Kategorie: Thema :: Gesundheitswesen Seite: 1 2

Selbstbestimmung quo vadis?

Sachbuch: Pränataldiagnostik und Behinderung

article_3979_selbstbestimmung_180.jpg «Mein Bauch gehört mir!» – Dieser feministischen Slogan ist ein Klassiker, wenn es um das Recht auf Abtreibung geht. Die deutsche Journalistin Kirsten Achtelik versucht in ihrem Buch «Selbstbestimmte Norm. Feminismus, Pränataldiagnostik, Abtreibung» die Frage zu stellen, ob Feministinnen jede Art von Abtreibung verteidigen sollen, und ob die Pränataldiagnostik (PND) rein der Vorsorge dient oder eigentlich behindertenfeindlich ist.
Tun & lassen - Ruth Weismann 13.03.2017 mehr lesen +

Gesundheit als Ware

Oder rechnerische Verwirrungen im Wiener Gesundheitssystem

article_3795_much_180.jpg

Die Stadt Wien rühmt sich, ihrer Bevölkerung ein modernes und umfangreiches Gesundheitssystem zur Verfügung zu stellen.  Ob dies allerdings auch weiterhin der Fall sein wird, ist unklar. Der Anästhesist Michael Roter (Name geändert) erklärt, warum es «moderne Arbeitszeiten» nur mit mehr Personal geben kann, und zeigt die Hintergründe der aktuellen Proteste der Ärztinnen und Ärzte auf.

Illu: Much


Tun & lassen - 08.11.2016 mehr lesen +

Einer flog über das Kuckucksnest

Das System 2

article_3712_system2_grafik-web_180.jpg

«Das ist eine wirklich gute Psychologin!» Diese Worte meiner neuen Psychiaterin gingen mir durch den Kopf, auf dem Weg zu einer Praxis für Psychologische Diagnostik. Nach meinen bisherigen Erfahrungen war ich eher skeptisch.

Illustration: Karl Berger


Dichter Innenteil - Grasel 12.09.2016 mehr lesen +

Arzt bestätigt Augustin-Kritik

Zu den vier Klassen unseres Gesundheitssystems

article_3685_krankenhaus_karl_berger_180.jpg Auf großes Leser_inneninteresse ist der Artikel über die österreichische Klassenmedizin in der Ausgabe Nr. 418 («Bitte kommen Sie in meine Praxis» – Per Zuzahlung zum schnellen Operationstermin) gestoßen. Viele Mediziner_innen profitieren davon, vielen aber ist nach Widerstand zumute. «Leider» könne er «keinen Satz» an den Wahrnehmungen unserer Autorin Anna Herr bezweifeln, mailte uns der Wirbelsäulenspezialist Univ.-Doz Dr. Werner Lack. Er habe ...
Tun & lassen - 31.08.2016 mehr lesen +

Do schaust!

Brillenaktion beim Augustin

article_3602_brillenaktion_mario_lang_180.jpg

Alle zwei Jahre verwandelt sich die «Lounge», wie der Augustin-Besprechungsraum hochtrabend genannt wird, in eine Sehtestpraxis und ein Brillenmodenstudio. Tataaa, die Optiker_innen sind da!

Foto: Mario Lang


Tun & lassen - 07.06.2016 mehr lesen +

eingSCHENKt: Demenz – Immer noch ich

«Mein Name ist Helga Rohra. Ich bin ein Mensch, der an Demenz erkrankt ist. I belong to you.» So stellt sich Helga Rohra vor, sie war 54 Jahre alt, als sie die Diagnose Demenz erhielt. Nimmt Demenz einem Menschen die Persönlichkeit? Die Antwort von Helga Rohra ist: «Nein. I belong to you. Ich stehe trotzdem neben dir.» ...
Tun & lassen - Martin Schenk 29.03.2016 mehr lesen +

Ruhigstellung mit Todesfolgen

Zwangsbehandlung ist verboten – aber auch hinter Gittern?

