Kategorie: Thema :: Film Seite: 1 2

Zu See und Land

Die «Lotterie des Meeres» – Ozeanisches von A. Sekula

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Mit dem Schwerpunkt «Meere» befasst sich in diesem Jahr das tba21 in Ausstellungen, Vorträgen, Filmreihen ­u. a. «OKEANOS» titelt die Schau, die sich dem künstlerischen Vermächtnis Allan Sekulas und seinen Arbeiten zum Thema Weltmeere widmet. Sekula gilt als «wegweisende Figur und Vorreiter einer erweiterten, kritischen fotografischen Praxis».

Foto: The Estate of Allan Sekula


Artistin - Jenny Legenstein 27.02.2017 mehr lesen +

Wenn der Mittelstand einen Wutausbruch hat

Josef Hader über bürgerliche Arbeitslose und «wilde Mäuse»

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Der Mittelschicht fühlen sich alle zugehörig, sagen Umfragen. Was passieren kann, wenn ein klassischer Mittelständler seine Arbeit verliert und mit seiner Wut nicht mehr klarkommt, erzählt Josef Hader in seinem Film «Wilde Maus». Mit Jürgen Plank und Robert Fischer sprach er übers Filmemachen, über Wutbürger_innen und über Solidarität.

Fotos: Carolina Frank


Artistin - Robert Fischer 31.01.2017 mehr lesen +

Otto Alphatier trifft Otto Alphatier

Terese Schulmeisters Filmkunstwerk über die beiden Väter ihres Lebens

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Noch ein Film über die Muehlkommune, und zugleich ein Film über ihr Gegenteil, die heilige bürgerliche Kleinfamilie. Ein Film über eine real existierende Terese, die zwischen zwei real existierenden Ottos stand. Terese Schulmeister, Malerin, Filmemacherin, noch immer im Friedrichshof daheim, erzählt ihr Leben. Robert Sommer über ihren neuen Film «Ungehorsam».

Foto: Mehmet Emir


Artistin - Robert Sommer 20.12.2016 mehr lesen +

Und immer wieder diese Fiddler ...

Shalom Oida – das Jüdische Filmfestival läuft noch bis 1. Dezember

article_3806_juedfilm_doris_kittler_180.jpg «Shalom Oida» – so heißt das Jüdische Filmfestival Wien (JFW) seit einiger Zeit seine Zuschauerinnen und Fans willkommen.  Der Augustin bat seine in dieser Angelegenheit kompetenteste Mitarbeiterin, Doris Kittler (sie ist nämlich inzwischen die Kuratorin des Festivals), mittels eines Gesprächs mit Festival-Koordinatorin Rita Jelinek und Festival-Leiter Frédéric-Gerard Kaczek hinter die Kulissen zu blicken. Foto: Doris Kittler ...
Artistin - Doris Kittler 22.11.2016 mehr lesen +

Der Sandler vom Dienst

Wenn man so aussieht, als wäre man in echt einer, der man eigentlich nur beruflich ist

article_3672_slaby_wdr:eckbert_reinhar_180.jpg Klischees wirken verlässlich. Ein bestimmtes Aussehen genügt, um in einer entsprechenden Schublade zu landen. Bei Herrn Slaby ist der Fall etwas verzwickter: Das Schublade-Sitzen ist sein Nebenjob. Peter A. Krobath hat ihn zum Leben mit Stereotypen «in echt» und am Set befragt. Foto: WDR/Eckbert Reinhardt Bildunterschrift: Auch Harry Rowohlt machte Stereotype zum Job: als bärtiger «Penner» in der «Lindenstraße». ...
Tun & lassen - Peter Krobath 03.08.2016 mehr lesen +

ARTMAG: Dem Hörsaal entwachsen – Ethnografisches Filmfestival mit semi-profaner Ausrichtung: «Ethnocineca»

