Kategorie: Thema :: Bauwirtschaft Seite: 1

Land der Äcker, Land der Pisten ...

Flughafen Wien Schwechat: Enteignung von stadtnahem Ackerland

article_3841_flughafen__180.jpg Ein Anlassgesetz erweitert die Möglichkeiten des Flughafens, durch Zwangsenteignung Land zu bekommen. Gebraucht wird es in Schwechat für die umstrittene 3. Piste. Doch wem gehört es? Peter A. Krobath (Text) und Michael Bigus (Fotos) haben sich in der stadtnahen Agrarlandschaft umgesehen.
Tun & lassen - Peter Krobath 06.12.2016 mehr lesen +

Jedes große Projekt beginnt mit einer großen Lüge

Vereinigte Opposition gegen «aufgezwungene unnütze Großprojekte»

article_3819_bau_lisa_bolyos_180.jpg AUGP ist eine Abkürzung, die wohl noch keiner Leserin, keinem Leser vertraut ist.  Selbst der Begriff, der sich dahinter verbirgt – «aufgezwungene unnütze Großprojekte» – hat sich in Österreich nicht durchgesetzt. Ob Spital Wien Nord, Flughafenausbau, Seestadt Aspern oder Semmeringtunnel: Großprojekte, die diesen «A- und U-Titel» möglicherweise verdienten, bleiben von wirklich widerständigen kritischen Massen verschont. In anderen Teilen Eur...
Tun & lassen - Robert Sommer 22.11.2016 mehr lesen +

Die Schlacht um Floridsdorf oder Sag mir wo die Blumen sind

Herr Groll auf Reisen. 287. Folge

article_3709_420-hr.groll_mario_web_180.jpg Der Dozent traf seinen Freund an der Tankstelle Brünner Straße/Gerasdorfer Straße. Herr Groll hatte sich neben dem Eingang aufgepflanzt. Vor ihm stand ein Campingtischchen, darauf lagen militärwissenschaftliche Bücher, unter ihnen Thukydides’ «Der Peloponnesische Krieg», Schriften von Theodor Körner und Clausewitz, Che Guevara, Ho Chi Minhs Arbeiten über den Dschungelkrieg sowie Sun Zus Klassiker «Die Kunst des Krieges» aus dem sechsten vorchrist...
Dichter Innenteil - Erwin Riess 12.09.2016 mehr lesen +

Runde und offene Ruinen der Moderne

Ausstellung zum billigen Baumittel Beton

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Zwei Lehrer von der HTL für Bautechnik schauen sich mit lauter Jungs die Ausstellung «Beton» in der Kunsthalle Wien an. Von «Zug pro Quadratmeter» ist die Rede, dass man rechnen muss, weil Beton praktisch kein Volumen hat und sich verflüssigt.

Foto: Courtesy of Ingrid Martens


Artistin - Kerstin Kellermann 06.07.2016 mehr lesen +

Die Häuser denen, die drin leb(t)en!

Beispiel Hetzgasse: Gründerzeitbauten nicht auf den Müll werfen

article_3609_hetzgasse_180.jpg Zwischen 1998 und 2001 wurden unter Wohnbaustadtrat Faymann (erinnern Sie sich?) hunderte großteils bewohnte Gemeindewohnungen privatisiert – teilweise ohne Ausschreibungen und zu billig. Auch das Gründerzeit-Wohnhaus Hetzgasse 8 war nach 70 Jahren im Besitz der Stadt Wien im Jahr 2001 von der Verkaufswelle betroffen. Ohne nähere Erklärung und ohne rechtliche Absicherung für die Mieter_innen wurde es an eine Privatstiftung verkauft. Eine Reportag...
Tun & lassen - Eva Lachkovics 07.06.2016 mehr lesen +

Freundschaft am Panamadonaukanal

Miete bezahlen nur ab 25 Grad Celsius:

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Viele coole Locations in Wien befinden sich auf Grundstücken, die eigentlich der Allgemeinheit gehören, werden aber von privaten Geschäftsleuten betrieben. Martin Birkner und Gerhard Hager über «gute Freunde» und Mieten, von denen wir Normalos nur träumen können.