article_3458_haefn1_180.jpg Das deutsche Bundesverfassungsgericht hat in einer Grundsatzentscheidung der Zwangsbehandlung enge Grenzen gesetzt. In Österreich ist sie im Maßnahmenvollzug immer noch gängige Praxis. Wer dagegen protestiert, wird wegen «mangelnder Compliance» nicht entlassen. Von Katharina Rueprecht (Text) und Silke Müller
(Illustration).
Tun & lassen - Katharina Rueprecht 02.02.2016 mehr lesen +

Geht´s mich was an: Was es bedeutet, nicht versichert zu sein

Dirty – Dangerous – Difficult. Diese Schlagwörter beschreiben undokumentierte Arbeit, d. h. Arbeit ohne Aufenthalts- und/oder Arbeitspapiere, am treffendsten. Das zeigt auch der Fall von Herrn R. sehr deutlich, der sich im Juni des vergangenen Jahres an die UNDOK-Anlaufstelle wandte und nun vor Gericht Recht bekommen hat. Doch alles der Reihe nach.
Tun & lassen - 14.04.2015 mehr lesen +

Krank und vor dem Nichts

eingSCHENKt

Seit ihrer Scheidung leidet die 45-Jährige Erika S. an Depressionen und Angstzuständen. Die Firma, in der sie in der Buchhaltung gearbeitet hat, kündigte sie. Seit vielen Monaten ist die Frau wegen ihrer psychischen Beschwerden in Behandlung. Jetzt bekommt sie kein Krankengeld mehr. Entweder sie bricht ihre Behandlung ab, oder sie steht völlig ohne soziale Absicherung da.
Tun & lassen - Martin Schenk 31.03.2015 mehr lesen +

Liebe als Drogentherapie

Sensationelle Erfolge abseits der offiziellen Medizin

article_2567_drogen_180.jpg

In Kolumbien arbeitet ein Claretiner-Priester seit 30 Jahren mit drogensüchtigen Straßenkindern und straffälligen Jugendlichen zusammen. Mit spektakulärem Erfolg. Tausende von ihnen wurden bisher resozialisiert, stehen heute im Berufsleben, einige haben ein Universitätsstudium begonnen.

Foto: Wolfgang Heindl/SEISOFREI


Tun & lassen - Werner Hörtner 22.07.2014 mehr lesen +

Mit dem TuWas!Pass zum Gratis-Sport

Der Verein Bewegungshunger macht's möglich

article_2464_sport_180.jpg Der 10 Jahre alte, erfolgreiche, in Nachbarländern bereits «geklonte» Kulturpass hat einen Bruder bekommen, den TuWas!Pass. Menschen, die unter der Armutsgrenze leben müssen, bekommen damit Zugang zu kostenlosen Sport- und Bewegungsangeboten in Kursen von Sportvereinen.
Tun & lassen - 10.03.2014 mehr lesen +

Die Legende vom Storch und vom Frosch

Schwangerschaftsabbruch in Österreich

article_2439_storch_180.jpg «Jedoch es gibt im Leben immer wieder Neider / Die Ärzte ham ihr's Handwerk abgestellt. / Die machen heut genau dasselbe, aber leider / Verlangen's dafür zehn mal so viel Geld.» So singt Helmut Qualtinger vom Ende des Berufsstandes der Engelmacherin. Der Schwangerschaftsabbruch kostet die Patientin nicht nur «zehn mal so viel Geld», sondern ist auch moralisch beladen wie kein anderer medizinischer Eingriff. Ein Rückschritt in Richtung Fremdbestim...
Tun & lassen - Lisa Bolyos 05.02.2014 mehr lesen +

Das «neunerhaus»-Experiment

Ist die Vision von einer «anderen Obdachlosenhilfe» Wirklichkeit geworden?

