Kategorie: Thema :: Integration Seite: 1 2

Die Freiwillige Liese oder der Verlust des Ideellen

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Liese nennt sich die Pensionistin Anneliese gern. Sie nennt das, was sie seit Jahren für Gottes Lohn tut, stets Arbeit, nicht Beschäftigung, aktives Altern. Nach mehr als 10 Jahren ehrenamtlicher Arbeit hält sie kurz inne und schaut und hört sich um. Was sagen Politikerinnen und Politiker über den Gebrauch freiwilliger Dienste?

Illustration: Karl Berger


Dichter Innenteil - Elfriede Gans 12.03.2017 mehr lesen +

Wir sind die 9 Prozent

Kleidervorschriften, Fußfesseln, Mindestlohn – ein Regierungsprogramm

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Frauen wird gesagt, was sie (nicht) anziehen dürfen, ein «Verdacht auf einen Verdacht» hebt die Unschuldsvermutung auf, und der soziale Wohnbau soll in Zukunft Gewinn bringen. Aber zumindest darf man gegen all das weiterhin demonstrieren! Ruth Weismann und Lisa Bolyos haben Expert_innen zum Arbeitsprogramm der Bundesregierung befragt. Mitarbeit: Christof Mackinger

Foto: Mehmet Emir


Tun & lassen - Ruth Weismann , Lisa Bolyos, Christof Mackinger 14.02.2017 mehr lesen +

Eine neue Eurovision

Im niedersächsischen Hitzacker baut eine Genossenschaft in Gemeinschaft

article_3914_eurovision_lena_maja_woeh_180.jpg Aus dem Nichts entsteht ein Dorf im Wendland für Familien, Flüchtlinge und Ältere. Im Kleinen wollen die Bewohner_innen dort vorleben, wie das Europa der Zukunft aussehen könnte. Benjamin Laufer (Text) und Lena Maja Wöhler (Fotos) besuchten Hitzacker/Elbe.
Vorstadt - Benjamin Laufer 14.02.2017 mehr lesen +

«Ich bin die Chefin»

Augustinverkäuferin Eunice

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Wenn es keinen Augustin gäbe – ich weiß nicht, was passieren würde. Als ich mit dem Verkaufen anfangen konnte, das war vor vier oder fünf Jahren, war das sehr gut für mich. In der Wollzeile ist mein Verkaufsplatz.

Foto: Evi Rohrmoser


Tun & lassen - 06.12.2016 mehr lesen +

Eine Saison später

Migrant_innen im Wiener Fußball

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Wie hat sich der in puncto Migration ereignisreiche Herbst 2015 auf den Wiener Fußball ausgewirkt? Wer hat wie geholfen, wie geht es weiter? Eine Suche nach Antworten von Hannes Gaisberger.

Foto: Stefan Schlögl


Vorstadt - Hannes Gaisberger 22.11.2016 mehr lesen +

Mehr als nur Zugvögel der Konjunktur

50 Jahre jugoslawische Gastarbeit – ein Ausstellungsbesuch

article_3697_gastarbeit_180.jpg «Unter fremdem Himmel» begann vor fünfzig Jahren ganz offiziell die Ära der jugoslawischen Gastarbeiter_innen in Österreich. Eine Ausstellung trägt Erinnerungen zusammen. Lisa Bolyos (Text und Fotos) hat sich zwischen Kolaric-Plakaten und Jugopop umgeschaut.
Artistin - Lisa Bolyos 13.09.2016 mehr lesen +

Die Schlacht um Floridsdorf oder Sag mir wo die Blumen sind

Herr Groll auf Reisen. 287. Folge

article_3709_420-hr.groll_mario_web_180.jpg Der Dozent traf seinen Freund an der Tankstelle Brünner Straße/Gerasdorfer Straße. Herr Groll hatte sich neben dem Eingang aufgepflanzt. Vor ihm stand ein Campingtischchen, darauf lagen militärwissenschaftliche Bücher, unter ihnen Thukydides’ «Der Peloponnesische Krieg», Schriften von Theodor Körner und Clausewitz, Che Guevara, Ho Chi Minhs Arbeiten über den Dschungelkrieg sowie Sun Zus Klassiker «Die Kunst des Krieges» aus dem sechsten vorchrist...
Dichter Innenteil - Erwin Riess 12.09.2016 mehr lesen +

Im besten Hotel Europas

Athen: ein Straßenzeitungstreffen und vierhundert selbstorganisierte Flüchtlinge

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Das «Internationale Netzwerk der Straßenzeitungen» tagte diesen Sommer in Athen. Die Metropole der europäischen Krisenpolitik floriert auf ihre ganz eigene Art. Lisa Bolyos ist im «besten Hotel Europas» abgestiegen und hat sich die Stadt von dort aus angesehen.