Illu: Much


Tun & lassen - Martin Birkner 26.04.2016 mehr lesen +

Dead Mall

Absurdes Projekt ist jetzt grindig

article_3500_wirtschaft-409_fertig_kle_180.jpg Gentrifizierung auch am Stadtrand: Ende der 90er Jahre verkauft die Gemeinde Wien, konkret der Wiener Wirtschaftsförderungsfond, die Türme des ehemaligen Gasometers. Private Investoren (u .a. auch eine Gewerkschaft, aber das ist eine eigene Geschichte) erhoffen Profit und eineinhalb Jahrzehnte später sehen wir ein devastiertes Shoppingcenter. Martin Birkner und Clemens Staudinger über missglückte Stadtplanung am Beispiel Gasometer. Illu...
Tun & lassen - Martin Birkner , Clemens Staudinger 15.03.2016 mehr lesen +

Republikseigentum wird Luxusbleibe für Reiche

Immospekulation in der Josefstadt

article_3456_much_180.jpg Wien, 8. Bezirk, Hamerlingplatz: Die Liegenschaft des ehemaligen Bundesamts für Eich- und Vermessungswesen im Eigentum der Republik Österreich wird privatisiert. Immo-Investor_innen profitieren, und SP-Bezirksrat Sternfeld (beruflich auch als Berater von Kanzler Faymann tätig) spricht von «sozialer Nutzung»: Ulli Gladik und Clemens Staudinger haben stattdessen Luxuswohnungen für Senior_innen vorgefunden, die ab mindestens 3000 Euro monatlich zu h...
Tun & lassen - Ulli Gladik, Clemens Staudinger 02.02.2016 mehr lesen +

«Da fahrt der Bagger drüber»

Greift ein Wiener Wirtshaus-Sterben um sich?

article_3449_wirtshaus_180.jpg Der beliebte Heurige auf der Alszeile in Dornbach muss einem Wohnhaus weichen. Für den Adlerhof in der Burggasse, den vor allem Fußball-Fans schätzen, wird gerade ein_e Nachfolger_in gesucht. Die Gastwirte Susanne Fichtner und Stefan Giczi erzählten Kerstin Kellermann (Text) und Kilian Haiku Kupries (Fotos) von ihrem arbeitsreichen Leben in der Gastronomie.
Vorstadt - Kerstin Kellermann 02.02.2016 mehr lesen +

Herr Groll auf Reisen. 273. Folge

Die Zieselbrücke und das «Krüppellied»

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Herr Groll und der Dozent standen hinter dem Heeresspital an der Brünnerstraße am Marchfeldkanal. Sie bewunderten eine schmale Brücke, elegant wölbte sie sich über den künstlichen Fluss. Mit einer weit ausholenden Geste, die einem Südstaaten-Plantagenbesitzer des achtzehnten Jahrhunderts alle Ehre gemacht hätte, sprach Herr Groll:



Auch an der Drina wird gebaut


Foto: Mario Lang

Dichter Innenteil - Erwin Riess 01.02.2016 mehr lesen +

Fruchtbarer Boden für «Investorenarchitektur»

«Wiener Abreißkalender» dokumentiert Umgang mit historischer Bausubstanz

article_3413_buch_180.jpg Er stehe dazu, dass ihm moderne Architektur in der Regel nicht gefalle, Ausnahmen bilden etwa das Berghotel Ještěd (Architekt Karel Hubáček, Anm.) bei Liberec in Nordböhmen oder der BMW-Turm in München des österreichischen Architekten Karl Schwanzer.
Vorstadt - Reinhold Schachner 06.01.2016 mehr lesen +

«Sonnenpark» vs. Wohnpark

In St. Pölten hängt seit vielen Jahren über einem Naturidyll ein Damoklesschwert

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Der St. Pöltener «Sonnenpark» ist unvermutet groß und herrlich ungestüm: Ein Stück ländliche Idylle. Nur hie und da gibt es «kulturelle Eingriffe», die sensibel und mit Respekt vor der Natur gemacht werden. Nichts scheint darauf hinzuweisen, dass dieser 50.000 m² große Grünraum seit Jahren massiv von Bebauung bedroht ist. Doris Kittler (Text und Fotos) berichtet aus der Niederösterreichischen Landeshauptstadt.


