin gesprochen, die «Leben retten» möchte – und sich mit den Abschiebungen ihrer Freund_innen konfrontiert sieht.

Foto: Samer Amin


Tun & lassen - Kerstin Kellermann 08.11.2016 mehr lesen +

Ein «Erfahrungsort» in Augsburg

Grandhotel Cosmopolis: Leben, Kunstmachen & das Asylverfahren abwarten

article_3794_augsburg_grandhotel_cosmo_180.jpg Unter dem Motto «Stadt der Vielen» ging es beim heurigen «Urbanize Festival» darum, Stadt selbst zu gestalten. Dabei war auch das «Grandhotel Cosmopolis» aus Augsburg – ein Hotel, Lebens- und Arbeitsraum für Gäste mit und ohne Asyl. Raphael Kiczka ergriff die Möglichkeit und sprach mit den drei Hoteliers Julia, Sophia und Stefan über die Möglichkeiten gemeinsamer Erfahrungsräume, Tun auf Augenhöhe und Kunst als Werkzeug gegen die Verwaltung von o...
Vorstadt - Raphael Kiczka 08.11.2016 mehr lesen +

Frau Mwangi zieht in den Gemeindebau

60 Jahre ’56: Ungarische Wiener_innen erzählen, Teil 2

article_3777_ungarn_180.jpg Etwa 20.000 «56er» blieben nach ihrer Flucht aus Ungarn in Wien. Bei Anna Mwangi war es ein bisschen anders: Sie kam als Diplomatentochter und wurde erst Jahre später zum Flüchtling. Lisa Bolyos hat sich von ihr erzählen lassen, wie sie 1956 als Tochter von Kommunist_innen erlebt hat, wie es einer vermeintlichen «Ausländerin» im Gemeindebau geht und wieso sich ein österreichischer Architekt in der Geheimdienstakte ihres Vaters wiederfindet. Foto...
Tun & lassen - Lisa Bolyos 26.10.2016 mehr lesen +

Zuerst die Federn, dann das Stroh

Die Niederösterreicherin Ingrid W. wehrt sich gegen Abschub ihres Schützlings

article_3723_ali_privat_180.jpg Als Kind sah Ingrid W. ungarische Kinderflüchtlinge in ausrangierten Eisenbahnwaggons leben. Nach dem Erntedankfest 2015 nahm die pensionierte Lehrerin einen jungen irakischen Flüchtling auf, der im Juli abgeschoben wurde. Nun besucht sie ihren Schützling in der Schubhaft im «Hotel Porin», einem Flüchtlingsheim in Zagreb. Kroatien schiebt Flüchtlinge zurück nach Syrien und in den Irak ab. Ein Todesurteil. Von Kerstin Kellermann.
Tun & lassen - Kerstin Kellermann 27.09.2016 mehr lesen +

Mathematik der Hoffnungslosigkeit

«Hinz&Kunzt» ärgert sich über die Schwesterzeitung aus Wien

article_3721_hinz_kunzt_180.jpg Eine Ausprägung der Krise in Europa ist das Anwachsen der wirtschaftlich «abgehängten» Dörfer in Rumänien, Bulgarien, der Slowakei und anderen Ländern Osteuropas.  Bei vielen dieser Orte der Perspektivlosigkeit handelt es sich um Roma-Siedlungen. Das Auftauchen ihrer Bewohner_innen in den Städten des Westens und des Nordens wirft ausgerechnet bei Straßenzeitungen, die zu den größten Unterstützer_innen dieser Armutspendler_innen zählen, die E...
Tun & lassen - Robert Sommer 27.09.2016 mehr lesen +

Lampedusa als Modell für Europa

Augustin-Gespräch mit Bürgermeisterin Giuseppina Nicolini

article_3706_lampedusa_giusi_nicolini__180.jpg Giuseppina Nicolini hat dafür gekämpft, dass der Strand von Lampedusa ein Naturreservat wird.  Bei uns ist die Bürgermeisterin nicht so sehr für ihren Einsatz für Flora und Fauna bekannt; viel mehr las man über ihren außergewöhnlichen Einsatz für die auf Lampedusa strandenden Flüchtlinge. «Für die Schildkröten zu kämpfen und die Menschen, die im Meer sterben, zu übersehen – das geht gar nicht.» Während in Österreich also hysterisch eine Kris...
Tun & lassen - Theresa Bender-Säbelkampf 13.09.2016 mehr lesen +