Hin und wieder wird in den Hörsälen der Uni Wien Brauchbares entwickelt, wie vor rund 50 Jahren die Uni-Ferkelei der Wiener Aktionisten oder vor genau zehn Jahren das Filmfestival «Ethnocineca». Dieses Festival zum internationalen ethnografischen Film ist mittlerweile der Alma Mater entwachsen und bespielt neben regulären Kinos (Votiv und De France) auch noch das Volkskundemuseum (übers Jahr hindurch wird dort der Ethnocineca-Filmclub immer am dr...
Artistin - Reinhold Schachner 26.04.2016 mehr lesen +

Ein Krieg kann auch einmal zu Ende gehn

Mirjam Unger über ihre Nöstlinger-Verfilmung «Maikäfer flieg»

article_3537_maikaefer_robert_fischer_180.jpg Kriegsende 1945 in Wien: Eine Stadt zwischen Verzeiflung und Aufbruchstimmung. Christine Nöstlingers beindruckenden Erinnerungen an diese Zeit sind 1973 im Buch «Maikäfer flieg» erschienen. In Kürze kommt die gelungene Verfilmung von Mirjam Unger ins Kino. Im Interview mit Robert Fischer erzählt Mirjam Unger über die Entstehung des Films und persönliche Erinnerungen an den ersten eigenen Kinobesuch. Foto: Robert Fischer  ...
Artistin - Mirjam Unger 10.04.2016 mehr lesen +

Der Brechreiz zur «Zeit im Bild»

Ein schmales Œuvre mit großer Wucht: Guy-Debord-Werkschau im Filmmuseum

article_3444_filmstill_guy_debord_1959_180.jpg «Die Revolution ist aufs Neue zu erfinden, das ist alles!», lautete der Leitspruch der «Situationistischen Internationale» (SI), die mit künstlerisch-experimentellen Mitteln, insbesondere mit Elementen der Werbung, auf den Plan getreten ist, den aufblühenden Nachkriegskapitalismus aus den Angeln des Alltags zu heben. Die SI wurde 1957 von einem gewissen Guy Debord mitgegründet und agierte, besser noch agitierte bis zur Selbstauflösung 1972. Film...
Artistin - Reinhold Schachner 02.02.2016 mehr lesen +

Ein Film, ein Haus und kein Happy End

Filmhaus «Annelie»: von der Absteige zum Design-Hotel

article_3335_annelie-derfilm.de_180.jpg Vor zwei Jahren berichteten wir hier von einem Film, der der Münchner Wohnpolitik eine gezielte Watsche gibt: «Annelie», das Porträt einer Pension für ehemalige Wohnungslose. Anfang Dezember wird «Annelie» beim Filmfestival «This Human World» gezeigt – danach diskutieren wir mit Expert_innen der Wohnungslosigkeit aus Wien und Budapest. Frank Seibert hat sich inzwischen im Zentrum der teuersten Stadt Deutschlands herumgetrieben, um zu erfahren, wa...
Artistin - Frank Seibert 24.11.2015 mehr lesen +

Drei Punkte für den Schönbornpark

Jahrgang 2008 – Der Beserlpark-Report damals und der Schönbornpark heute

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In einer zehnteiligen Serie, dem Beserlpark-Report, nahm im Jahr 2008 der Augustin Parkanlagen in Wien unter die Lupe, die entweder abseits oder versteckt liegen. Von diesem Report angesteckt, schaute sich Reinhold Schachner sieben Jahre später einen Park an, der zwar zentral und gar nicht versteckt liegt, aber trotzdem vielen nicht richtig präsent ist. Aber wie lange noch …?

Foto: Irmgard Derschmidt


Vorstadt - Reinhold Schachner 10.07.2015 mehr lesen +

Augustine haut ab

Wie kann man sexualisierte Gewalt in Bilder übersetzen, ohne sie zu verstärken?

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Die Linzer Tagung «Kicking Images» erforscht Bilder zu sexualisierter Gewalt. Kerstin Kellermann hat sich dort umgehört und mit der Künstlerin Letizia Werth über ihre Graphitzeichnungen von Frauen in psychiatrischen Zwangssituationen gesprochen.

