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Texte, die abholen, und Texte, die locken

Betrachtungen eines Korrekturlesers, Teil 5

In der letzten Folge seiner Serie zu Sprache und Sprachkritik geht Richard Schuberth der Frage nach, womit mehr zu gewinnen ist:  mit einer Sprache, die sich der Allgemeinheit anpasst, oder einer Allgemeinheit, die sich von den Möglichkeiten der Sprache Neues beibringen lässt.
Artistin - Richard Schuberth 13.03.2017 mehr lesen +

Richtig glücklichsam bin ich

Gespräche mit Werner Schwab

article_3973_gluecklichsam_180.jpg «UNGLAUBLICH, flüstert man, da hast du an etwas anständig, an dich gedacht oder an einen Andererseitsmenschen, und du hast eine gänzliche Zeitschneise voll nurbloß an EINEN Menschen gedacht, hast alle Gegenstände untergeordnet einem strahlungssüchtigen Individuum, um es zu lernen, um dich lernen lassen zu können.»
Artistin - Lisa Bolyos 13.03.2017 mehr lesen +

Jella Jost verWEILLt

Aus der KulturPASSage

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Vom 27. Februar bis 11. März veranstaltete das Theater in der Drachengasse zum 12. Mal «Spurwechsel – das theatralische Musikfestival», jeden Tag traten andere Künstler_innen auf.

Am 3. März war Jella Jost mit einem Konzert mit dem Titel «Das Meer ist so blau.

Eine Brecht-Weill Performance» an der Reihe.

Foto: Walter Mathes


Dichter Innenteil - Traude Lehner 12.03.2017 mehr lesen +

In den Niederungen des Spielerberaterwesens

Fußball im Roman: «Schweine befreien»

article_3938_schweine_befreien_180.jpg Bei dem FC Teutonia geschehen merkwürdige Dinge. Spieler werden eingekauft, die nicht gerade als Verstärkung betrachtet werden können. Und der Sportdirektor wird eines Nachts auf dem Boden eines Schweinewaggons gefunden. Jens Kirschneck, Redakteur des deutschen Fußballmagazins «11Freunde», legt seinen ersten Roman vor.
Wenzel Müller (Text und Fotos) hat ihn gelesen.
Vorstadt - Wenzel Müller 27.02.2017 mehr lesen +

Fremde Wörter, fremder Sinn

Betrachtungen eines Korrekturlesers, Teil 4

Sind Fremdwörter in unserer Sprache Marken der Abgehobenheit oder Botschafter der Welt? Dieser Frage geht Richard Schuberth im vierten Teil seiner Serie nach. Und: Wie sollen wir mit diesen Wörtern umgehen? Integrieren? Zwangs­assimilieren? Abschieben? Mit ihnen fremdgehen ...?
Artistin - Richard Schuberth 27.02.2017 mehr lesen +

Von bösen Hausbesitzern und guten Mieter_innen

Betrachtungen eines Korrekturlesers, Teil 3

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Ist das Böse männlich? Und ist es feministische Ritterlichkeit oder paternalistische Bevormundung, Frauen keine Bad Girls sein zu lassen? Im Gendern verraten sich mitunter archaische Geschlechter­vorstellungen. Von Richard Schuberth

Bildtext: Ist die Killer Queen Ausnahme der Regel und sind Frauen die besseren Menschen? Und ist das Böse generisch männlich? (Camera Press 1993)


Artistin - Richard Schuberth 14.02.2017 mehr lesen +

Das Leben hängt tief

Regisseur, Poet, Theatermacher: Ernst Marianne Binder ist in Graz gestorben

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«Oft scheitert ein Selbstmordversuch an so lächerlichen Dingen, wie dass man gerade keine saubere Unterhose anhat oder der Abschiedsbrief noch überarbeitet werden will, man die vermeintliche Überdosis Schlaftabletten einfach überschläft ...Was bleibt, ist das schale Gefühl des Versagens auf der ganzen Linie.»

Foto: Martin Behr


Artistin - Lisa Bolyos 14.02.2017 mehr lesen +

Das Testament

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Ulrike brach in Tränen aus, als der Arzt die Diagnose aussprach: beginnende Demenz. «Nicht traurig sein! Es kann zehn Jahre dauern, bis Sie ein Pflegefall werden!» Der weißhaarige Mann streichelte Ulrikes Haar. «Es gibt viele wie Sie.»

Illu: Karl Berger


Dichter Innenteil - Anna Mwangi 13.02.2017 mehr lesen +

Der innere Gorilla

Bibliotick

article_3895_innerer_gorilla_180.jpg Once I had to go to a job interview
The woman at the desk asked me,
«Do you want to WORK for me?»
I didn’t know what to say.
So I asked her in return.

She didn’t want too.