Foto: infomobile.w2eu.net


Tun & lassen - Lisa Bolyos 03.08.2016 mehr lesen +

Ein Problem wird übersiedelt

Von der U6, den Drogen und einer weit verfehlten Stadtpolitik

article_3673_u6_silke_mueller_180.jpg Die Drogenszene an der U6 hat im Frühjahr für Stimmung gesorgt: Die Grünen machten für einen kontrollierten öffentlichen Raum mobil, die Wiener Linien sprachen von Sicherheit und meinten Vertreibung, und die Stadt hat es geschafft, ihre Drogenabhängigen wieder mal woandershin zu schieben. Christian Bunke (Text) und Silke Müller (Illustration) denken darüber nach, was das verschärfte Suchtmittelgesetz und ein versagter Arbeitsmarktzugang miteinand...
Tun & lassen - Peter Krobath 03.08.2016 mehr lesen +

EingSCHENKt: Europa ist mehr

Großbritannien verlässt die EU. Der britische Premier Cameron hat sich bisher gegen die sozialen Teile des Lissabon-Vertrags gewehrt, das Armutsreduzierungsziel der EU torpediert, Finanzregulierungen verhindert, die Kommerzialisierung sozialer Dienste wie Pflege oder Bildung vorangetrieben.


Tun & lassen - Martin Schenk 06.07.2016 mehr lesen +

Augustinerin Chioma: Am Westbahnhof geblieben

article_3655_augustinerin2©andreas_he_180.jpg Mein Vorname ist dir nicht vertraut? Ich komme aus Nigeria und bin vor rund zehn Jahren in Österreich gelandet, direkt in Wien. Meine Tochter musste ich nachholen, was sehr, sehr aufwendig und mühsam gewesen ist. Sie ist jetzt 18 Jahre alt und besucht ein Gymnasium, wo sie nächstes Jahr zur Matura antreten wird. Daher spricht sie auch sehr gut Deutsch, aber zu Hause unterhalten wir uns auf Englisch. Ich habe zwar Deutschkurse besucht, aber mein E...
Tun & lassen - 06.07.2016 mehr lesen +

Schach, Oida!

Eine Willkommenskultur auf 64 Feldern macht sich in der Stadt breit

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Schach ist eine universelle Sprache, hat keine Heimat, braucht keine Integration, es reicht aus, sich über die basalen Regeln zu verständigen. Kurto Wendt (Text) und Bianca Traxler (Fotos) besuchten am Weltflüchtlingstag eine Schachveranstaltung.

Foto: Bianca Traxler


Vorstadt - Kurto Wendt 06.07.2016 mehr lesen +

«Papa ist ein Alliierter»

Nacherzählt & wahrgenommen: die Geschichte Schwarzer Österreicher_innen seit 1946

article_3553_schwarzoesterr_sammlung_l_180.jpg «Aber woher bist du wirklich?», werden sie gefragt. Und schief angeschaut, wenn sie «Donaustadt» als Antwort geben. Rund 400 Kinder von afroamerikanischen Soldaten und Weißen Österreicherinnen kamen in der Nachkriegszeit auf die Welt. Sie sind Teil der ersten Generation nach dem Faschismus. Ein Forschungs- und Ausstellungsprojekt widmet sich ihrer Geschichte. Lisa Bolyos durfte ein paar Blicke in das gesammelte Material werfen. Foto: Sammlung «L...
Tun & lassen - Lisa Bolyos 26.04.2016 mehr lesen +

Instrumentalisierung des Kölner Silvesters

Welche «Ethnie» macht das Oktoberfest zum Risiko für Frauen?

article_3437_frauen_180.jpg Wenn es stimmt, dass die «mob-artigen» Überfälle auf Frauen während des Silvesterrummels im Zentrum von Köln Teil des «Kriegs mitten in Europa» waren, ist das Münchner Oktoberfest für die Opfer schon lange ein katastrophalerer Kriegsschauplatz. Text und Foto von Robert Sommer.
Tun & lassen - Robert Sommer 19.01.2016 mehr lesen +

