Kategorie: Thema :: Europapolitik Seite: 1

Was passiert wirklich in Kroatien?

Tausende Menschen werden wegen «Dublin III» weggeschickt

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Auch wenn in Zagreb 600 Flüchtlinge im Flüchtlingsheim «Hotel Porin» sitzen und einige wohl privat wohnen können, bleibt die Frage, wo die anderen Tausenden unterkommen, die aus Deutschland und Österreich abgeschoben werden.  Kerstin Kellermann hat mit einer Niederösterreicherin gesprochen, die «Leben retten» möchte – und sich mit den Abschiebungen ihrer Freund_innen konfrontiert sieht.

Foto: Samer Amin


Tun & lassen - Kerstin Kellermann 08.11.2016 mehr lesen +

Zuerst die Federn, dann das Stroh

Die Niederösterreicherin Ingrid W. wehrt sich gegen Abschub ihres Schützlings

article_3723_ali_privat_180.jpg Als Kind sah Ingrid W. ungarische Kinderflüchtlinge in ausrangierten Eisenbahnwaggons leben. Nach dem Erntedankfest 2015 nahm die pensionierte Lehrerin einen jungen irakischen Flüchtling auf, der im Juli abgeschoben wurde. Nun besucht sie ihren Schützling in der Schubhaft im «Hotel Porin», einem Flüchtlingsheim in Zagreb. Kroatien schiebt Flüchtlinge zurück nach Syrien und in den Irak ab. Ein Todesurteil. Von Kerstin Kellermann.
Tun & lassen - Kerstin Kellermann 27.09.2016 mehr lesen +

Lampedusa als Modell für Europa

Augustin-Gespräch mit Bürgermeisterin Giuseppina Nicolini

article_3706_lampedusa_giusi_nicolini__180.jpg Giuseppina Nicolini hat dafür gekämpft, dass der Strand von Lampedusa ein Naturreservat wird.  Bei uns ist die Bürgermeisterin nicht so sehr für ihren Einsatz für Flora und Fauna bekannt; viel mehr las man über ihren außergewöhnlichen Einsatz für die auf Lampedusa strandenden Flüchtlinge. «Für die Schildkröten zu kämpfen und die Menschen, die im Meer sterben, zu übersehen – das geht gar nicht.» Während in Österreich also hysterisch eine Kris...
Tun & lassen - Theresa Bender-Säbelkampf 13.09.2016 mehr lesen +

Im besten Hotel Europas

Athen: ein Straßenzeitungstreffen und vierhundert selbstorganisierte Flüchtlinge

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Das «Internationale Netzwerk der Straßenzeitungen» tagte diesen Sommer in Athen. Die Metropole der europäischen Krisenpolitik floriert auf ihre ganz eigene Art. Lisa Bolyos ist im «besten Hotel Europas» abgestiegen und hat sich die Stadt von dort aus angesehen.

Foto: infomobile.w2eu.net


Tun & lassen - Lisa Bolyos 03.08.2016 mehr lesen +

Putsch online und live

Die Abenteuer des Herrn Hüseyin

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Nach langer Zeit fährt Hüseyin mit seiner Freundin in das kurdische Gebiet der Türkei. Es ist für ihn aufregend, seine Freundin den Eltern und Geschwistern vorzustellen. Er hatte vor, der Freundin seine Heimat zu zeigen.

Illu: Andi Kleinhansl


Dichter Innenteil - Mehmet Emir 03.08.2016 mehr lesen +

EingSCHENKt: Europa ist mehr

Großbritannien verlässt die EU. Der britische Premier Cameron hat sich bisher gegen die sozialen Teile des Lissabon-Vertrags gewehrt, das Armutsreduzierungsziel der EU torpediert, Finanzregulierungen verhindert, die Kommerzialisierung sozialer Dienste wie Pflege oder Bildung vorangetrieben.


Tun & lassen - Martin Schenk 06.07.2016 mehr lesen +

Bibliotick: Die Schutzbefohlenen

So viele sind uns nicht möglich. Wo sollen die hin, wo kommen die her? Die haben sich das so vorgestellt, aber es geht nicht, das Hinkommen geht nicht. Das Herkommen war schon mühsam, weil die so oft lügen, sie sind nicht die, die sie sind (..) Das Hinkommen wird aufgehalten und damit auch das Fortkommen.
Artistin - Robert Sommer 24.05.2016 mehr lesen +

Das Winterpalais nochmals stürmen?