Zeichnung: Letizia Werth


Artistin - Kerstin Kellermann 09.06.2015 mehr lesen +

Durch das Wirrwarr der Wörter

Mit «Rosi, Kurt und Koni» filmt Hanne Lassl sich an den Analphabetismus heran

article_2973_film@stadtkino_180.jpg Funktionaler Analphabetismus – das bedeutet nicht, dass man gar nicht lesen und schreiben kann. Aber zu welch geringem Ausmaß man es kann, wird von der Umgebung als unzureichend empfunden. Es entspricht nicht den «Gepflogenheiten». Eine knappe Million Österreicher_innen sind davon betroffen. Woran liegt das und was bedeutet es für ein einzelnes Leben? Hanne Lassl hat für ihren Dokumentarfilm «Rosi, Kurt und Koni» drei Leute gefunden, die mit ihr ...
Artistin - Veronika Krenn 17.03.2015 mehr lesen +

Die Geschichte von den Arbeiter_innen, die zu ihrer eigenen Gewerkschaft wurden

Italien: Eine Industrienation stirbt aus, ihr Arbeiterkino lebt hoch!

article_2869_italine_carolinafrank_180.jpg Mailand, Industriegebiet: Eine weitere Fabrik soll zugesperrt werden. Die Arbeiter_innen kämpfen fünfzehn Monate und acht Tage um ihren Erhalt. Zuerst mit Selbstverwaltung des Betriebes, dann mit Belagerung der Straßen, zuletzt mit der Besetzung von vier Kränen. Was gilt es zu gewinnen? «Entfremdete Arbeit», sagen die Filmschaffenden Silvia Luzi und Luca Bellino, aber auch die gelte es in bestimmten Momenten zu verteidigen. Luzi und Bellino haben...
Artistin - 17.02.2015 mehr lesen +

Macondo liegt in Simmering

Sudabeh Mortezai schreibt mit ihrem preisgekrönten Spielfilm Stadtgeschichte

article_2780_macondo_filmladen_filmver_180.jpg Sudabeh Mortezai hat eine bewegte Filmgeschichte. Sie hat ein Kino geleitet, bei Festivals gearbeitet und Dokumentarfilme gedreht. Jetzt hat sie ihren ersten Spielfilm produziert und staubt damit Preise ab. «Macondo» ist die Geschichte eines Kindes, das sich mit der Erfahrung der Flucht, dem Tod des Vaters und dem Ankommen in einer mäßig freundlichen Stadt namens Wien herumschlagen muss. Im Gespräch hat Sudabeh Mortezai erzählt, wie sie Macondo k...
Artistin - Lisa Bolyos 25.11.2014 mehr lesen +

Genauer hinsehen

Leinwand und Podium im Zeichen der Menschenrechte

article_2779_thw_j.m._louis:shnp3_180.jpg Das Filmfestival this human world lädt zehn Tage lang zu Filmen, Diskussionen, Workshops, Lectures, Konzerten und Partys. Schwerpunktthemen sind in diesem Jahr unter anderem Einblicke ins Leben hinter Gittern, Syrien im Film und queer-lesbische Pornos aus der Punkszene. Foto: J.M. Louis/SHNP3 ...
Artistin - Jenny Legenstein 25.11.2014 mehr lesen +

«Der Augarten wäre in fünf Minuten vollgebaut»

«Auf den Barockaden» dokumentiert kreativen Widerstand im Kinoformat

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Prunkvoll protestieren. Der Widerstand gegen den Bau des MuTh-Konzertsaals im Augarten war vielfältig, bunt und lustvoll. Die Kino-Doku «Auf den Barockaden» ruft die Ereignisse um den Augartenspitz in Erinnerung und soll Mut machen kreativ Zivilcourage zu zeigen. Die Filmemacherin Doris Kittler im Augustin-Interview.