article_2438_neunerhaus_180.jpg Eine den Grünen nahestehende Bürger_inneninitiative hat vor nunmehr fünfzehn Jahren für eine neue, demokratische Form von Obdachlosenunterkünften protestiert. Niemand der Beteiligten hätte damals antizipieren können, dass dieser Protest sich schlussendlich zu einer handfesten, institutionalisierten und von der Stadt anerkannten Praxis der Solidarität mit den Ärmsten veredelte - zum «neunerhaus»-Experiment mit Häusern in der Hagenmüllergasse, in d...
Tun & lassen - Robert Sommer 05.02.2014 mehr lesen +

Ein widerständiger Arzt erzählt sein Leben

Werner Vogts Buch «Mein Arztroman - ein Lebensbericht»

article_2425_arzt_180.jpg Als aus «Narren» Patienten wurden war einer der Überschriften, die mir als Titel für eine Geschichte über Werner Vogt und sein neues Buch «Mein Arztroman - ein Lebensbericht» (Edition Steinbauer, 320 Seiten, € 22,50) eingefallen war; ich überlegte, ob «Milliardengewinne für Implantate-Industrie und das Hundstorferdeutsch» passender wäre, dachte an einen Aufmacher wie: «Chirurgen sind keine Fleischermeister, sondern Uhrmacher» und schließlich...
Tun & lassen - Gerald Grassl 21.01.2014 mehr lesen +

Knappheit: das Hamsterrad im Kopf

eingSCHENKt

Es sei wie ein "Hamsterrad im Kopf", sagt Maria, die mit ihren drei Kindern fast zwei Jahre am sozialen Limit leben musste. Den ganzen Tag quälen die Sorgen und das Getöse im Kopf: Miete, Heizkosten, Lebensmittel . Jetzt nur keinen Schulausflug, der was kostet! Und nichts was kaputt wird! Und ja nicht krank werden! Und bitte nicht noch ein Problem im Betrieb! "Ich lebte von einen Tag in den andern", erzählt Maria. "Ich war ziemlich allein mit all...
Tun & lassen - Martin Schenk 13.10.2013 mehr lesen +

Schulanfang nicht leistbar

eingSCHENKt

Ein guter Start am Schulanfang wird sich für viele Kinder heuer nicht ausgehen. 135.000 Kinder und Jugendliche gelten als von Armut betroffen. Und über 200.000 Kinder leben in äußerst beengten Verhältnissen, wo sie mit großer Wahrscheinlichkeit zu wenig Platz zum Spielen und Arbeiten haben.
Tun & lassen - Martin Schenk 17.09.2013 mehr lesen +

«I' hab a Hornhautentrümpelung»

Brillenaktion für Augustinverkäufer_innen

article_2290_brillen_180.jpg Ende Juni fand beim Augustin zum wiederholten Male eine Augenrettungsaktion statt: Eine gutgelaunte Kombo an Optikern machte rund sechzig Einzelberatungen zum Thema neue Brillenfassung und neue Dioptrien-Zahl.
Tun & lassen - 24.07.2013 mehr lesen +

Grundeigentum muss Thema werden!

Nicht nur das Wiener Wasser gehört allen, sondern auch - der Steinhof

article_2258_steinhof_180.jpg Das neoliberale Dogma «privat statt Staat» feiert auch in einer Stadt Triumphe, in der die regierenden Sozialdemokraten ihren «Kampf gegen die Privatisierung» plakatieren. Vielleicht hilft's - und das Wiener Hochquellwasser bleibt auch weiterhin öffentliches Gut. SPÖ-Plakate gegen die Verscherbelung der besten Immobilienlagen der Stadt wird man andererseits vergeblich suchen. Das riesige Areal des Otto-Wagner-Spitals auf dem Steinhof droht mittel...
Tun & lassen - 29.05.2013 mehr lesen +

Die Landnahme am Donaufeld

In Transdanubien wird der Wunsch nach mehr Platz für gute Essensproduktion Wirklichkeit

article_2247_landnahme_peter_a_krobath_180.jpg Die Gruppe SoliLa! besetzt Ackerland am viel verplanten Donaufeld. Sie fordert damit eine selbstbestimmte Stadtgestaltung und eine solidarische Nahrungsmittelproduktion auf kleinstrukturierten Nutzflächen im Stadtgebiet.
Tun & lassen - 15.05.2013 mehr lesen +

«You don't go back to your Lager!»