Dannebergpredigt: Schleierfahndung

Kapazitätsorientiert (Wirtschaftsminister Mitterlehner) assoziiert eine Obergrenze für sachliches Handeln. KAPOVAZ (kapazitätsorientierte variable Arbeitszeit) hatte für Handelsangestellte, meist weiblich, die Arbeit auf Abruf eingeläutet und den geregelten Schutz von Arbeitszeiten zu Gunsten der Wirtschaft ausgehebelt. Heute verbindet Mitterlehner mit dem Adjektiv eine Obergrenze für flüchtende Menschen, die in unserem Land Schutz suchen. Das Bo...
Tun & lassen - Bärbel Danneberg 19.01.2016 mehr lesen +

Die Sortierung der Flüchtlinge: Eben WEIL sie unsere Werte teilen, kommen sie

Die Flüchtlinge aus dem Nahen Osten und aus Afrika, namentlich jene mit muslimischem Hintergrund, teilen «unsere Werte» nicht, und bald bilden sie jene kritische Masse, die das Wertesystem zum Kippen bringen wird. Und wenn es kippt, ist es vorbei mit der modernen Trennung von Kirche und Staat und mit der Gleichberechtigung der Frauen. So oder ähnlich lautet das Katastrophenszenario, das uns konservative und reaktionäre Politiker_innen vorzeichnen...
Tun & lassen - Redaktion 08.12.2015 mehr lesen +

Radio Augustin: Die Caritas baut ihr Spektrum sozialer Unternehmen aus – Babylonisches Gewirr in magdas Hotel

«50 Prozent unserer Mitarbeiter kommen aus jobschwierigen Situationen. Das sind Langzeitarbeitslose, Flüchtlinge, Menschen mit Behinderungen oder Haftentlassene», sagt Gabriela Sonnleitner, die Leiterin der magdas-Social-Business-Gruppe, die von der Caritas der Erzdiözese Wien betrieben wird. «Um diese Menschen kümmern wir uns und geben ihnen eine zweite Chance, weil sie genauso zu einem wirtschaftlichen Erfolg beitragen können, wie jeder andere ...
Tun & lassen - Jürgen Plank 08.12.2015 mehr lesen +

Dannebergpredigt: Sternschnuppen 2

Vor kurzem schrieb ich unter dem Titel «Sternschnuppen» über die wunderbare Hilfsbereitschaft der Zivilgesellschaft in der Flüchtlingsfrage, die der Politik weit voraus ist. Und ich schrieb über die radikalverbale Abschottungsgesinnung eines Nachbarn im Waldviertel, der seiner Angst vor einem unüberschaubaren Flüchtlingsstrom Luft machte: «Die bringen wir nie wieder los», meinte er, und sollten wir Flüchtlinge ins Dorf bringen, würde er den ganze...
Tun & lassen - Bärbel Danneberg 08.12.2015 mehr lesen +

Das ABC des Amerlinghauses

Wie geht´s der Alternativkultur im Zentrum des Konsumwahnsinns?

article_3356_amerling_mehmet_emir_180.jpg Das Amerlinghaus im Spittelbergviertel hat als Freiraum eine besondere Stellung. Es verteidigt seine Position dort, wo das Phänomen der Privatisierung und Kommerzialisierung der Städte ohne Zurückhaltung wütet. Robert Sommer versucht, am Ende des 40. Jubiläums-Jahres des Kulturzentrums mit seinem «Alphabet des Amerlinghauses» dessen Bedeutung als Insel des Seins im Ozean des Habenwollens darzustellen. Foto: Mehmet Emir ...
Artistin - Robert Sommer 08.12.2015 mehr lesen +

Die Sprachensprecherinnen

Dolmetscher_innen als Teil einer Willkommenskultur – zwei Porträts

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Marhaba! Salaam! Für viele ankommende Refugees sind Dolmetscher_innen nicht bloß Übersetzer_innen, sondern auch emotionale Bezugs- und Vertrauenspersonen. Vina Yun hat zwei von ihnen getroffen.

