Kategorie: Thema :: Feminismus Seite: 1 2

Selbstbestimmung quo vadis?

Sachbuch: Pränataldiagnostik und Behinderung

article_3979_selbstbestimmung_180.jpg «Mein Bauch gehört mir!» – Dieser feministischen Slogan ist ein Klassiker, wenn es um das Recht auf Abtreibung geht. Die deutsche Journalistin Kirsten Achtelik versucht in ihrem Buch «Selbstbestimmte Norm. Feminismus, Pränataldiagnostik, Abtreibung» die Frage zu stellen, ob Feministinnen jede Art von Abtreibung verteidigen sollen, und ob die Pränataldiagnostik (PND) rein der Vorsorge dient oder eigentlich behindertenfeindlich ist.
Tun & lassen - Ruth Weismann 13.03.2017 mehr lesen +

Frauen wollen alles

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Am 8. März, dem internationalen Frauentag, steht möglicherweise die Erde still. Denn weltweit wird zum Frauenstreik gegen das Patriarchat aufgerufen. Was so ein Streik kann, fragt Ruth Weismann.

Foto: Elke Auer und Julia Wieger


Tun & lassen - Ruth Weismann 27.02.2017 mehr lesen +

Jackie Hookimaw

Cherchez la Femme

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In einem Hotel an der Wienzeile treffe ich am Freitagnachmittag eine der wichtigsten Aktivistinnen der First Nations People aus dem Stamm der Cree, Jackie Hookimaw aus Attawapiskat, Ontario, Kanada.

© Jella Jost

Jackie beklagt sich nicht. Sie konstatiert nur



Dichter Innenteil - Jella Jost 24.10.2016 mehr lesen +

Mütter, Töchter, Weiße Wäsche und Herta Müller

Am Küchentisch mit Jella Jost

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Ich suche Frauen, denn ich suche mich. Männer sind mir nahe. Mein Vater, mein Bruder, mein Mann, mein Sohn, meine Freunde. Aber Frauen stehen weit weg, sind nicht zu erkennen, als ob sie mir ein großes Rätsel bleiben wollen, als ob mir die erste Frau in meinem Leben abhanden gekommen wäre, die Mutter.

Grafik: Jella Jost


«Der König verneigt sich und tötet»
Dichter Innenteil - Jella Jost 29.08.2016 mehr lesen +

Hacken heißt, die Angst zu besiegen

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Stefanie Wuschitz, 35, ist feministische Hackerin und Künstlerin. Marlene Brüggemann (Text) und Niko Havranek (Foto) trafen sie und ihren Sohn Leo Meru bei einer Sandkiste im Augarten – mit dabei: ihr Computer. Gemeinsam sprachen sie über gehackte Nähmaschinen, fade Appleprogramme und sexistische Hackerspaces.

Foto: Niko Havranek


Artistin - Marlene Brüggemann 06.07.2016 mehr lesen +

Moja macica należy do mnie – Meine Gebärmutter gehört mir

Willkommen im Jahr 2016: Kommt in Polen das absolute Abtreibungsverbot?

article_3551_abtreibung_180.jpg Von bis zu 200.000 illegalisierten Schwangerschaftsabbrüchen jährlich geht der Kongress polnischer Frauen schon jetzt aus. Die Regierung geht nun einen Schritt weiter: Ein absolutes Abtreibungsverbot soll kommen. Polnische Frauen gehen auf die Straße – auch in Wien. Marita Gasteiger (Text) und Michael Bigus (Fotos) waren bei der Kundgebung vor der polnischen Botschaft dabei.
Tun & lassen - Marita Gasteiger 26.04.2016 mehr lesen +

Instrumentalisierung des Kölner Silvesters

Welche «Ethnie» macht das Oktoberfest zum Risiko für Frauen?

article_3437_frauen_180.jpg Wenn es stimmt, dass die «mob-artigen» Überfälle auf Frauen während des Silvesterrummels im Zentrum von Köln Teil des «Kriegs mitten in Europa» waren, ist das Münchner Oktoberfest für die Opfer schon lange ein katastrophalerer Kriegsschauplatz. Text und Foto von Robert Sommer.
Tun & lassen - Robert Sommer 19.01.2016 mehr lesen +