Foto: Filmstill Doris Kittler


Artistin - Jenny Legenstein 28.09.2014 mehr lesen +

«Ich war immer ein linkes Mädchen»

Erni Mangold über Erotik im Alter, späte Liebe und Frauensolidarität im Backstagebereich

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Erni Mangold ist eine ziemlich «wüde Henn», zuletzt hat man sie schwer bewaffnet im Münchner Tatort gesehen, jetzt lässt sie im Film «Der letzte Tanz» die Hüllen fallen und hat mit 87 Jahren ihre erste Sexszene gedreht. Im Augustin-Interview erzählt die Wahlwaldviertlerin übers Verliebtsein, über spinnerte Wiener_innen und über ihr Faible für junge Leute.

 

Foto: Christian Sturm


Artistin - 22.06.2014 mehr lesen +

Ein Balkan-Roadmovie

«Traversing the Balkans» - Stummfilme, experimentell vertont

article_2524_traversing_180.jpg Die Österreich-Premiere fand bei «Crossing Europe» in Linz statt, doch vorgelagert war eine Reise quer durch den Balkan: wie es sich für ein Roadmovie gehört. Und von solch einem sprechen Maja Osojnik, Matija Schellander und Karl Wratschko, wenn sie «Traversing the Balkans» erklären.
Artistin - Lisa Bolyos 19.05.2014 mehr lesen +

Geschichte nachverhandeln

Vier filmische Versuche über den Nationalsozialismus

article_2480_film_180.jpg Auch die diesjährige Diagonale, das Grazer «Festival des österreichischen Films», ist zur Zufriedenheit vieler zu Ende gegangen: Gratulieren können wir vor allem Tina Leisch zu ihrem Anteil am Carl Mayer Drehbuchpreis und Ruth Beckermann zum Großen Diagonale-Dokumentarfilmpreis für «Those Who Go Those Who Stay» (siehe Augustin Nr. 363). In vielen verschiedenen Facetten wurde auch in der 2014er-Filmauswahl die Auseinandersetzung mit dem Nationalso...
Artistin - Lisa Bolyos 29.03.2014 mehr lesen +

Elisabeth Scharang: Schiele nicht auf den Markt, sondern ...

... erzähle Storys, für die du brennst

article_2466_scharang_180.jpg Elisabeth Scharang nimmt sich trotz einer intensiven Arbeitsphase Zeit für einen Minztee im Café Menta. Die Regisseurin steht zum Zeitpunkt des Augustin-Gesprächs mitten in der Fertigstellung ihres neuen Dokumentarfilms «Kick Out Your Boss». Ein konstruktiver Kontrapunkt zum Klagen über schlechte Arbeitsbedingungen. Der Film hatte auf der Diagonale in Graz Premiere, und rund um den 1. Mai ist Kinostart, wenn alles nach Plan läuft.   Fo...
Artistin - Ute Mörtl 16.03.2014 mehr lesen +

«Wege, Umwege»

Über Flucht und andere Bewegungen - Ruth Beckermanns neuer Film

article_2465_beckermann_180.jpg In Ruth Beckermanns künstlerischem Schaffen sind Migration, Reisen, Ankommen, Aufbruch immer wiederkehrende Motive, ihre jüngste Filmarbeit «Those Who Go Those Who Stay» beschäftigt sich nahezu ausufernd mit diesem Themenkreis. Ein Augustin-Interview mit der Autorin und Regisseurin über ein sich veränderndes Europa, Textilien als roter Faden, das Moment der Ratlosigkeit und die offene Form als filmisches Mittel.
Artistin - Jenny Legenstein 16.03.2014 mehr lesen +

«Wir werden ein bisschen andere Menschen sein»

«Forever not alone» porträtiert sechs Mädchen zwischen Kindischseindürfen und Erwachsenwerdenwollen

article_2326_forever_180.jpg Sechs Schülerinnen vom Hernalser Parhamerplatz und ein Sommer, wie es ihn - selbstredend - nie mehr geben wird. Das ist der Stoff von Caroline Bobeks und Monja Arts Dokumentarfilm «Forever not alone». Zwischen unrunder Selbstfindung, ziemlich guten Witzen und ein bisschen Musikvideoatmosphäre begleiten die Filmemacherinnen mit solidarischem Blick die «Chillerclique» auf einem kurzen Wegstück zum Erwachsenwerden.
Artistin - Lisa Bolyos 04.09.2013 mehr lesen +