Aufrufe zum Durchhalten von und an Flüchtlingsfrauen

article_2246_konferenz_mahdiyeh_kalhor_180.jpg Menschenfeindliche und erniedrigende Lebensbedingungen herrschen in den Flüchtlingslagern des reichen Deutschland vor. Die Frauen-Flüchtlingskonferenz in Hamburg gab einer algerischen Journalistin, die direkt vor der Abschiebung steht, wieder Kraft weiterzukämpfen.
Tun & lassen - Kerstin Kellermann 15.05.2013 mehr lesen +

Die Institution macht depressiv

Bettlegrigkeit ist (k)ein Delikt, das Entmündigung erfordert

Die 54jährige Verena W. leidet seit 30 Jahren an Multipler Sklerose. Bis zu ihrem 48. Lebensjahr lebte sie zu Hause. Ausschlaggebend für ihre Zustimmung zur Übersiedlung in ein Pflegeheim war das Versprechen: «Hier haben Sie Betreuung rund um die Uhr, es ist immer jemand da für Sie!» Jetzt leidet Verena W. nicht nur an MS, sondern an einer «totalen Institution». Es ist eine bekannte Wiener Langzeitpflegeinstitution, deren Namen wir bei uns behalt...
Tun & lassen - 03.10.2012 mehr lesen +

Geschlossene Kassengesellschaft

Proteste gegen Einsparungen, die den Zugang zur Psychotherapie erschweren

Die aktuellen Einsparungen der Wiener Gebietskrankenkasse erschweren den ohnehin limitierten und diskriminierenden Zugang zur Psychotherapie. Die lückenhafte Versorgung lässt nicht nur psychisch kranke Menschen im Stich, sondern hat auch auf gesellschaftlicher Ebene einen hohen Preis zur Folge, kritisieren die Interessensvertretungen der Therapeutinnen und Therapeuten.
Tun & lassen - Simone Grössing 03.10.2012 mehr lesen +

So schaut's aus

EingSCHENKt

Was stimmt? Einkommensarme gehen lieber zum Facharzt oder lieber ins Krankenhaus. Sie bekommen mehr oder weniger Medikamente verschrieben. Sie beziehen Mindestsicherung dauerhaft oder eher kurzfristig?
Tun & lassen - Martin Schenk 04.10.2011 mehr lesen +

Giftcocktail

eingSCHENKt

In Österreich werden innerhalb eines Jahres von rund 900.000 Menschen Leistungen wegen psychischer Erkrankungen in Anspruch genommen. Damit stieg die Zahl der Krankenstände wegen psychischer Diagnosen österreichweit von 2007 bis 2009 um 22 %, die Zahl der Krankenstände wegen körperlich bedingter Krankheiten hingegen nur um 10 %. Wurden im Jahr 2009 rund 900.000 Patienten auf Kassenkosten wegen psychischer Beschwerden versorgt, waren es im Jahr 20...
Tun & lassen - Martin Schenk 12.07.2011 mehr lesen +

«Wir kommen immer wieder!»

Über den weltfremden Versuch der Stadt, die Drogenpolitik der Polizei zu überlassen

tun-karlsplatzszene©pete.jpg Jede größere Stadt hat eine offene Drogenszene. Die in Wien ist relativ klein. Trotzdem versucht die Stadt sie loszuwerden, mit massivem Polizeieinsatz und Baumaßnahmen.
Tun & lassen - Peter Krobath 15.06.2011 mehr lesen +

Grindig? Abgelaufen? Verschimmelt?