Dannebergpredigt: Schleierfahndung

Kapazitätsorientiert (Wirtschaftsminister Mitterlehner) assoziiert eine Obergrenze für sachliches Handeln. KAPOVAZ (kapazitätsorientierte variable Arbeitszeit) hatte für Handelsangestellte, meist weiblich, die Arbeit auf Abruf eingeläutet und den geregelten Schutz von Arbeitszeiten zu Gunsten der Wirtschaft ausgehebelt. Heute verbindet Mitterlehner mit dem Adjektiv eine Obergrenze für flüchtende Menschen, die in unserem Land Schutz suchen. Das Bo...
Tun & lassen - Bärbel Danneberg 19.01.2016 mehr lesen +

Intersexualität – zwischen Normalität und Negierung

Auf dem Weg zu einem anderen Umgang mit Geschlechtszugehörigkeiten

article_3418_intersex_lina_walde_180.jpg Im November 2015 fand unter dem Titel «intersex solidarity days» in Wien Österreichs erste Intersex-Tagung statt: zur Information und Sensibilisierung der Öffentlichkeit und zur Vernetzung von Intersex-Personen. Intersexualität erklärt der Duden mit dem «Vorkommen von männlichen und weiblichen Geschlechtsmerkmalen in einem Individuum». Janina Henkes hat sich umgehört, was jenseits einer binären Geschlechterordnung denkbar und wünschenswert wäre. ...
Tun & lassen - Janina Henkes 06.01.2016 mehr lesen +

Die beste Rabenmutter aller Zeiten

Im Kunstmuseum Linz darf Mutterschaft auch ganz unidyllisch sein

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Wer hat eigentlich behauptet, dass Muttersein großartig ist? Eine identitäre Wendung, der frau sich mit Freudentränen in den Augen stellt? Eine glückseligmachende Selbstaufgabe? Das Linzer Kunstmuseum Lentos erzählt die Gegengeschichte und hält die Rabenmutter hoch. Sarah Diehl hat sich dort mögliche Mutterdarstellungen der letzten Jahrhunderte angeschaut.

Bild: Hannah Hoech «Frau und Saturn»


Artistin - Sarah Diehl 24.11.2015 mehr lesen +

Dannebergpredigt: Das männliche Prinzip

In der ORF-Quizsendung „Gehört gewusst“ wird an Sonntagen allerhand Un-Wissenswertes aus dem Allgemeinbestand bürgerlicher Erziehungsbemühungen abgefragt. Doris Glaser lädt zur Teilnahme am Wissensparcours ein, indem eine Karte mit dem Kennwort „Kandidat“ an das ORF-Funkhaus geschickt werden soll. Der Hinweis kürzlich, es sollten sich jetzt verstärkt weibliche Kandidaten zum Ausscheidungsratematch melden, denn männliche gebe es bereits genug, wun...
Tun & lassen - Bärbel Danneberg 10.11.2015 mehr lesen +

Teigdildos und andere Angebote

Demnächst auf der Bühne: «Kurze Interviews mit freakigen Frauen»

article_3268_interviews_180.jpg Im Ernst-Kirchweger-Haus wird Theater gespielt. An zwei Abenden setzen Katherin Bryla, Nicole Szolga und Eva Grün die Geschichten gar nicht so freakiger Frauen zwischen Sex, Gewalt, Ökonomie und Solidarität in Szene. Christine Ehardt hat die Regisseurin Katherin Bryla zu einem «kurzen Interview» getroffen.
Artistin - Christine Ehardt 27.10.2015 mehr lesen +

Anschläge auf den Bubenpop

Feministisches Monatsmagazin widmet sich dem Musikbusiness

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«Der Kampf um die Gitarre ist noch nicht entschieden», schreibt Thomas Groß in der «Zeit», nachdem er Kim Gordons «Girl in a Band» gelesen hat. Kim Gordon, Bassistin und Songwriterin von Sonic Youth, schreibt darin von ihrer Musikerinnenkarriere und notgedrungen eben auch von den Vor- und vor allem den Nachteilen, inmitten der glamourösen Szene ein «Girl» zu sein, und kein «Boy».