Nanni Balestrini sieht keine Bewegungen, die die Mühe wert wären, beschrieben zu werden

article_3440_balestrini_180.jpg 2015 feierte der italienische Schriftsteller und Künstler Nanni Balestrini seinen 80. Geburtstag und war Anfang Dezember in Wien zu Gast. Marijan Schreckeis und Nikola Staritz trafen ihn vor der Eröffnung der Ausstellung «alfabetosperimentale» zum Gespräch über aktuelle politische Bewegungen und worüber es sich zu schreiben lohnt. Es braucht neue linke Analysen und kollektive Formen der Politik, meint Nanni Balestrini im Augustin-Interview. Foto...
Tun & lassen - Marijan Schreckeis , Nikola Staritz 19.01.2016 mehr lesen +

Dannebergpredigt: Schleierfahndung

Kapazitätsorientiert (Wirtschaftsminister Mitterlehner) assoziiert eine Obergrenze für sachliches Handeln. KAPOVAZ (kapazitätsorientierte variable Arbeitszeit) hatte für Handelsangestellte, meist weiblich, die Arbeit auf Abruf eingeläutet und den geregelten Schutz von Arbeitszeiten zu Gunsten der Wirtschaft ausgehebelt. Heute verbindet Mitterlehner mit dem Adjektiv eine Obergrenze für flüchtende Menschen, die in unserem Land Schutz suchen. Das Bo...
Tun & lassen - Bärbel Danneberg 19.01.2016 mehr lesen +

Eine Problem von diesem Ausmaß löst man nicht mit warmen Decken

Über die Krise der Politik in Sachen Refugees – ein Zwischenstand

article_3236_refugees_mischtu_roessler_180.jpg Die Zeit scheint zu galoppieren. Jeden Tag gilt ein anderes Kommando: Ungarn macht die Grenzen zu, Österreich macht sie auf, Österreich macht sie zu, Kroatien macht sie auf, Bayern macht sie zu, Slowenien macht sie auf, Kroatien macht sie zu – man bekommt ja schon vom Nachrichtenhören Kopfweh. Wie geht es also erst denen, die vorm Krieg geflüchtet auf ihre Weiterreise warten, irgendwo unter freiem Himmel in diesem herzlosen, bürokratischen und do...
Tun & lassen - Bálint Misetics 29.09.2015 mehr lesen +

Dannebergpredigt: Kolonialistische Kultur

Es war Ende der 1960er Jahre in Berlin. Ich erinnere mich noch genau an den Tag, an dem meine Mutter mit bangem Blick meinen Bruder in die Fremde entließ. Seine Arbeitsstelle, das Arbeitsamt, hatte ihn auserwählt, nach Belgrad zu gehen, um «Gastarbeiter» für das deutsche Wirtschaftswunder anzuwerben. Er erzählte mir, nach welchen Kriterien die Menschen ausgesucht wurden: jung, kräftig, gesund, vollständiges Gebiss und keine körperlichen Fehlbildu...
Tun & lassen - Bärbel Danneberg 29.09.2015 mehr lesen +

Routine in Absurdistan

Lampedusa ist ins journalistische Abseits geraten

article_3218_lampedusa_claudiodecapita_180.jpg Bezeichnend für die Eskalation des Flüchtlingselends ist, dass in den letzten Wochen die 200 Kilometer südlich von Sizilien gelegene Insel Lampedusa, nach wie vor einer der Hauptbrennpunkte des Kampfes um den Zutritt in die Festung Europa, kein Thema mehr für die maßgeblichen Medien ist. Geesche Wilts (Text) und Claudio De Capitani (Fotos vom Schifffriedhof im Westen der Insel) berichten für den Augustin von einem zehntägigen Aufenthalt auf der I...
Tun & lassen - Geesche Wilts 15.09.2015 mehr lesen +

Bittere Arbeitsbedingungen

Was Grenze, Ausbeutung und Obst verbindet

article_3198_volkskunde_180.jpg In der Migrationsdebatte kennt man den Arbeitsmarkt betreffend zwei gängige Vorurteile – «Die nehmen uns die Arbeitsplätze weg» vs. «Die sind zu faul zum Arbeiten» – und weiß nicht, für welches man sich entscheiden soll. Dass beide nicht stimmen, sondern dass Aslywerber_innen der Arbeitsmarktzugang bis auf minimale Ausnahmen versperrt bleibt, ist ein Wissen, dass erst verbreitet werden muss.
Tun & lassen - Lisa Bolyos 31.08.2015 mehr lesen +

Österreicher_innen im Ausland: 50 Prozent arbeitslos

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150 Millionen Euro Familienbeilhilfe beziehen rechtmäßig Arbeitnehmer_innen in Österreich, deren Kinder aber in Rumänien oder Bulgarien leben. Ob man diese Sozialleistungen dem Lebensstandard des jeweiligen EU-Landes anpasst, streicht oder belässt, kann man diskutieren – aber immer nur sinnvoll im Kontext und im Blick auf alle Faktoren:


Tun & lassen - Martin Schenk 08.07.2015 mehr lesen +

«Keine Gründe, eine Pflanze zu verbieten»

Aufregung im Uhudlerland: Siegen die Erben Zweigelts?