Vorstadt - Doris Kittler 10.11.2015 mehr lesen +

Erdgeschosszone

Über den leerstehenden Sockel Wiens:

article_3129_untergeschoss_betuel_bret_180.jpg Täglich gehen wir an zugeklebten Schaufenstern, Garagentoren oder Lagerräumen vorbei. Warum werden sie zu Müllräumen oder Abstellplätzen, obwohl der Bedarf an leistbaren Arbeitsräumen permanent steigt, insbesondere an jenen Räumen, die von der Straße gut sichtbar und leicht zugänglich sind? Betül Bretschneider (Text und Fotos) ging dieser Frage nach.
Vorstadt - Betül Bretschneider 09.06.2015 mehr lesen +

Vibrationen überm Wildschweintunnel

Die Religion der Hochgeschwindigkeit und ihre Opfer

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Der Meidlinger Pensionist Leopold S. hat Schlafprobleme. Nachts vibrieren die Vitrinen seiner Wohnzimmerschränke, und er hört Zuggeräusche. Er wohnt über dem sogenannten Lainzer Tunnel, der seit einiger Zeit für Güterverkehr und Hochgeschwindigkeitszüge in Richtung Westen geöffnet wurde. Christian Bunke lädt zu einer kritischen Sicht auf das Großprojekt ein.

Foto: wikipedia commons


Tun & lassen - Christian Bunke 31.03.2015 mehr lesen +

Wo bitte geht's zum Dialog?

Pseudo-Bürger_innenbeteiligung Flughafen Wien: Die dritte Piste ist tabu

Ob alpendurchstoßende Tunnels oder landschaftsfressende Autobahnen: Großprojekte im Verkehrsbereich kommen keinen Bescherungen für mobile Menschen gleich, lösen keines ihrer Zeitprobleme. Vielmehr handelt es sich um Umverteilungsmaschinen: Die öffentliche Hand schaufelt öffentliche Gelder in den privaten Baukonzern. Die vielgepriesene «Bürger_innenbeteiligung» hat hier keinen Auftrag: Demokratie und Transparenz wären nur Störfaktoren. Christian B...
Tun & lassen - Christian Bunke 03.03.2015 mehr lesen +

Kaiserwiese zurückerobern?

Im Eingangsbereich des Wiener Praters wildert das große Geld

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Die Dorfstürmer, Die Ötscherbären, Nordwand, Die Edlseer ... Lederhosenträgerbands des kommenden Wiener Wiesnfestes im Herbst 2015. Diese Veranstaltung am Rande des Praters ist ein Teil der neuen Stadteventindustrie, die öffentliches Grün in eine Kommerzzone verwandelt. Robert Sommer sprach mit zwei Aktivist_innen der Bürger_inneninitiative «Kaiserwiese für alle!»

Foto: Eric Kläring


Vorstadt - Robert Sommer 03.03.2015 mehr lesen +

Kulturzone Aspern?

Zwischen Gemeinschaftsgarten und Baustelle wird Kunst gepresst

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Endstation U2: Seestadt Aspern. Der 22. Bezirk verspricht einen Wohn- und Kulturhotspot. Hier ist nichts, nur Zement, beschreibt Nina Prader.

Foto: Christian Bauer


Vorstadt - Nina Prader 03.03.2015 mehr lesen +

Damit Leerstand nicht Schule macht

Konferenz über ungenutzte räumliche Potenziale von Schulgebäuden

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Die vierte Leerstandskonferenz beschäftigt sich mit Nutzungskonzepten für Schulen. Die Initiator_innen des Wiener Architekturbüros «nonconform architektur vor ort» fordern mehr Kreativität und langfristigeres Denken.

Foto: Mehmet Emir


Vorstadt - Reinhard Krennhuber 07.01.2015 mehr lesen +

Triple A einmal anders

Drei Linzer Künstler machen Leerstand zum Thema

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Wenn sich Städte verändern, lauert der Leerstand an vielen Ecken. Thematisiert wird er trotzdem nicht. Das wollen drei Linzer mit ihrem Projekt «Avanti Anti Anti» ändern - unter anderem mit Partys an ungewöhnlichen Orten.

Foto: Violetta Wakolbinger


Vorstadt - 29.09.2014 mehr lesen +

«Der Augarten wäre in fünf Minuten vollgebaut»

«Auf den Barockaden» dokumentiert kreativen Widerstand im Kinoformat

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Prunkvoll protestieren. Der Widerstand gegen den Bau des MuTh-Konzertsaals im Augarten war vielfältig, bunt und lustvoll. Die Kino-Doku «Auf den Barockaden» ruft die Ereignisse um den Augartenspitz in Erinnerung und soll Mut machen kreativ Zivilcourage zu zeigen. Die Filmemacherin Doris Kittler im Augustin-Interview.