Vinzi-Markt-Leiterin wehrt sich gegen Vorwürfe

2013 wird der 20. Geburtstag des Grazer VinziDorfes gefeiert, die bekannteste Obdachlosen-Einrichtung der christlichen Vinzenzgemeinschaft und ihres charismatischen Pfarrers Wolfgang Pucher. Sein persönlicher Einsatz im Kampf gegen das steirische Totalverbot des Bettelns hat die Menge seiner Bewunderer weiter vergrößert. Inzwischen zählen auch Sozialmärkte zum «Sozialimperium» der Gemeinschaft. Hier scheint die Bewunderung nicht ganz so ungeteilt...
Tun & lassen - Robert Sommer 18.05.2011 mehr lesen +

Kommt Bewegung in die Hanfbewegung?

Augustin-Interview mit Howard Marks alias «Mr. Nice»: starker Tobak

article_1716_tun-hanfhowardmarks_180.jpg Viel Feind, viel Ehr und ein Verbot. Der Hanf als gemeinsamer Gegner und natürliche Bedrohung. Seit dem Schulterschluss der Lobbyisten von Tabak, Baumwolle, Papier, Kunststoff und Pharma ist der Hanf (mit wissenschaftlichem Namen Cannabis sativa) als Droge geächtet und somit verboten. Stellt sich nur die Frage: wie lange noch?
Tun & lassen - Karl Weidinger 21.04.2011 mehr lesen +

Die Geschichte des Johann

Siebzehn Pharmazeutika oder eine Portion menschlichen Respekt

Als «austherapiert» und «pflegebedürftig» galt der 55-jährige Johann H, unter schwerer Medikation in einem Pflegeheim untergebracht. Seit Jänner 2011 lebt der Mann wieder in seinem Haus.
Tun & lassen - Rainer Krispel 07.04.2011 mehr lesen +

In der Dusche mache ich ihn fertig

Auch in «Mörder»-Briefen wird fündig, wer das Archaische im Strafvollzug bekämpft

Häftlingsbriefe lesen heißt beobachten, wie der Staat Rache ausübt an Menschen, die einmal ausgerastet sind und etwas Unverzeihliches taten. Nach der Lektüre vieler solcher Häftlingsbriefe (ob die darin enthaltenen Schilderungen im Einzelnen auch stimmen, können wir natürlich kaum untersuchen) stellt sich die Frage, was es der Gesellschaft bringen soll, wenn der Strafvollzug auf der zentralen Idee der Rache basiert. Rache ist definiert als gefühl...
Tun & lassen - Redaktion 18.01.2011 mehr lesen +

Vermögenssteuer auf Arme

eingSCHENKt

In der Steiermark wird der Regress in der Sozialhilfe und in der Pflege wieder eingeführt. Das wirkt wie eine Vermögenssteuer auf Arme und die Mittelschichten. Während vermögensbezogene Steuern als Beitrag der obersten, reichsten 10 Prozent nicht eingeführt werden, ist es offenbar kein Problem, die mittleren und unteren Haushalte mittels Regress voll zu belasten.
Tun & lassen - Martin Schenk 12.01.2011 mehr lesen +

Alleinerzieherinnenbeschwerde

Kinderarmut: Sichtbar machen, was unsichtbar in Österreich ertragen wird!

article_1604_alleinerzieherinnen_180.jpg Wir befinden uns noch im «Europäischen Jahr 2010 zur Bekämpfung von Armut und sozialer Ausgrenzung». Aus diesem Anlass veranstaltete die österreichische Plattform für Alleinerziehende (ÖPA) am 8. Oktober 2010 einen Studientag im Linzer Wissensturm. Der Titel des Studientages lautete «Wege aus der Kinderarmut Kinder in alleinerziehenden-Familien» und er spricht Bände. Obwohl ich selbst Alleinerzieherin bin, wurde mir erst durch diesen Studientag...
Tun & lassen - Michaela Schreiner 03.11.2010 mehr lesen +