TUNMAG: Unsicheres Wien, sicheres Kabul? Unseriöse Argumente für Abschiebungen nach Afghanistan

Während Geflüchteten aus Syrien oder dem Irak in den meisten Fällen noch Asyl gewährt wird, ist dies bei vielen Afghan_innen nicht der Fall. Die Bundesregierung, das Außenministerium und das Innenministerium sind nämlich der Meinung, dass es in Afghanistan «sichere Gebiete» gebe, in denen die Menschen weitgehend friedlich leben können. Aus diesem Grund, so der Unterton, wären auch Abschiebungen in derartige Gebiete völlig in Ordnung.
Tun & lassen - 13.09.2016 mehr lesen +

Von der Geschichte vergessen

Paco Rocas eindrucksvoller Oral-History-Comic «Die Heimatlosen»

article_3698_spanien_180.jpg Verzagte, gehetzte Gesichter von Frauen, Kindern, Männern. Dicht aneinandergedrängt warten tausende Flüchtlinge verzweifelt und doch mit einem letzten Rest an Hoffnung darauf, dass am Horizont vielleicht ein Schiff erscheinen könnte, um sie zu retten. Man glaubt, unser Mitarbeiter Martin Reiterer setzt hier zu einer Gegenwartsgeschichte an. Doch die Geschichte geht wie folgt weiter ...
Artistin - Martin Reiterer 13.09.2016 mehr lesen +

Im besten Hotel Europas

Athen: ein Straßenzeitungstreffen und vierhundert selbstorganisierte Flüchtlinge

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Das «Internationale Netzwerk der Straßenzeitungen» tagte diesen Sommer in Athen. Die Metropole der europäischen Krisenpolitik floriert auf ihre ganz eigene Art. Lisa Bolyos ist im «besten Hotel Europas» abgestiegen und hat sich die Stadt von dort aus angesehen.

Foto: infomobile.w2eu.net


Tun & lassen - Lisa Bolyos 03.08.2016 mehr lesen +

Ein Problem wird übersiedelt

Von der U6, den Drogen und einer weit verfehlten Stadtpolitik

article_3673_u6_silke_mueller_180.jpg Die Drogenszene an der U6 hat im Frühjahr für Stimmung gesorgt: Die Grünen machten für einen kontrollierten öffentlichen Raum mobil, die Wiener Linien sprachen von Sicherheit und meinten Vertreibung, und die Stadt hat es geschafft, ihre Drogenabhängigen wieder mal woandershin zu schieben. Christian Bunke (Text) und Silke Müller (Illustration) denken darüber nach, was das verschärfte Suchtmittelgesetz und ein versagter Arbeitsmarktzugang miteinand...
Tun & lassen - Peter Krobath 03.08.2016 mehr lesen +

Diese verdammte Obergrenze

Wie sich die hohe Flüchtlingspolitik auf konkrete Betroffene auswirkt

Der Herbst 2015 hat gezeigt: Die zivile Gesellschaft ist mit Flüchtlingen, auch wenn sie in ungewohnten Massen kommen, nicht überfordert, vor allem dann nicht, wenn es eine Kooperation mit den klassischen humanitären Organisationen gibt, und – nicht zu vergessen – auch mit lokalen Politiker_innen. Dieses solidarische Dreiergespann handelte dem Menschenrecht gemäß, oft ohne dessen Paragraphen zu kennen. Menschenrechtswidrig dagegen handelten (wide...
Tun & lassen - Erwin Landrichter 07.06.2016 mehr lesen +

Bibliotick: Die Schutzbefohlenen

So viele sind uns nicht möglich. Wo sollen die hin, wo kommen die her? Die haben sich das so vorgestellt, aber es geht nicht, das Hinkommen geht nicht. Das Herkommen war schon mühsam, weil die so oft lügen, sie sind nicht die, die sie sind (..) Das Hinkommen wird aufgehalten und damit auch das Fortkommen.
Artistin - Robert Sommer 24.05.2016 mehr lesen +

Was macht Frontex in unserem Parlament?