Foto: Carolina Frank


Tun & lassen - Vina Yun 24.11.2015 mehr lesen +

Wer solidarisch ist, wird entmutigt

Spießrutenlauf für Privatpersonen, die Flüchtlingswohnraum anbieten

article_3286_wohn_180.jpg Im rotblau regierten Burgenland ist ein von einer Privatperson angebotenes, allen Kriterien entsprechendes Aslwerber_innen-Quartier behördlich abgelehnt worden, weil die Fenster nur zu öffnen, aber nicht zu kippen sind. Dahinter könne nur böse Absicht stecken, meinen burgenländische Menschenrechtsaktivist_innen.
Tun & lassen - Robert Sommer 10.11.2015 mehr lesen +

Nachbar_innenstadt: Neue Nachbar_innen in der Stadt

Es war rein zufällig, dass ich Emma und Joudi kennenlernte. Joudi war eine von 16 per Zufallsauswahl ausgewählten in Wien lebenden Frauen, die zu einem eineinhalbtägigen Beteiligungsformat, dem Bürger_innen-Rat «Frau sein in Wien», eingeladen worden war, den ich moderierte. Joudi ist Syrerin. Ihr Deutsch ist noch nicht gut, sie wollte aber unbedingt teilnehmen. Davon informierte mich der Vater am Telefon, in sehr gutem Deutsch, und bat, dass Emma...
Vorstadt - Martina Handler 10.11.2015 mehr lesen +

«Helfen können»

Lokalmatadorin Nr. 350: Marlene Panzenböck

article_3251_loma_mario_lang_180.jpg Marlene Panzenböck setzt sich dafür ein, dass
Flüchtlinge in Wien zur Schule gehen können.
Von Uwe Mauch (Text) und Mario Lang (Foto).
Vorstadt - Uwe Mauch 13.10.2015 mehr lesen +

Bittere Arbeitsbedingungen

Was Grenze, Ausbeutung und Obst verbindet

article_3198_volkskunde_180.jpg In der Migrationsdebatte kennt man den Arbeitsmarkt betreffend zwei gängige Vorurteile – «Die nehmen uns die Arbeitsplätze weg» vs. «Die sind zu faul zum Arbeiten» – und weiß nicht, für welches man sich entscheiden soll. Dass beide nicht stimmen, sondern dass Aslywerber_innen der Arbeitsmarktzugang bis auf minimale Ausnahmen versperrt bleibt, ist ein Wissen, dass erst verbreitet werden muss.
Tun & lassen - Lisa Bolyos 31.08.2015 mehr lesen +

Fünfzigtausend Gründe, warum Integration Einmischung heißt

Keivan Amiri gibt nicht nur dem Taxistreik ein Gesicht

384_taxi©michael_bigus.jpg Richtige Integration heißt, sich engagieren, sagt Keivan Amiri. Am Tag des Akademikerballs hat er «fünfzigtausend Gründe» gefunden, nicht zur Hofburg zu fahren. Aber auch sonst ist er ein Umtriebiger, der zwischen Teheran und Neuburg, zwischen Taxifahren und Kammerwahlen für Gerechtigkeit sorgen will. Kurto Wendt hat Keivan Amiri gefragt, wie er wurde, was er ist - und Michael Bigus hat das «Gesicht des Taxistreiks» fotografiert.
Tun & lassen - Kurto Wendt 18.02.2015 mehr lesen +

«Paradigmatisch für die Wiener Geschichte»

Eine Wanderausstellung über eine historische Minderheit - die «Ziegelböhm»

article_2871_ziegel_180.jpg Im Favoritener Karl-Wrba-Hof initiierte «Wohnpartner», ein Nachbarschaftsservice im Wiener Gemeindebau, Gesprächskreise mit Zeitzeug_innen der sogenannten Ziegelböhm. Auf Basis dieser Gespräche wurde eine kleine, aber sehr feine Wanderausstellung entwickelt. Reinhold Schachner sprach im volksmündlich auch als «Senfbau» bezeichneten Gemeindebau mit dem Kurator Andreas Rechling und dem ehrenamtlichen Mitarbeiter Nikolaus Salzer über die Ziegelböhm ...
Vorstadt - 17.02.2015 mehr lesen +

Runterqualifizieren

eingSCHENKt

article_2339_schenk_180.jpg Wenn es keinen geförderten und gewollten sozialen Aufstieg von Zugewanderten gibt, muss man Qualifizierte durch Diskriminierung dazu bewegen, dass sie die schlechter qualifizierten Tätigkeiten ausführen.
Tun & lassen - Martin Schenk 03.10.2013 mehr lesen +

Liebes Wahlvolk!