«Wenn du heiratest, fängt der Wahnsinn erst an»

Anja Salomonowitz' Film gegen das unmenschliche System des Fremdenrechts

article_2310_anja_180.jpg «Die 727 Tage ohne Karamo» ist ein Dokumentarfilm von Anja Salomonowitz, der ein Problem von vielen binationalen Paaren schon im Titel anspricht: Trotz Heirat muss der/die nicht-österreichische Partner_in das Land verlassen. Und auch sonst macht die Gesetzgebung Beziehungen zu Nicht-EU-Angehörigen zum dauernden Hindernislauf. Die Regisseurin spricht im Augustin-Interview über ihren Film. Auch AUGUSTIN TV sendet dazu: http://okto.tv/augustin ...
Artistin - Jenny Legenstein 02.09.2013 mehr lesen +

Queerer Alltag

Wiens Queer Film Festival ist 20: Identities 2013

article_2257_queer_180.jpg Jedes zweite Jahr können sich an Genderfragen, der Vielgestaltigkeit von (geschlechtlichen) Identitäten und an Grundthemen gesellschaftlichen Lebens/wandels Interessierte Informationen, Anregungen und Unterhaltung via Kino aneignen. Identities, Österreichs einziges Queer Film Festival und zweitgrößte Filmveranstaltung der Stadt, geht zum zehnten Mal über die Bühne.
Artistin - Jenny Legenstein 29.05.2013 mehr lesen +

«Musik, woraus alles Übel entsteht»

Entdeckungen in den Bezirksmuseen - Beispiel Mariahilf

article_2181_augustin_339_fertig_klein_180.jpg Da sitzt er in seinem Büro, der "Herr" über wahrscheinlich eines der schönsten und reichsten Museen dieser Art, tagtäglich, oft auch an Sonn- und Feiertagen.. Das Haus, in dem das Bezirksmuseum untergebracht ist, ist eines dieser gepflegten alten Wiener Spätgründerzeithäuser mit fast herrschaftlichem Entree. Erich Dimitz, studierter Psychologe, u.a. Bezirksrat im 6. Wiener Gemeindebezirk, übernahm - nach umfassender Renovierung und Neugestaltung ...
Artistin - Barbara Huemer 06.03.2013 mehr lesen +

Von Mieten und Mythen

Ein Filmfestival für Menschenrechte und für eine lebenswerte Stadt

article_2093_thishumanw_180.jpg Ende November beginnt in Wien das fünfte Menschenrechtsfilmfestival, dessen Schwerpunkt heuer auf Urbanismus liegt, auf dem Phänomen «Stadt».

Artistin - Werner Hörtner 14.11.2012 mehr lesen +

Was kuckst du, bin ich Kino?

Wien feiert queer-migrantische Weltpremieren

article_2092_queermigr_180.jpg Queer-migrantische Filmtage, das klingt nach etwas, was Rio de Janeiro oder Berlin Kreuzberg schon längst erfunden haben. Denkste! Der Wiener Verein Migay ist zumindest lässt sich kein Gegenbeweis finden Urheber dieser einleuchtenden Idee. «Es geht um Sichtbarkeit, und kein Ort ist dafür besser als die große Kino-Leinwand», begründet Yavuz Kurtulmu, Obmann von Migay, die Formatwahl.
Artistin - Lisa Bolyos 14.11.2012 mehr lesen +