Foto: The Slits


Artistin - Lisa Bolyos 27.10.2015 mehr lesen +

Stop.and.Go

article_3262_anhalter2_180.jpg Als ich vor wenigen Wochen per Autostopp von Wien nach Graz und retour fuhr, sollte ich überrascht feststellen, welche Hoffnungen bei Mitnehmenden geweckt werden können und wie schamlos sie dabei eine Machtposition ausnutzen, die durch das Abhängigkeitsverhältnis geschaffen wird.
Dichter Innenteil - Janina Henkes 27.10.2015 mehr lesen +

Einen Körper haben dürfen

20 Jahre Augustin – Jahrgang 2010: Bikinifigur? Vegan for fit? Warum Frauen ihre Körper so schwer in Ruhe lassen können

article_3197_dicksein_lina_walde_180.jpg 2010 wurde der Augustin 15 Jahre alt. Stuttgart 21 machte die Schwäb_innen zu den Heroes zivilen Ungehorsams, Innenministerin Fekter stolperte beinah über die Abschiebung kleiner Kinder und der Reykjavíker Bürgermeister Jón Gnarr trat seine Amtszeit an. Im April 2010 sprach Ute Mörtl für die Coverstory «Rund und verbündet» mit zwei Aktivistinnen der «ARGE Dicke Weiber». Deren Agenda ist es, gegen die Diskriminierung dicker Frauen aufzutreten. Fün...
Tun & lassen - Lisa Bolyos 31.08.2015 mehr lesen +

Meine Freundin Rahmah und die Diktatur

article_3147_393_dicht_hella_osten_180.jpg Verabschiedet hatten wir uns nicht bewusst, wir waren mit einem wichtigen Übergang in unserem Leben konfrontiert und der Frage, wie es weitergeht. So endete die Schule mit der Matura oder dem wesentlich anspruchsvolleren International Baccalaureate, wir hielten strahlend unser Abschlussdiplom in Händen und flogen in die Welt hinaus. Manche aufs College in die USA, manche zurück mit ihrer Familie in die Heimatländer in Afrika, Asien, Iran, Irak, I...
Dichter Innenteil - Hella Osten 24.06.2015 mehr lesen +

Laufen ist unanständig – Flüchten auch?

Reinhard Kleists Comic «Der Traum von Olympia»

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Nachrichten von Hunderten, ja Aberhunderten von Flüchtlingen, die ihr Leben im Mittelmeer verlieren, lassen uns vergleichsweise kalt. Eine einzelne Geschichte erschüttert uns, berührt uns, lässt uns nicht mehr los. Martin Reiterer erklärt, warum Reinhard Kleists Comic-Geschichte von Samia Yusuf Omar so eminent wichtig ist.

 

Grafik: Reinhard Kleist


Artistin - Martin Reiterer 24.06.2015 mehr lesen +

Augustine haut ab

Wie kann man sexualisierte Gewalt in Bilder übersetzen, ohne sie zu verstärken?

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Die Linzer Tagung «Kicking Images» erforscht Bilder zu sexualisierter Gewalt. Kerstin Kellermann hat sich dort umgehört und mit der Künstlerin Letizia Werth über ihre Graphitzeichnungen von Frauen in psychiatrischen Zwangssituationen gesprochen.

Zeichnung: Letizia Werth


Artistin - Kerstin Kellermann 09.06.2015 mehr lesen +

Femme Fiscale – ich mach das!