Foto: Filmstill Doris Kittler


Artistin - Jenny Legenstein 28.09.2014 mehr lesen +

Regionalpolitik in Niederösterreich - gut, aber aus

Über gute und schlechte, keine und echte Regionalpolitik

article_2612_regionalp@robertsommer_180.jpg Es gibt nicht nur benachteiligte Menschen, sondern auch benachteiligte Gebiete. Darum geht es sich nicht aus, für alle Gebiete dieselbe Politik zu machen. Besonders schwächere Regionen brauchen Unterstützung dabei, ihr Potenzial zur Entfaltung zu bringen: Das nennt man gelungene Regionalpolitik. Wie die aussehen könnte, schlägt folgender Text vor, der für eine «Volksuniversität» in Waidhofen an der Thaya entstanden ist. Foto: Robert Sommer ...
Tun & lassen - Bernhard Schneider 18.09.2014 mehr lesen +

Unbrauchbar, dafür teuer

Doch keine Schirennen in Schönbrunn, lautete eine Meldung Anfang September, obwohl Peter Schröcksnadel und Michael Häupl diese Idee unterstützt hätten. Das Mitleid mit den beiden hält sich in Grenzen, ist aber ein guter Anlass, mal zu schauen, was die Stadt Wien bei der Errichtung von Anlagen für sogenannte Randsportarten so anstellt. Zwei Fälle zeigen peinliche Parallelen: unbrauchbares Produkt mit viel zu hohen Kosten, weil Unternehmen, die kei...
Vorstadt - 17.09.2014 mehr lesen +

Ins südmährische Nichts

Lärmschutzwände durchs Unesco-Biosphärenreservat?

article_2549_demoweinviertel@hirschste_180.jpg Zu vielen Wiener_innen ist das tschechische Grenzstädtchen Mikulov/Nikolsburg, das anschließende Landschaftsschutzgebiet Pálava/Pollauer Berge und die beiden Thaya-Stauseen von Nové Mlýny/Neumühl unbekannt. Entsprechend wenig Beachtung findet das Faktum, dass diese Region vom Weinviertel her bedroht wird: von der sich nach Norden durchfressenden A5, die nach einer Verlängerung jenseits der Grenze schreit.   Foto: Hirschstetten retten ...
Tun & lassen - Robert Sommer 24.06.2014 mehr lesen +

Die Generation Wirtschaftswunder

Musa Firat: Einer der ersten Gastarbeiter Österreichs erzählt

article_2550_musafirat@josefvorlaufer_180.jpg Musa Firat wird am 15. April 1933 in der ostanatolischen Region Dersim/Dês?m, im Dörfchen Mezra Káy?í geboren. Am 10. April 1964 kommt er im Zuge des Anwerbeabkommens zwischen Türkei und Österreich als einer der ersten «Gastarbajteri» am Südbahnhof an. Das Abkommen wurde heuer 50 Jahre alt; Musa Firat 81. Seine Geschichte erzählt von jenen, die das «Wirtschaftswunder Österreich» ausmachten.   Foto: Josef Vorlaufer ...
Tun & lassen - Manfred Wieninger 24.06.2014 mehr lesen +

Schadstelle Bürgerbeleidigung

Die Freiheit des Tempelhofer Feldes in Berlin

article_2530_tempelhof_180.jpg «Freiraum für die Stadt von morgen. In Tempelhof entsteht ein moderner Park mit neuen Stadtquartieren an seinen Rändern» - so steht es auf der Website der «Tempelhofer Freiheit», dem Stadtentwicklungsprojekt für das alte Westberliner Flugfeld. Das Tempelhofer Feld ist eine Industriebrache der Sonderklasse, ein riesiges Areal in der Mitte der Stadt, das seit der Schließung des Flughafens 2008 unkommerziell vor sich hin genutzt wird. Das soll sich ...
Tun & lassen - Birgit Fritz 26.05.2014 mehr lesen +

Es gibt keine richtige Architektur innerhalb der falschen Bauaufgabe

Vordernberg: Ein Grazer Architekt denkt über den Schubhaftzentrenbau nach

article_2513_vordernberg_180.jpg Als zu Beginn des Jahres anlässlich der Eröffnung des Schubhaftzentrums in Vordernberg erste Fotos veröffentlicht wurden, war ich zunächst irritiert. Es waren Aufnahmen, wie man sie als Architekt aus diversen Fachzeitschriften und Magazinen kennt. Abgebildet waren schöne helle Räume, eine angenehme Materialauswahl, sorgfältig überlegte Details. Im Großen und Ganzen eine Architektur, wie es «state of the art» jüngerer, guter Architekturbüros ist. ...
Tun & lassen - 30.04.2014 mehr lesen +
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