Nicht nur gezeichnet

Immer eine neue Masche: Trickfilme von Frauen

316_artmag©tricky_women.jpg Mit Nadel und Faden stellen die Frauen der indischen Kutch-Region nicht nur Kleidungsstücke und textile Accessoires her, mit ihren Stickereien bilden sie auch ihre Lebenswelt ab. In «The Stitches Speak» bringt Nina Sabnani diese Handarbeiten in Bewegung, verwendet sie als Grundlage für einen Animationsfilm, in dem Menschen aus Kutch in ihren Worten und ihren eigenen Bildern aus ihrer Geschichte und von der Entstehung eines Sozialprojektes erzähle...
Artistin - Jenny Legenstein 08.03.2012 mehr lesen +

Parabel vom guten Tod

Andreas Dresens Film über das Sterben eines Durchschnittsbürgers

Aus vergangenen Jahrhunderten ist ein Büchlein mit dem Titel «Ars moriendi», zu Deutsch «Kunst des Sterbens», überliefert, mit Hilfe dessen sich die Leser_innen auf einen guten Tod vorbereiten sollten. Selbstverständlich war nach damaligen (also christlichen) Verständnis, Voraussetzung des friedvollen Ablebens, dem Bösen widerstanden zu haben und mit den entsprechenden Sakramenten versehen worden zu sein.
Artistin - Jenny Legenstein 23.02.2012 mehr lesen +

Aus der Mülltonne gerettet

Marginalisierte Filme im Brennpunkt Forschung im Filmmuseum

Das Österreichische Filmmuseum ist mehr als nur ein besonderes Kino: Archiv und Forschungsstätte, Ort von Bildung und Vermittlung. Ein Gespräch mit Dr. Ingo Zechner und Dr. Paolo Caneppele vom ÖFM über die Rettung von Filmen und ein Forschungsprojekt zu filmischen Dokumenten aus der Zeit des Nationalsozialismus.
Artistin - Jenny Legenstein 09.02.2012 mehr lesen +

OLIVER STANGL & CHRISTIAN TOD

«Es muss was geben» (DVD)

article_1863_aufglegt-esmusswasgeben_180.jpg Inspiriert von Andreas Kumps (Shy) Linz-Musik-Doku-Buch «Es muss was geben» haben Oliver Stangl und Christian Tod dieses Film-Monster zusammenmontiert: Aus Originalaufnahmen und Interviews mit den Protagonist_innen von damals.
Artistin - Mario Lang 30.11.2011 mehr lesen +

Tür ins Hinterland

Iranische Künstler_innen im 5. Bezirk

Bunte kurze Röcke tänzeln auf einem weißen Hintergrund. Keine Frauen, keine nackten Beine die ideale Modeschau für den Iran. Dachte Thomas Buchsbaum, österreichischer Botschafter in Teheran, und lud die Künstlerin Gudrun Wallenböck 2010 dorthin ein.
Artistin - Marlene Gölz 17.11.2011 mehr lesen +

Feuerlegen in Venedig

Neo- und Ex-Österreicher_innen im Simbabwe- und Roma-Pavillon

article_1818_theaterabsurd2_180.jpg «Die Idee einer Nation muss als Vorstellung von Gemeinschaft erneuert werden», steht im niederländischen Pavillon auf der Biennale Venedig. Der thailändische Pavillon in einem Kaffeehaus erfindet die eigene Nation «Navinland» und Wachmänner mit Pistolen bewachen den illuminierten Gottvater, fliegend mit Gänsen, von Tintoretto («La creazione degli animali» 1518). Der illuminierte Jesus gibt anderen zu trinken. Simbabwe und die Roma stellten zum er...
Artistin - Kerstin Kellermann 30.09.2011 mehr lesen +

Filmbild und Stadtbild

Wien wird mittels Filmprojektor analysiert

«Ephemer», sagt der Duden, kommt aus dem Griechisch-Lateinischen (wörtlich «für einen Tag») und bedeutet: «nur kurze Zeit bestehend, flüchtig, rasch vorübergehend (u. daher ohne bleibende Bedeutung)». Vom Verschwinden bedroht ist das Medium Film heute durch die Digitalisierung des Bewegtbildes, misslicher noch steht es um marginale Formen des Films wie Amateur-, Gebrauchs- oder Experimentalfilm.
Artistin - Jenny Legenstein 22.09.2011 mehr lesen +