Dannebergpredigt

Zum Frauentag lauter nette Inserts zwischen der Fernseh-Produktwerbung: «Ich mach das» – Managerin, Bürgermeisterin, Bankdirektorin ... Der telegene Frauengriff zur Macht suggeriert, dass es nur ein bisserl weibliche Traute braucht, in gutbezahlte Positionen zu kommen. Nur Mut, auch unser ehemaliger Außen- und Finanzminister Spindelegger hat sich getraut, gigantische Hypo-Haiderbank-Löcher hinter sich lassend.
Tun & lassen - Bärbel Danneberg 17.03.2015 mehr lesen +

20 Jahre Augustin - Jahrgang 1998: feministische Spuren auf den Wänden der Stadt

Kyselaks Töchter

article_2865_graffiti_180.jpg Im Oktober 1998 schrieb Kollege Sommer über das gesprühte Wort als «zusätzliche Erzählung zum Lesen der Stadt». Graffiti-Forscher Thomas Northoff war gerade dabei, ein Wort-Graffiti-Symposium zu veranstalten; allein, es fehlten ihm die Praktikerinnen. Northoff blieb dem Augustin all die Jahre gewogen. Was die Sprayerinnen betrifft, zeichnet sich in der Zeitung aber eine eigentümliche Engführung auf ihre männlichen Pendants ab. Um dem eine Portio...
Vorstadt - 17.02.2015 mehr lesen +

Der lange Weg von Abhängigkeit zu Autonomie

Feministische Beratung bei Trennung und Scheidung

article_2833_scheidung@toni_koerte_180.jpg Für Frauen, die von ökonomischen oder psychischen Abhängigkeiten von ihrem Partner betroffen sind, ist die Entscheidung zu einer Trennung besonders schwer, selbst wenn es für sie gesünder wäre. Von der Abhängigkeit zur Autonomie ist es ein langer Weg, gepflastert mit ambivalenten Gefühlen. «Er braucht mich doch» und «Ich kann ihn ändern» sind sehr gängige Beispiele davon. Aus der Praxis der feministischen Trennungsberatung erzählt Bettina Zehetne...
Tun & lassen - Bettina Zehetner 20.01.2015 mehr lesen +

Sachen von Frauen

Neues aus dem Wienmuseum

article_2455_wienmuseum_180.jpg Das Wienmuseum zeigt einen Ausschnitt dessen, was in den letzten Jahren an feministischer Kunst und an Gegenständen in die Sammlungen aufgenommen wurde, die den Alltag von Frauen beschreiben. Darunter finden sich Entwürfe für den Neubau des Museums selbst, frühe Modelle von Damenbinden und: drei einst für den Augustin gefertigte Illustrationen von Magdalena Steiner.   Foto (Lisa Bolyos): Sgraffito nach einem Entwurf von Hermine Aichenegg -...
Artistin - Lisa Bolyos 03.03.2014 mehr lesen +

Die Legende vom Storch und vom Frosch

Schwangerschaftsabbruch in Österreich

article_2439_storch_180.jpg «Jedoch es gibt im Leben immer wieder Neider / Die Ärzte ham ihr's Handwerk abgestellt. / Die machen heut genau dasselbe, aber leider / Verlangen's dafür zehn mal so viel Geld.» So singt Helmut Qualtinger vom Ende des Berufsstandes der Engelmacherin. Der Schwangerschaftsabbruch kostet die Patientin nicht nur «zehn mal so viel Geld», sondern ist auch moralisch beladen wie kein anderer medizinischer Eingriff. Ein Rückschritt in Richtung Fremdbestim...
Tun & lassen - Lisa Bolyos 05.02.2014 mehr lesen +

Der «Gender Gap» als betriebswirtschaftliches Eigentor?

Im Zuge unserer Spenden-Kampagne erhielt die Redaktion viele Zuschriften von (ehemaligen) Leser_innen, die die Verwendung der geschlechtergerechten Sprache im Augustin für den Verkaufsrückgang mitverantwortlich machen. Der Augustin sei dadurch unlesbar geworden, lautete der Grundtenor. An dieser Stelle ein ausführlicher Kommentar eines Lesers.
Dichter Innenteil - Helmut Resch 13.06.2012 mehr lesen +

Nicht nur gezeichnet

Immer eine neue Masche: Trickfilme von Frauen

316_artmag©tricky_women.jpg Mit Nadel und Faden stellen die Frauen der indischen Kutch-Region nicht nur Kleidungsstücke und textile Accessoires her, mit ihren Stickereien bilden sie auch ihre Lebenswelt ab. In «The Stitches Speak» bringt Nina Sabnani diese Handarbeiten in Bewegung, verwendet sie als Grundlage für einen Animationsfilm, in dem Menschen aus Kutch in ihren Worten und ihren eigenen Bildern aus ihrer Geschichte und von der Entstehung eines Sozialprojektes erzähle...
Artistin - Jenny Legenstein 08.03.2012 mehr lesen +