Die Mündel der Henriette

Kein Besuchsrecht, kein Gastrecht, kein Sexrecht, kein Recht, sich zu separieren

article_1600_hausordnung_180.jpg Erich Mühsam, der klügste deutsche Anarchist des ersten Viertels des 20. Jahrhunderts, gelangte zu einer Erkenntnis, mit der er seiner Zeit auf geniale Weise voraus war: die Humanität einer Gesellschaft (sinngemäß zitiert) erkenne man daran, wie in den Gefängnissen mit den sexuellen Bedürfnissen der Gefangenen umgegangen wird. Fast hundert Jahre später ist dieses wichtige Kriterium der Lebensqualität selbst in jenen Institutionen tabu, in denen M...
Tun & lassen - Robert Sommer 03.11.2010 mehr lesen +

Der Coup der Landlords

Aus dem Pakistan-Journal einer österreichischen NGO-Mitarbeiterin

article_1576_pakistan_180.jpg Der Rückgang des Medieninteresses an der Hochwasserkatastrophe in Pakistan, die 14 bis 20 Millionen Menschen obdachlos machte, suggeriert einen Normalisierungsprozess. Das Gegenteil ist der Fall.
Tun & lassen - Claudia Villani 23.09.2010 mehr lesen +

Wohin aber mit dem Wahnsinn?

Mit dem 500-Schilling-Schein hätte auch gleich die Psychiatrie verschwinden müssen

jauregg©oenb.jpg Dass eine öffentliche Ader in Wien, und sei es auch nur ein unbedeutender Weg im 14. Bezirk, nach dem Rassenhygieniker Wagner-Jauregg benannt ist, kann als Signal verstanden werden: Auch in dieser Stadt wird, wie fast überall sonst, die alte Psychiatrie betrieben. Zwar in liberalisierter, modernisierter Form, aber im Grunde als Fortsetzung der Technik des Ausschlusses «ökonomie-unverträglicher» Menschen.
Tun & lassen - Robert Sommer 08.09.2010 mehr lesen +

Der Streik der Restaurant-Sklaven

Frankreichs travailleurs sans papiers mobilisierten für ihr Aufenthaltsrecht

Sie arbeiten, zahlen Sozialversicherung und haben dennoch keine gültige Aufenthaltsgenehmigung. In diese absurde Situation drängt das französische Recht tausende Menschen, die vorrangig aus ehemaligen Kolonialstaaten im Land der Franternité, Egalité und Liberté ihr Auskommen suchen. Streiks der betroffenen sans papiers haben nun aufgezeigt, welche Sektoren ohne ihre Arbeit still stehen würden, und führten zu gesetzlichen Reformen.
Tun & lassen - Florian Müller 28.07.2010 mehr lesen +

Gleichheit macht glücklich

"Verblüffend" fand der Epidemiologe R. Wilkinson die Resultate seiner eigenen Studien

article_1533_wilkinson_180.jpg Die britische Tageszeitung «The Guardian» bezeichnete das kürzlich auf Deutsch erschienene Buch von Richard Wilkinson und Kate Pickett als das vielleicht wichtigste des Jahres 2009. Der Augustin sprach mit dem Epidemiologen der University of Nottingham, der seit Jahrzehnten zu Ungleichverteilung, Sozialkapital und Gesundheit forscht.
Tun & lassen - Martina Handler 18.06.2010 mehr lesen +

Besuchen Sie die Singlekocherei

Christas Sparküche

Im mittlerweile elften Jahr der Sparküche wurde es Zeit, das Konzept der Rubrik zu überdenken. Die wesentlichen und hübsch einige unwesentliche, aber dennoch interessante Grundzutaten und -vorgänge sind beschrieben, ein umfangreiches Repertoire an Rezepten angeboten. Die kommenden Texte werden daher einem veränderten Konzept folgen. In der Augustin-Rubrik Sparküche wird es vermehrt um übergeordnete Themen gehen, die bisher nur in Ausnahmefälle...
Tun & lassen - Christa Neubauer 14.04.2010 mehr lesen +

Wenn die Kameras verschwinden ...