Frühjahr 2012: Die u. a. von SOS Mitmensch initiierte Kampagne «Machen wir uns stark» fordert einen vollen Zugang zum Arbeitsmarkt für Asylbewerber_innen sowie Möglichkeiten zur Aus- und Weiterbildung, insbesondere die Lehrlingsausbildung für Jugendliche.
Tun & lassen - PrekärCafé 12.06.2013 mehr lesen +

Großmütter, die regieren, und Kärntner, die helfen

Véro La Reine vereint traditionelle Bikutsi-Musik mit der Moderne ihrer Erfahrungen

article_2268_vero_180.jpg Bikutsi-Musik diente den Frauen in Kamerun früher als Möglichkeit, Sorgen auszutauschen und sich Tipps und Ratschläge zu holen. In der Öffentlichkeit zu sprechen statt Probleme zu schlucken. Die hart arbeitende Musikerin Véro La Reine will diese Tradition weiterführen.
Artistin - Kerstin Kellermann 11.06.2013 mehr lesen +

Sprachenträume in der Traumsprache

Viele Kinder in Wien sind problemlos polyglott - wer Deutschzwang will, ist bildungsfeindlich

Wos voikommen unpackbar is und wos an nua mehr wundat,
de san so deppat und woin zruck ins vurige jahrhundert
(Attwenger)

Auf Wiener Kinderspielplätzen wird in vielen Sprachen kommuniziert. Nach den Vorstellungen rechter Politiker soll das in Kinderbetreuungseinrichtungen und sonstigen Bildungsanstalten anders sein. Nanu, wer träumt denn da? Und wovon eigentlich?

Tun & lassen - Klaus Federmair 06.03.2013 mehr lesen +

Was kuckst du, bin ich Kino?

Wien feiert queer-migrantische Weltpremieren

article_2092_queermigr_180.jpg Queer-migrantische Filmtage, das klingt nach etwas, was Rio de Janeiro oder Berlin Kreuzberg schon längst erfunden haben. Denkste! Der Wiener Verein Migay ist zumindest lässt sich kein Gegenbeweis finden Urheber dieser einleuchtenden Idee. «Es geht um Sichtbarkeit, und kein Ort ist dafür besser als die große Kino-Leinwand», begründet Yavuz Kurtulmu, Obmann von Migay, die Formatwahl.
Artistin - Lisa Bolyos 14.11.2012 mehr lesen +

Mein letzter Brief

Briefe an die Mama

Hallo Mama!
Mir geht es zurzeit nicht so gut. Der Bundespräsident hat mich damals, als er die Ausstellung im Austrian Culture Forum in New York besucht hat, wo ich mitgewirkt habe, nicht zu sich eingeladen. Ich konnte nur über meine ausgestellten Fotos erzählen.
Dichter Innenteil - Mehmet Emir 17.10.2012 mehr lesen +

Zeit für bessere Schule

eingSCHENKt

Hakan ist durch die Hauptschule gekommen. Irgendwie. «Ich weiß nicht, was ich dort gelernt hab», murmelt er, während sein Kugelschreiber über ein bereits zur Hälfte beschriebenes Blatt Papier flitzt. «Englisch, Mathe keine Ahnung. Viele Noten waren geschenkt. Ehrlich.»
Tun & lassen - Martin Schenk 02.05.2012 mehr lesen +

Bildung ist nicht alles

eingSCHENKt

Deutschlernen sei der Schlussel zur Integration, heißt es. Die Sache ist aber komplizierter, sonst mussten die Jugendlichen in den Pariser Vorstädten bestens integriert sein, sprechen sie doch tadellos Französisch. Es fehlt an Jobs, Aufstiegsmöglichkeiten, Wohnraum, guten Schulen. Ein Schlussel braucht immer auch ein Schloss.
Tun & lassen - Martin Schenk 09.02.2012 mehr lesen +

Wir sind uns selbst fremd

Mehmet Emirs Brief an die Mama

Hallo Mama!
Ich weiß, Dir geht es nicht besonders gut. Wie geht es Vater? Solltest Du nach meinem Befinden fragen Allah sei Dank ich kann nicht wirklich klagen, aber arbeiten muss ich viel! Und verliebt habe ich mich auch schon lange nicht mehr. Heutzutage ist es schwer, sich in meinem Alter zu verlieben.
Dichter Innenteil - Mehmet Emir 03.11.2011 mehr lesen +