Kochen macht einsam so manche Arbeit auch

Feminismus reloaded Ein Frauenschicksal

Ich wohne in der Vorstadt. Um mir ein Essen zuzubereiten, muss ich folgende Schritte erledigen:
1) Einkaufen, benötigt mindestens eine Stunde inkl. Heimtransport
2) Kochen, mindestens eine halbe Stunde.
3) Abwaschen und Aufräumen auch mindestens eine halbe Stunde.
... also zwei Stunden, ohne noch gegessen zu haben und zwar alleine am Stadtrand. Und das um die beste Zeit des Tages.

Dichter Innenteil - Andrea Gross 29.06.2011 mehr lesen +

Der Fußballplatz als Wohnzimmer

Frauenmannschaft des KSC/FCB Donaustadt

fuß©.jpg Beim Stichwort Frauenfußball fallen uns als Erstes USC Landhaus und SV Neulengbach ein, jene beiden Vereine, die hierzulande schon am längsten dabei sind und den Meistertitel unter sich auszumachen pflegen. Die Frauenmannschaft des KSC/FCB Donaustadt besteht erst seit 2007, doch innerhalb kurzer Zeit hat sie schon Großes vollbracht.
Vorstadt - Wenzel Müller 18.05.2011 mehr lesen +

«Feministin» bis zum Schafott

Zwei Frauen aus Wien bekämpfen das «Kurtisanen»-Klischee von Olympe de Gouges

art-olympedegouges©pauli.jpg Noch heute, über 200 Jahre nach ihrem Tod, ist Olympe de Gouges, die während der Französischen Revolution für ihr politisches Engagement am Schafott hingerichtet wurde, weitgehend unbekannt. Eine umfassende wissenschaftliche Aufarbeitung ihrer schriftlichen Hinterlassenschaft fehlt. Die Philosophin Viktoria Frysak hat sich in französischen Archiven im Zuge ihrer Dissertation auf die Suche nach bisher unbekannten Schriften von Olympe de Gouges gem...
Artistin - Barbara Karahan 05.05.2011 mehr lesen +

Kaiserinnenschmarren mit Petra Unger

Am Küchentisch (4. Teil)

article_1713_dicht-küchentischnr.4_180.jpg Es sprießt und riecht und erwacht zu neuem Leben, ich spaziere von der Pilgrambrücke Richtung Café Rüdigerhof, denke an das kommende Gespräch über die Politik, die Gleichstellung, die Demokratie, und da erscheint sie mir wieder, so en passant, um die Ecke, die Wut, und sie ist gut, dass die Wut weiblich ist, denn wie würde die klingen, der Wut, nein, die sind wir, wir Frauen sind wütend, und wir haben allen Grund dazu. Wir halten die Perspektive ...
Dichter Innenteil - Jella Jost 21.04.2011 mehr lesen +

Damals klappte es ohne Facebook

Zwanzigtausend für Frauenrechte auf dem Ring, wie am 19. März vor 100 Jahren?

article_1670_frauentag-2_180.jpg 19. März 1911: 20.000 Menschen demonstrierten über die Wiener Ringstraße für Frauenrechte. Hundert Jahre später packt die Frauen der Zorn. Denn trotz manch erkämpfter Verbesserungen für Frauen blieb vieles unerfüllt und wird im Zeichen von Wirtschaftskrise und Sozialabbau wieder in Frage gestellt. Ein breites Frauenbündnis organisiert für den 19. März 2011 eine Demonstration für Frauenrechte am Wiener Ring. Die Kulturvermittlerin Petra Unger ist ...
Tun & lassen - Bärbel Mende-Danneberg 25.02.2011 mehr lesen +

«Subtile Erotik»

Marianne Gruber tanzt in ihrem Fachgeschäft in der Ottakringer Straße Bauch. Sehenswert!