Dass Haiti das ärmste Land ist, ist nur die halbe Wahrheit.

article_1430_haiti_180.jpg Im Augenblick gebe Haiti eine »dramatische Story« im Fernsehen ab, sagte die in Miami lebende haitianische Schriftstellerin Edwidge Danticat, »aber wenn die Kameras verschwinden, blicken die Menschen wieder weg«. Ähnlich die Journalistin und Haiti-Expertin Amy Wilentz: Die Haitianer seien »nur beliebt, wenn sie sterben«. Tatsächlich lauten die gängigen Klischees, die von dem verarmten und zerstörten karibischen Nachbarland gepflegt werden, »boat ...
Tun & lassen - Robert Sommer 27.01.2010 mehr lesen +

Krank und keine Versicherung

eingSCHENKt

Im Süden von Wien, weit draußen zwischen dröhnenden Autobahnen und trostlosen Gewerbeparks, hat eine kleine Ambulanz geöffnet für all jene, die durch das Netz der Gesundheitsversorgung fallen. Bei Amber-Med arbeiten Allgemeinmediziner, Kinderärzte und Gynäkologen, derzeit unentgeltlich. Die PatientInnen werden mehr. Insgesamt sind über 100.000 Menschen in Österreich nicht krankenversichert, das sind fast zwei Prozent der Wohnbevölkerung. Gemeinsa...
Tun & lassen - Martin Schenk 13.01.2010 mehr lesen +

Kapitalismus schlich sich in die Subjekte

Oskar Negt im Augustin-Gespräch: Warum uns die Gesellschaft depressiv macht

Anlässlich der Selbstmorde bei der Telecom France und des Skandals um die Sammlung von ÖBB-Krankenstandsdaten weist der Soziologe Oskar Negt auf die Überforderung der Abeitnehmer hin, die zunehmend nach innen gedrückt wird. Negt tritt für den Ausbau des sozialen Gemeinwesens ein, um zunehmender Bindungslosigkeit der Menschen im Arbeitsleben entgegenzutreten, denn derzeit profitieren die Rechtsextremen davon. ...
Tun & lassen - Kerstin Kellermann 04.11.2009 mehr lesen +

Alt sein nicht leicht gemacht

Der Fonds Soziales Wien sorgt einmal mehr für Verwirrung

Der Fonds Soziales Wien (FSW) gliedert die Sozialarbeit aus den Beratungszentren für Pflege und Betreuung in eigene GmbH aus. Damit wird eine unbürokratische, leicht zugängliche Anlaufstelle für ältere Menschen und deren Angehörige, die bisher durch SozialarbeiterInnen und SeniorenberaterInnen nicht nur Beratung, sondern auch Unterstützung geboten hat, zerstört. Intern machen sich Unzufriedenheit und Ohnmachtsgefühle breit. Die ungenannt bleiben...
Tun & lassen - Robert Sommer 01.07.2009 mehr lesen +

... röchelnde Sandler

Nach Hofer-Biotonnen-Skandal: Jetzt bräuchten die Quotenjäger ...

Gegen die Iden des März hat sich der Himmel zwischen Simmering und Sattledt bedrohlich verdunkelt so viel Staub hat unsere Recherche über die vergifteten Lebensmittelabfälle beim Hofer aufgewirbelt. Im Folgenden ein Bericht, was nach der Augustin-Veröffentlichung über die gefährlichen Obdachlosenfallen in Wien geschah. ...
Tun & lassen - Felix Erich Mautner 25.03.2009 mehr lesen +

Die Biotonnenvergifter

Hofer - Container als Obdachlosenfalle

In Wien werden, im wahrsten Sinne des Wortes, biotonnenweise intakte Lebensmittel einer Supermarktkette weggeschmissen, anstatt diese an Bedürftige oder an Sozialmärkte weiterzugeben. Dies ist allerdings nur der kleinere Teil des Skandals. Denn, sobald Obst, Gemüse und Brot in der Mülltonne sind, werden sie vom Personal mit Reinigungsmitteln vergiftet, damit sie ungenießbar werden. Dass dadurch Menschen gesundheitlich gefährdet werden, muss den ...
Tun & lassen - Felix Erich Mautner 25.02.2009 mehr lesen +
Kategorie: Thema :: Gesundheitswesen Seite: 1 2