Flüchtlinge als Expert_innen Nr.1 – Eine Konferenz in Hamburg

article_3501_konferenz_180.jpg Auf der Flüchtlingskonferenz in Hamburg erläuterten Sprecher_innen die Lage in den Transitländern Marokko und Tunesien. Was bei solchen Tagungen meist nicht der Fall ist, passierte hier wie selbstverständlich: Die wirklichen Fachleute waren stark vertreten. Über 2000 Flüchtlinge besuchten die dreitägige Refugee Conference. Kerstin Kellermann beobachtete für den Augustin. Bild: «Flüchtlingsschiff» von Flatter Zenda. Foto: Kerstin Kelle...
Tun & lassen - Kerstin Kellermann 15.03.2016 mehr lesen +

Glückliches Ersticken

article_3462_grafik_zu_sadri_©_karl_b_180.jpg Wir haben eine Bombendrohung. Ihr müsst den Pavillon evakuieren, hallte es aus dem Einsatzhandy. Sie soll in fünfundvierzig Minuten hochgehen. Ali glaubte sich verhört zu haben. In ihm echote das Wort «Bombenalarm» und er dachte an die Zeit am Flughafen, wo unbeaufsichtigte Koffer dem Bodenpersonal eine willkommene Pause lieferten. Er kannte die Prozedur. Bald würden Spürhunde und schwarz gepolsterte Männer mit bruchfesten Schilden auftauchen. Do...
Dichter Innenteil - Sadri Maziar 01.02.2016 mehr lesen +

Dannebergpredigt: Schleierfahndung

Kapazitätsorientiert (Wirtschaftsminister Mitterlehner) assoziiert eine Obergrenze für sachliches Handeln. KAPOVAZ (kapazitätsorientierte variable Arbeitszeit) hatte für Handelsangestellte, meist weiblich, die Arbeit auf Abruf eingeläutet und den geregelten Schutz von Arbeitszeiten zu Gunsten der Wirtschaft ausgehebelt. Heute verbindet Mitterlehner mit dem Adjektiv eine Obergrenze für flüchtende Menschen, die in unserem Land Schutz suchen. Das Bo...
Tun & lassen - Bärbel Danneberg 19.01.2016 mehr lesen +

eingSCHENKt: Wahrgenommen

«Wir sind keine Bittsteller, wir wollen Respekt!» Das war der zentrale Satz, den Erwerbsarbeitslose, Mitarbeiter_innen von Straßenzeitungen, psychisch Erkrankte, Menschen mit Behinderungen, Alleinerzieherinnen und Migrant_innen bei einem Treffen unter dem Titel «Sichtbar Werden» in Wien formulierten.
Tun & lassen - Martin Schenk 06.01.2016 mehr lesen +

Gatti wieder auf der Flucht

Journalist testete den Erfolg des Papst-Appells zur Flüchtlingshilfe

article_3366_gatti__180.jpg Jede Pfarrei oder religiöse Gemeinschaft in Europa solle zumindest eine Flüchtlingsfamilie bei sich aufnehmen. Dazu hat vor einigen Wochen Papst Franziskus aufgerufen. Als «Undercover-Immigrant» hat der italienische Journalist Fabrizio Gatti getestet, wie Europas katholische Pfarrer mit diesem Druck von oben umgehen. Elisabeth Malleier über den nicht sehr erfreulichen Befund. Foto: http://donneuominiscalzi.blogspot.it ...
Tun & lassen - Elisabeth Malleier 08.12.2015 mehr lesen +

Die Sortierung der Flüchtlinge: Eben WEIL sie unsere Werte teilen, kommen sie

Die Flüchtlinge aus dem Nahen Osten und aus Afrika, namentlich jene mit muslimischem Hintergrund, teilen «unsere Werte» nicht, und bald bilden sie jene kritische Masse, die das Wertesystem zum Kippen bringen wird. Und wenn es kippt, ist es vorbei mit der modernen Trennung von Kirche und Staat und mit der Gleichberechtigung der Frauen. So oder ähnlich lautet das Katastrophenszenario, das uns konservative und reaktionäre Politiker_innen vorzeichnen...
Tun & lassen - Redaktion 08.12.2015 mehr lesen +

Radio Augustin: Die Caritas baut ihr Spektrum sozialer Unternehmen aus – Babylonisches Gewirr in magdas Hotel

«50 Prozent unserer Mitarbeiter kommen aus jobschwierigen Situationen. Das sind Langzeitarbeitslose, Flüchtlinge, Menschen mit Behinderungen oder Haftentlassene», sagt Gabriela Sonnleitner, die Leiterin der magdas-Social-Business-Gruppe, die von der Caritas der Erzdiözese Wien betrieben wird. «Um diese Menschen kümmern wir uns und geben ihnen eine zweite Chance, weil sie genauso zu einem wirtschaftlichen Erfolg beitragen können, wie jeder andere ...
Tun & lassen - Jürgen Plank 08.12.2015 mehr lesen +