In der Luft hängen

Bericht über eine hartnäckige Unterstützungsverweigerung

Die türkische Regisseurin Emel Heinreich bringt seit Jahren Themen wie Zwangsheirat, Migration, Heimat und Identität auf die Bühne. Mit erfolgreichen Tourneen durch ganz Österreich nur in Wien wird ihre Arbeit von der öffentlichen Hand nicht geschätzt.
Artistin - Werner Hörtner 08.09.2011 mehr lesen +

irgendwann was Schlimmes passiert

Trauma-Forscherin mit Fokus auf Südosteurooa

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Die Politik und die verletzte Seele. Ihr würde ganz viel einfallen, um mehr Gerechtigkeit ins Asylwesen zu bringen, sagt die Psychologin und Trauma-Expertin Dr. Brigitte Lueger-Schuster im Augustin-Interview. «Es fragt mich das Innenministerium allerdings nicht!»


Tun & lassen - Marlene Gölz 24.08.2011 mehr lesen +

Dieses Land ist unser Land

Erledigen wir nicht die Drecksarbeiten für euch? Und ihr nennt uns integrationsfeindlich?

article_1698_migranten-aktionstag_180.jpg Man wirft uns MigrantInnen vor, dass wir nicht integriert sind. Warum eigentlich? Zahlen wir nicht Steuern? Zahlen wir nicht unsere Wohnungen? Erledigen wir nicht die billigsten Jobs? In dieser Hinsicht, als Nettozahler, scheinen wir genug integriert zu sein. Nur wenn wir Gleichheit fordern, gelten wir als nicht integriert. Da wird von den Herrschenden «Integriert euch!» gerufen.
Tun & lassen - Ljubomir Bratic 29.03.2011 mehr lesen +

Politik des Immer-Schlimmer

Susanne Scholl kennt Flüchtlinge, die besser deutsch sprechen als die Innenministerin

article_1667_susanne_scholl_180.jpg Von 1991 bis 2009 war Susanne Scholl mit einer Unterbrechung Korrespondentin des ORF in Moskau. Seit ihrer Pensionierung schreibt sie in den «Salzburger Nachrichten» und in «News», ist Buchautorin und unterrichtet am Institut für Slawistik. Sie ist engagiert gegen die unmenschlichen Fremdengesetzte und hat aktuell einen offenen Brief an Kanzler, Vizekanzler und Innenministerin geschrieben (siehe am Ende des Interviews), in dem sie gegen die gep...
Tun & lassen - Kurto Wendt 25.02.2011 mehr lesen +

«They make you crazy»

Nigeria heißt Hölle und Steyr ist kein Paradies

article_1646_makleledennis_180.jpg Den Kummer für die ganze Welt spürt und trägt der junge, tapfere Maklele Dennis auf seinen Schultern, und er ist zu groß für ihn. Als Verkäufer der OÖ-Straßenzeitung «Kupfermuckn» liebte er es, mit seinen Kunden zu scherzen. «Das ist das Leben, das ich mag und führen will», sagt er. Der Augustin besuchte ihn auf der Psychiatrie in Steyr.
Tun & lassen - Kerstin Kellermann 27.01.2011 mehr lesen +

Böse, bildungsferne Türken

Über Hans Rauschers ethnologischen Exkurs nach Yozgat

Seit Thilo Sarrazins Bestseller und Straches Stimmenzuwächsen in Wien erkennen auch die bürgerlichen Medien wieder Handlungsbedarf in Sachen Integration und erheben sich mit vorgeblicher Sachlichkeit über das Gutmenschentum. Sie stellen sich falsche Fragen und geben sich falsche Antworten. Hans Rauscher zum Beispiel brillierte kürzlich im «Standard» mit der Einsicht, dass die «Bildungsferne» türkischer Einwanderer «kulturell vererbt» werde....
Tun & lassen - Richard Schuberth 22.11.2010 mehr lesen +

Was bitte heißt eigentlich Integration?

Mit politischem Getöse sowie etwas Schaum vor dem Mund wird derzeit allenthalben die Integrationskeule gegen die hierzulande lebenden Ausländer geschwungen. Aus allen Partei- und Fernsehprogrammen und lustvoll sekundiert von den Stammtischen dröhnt die scheinbar unmissverständliche Aufforderung, dieser Personenkreis möge sich gefälligst besser integrieren und anpassen. Worin diese Anpassungsleistung denn nun konkret bestehen soll, wird aber so gu...
Dichter Innenteil - Manfred Wieninger 03.11.2010 mehr lesen +

Das Gute daran ist das Gute darin!