article_1573_mariannegruber_180.jpg Ottakringer Straße Nr. 96. Gewiss keine Adresse, die in Wien als bemerkenswert fein gilt. Bellissimas Orient-Palast. Gewiss kein Schriftzug, der die Laufkundschaft en masse ins Geschäft lockt. 100 Kilogramm auf 170 Zentimeter verteilt. Gewiss kein Körpermaß, das dem hiesigen Schönheitsideal zu 100 Prozent entspricht. In der Tat stellt Marianne Gruber mit ihrem Bauch einige Klischees auf den Kopf. Die 53-jährige Geschäftsfrau führt an der Ottakrin...
Vorstadt - Uwe Mauch 23.09.2010 mehr lesen +

Elf Jahre alt, und schon Ehesklavin

Outlaw Legends Phoolan Devi, Banditin und Menschenrechtsaktivistin (1)

article_1565_phoolann_180.jpg Phoolan Devis genaues Geburtsjahr bleibt ein Geheimnis; Grund hierfür ist die lückenhafte Datenerfassung von Angehörigen niedriger Kasten in ihrer Heimatregion Uttar Pradesch/Indien. Ihr Todestag jedoch ist durch weltweite Pressemeldungen dokumentiert: Im Rahmen einer politischen Veranstaltung wurde sie am 25. 7. 2001 im öffentlichen Raum von Delhi erschossen. Anders war dieser Kämpferin für Frauenrechte offenbar nicht beizukommen.
Tun & lassen - Jakob Lediger 09.09.2010 mehr lesen +

Die Scham der Schwaiger

Spruchdampfheizung, Volksbeglückungshemd und arme Sünder

schwaiger©koschkahetzer-.jpg Warum sind die psychisch Kranken in finanzieller Hinsicht so arm? Oder warum werden «sozial Schwache» psychisch krank? Ein Nachruf auf Brigitte Schwaiger, die sich in die Donau fallen ließ.
Tun & lassen - Kerstin Kellermann 08.09.2010 mehr lesen +

Unterwegs zur Göttin des Vergessens

"Okaasan" - Die Suche nach der Mutter als Reise zu sich selbst

article_1536_flasar_180.jpg Milena Michiko Flaar ist eine Dichterin der inneren Extreme: Ihre Texte pendeln zuweilen zwischen rauschhaften Eskapaden einer Künstler-Bohème und heilig-nüchternen Ekstasen der Meditation. In Flaars zweiten Buch «Okaasan Meine unbekannte Mutter» begibt sich die Protagonistin auf die Suche nach der allumfassenden Mutter und landet schließlich bei sich selbst.
Artistin - Helmut Neundlinger 30.06.2010 mehr lesen +

Sound gegen Ohrschläuche!

Musikarbeiter unterwegs ... mit First Fatal Kiss und Schweinerockjazzpunk

article_1497_firstfatalkiss_180.jpg Die drei Frauen von First Fatal Kiss machen seit 2002 gemeinsam Musik. Jetzt erscheint ihr Debüt-Album. Die Musikarbeiter Lang und Krispel mögen das Café Weidinger. Nicht erst seit der dort abgehaltenen Fotosession für das demnächst erscheinende Mini-Album «Schmankerl der Schöpfung» ihrer musikalischen Freizeitbeschäftigungen Stimmgewitter Augustin und Seven Sioux, über die es einiges zu erzählen gäbe. Es sitzt und plaudert sich gut im Weidinger...
Artistin - Rainer Krispel 21.04.2010 mehr lesen +

Rund und verbündet

ARGE Dicke Weiber: Nicht das Übergewicht ist schädlich, sondern der Selbsthass

Ein wacher Geist in einem schlanken Körper? Die Modeindustrie normiert unsere Körpermaße, dünne Frauen sind ein Schönheitsideal. Der Effekt: Bereits normalgewichtige Menschen drosseln ihren Appetit. Der Schlankheitswahn drängt dicke Menschen umso mehr an den Rand der Gesellschaft. Rund 45 Prozent der Wiener Bevölkerung sind übergewichtig. Zwei Frauen der ARGE Dicke Weiber erzählten dem Augustin, wie es sich als dicke Frau in Wien lebt und warum s...
Tun & lassen - Ute Mörtl 08.04.2010 mehr lesen +