Dannebergpredigt: Sternschnuppen 2

Vor kurzem schrieb ich unter dem Titel «Sternschnuppen» über die wunderbare Hilfsbereitschaft der Zivilgesellschaft in der Flüchtlingsfrage, die der Politik weit voraus ist. Und ich schrieb über die radikalverbale Abschottungsgesinnung eines Nachbarn im Waldviertel, der seiner Angst vor einem unüberschaubaren Flüchtlingsstrom Luft machte: «Die bringen wir nie wieder los», meinte er, und sollten wir Flüchtlinge ins Dorf bringen, würde er den ganze...
Tun & lassen - Bärbel Danneberg 08.12.2015 mehr lesen +

Die Sprachensprecherinnen

Dolmetscher_innen als Teil einer Willkommenskultur – zwei Porträts

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Marhaba! Salaam! Für viele ankommende Refugees sind Dolmetscher_innen nicht bloß Übersetzer_innen, sondern auch emotionale Bezugs- und Vertrauenspersonen. Vina Yun hat zwei von ihnen getroffen.

Foto: Carolina Frank


Tun & lassen - Vina Yun 24.11.2015 mehr lesen +

eingSCHENKt: Ausverkauf in Traiskirchen & im Pflegebereich

Dass Teile der Flüchtlingsbetreuung in Österreich von gewinnorientierten Privatunternehmen organisiert werden, geht auf die Zeit von Innenminister Ernst Strasser zurück. Anfang 2003 entschied die deutsche Organisation European Homecare die Ausschreibung über die Ausgliederung der Erstaufnahmestelle Traiskirchen für sich. Gemeinnützige Vereine hatten sich vergeblich beworben.
Tun & lassen - Martin Schenk 24.11.2015 mehr lesen +

Endlich ankommen

Im August hatte ich eine außergewöhnliche Begegnung mit einem jungen Flüchtling aus dem Sudan. Er hat mich gebeten, seine Geschichte und die seines Heimatlandes Sudan zu verbreiten.
Ich habe seine Erzählungen in einem Brief an ihn niedergeschrieben.
Dichter Innenteil - Verena Grill 23.11.2015 mehr lesen +

Wer solidarisch ist, wird entmutigt

Spießrutenlauf für Privatpersonen, die Flüchtlingswohnraum anbieten

article_3286_wohn_180.jpg Im rotblau regierten Burgenland ist ein von einer Privatperson angebotenes, allen Kriterien entsprechendes Aslwerber_innen-Quartier behördlich abgelehnt worden, weil die Fenster nur zu öffnen, aber nicht zu kippen sind. Dahinter könne nur böse Absicht stecken, meinen burgenländische Menschenrechtsaktivist_innen.
Tun & lassen - Robert Sommer 10.11.2015 mehr lesen +

Nachbar_innenstadt: Neue Nachbar_innen in der Stadt

Es war rein zufällig, dass ich Emma und Joudi kennenlernte. Joudi war eine von 16 per Zufallsauswahl ausgewählten in Wien lebenden Frauen, die zu einem eineinhalbtägigen Beteiligungsformat, dem Bürger_innen-Rat «Frau sein in Wien», eingeladen worden war, den ich moderierte. Joudi ist Syrerin. Ihr Deutsch ist noch nicht gut, sie wollte aber unbedingt teilnehmen. Davon informierte mich der Vater am Telefon, in sehr gutem Deutsch, und bat, dass Emma...
Vorstadt - Martina Handler 10.11.2015 mehr lesen +

Altenpflegerin wäre mein Traumberuf

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Obwohl ich in Wien wohne, verkaufe ich den Augustin in Krems. Wie ich auf Krems gekommen bin? Freunde haben mich vor zwei Jahren zum Augustin gebracht. Einer davon, Joseph, hatte früher selber in Krems verkauft. Ich bin somit seine Nachfolgerin, aber nicht die einzige Augustin-Verkäuferin dort. Ein weiterer Nigerianer verkauft dort und jemand, der aus Polen stammen dürfte.

Foto: Irmgard Derschmidt


Tun & lassen - 28.10.2015 mehr lesen +

Von Santiago nach Simmering

Juan Neira, einst Puppenspieler in Chile, hat Österreich zu seinem «Habitat» gemacht

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In Simmering versteckt sich in einer ruhigen Seitengasse das Centro Once. Dort schaltet und waltet Juan Neira, Musiker, Künstler, Brückenbauer. Alexander Stoff hat ihn getroffen und erfahren, wovon Juan als junger Puppenspieler in Chile träumte, wie ihm die Flucht gelang und wie man sich in der Fremde ein neues «Habitat» aufbaut.