Ernst Schmiederer («Die Zeit») zum 15. Geburtstag des Augustin

Auf dem Weg ins Büro. Sonntag früh, der letzte im September. Der Sommer hat keinen guten Eindruck hinterlassen, dafür beginnt der Herbst imposant. Es regnet, der Wind pfeift und am iPhone sagen sie, dass das jetzt so bleibt. Die U1 vom Praterstern zum Schwedenplatz ist heute «heute»-frei, zum Ausgleich hängen an den Laternenpfosten der Rotenturmstraße jene Plastiktaschen, die am Wochenende den Gratiszeitungs-Bedarf befriedigen darin auch jene Bl...
Artistin - Ernst Schmiederer 06.10.2010 mehr lesen +

Der Streik der Restaurant-Sklaven

Frankreichs travailleurs sans papiers mobilisierten für ihr Aufenthaltsrecht

Sie arbeiten, zahlen Sozialversicherung und haben dennoch keine gültige Aufenthaltsgenehmigung. In diese absurde Situation drängt das französische Recht tausende Menschen, die vorrangig aus ehemaligen Kolonialstaaten im Land der Franternité, Egalité und Liberté ihr Auskommen suchen. Streiks der betroffenen sans papiers haben nun aufgezeigt, welche Sektoren ohne ihre Arbeit still stehen würden, und führten zu gesetzlichen Reformen.
Tun & lassen - Florian Müller 28.07.2010 mehr lesen +

Ohne Muslime kein Europa

Das goldene Wienerherz und die hyperemotionale Islam-Debatte

article_1518_islam_180.jpg Die meisten Medien unterscheiden nicht ausreichend zwischen Islam als Religion und Islamismus als politische Ideologie. Beim Thema Integration wird eher polarisiert und emotionalisiert als informiert. Das Internetportal Qantara bietet sich als Gegenlektüre an. Wenn auch zu befürchten ist, dass die «Mutter» der Brigittenauer MoscheegegnerInen, Hannelore Schuster, andere «Informationsquellen» vorzieht: Für die Auseinandersetzung mit der grassierend...
Tun & lassen - Robert Sommer 02.06.2010 mehr lesen +

In der Hitze des Stammtisches

Lokalaugenschein zum Konflikt um eine geplante "Moschee" in der Brigittenau

article_1517_dammstraße_180.jpg Bei Shakespeares Hamlet geht es um Sein oder Nichtsein. Eine Spur weniger dramatisch, aber ebenfalls konfliktreich ist die Frage um Sein oder Nichtsein eines Gebäudes in Wien. Der türkisch-islamische Verein Atib will in der Dammstraße 37 im 20. Bezirk ein Büro- und Wohngebäude mit einem Veranstaltungssaal bauen zusätzlich zum bereits bestehenden Gebetsraum. Die Bürgerinitiative Moschee ade läuft seit Mitte 2007 dagegen Sturm. Doch Atib hat berei...
Tun & lassen - Margarete Endl 02.06.2010 mehr lesen +

Wer ist im Käfig? Wer fehlt im Käfig?

Zwischen den Gürtelfahrbahnen werden Kinder zu richtigen Männern

article_1477_guertelkaefig_180.jpg Wer benützt die so genannten Gürtelkäfige? Wer okkupiert sie? Wer fehlt in den Gürtelkäfigen? Wer möchte sie benützen, fühlt sich aber ausgeschlossen? Über einen Beobachtungszeitraum von zwei Monaten November und Dezember 2009 versuchte die Wiener Lehrerin Doris Pichler mittels eines Foto- und Text-Tagebuchs Antworten auf diese Fragen zu finden. Ein Projektbericht, nebst einer ausgewählten Tagesbuchnotiz.
Tun & lassen - Doris Pichler 24.03.2010 mehr lesen +

Demokratie auf österreichisch

Zwischen Wien und Eberau nur Karikaturen von Volksbefragungen

Österreich ist eine demokratische Republik. Ihre Macht geht vom Volk aus. So stehts in der Verfassung. Wie österreichische PolitikerInnen diesen ersten Verfassungsparagrafen deklinieren, das wurde in den letzten Monaten sehr anschaulich demonstriert. Titel der Farce: Demokratie auf österreichisch.
Tun & lassen - Martina Handler 24.02.2010 mehr lesen +
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