«Öl schwimmt immer oben»

Filmemacher Severin Fiala über seine Arbeit, die Filmakademie und «Onkel» Ulrich Seidl

art-severinfiala2©klausp.jpg Severin Fiala dreht seit Kleinkindalter Filme, gründete als Teenager die Ölfim Productions und studiert seit 2005 Drehbuch bei Walter Wippersberg an der Wiener Filmakademie. Der Film «Elefantenhaut», den er zusammen mit Ulrike Putzer drehte, zeigt den drückenden Alltag Österreichs samt Altenpflege, tristen Firmenfeiern und einer dubiosen Elvis-Personifikation. Diese Darstellung regionaler Härte setzte sich auch auf internationalen Filmfestivals d...
Artistin - Clemens Marschall 01.06.2011 mehr lesen +

Überall die Finger drinnen

Wie Sabine Marte mit dem «Schnipselautomaten» die Programmierkunst revolutioniert

article_1691_sabine_marte_180.jpg Die Video- und Performancekünstlerin Sabine Marte, auch als Musikerin in den Formationen SV Damenkraft und Pendler unterwegs, gewann letztes Jahr mit ihrem experimentellen Kurzfilm «B-Star, untötbar! Reloaded» den Diagonale-Preis für innovatives Kino. Auch bei der diesjährigen Diagonale Ende März ist Sabine Marte vertreten. Sie hat den Festival-Trailer mit dem Titel «Do we need to have an accident» produziert und gemeinsam mit Bildhauer Clemens H...
Artistin - Gerda Kolb 10.03.2011 mehr lesen +

Alle Götter auf unserer Seite

Regisseur Julian Pölsler über die Literaturverfilmung "Die Wand"

art-diewand©elisabethpla.jpg Die Wiener Filmproduktionsgesellschaft coop99 arbeitet in Gosau/Oberösterreich an einem neuen, engagierten Filmprojekt. «Die Wand», der bekannte Roman von Marlen Haushofer, in dem eine Frau komplett abgeschnitten von jeglicher Zivilisation in einer Jagdhütte allein mit Tieren lebt, wird gerade mit Martina Gedeck verfilmt. Der Augustin traf Regisseur Roman Pölsler zum Gespräch über sein Herzensprojekt.
Artistin - Michael Lippitsch 28.07.2010 mehr lesen +

Shopping, als gäbe es kein Morgen

Katharina Weingartner zur abnehmenden Symbolkraft des Markenschuhs

article_1515_weingartner_180.jpg Die südostasiatische Sklavenindustrie erblasst vor Neid, wenn es um die Bedingungen der US-Häfenindustrie geht. Katharina Weingartner zeigt die konkurrenzlos günstige Produktion im Gefängnis auf, dokumentiert die Rache am Logo und verfolgt die zwiespältige Strategie der Sportschuh-Vermarktung. In ihrem aktuellen Filmprojekt geht es um «das Ende der Konsumwelt, wie wir sie kennen».
Artistin - Karl Weidinger 02.06.2010 mehr lesen +

Eine Art Orgien-Mysterien-Spiel

Von der Angst (des Toreros) über die Würde (des Stiers) zum Tod (von beiden)

article_1465_filmarena_180.jpg Vor den Recherchen zu seinem Dokumentarfilm «Arena» (seit 5. März im Kino) hatte Günter Schwaiger wie die meisten Menschen ein eher distanziertes Verhältnis zum Stierkampf. Der in Neumarkt/Salzburg geborene Regisseur, der seit 18 Jahren in Madrid lebt, begann sich aus ethnologischen Gründen für die Corrida zu interessieren und stieß dabei auf archaische Instinkte, die vor allem TierschützerInnen sehr schwer zu erklären sind. Ein Augustin-Gespräch...
Artistin - Dagmar Haier 10.03.2010 mehr lesen +