Bild: Museo de la Memoria y los Derechos Humanos, Chile


Tun & lassen - Alexander Stoff 27.10.2015 mehr lesen +

«Helfen können»

Lokalmatadorin Nr. 350: Marlene Panzenböck

article_3251_loma_mario_lang_180.jpg Marlene Panzenböck setzt sich dafür ein, dass
Flüchtlinge in Wien zur Schule gehen können.
Von Uwe Mauch (Text) und Mario Lang (Foto).
Vorstadt - Uwe Mauch 13.10.2015 mehr lesen +

Eine Problem von diesem Ausmaß löst man nicht mit warmen Decken

Über die Krise der Politik in Sachen Refugees – ein Zwischenstand

article_3236_refugees_mischtu_roessler_180.jpg Die Zeit scheint zu galoppieren. Jeden Tag gilt ein anderes Kommando: Ungarn macht die Grenzen zu, Österreich macht sie auf, Österreich macht sie zu, Kroatien macht sie auf, Bayern macht sie zu, Slowenien macht sie auf, Kroatien macht sie zu – man bekommt ja schon vom Nachrichtenhören Kopfweh. Wie geht es also erst denen, die vorm Krieg geflüchtet auf ihre Weiterreise warten, irgendwo unter freiem Himmel in diesem herzlosen, bürokratischen und do...
Tun & lassen - Bálint Misetics 29.09.2015 mehr lesen +

Dannebergpredigt: Kolonialistische Kultur

Es war Ende der 1960er Jahre in Berlin. Ich erinnere mich noch genau an den Tag, an dem meine Mutter mit bangem Blick meinen Bruder in die Fremde entließ. Seine Arbeitsstelle, das Arbeitsamt, hatte ihn auserwählt, nach Belgrad zu gehen, um «Gastarbeiter» für das deutsche Wirtschaftswunder anzuwerben. Er erzählte mir, nach welchen Kriterien die Menschen ausgesucht wurden: jung, kräftig, gesund, vollständiges Gebiss und keine körperlichen Fehlbildu...
Tun & lassen - Bärbel Danneberg 29.09.2015 mehr lesen +

Christus kam nur bis Traiskirchen

article_3278_397_wieninger_christus_we_180.jpg In einem fensterlosen Bürocontainer im Erstaufnahmezentrum Traiskirchen. Der Asylbeamte sitzt am Schreibtisch und vernimmt einen vor ihm stehenden Flüchtling. Hinter dem Beamten steht ein uniformierter Polizist in Bereitschaft. Durch die überlastete Infrastruktur, ein älteres Notstrom-Aggregat geringer Leistung, fällt alle zwei, drei Minuten das Licht im Container aus, wodurch es stockdunkel und die Vernehmung unterbrochen wird, bis der Generator...
Dichter Innenteil - Manfred Wieninger 16.09.2015 mehr lesen +

Autostopp nach Graz unnötig

Zum Weizer Modell der Flüchtlingsbetreuung

article_3219_weiz_180.jpg Ein Willkommensnetzwerk, zu dem immer mehr Gemeindebewohner_innen finden, hat sich über die oststeirische Bezirkshauptstadt Weiz ausgebreitet. Die Politiker_innen in Wien sollten sich die Ideen zu Gemüte führen, die in Weiz realisiert werden, um im polarisierenden Streit um die Aufnahme von Flüchtlingen für Deeskalation zu sorgen. Der Einwand, Wien sei zu komplex für ein von der Stadtregierung unterstütztes zivilgesellschaftliches Willkommens-Net...
Tun & lassen - Robert Sommer 15.09.2015 mehr lesen +

Routine in Absurdistan

Lampedusa ist ins journalistische Abseits geraten

article_3218_lampedusa_claudiodecapita_180.jpg Bezeichnend für die Eskalation des Flüchtlingselends ist, dass in den letzten Wochen die 200 Kilometer südlich von Sizilien gelegene Insel Lampedusa, nach wie vor einer der Hauptbrennpunkte des Kampfes um den Zutritt in die Festung Europa, kein Thema mehr für die maßgeblichen Medien ist. Geesche Wilts (Text) und Claudio De Capitani (Fotos vom Schifffriedhof im Westen der Insel) berichten für den Augustin von einem zehntägigen Aufenthalt auf der I...
Tun & lassen - Geesche Wilts 15.09.2015 mehr lesen +
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