article_3094_uhudler_mehmetemir_180.jpg Was in der Wachau die Marille und im Bregenzer Wald der Alpkäse, ist im Südburgenland der Uhudler. Es sind regionaltypische Produkte, die zu Entwicklungsfaktoren geworden sind. Der Gedanke, die EU könnte in der Wachau die Marillen verbieten, scheint abwegig zu sein. Das Brüsseler Njet zum Uhudler ist, wenn auch rätselhafte, Realität. Robert Sommer (Text) und Mehmet Emir (Fotos) nach einem Ausflug ins Uhudlerland.
Vorstadt - Robert Sommer 12.05.2015 mehr lesen +

Ministerliste arg rudimentär

Griechenland - Der Traum von der Putzfrau, die den Staat regiert

article_2849_augustin_griechenland_180.jpg Jede Köchin soll in der Lage sein, den Staat zu regieren, so formulierte einst Lenin den kommunistischen Traum von der Aufhebung der historischen Separation von Berufspolitik und Zivilgesellschaft. Der neue linke Regierungschef Griechenlands, Alexis Tsipras, hätte die Utopie in den Alltag herunterbiegen können. Er hätte die Sprecherin der 595 Putzfrauen, die für den Untergang der alten Regierung mitverantwortlich waren, ins Regierungsteam nehmen ...
News - Robert Sommer 05.02.2015 mehr lesen +

Ich frage mich

Qui est Lampedusa?

article_2835_chronik_cover_180.png Wer sich in berechtigtem Zorn über die Attentate von Paris auf die europäischen Werte einschwören lässt, der schadet ihnen möglicherweise mehr, als ihm lieb ist. Einige skeptische Einwürfe.
News - Richard Schuberth 21.01.2015 mehr lesen +

Nonantola, Lampedusa ...

Gut, dass es Schlepper_innen gibt

«Wie sind diese drei Grenzen überwältigt worden? Das war schwierig. Die Flucht der jüdischen Kinder dauerte insgesamt über viereinhalb Jahre!» Klaus Voigt aus Berlin sprach auf der Wiener Tagung ««Schleppen», schleusen, helfen.
Tun & lassen - Kerstin Kellermann 29.10.2014 mehr lesen +

Ein Meer queren und überleben

«Guten Tag, hier spricht Watch the Med» - telefonische Hilfe für Flüchtlinge in Seenot

article_2651_notruf_180.jpg Das Mittelmeer gilt heute als die lebensgefährlichste Migrationsroute nach Europa. Die einen, ausgestattet mit den «richtigen» Reisepässen, machen es sich auf dem Deck großer Fähren gemütlich, um von Sizilien nach Tunis überzusetzen. Die anderen müssen bei Einsatz ihrer Gesundheit oder ihres Lebens in überfüllten Booten versuchen, ungesehen die Küsten Europas zu erreichen. Um dem täglichen Sterben etwas Handfestes entgegenzusetzen, haben Menschen...
Tun & lassen - 14.10.2014 mehr lesen +

Des Meeres und der Liebe Wellen

Anja Hilling inszeniert am Schauspielhaus Europas Grenzen an einem «sonnigen Tag»

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In ihrem jüngsten Stück «Sinfonie des sonnigen Tages» lässt Anja Hilling am Wiener Schauspielhaus zwei Welten aufeinanderprallen. Eine Konfrontation, bei der es am Ende auf beiden Seiten keine Gewinner_innen gibt. Bericht einer Uraufführung.

Illustration: Elvira Stein  


Artistin - Christine Ehardt 12.10.2014 mehr lesen +

«Gewaltfreiheit wäre schön»

Regierungen verschwinden, die schwarzen Blöcke bleiben / Teil 2

article_2458_demos_180.jpg Der Zorn gegen die dreiste Plünderung der Gesellschaft, um den Banken die Kosten der Abwicklung der Hypo zu ersparen, wird wohl virulent werden; die Wiener_innen, deren Ururgroßeltern immerhin den Justizpalast beinahe abfackelten, sind hoffentlich besonnener geworden. Vielleicht wären sie aber radikalisiert genug, um zuzustimmen, dass junge Desperados ihnen die Arbeit - des Angreifens verhasster Symbole - abnehmen. Im ersten Teil (Nr. 361) wurde ...
Tun & lassen - Robert Sommer 04.03.2014 mehr lesen +

Der Europa-Traum des Adeligen

Hammarskjöld war Finanzminister - aber er wollte keine EU der Finanzhaie

Es kann sein, dass die Wählerinnen und Wähler am 25. Mai (EU-Wahl) die SPÖ zu einer Kleinpartei machen. Dafür hat SP-Spitzenkandidat Eugen Freund das in seiner Macht Stehende beigetragen, als er auf einer Pressekonferenz den Durchschnittsverdienst österreichischer Arbeiter_innen mit 3000 Euro bezifferte. Der Kommentar Faymanns, auch Kreisky habe Millionen und Milliarden verwechselt und sei dennoch der beste Bundeskanzler ever gewesen, wird die So...
Tun & lassen - Hans Göttel 18.02.2014 mehr lesen +
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