Artistin - Lisa Bolyos 31.01.2017 mehr lesen +

Wörterreihen II

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Beim Füttern der Hüte schütte ich Zauber über deinen Schädel. Mädel der Angst fangst dir eine Prothese, um die Haare auf deinen Zähnen zu übertünchen. In München haben die Mädels Dirndln an. Querulanten sind überall erlaubt.

Foto: Claudia Magler


Dichter Innenteil - Claudia Magler 16.01.2017 mehr lesen +

BIBLIOTICK: Niedriglohn & Langeweile

«Als die Hilfswerke des Viertels auftauchten, um die Mecianer zu unterstützen, war allen klar, dass die Sache diesmal wirklich gelaufen war. Recht auf Wohnen, Restaurants des Herzens, Ärzte der Welt ... je näher einem all diese Hilfswerke auf die Pelle rückten, desto sicherer konnte man sich sein, dass man tatsächlich halstief in der Scheiße steckte.» In Paris gibt es zwischen 1. November und 31. März keine Zwangsräumungen. Weil es offiziell kalt...
Artistin - Lisa Bolyos 20.12.2016 mehr lesen +

Von situationselastischen Polizeimethoden & der periodischen Ankreuzerldemokratie

Wie viel Satire hält ein Polit- und Polizeikrimi aus?

article_3830_buch_180.jpg Inspektor Zwezler und sein kongenialer Partner Moik lösen in der Zeitung «MALMOE» seit fünf Jahren Fälle. In denen wird mit lakonischem Augenzwinkern auf tagespolitische Ereignisse und fragwürdige polizeiliche Verstrickungen angespielt.  Jetzt sind die gesammelten Kurzkrimis der «Real Crime Inc.» als Buch erschienen. Eva Schörkhuber hat mit den Autor_innen da­rüber gesprochen, ob und wie Satire in Zeiten von CETA-befürwortenden sozialdemokra...
Artistin - Eva Schörkhuber 06.12.2016 mehr lesen +

«Meine Aura trägt ein sattes Gösser-Grün»

Wie das Schreiben bei Stefanie Sargnagel funktioniert

article_3807_sargnagel_esther_ojo_180.jpg «Littérature terrible» könnte man das Genre nennen, dem Stefanie Sargnagel huldigt – und mit dem sie manchen alteingesessenen österreichischen Autor auf die Palme bringt.  Das Publikum des Bachmannpreises pries sie für ihren Humor und ihre Schlagfertigkeit. Die Autorin Lydia Haider hat sie gefragt, ob ihr Erzählbedürfnis jemals nachlassen wird, wie Archivar_innen ihre schnelllebige Internet-Literatur sichten sollen und wo sie einmal begraben...
Artistin - Lydia Haider 22.11.2016 mehr lesen +

Phettbergs Fisimatenten: Wie ein altes Pferd

Es ist heute so ein wunderbarer «Ö1»-Tag, zuerst von eins bis zwei liefen lauter «Kreislerianer»: 1. von Fritz Kreisler und 2. von Georg Kreisler. Dann begann um 14 Uhr ein Hörspiel über die Gattin von John F. Kennedy, Jackie Kennedy, eines der allerersten Hörspiele von Elfriede Jelinek, die jetzt ihren 70. Geburtstag begeht.
Tun & lassen - Hermes Phettberg 26.10.2016 mehr lesen +

Wo Adler nie müde werden …! (Teil 2)

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Jovana, meine Tochter, dieses Mädchen, schon mit 10 Jahre trägt sie einen schweren Rucksack – die jetzige Gesellschaft, Schulstress, Aussehen-Stress, Buben- und Kühl-sein-Stress, Konsum-Stress und vieles andere, das in diesem Zeitalter für Aufregung sorgt. Diesen dicken Rucksack lädt sie jeden Tag bei mir aus, weil sie ihn sonst nirgendwo abstellen kann.

Illustration: Silke Müller


Dichter Innenteil - Vera Vasilkovic 24.10.2016 mehr lesen +

Kekse für die Kühe

Die Abenteuer des Herrn Hüseyn (67)

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In diesem Bezirk der Stadt wohnten hauptsächlich Menschen aus Dersim/Tunçeli. Obwohl sie schon in der Stadt waren, herrschen aber in diesem Bezirk dörfliche Strukturen. Ein- oder zweistöckige Häuser. Viele hatten Hühner und Kühe. Nachbarn redeten miteinander auf Kurdisch. Es herrschten nachbarschaftliche Beziehungen. Man borgte sich Brot oder Ähnliches.

Grafik: Carla Müller


Dichter Innenteil - Mehmet Emir 24.10.2016 mehr lesen +

Wo Adler nie müde werden …!

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Das kleine Fenster, das in der Mitte ein weißes Plastikkreuz in sich bewahrte, ließ heute von draußen keinen Schimmer Licht aufsammeln. Die abendlichen Dämmerung, die sich viel zu früh auf die breite Straße, die Autos und die großen Laternen legte, spielte gemeinsam mit dem Nebel eine trostlose und düstere Novembermelodie.