Herzausreissen oder wie man weglässt

article_1453_karinberger_180.jpg Karin Berger praktiziert eine Form der respektvollen Annäherung an die Frauen, die man in ihren Filmen kennen lernt. Sie eröffnet zugleich auch einen Erfahrungszusammenhang, der über die jeweiligen individuellen Biografien hinausweist. Karin Berger gehört somit zu jener Generation heimischer Dokumentarfilmschaffender, die sich den Film nutzbar machte, im Sinne einer Gegenöffentlichkeit und für eine kritische Auseinandersetzung mit österreichicher...
Artistin - Dagmar Haier 24.02.2010 mehr lesen +

Women of Rock

Borgers` Film über Nomadinnen widersteht der Versuchung, mit Mitleid zu punkten

article_1419_frauenkarawane_180.jpg Mit ihrem Film über die Kronen Zeitung löste die belgische Regisseurin Nathalie Borgers im Jahr 2002 ein Flut von Diskussionen über die wichtigste Zeitung in diesem Land und ihre Macher aus. In Die Frauenkarawane, ihrer aktuellen Dokumentation, zeigt Nathalie Borgers eine Gruppe von Frauen vom Nomadenvolk der Toubou, die einmal im Jahr durch die Sahara zieht, um sich damit ein Stück Freiheit zu erwirtschaften. Winds of Sands, Women of Rock ist de...
Artistin - Gerda Kolb 13.01.2010 mehr lesen +

Nimm`s Geld und renn weg

Franco Nero: Erinnerungen einer Italowestern-Legende

Franco Nero ist ein Schauspieler von Weltrang. Der 68-jährige Italiener hat mit den größten Stars und Regisseuren zusammengearbeitet. Claudia Cardinale, Anthony Quinn oder Bruce Willis waren seine Filmpartner. Als «Django» ging er in die Filmgeschichte ein. Er prägte das Genre des Italowestern ähnlich stark wie Clint Eastwood. Mit dem Augustin sprach er über Österreich-Bezüge und über seine Projekte abseits des «Django»-Kultes, deren Subversivi...
Artistin - Michael Lippitsch 23.10.2009 mehr lesen +

Bilder der Liebe

Über eine nicht alltägliche Form, Film und Musik gemeinsam zu erleben

Universalove ist eine neue Art von Musikfilm. Erarbeitet von der Band Naked Lunch mit dem Regisseur Thomas Woschitz der den Film als große Liebesgeschichte verstanden wissen will. ...
Artistin - Rainer Krispel 11.08.2009 mehr lesen +

Drin is a ned bessa ois wia drausd

"Gangster Girls" - ein Kinofilm hilft, eine versiegte Debatte wiederzubeleben

Filmpräsentation im Kino am Spittelberg. Das graue Haus in der Schwarzau ist bunt maskiert, und die Masken tun ihr Werk. Sie verhüllen und enthüllen zugleich, verbergen Gesichter, entlarven unsinnige Zwänge zur angeblichen Besserung, machen Personen unkenntlich und Schicksale sichtbar. Siebzig Minuten lang, Szene auf Szene, spielen die Gefängnisfrauen sich selbst in der Glitzerschminke außerirdischer Feen. Tragik im Prunkkleid wirkt unbeschwert ...
Artistin - Franz Blaha 08.04.2009 mehr lesen +

Gegen jede Banalisierung

Bogdan Bogdanovi und seine Flucht ins Surreale: Interview mit Reinhard Seiß

Dem Belgrader Architekten, Urbanisten, Literaten und Philosophen Bogdan Bogdanovi ist derzeit eine Ausstellung im Architekturzentrum Wien gewidmet. Der Wiener Raumplaner, Filmemacher und Fachpublizist Reinhard Seiß hat einen zweistündigen Dokumentarfilm über den nun in Wien lebenden großartigen Nonkonformisten gedreht, Roman Seidl, ebenfalls Raumplaner und Fotograf, sprach für den Augustin mit Seiß über den Film, über Bogdanovi und dessen Heimat ...
Artistin - Roman Seidl 25.03.2009 mehr lesen +
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