Weibliche Initiation Die Kunst des Tanzes im Bett

diekunstdestanzesimbett©.jpg In Sambia ist es Tradition, dass ältere Frauen der jüngeren Generation lernen, wie man kocht und putzt. Aber was noch wichtiger ist: Sie lernen ihnen, wie man Sex hat. Justine Sibomana durfte einer dieser sehr privaten Zeremonien beiwohnen. Aber sie hat sehr schnell gemerkt, dass nur Zuschauen keine Option war!
Tun & lassen - Justine Sibomana/Jorrit Meulenbeek 29.03.2010 mehr lesen +

Women of Rock

Borgers` Film über Nomadinnen widersteht der Versuchung, mit Mitleid zu punkten

article_1419_frauenkarawane_180.jpg Mit ihrem Film über die Kronen Zeitung löste die belgische Regisseurin Nathalie Borgers im Jahr 2002 ein Flut von Diskussionen über die wichtigste Zeitung in diesem Land und ihre Macher aus. In Die Frauenkarawane, ihrer aktuellen Dokumentation, zeigt Nathalie Borgers eine Gruppe von Frauen vom Nomadenvolk der Toubou, die einmal im Jahr durch die Sahara zieht, um sich damit ein Stück Freiheit zu erwirtschaften. Winds of Sands, Women of Rock ist de...
Artistin - Gerda Kolb 13.01.2010 mehr lesen +

Die unsichtbaren Schmähführerinnen

Humor-Arbeit: Männer empfehlen Männer, Männer stellen Männer ein

article_1410_schmähführerinnen_180.jpg Hierzulande machen meist Männer die Witze zumindest in den Medien. Für Karikaturistinnen, Fernsehkabarettistinnen und Kolumnistinnen ist es aufgrund von Seilschaften und Zugangsbarrieren schwieriger als für ihre männlichen Kollegen, in der Öffentlichkeit humoristisch aufzutreten.
Artistin - Bettina Figl 17.12.2009 mehr lesen +

Dead in Transition

Rollenbilder und Realitäten für Frauen und Männer im "Gender Check"

article_1384_chendercheck_180.jpg In Osteuropa war der Großteil der Frauen berufstätig. Der Preis, den sie in der Phase des Überganges zur Marktwirtschaft für ihre frühere Stärke im Sozialismus zahlen mussten, war dementsprechend hoch. Die Ausstellung Gender Check im MUMOK kann die Fülle an Themen und Kunst nur anreißen. Kerstin Kellermann führte für den Augustin ein Gespräch mit der teilnehmenden Künstlerin Tanja Ostojic.

Artistin - Kerstin Kellermann 04.12.2009 mehr lesen +

Wo Linz rebellisch war/ist

Aus der Kulturhauptstadt: Geschichte(n) erfahren mit dem Omnibus

Rebellinnen.jpgVon einem Kampf zum anderen, sechste Station: Altenbergerstraße Nummer 35 in Linz. Alle steigen aus dem roten RebellInnen-Omnibus und begeben sich in ein eigentlich recht unauffälliges Haus. Hier gibt es keine offiziellen Gedenktafeln oder Erinnerungsformen.


Artistin - Büro trafo.K 15.09.2009 mehr lesen +

Das verschwundene Gedächtnis einer Stadt

Wienbibliothek zeigt Kurzbiographien von Frauen

Orte in der Stadt, wo berühmte Männer wohnten oder tätig waren, sind unübersehbar. Man stößt unweigerlich auf Straßen- und Platznamen, Denkmäler, Statuen oder Gedenktafeln, die zu einem großen Teil als männlich geprägte Orientierungspunkte und Erinnerungshilfen fungieren. Doch, wo bleiben die Verewigungen der berühmten Frauen mit dieser Frage beschäftigte sich die Stadttheoretikerin Elke Krasny und liefert Antworten in einem Buch und in einer A...
Artistin - Barbara Huemer 20.05.2009 mehr lesen +
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