Illu: Silke Müller


Dichter Innenteil - Vera Vasilkovic 10.10.2016 mehr lesen +

Garten im Herbst

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Alles verwelkt, die Tomaten längst geerntet, ein paar Kräuter halten sich noch über den Winter. Bald kommt der Schnee. Der Boden friert, die Ernte ist weiß, trüb und leer. Es sieht immer anders aus, wenn man genau hinschaut.

Grafik: Andi Kleinhansl


Dichter Innenteil - Andi Kleinhansl 10.10.2016 mehr lesen +

Hinrichtung? Okay!

Reise-Essay

#1 Wenn irgendwo irgendwas passiert, bei dem Menschen sterben, mache ich mir zuallererst Sorgen um mich. Tschernobyl: Was wird aus mir? Fukushima: Was wird aus mir? Paris, Istanbul, Brüssel: Mir, mir, mir! Das ist nicht nobel, aber gesund. Ich weiß nicht, ob ich eine Mutter wäre, die für ihre Kinder sterben würde. Wahrscheinlich nicht.
Dichter Innenteil - Nadine Kegele 03.08.2016 mehr lesen +

Daher Gesagtes ...

article_3661_daher_claudia_magler_180.jpg Schale in der Nacht. Vollbrachte Unausgiebigkeit mit jedem Schritt. Welten erobert, die eigene rück-erobert im Spalier. Rückdehnung im Liedersommer. Juchee ohne Schnee. Hupfburg, die zerplatzt.

Dichter Innenteil - Claudia Magler 03.08.2016 mehr lesen +

Meine erste Lehrerin und ich

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Es begann mit einer Krise. Ich hatte keine, weil ich davon nicht viel mitbekommen habe. Aber meine Lehrerin musste eine gehabt haben. Sie war hin und her gerissen, wusste lange nicht, wie sie mit mir verfahren sollte. Ich war in der Schule irgendwie da und nicht da. Ich habe keine Erinnerungen an den Alltag in der Schule.

Grafik: Karl Berger


Dichter Innenteil - Sebastian Eff 19.06.2016 mehr lesen +

Das Massaker von Nenzing, die Präsidentenwahl und die Zukunft der Fischotter

Herr Groll auf Reisen 283. Folge

article_3632_416-hr.groll©mario_web_180.jpg Groll und der Dozent eilten durch den Volksgarten. «Geschätzter Groll! Österreich stand am Wochenende nach Pfingsten im Banne der Stichwahl», sagte der Dozent. «Ganz Österreich? Nein, eine Vorarlberger Industriegemeinde tanzte aus der Reihe. In der Sechstausend-Seelen-Gemeinde Nenzing befinden sich drei große Metall- und kunststoffverarbeitende Betriebe, der größte, ein Betrieb der Liebherr-Gruppe mit tausendfünfhundert Beschäftigten produziert S...
Dichter Innenteil - Erwin Riess 19.06.2016 mehr lesen +

«Die mitleidige Tour ist entwürdigend»

Humanitäre und medizinische Hilfe in Krisen, Kriegen, Katastrophen

article_3590_maleh_daniel_terkl_–_al_180.jpg Die Veranstaltungsreihe «Weltbefragung» – sechs Gespräche mit Persönlichkeiten der Zivilgesellschaft, die der Autor Ilija Trojanow 2015/16 in der Alten Schmiede führte – waren ein Geburtstagsgeschenk des Literaturquartiers an den Augustin. Zum Abschluss der Reihe sprach Ilija Trojanow mit der Präsidentin von Ärzte ohne Grenzen Margaretha Maleh zum Thema «Die Grenzen humanitärer Hilfe». Ein später Nachtrag zum Augustin-20er mit aktuellen Thematike...
Tun & lassen - Jenny Legenstein 24.05.2016 mehr lesen +

ARTMAG: Bestseller werden woanders gefeiert – Eine Literaturmesse, wo Bier und der Augustin nicht fehlen dürfen: die «KriLit»

Von der deutschen Arbeitsgemeinschaft Sozialpolitischer Arbeitskreis (AG Spak) über das «Fröhliche Wohnzimmer» bis zum Zaglossus-Verlag erstreckt sich das Teilnehmer_innenfeld der Kritischen Literaturtage (KriLit), einer «Literaturmesse abseits des kommerziellen Mainstreams», so die Bezeichnung der Veranstalter_innen.
Artistin - Reinhold Schachner 24.05.2016 mehr lesen +

Lesen und sehen und spüren lernen

Wolfgang Bleier über die Dekadenz der Badewanne und seinen neuen Roman

article_3581_414_art_wolfgangbleier_we_180.jpg Warum Schreiben eine Arbeit ist, selbst wenn sie sich nicht rentiert, und warum nicht der Weiß-der-Teufel Rom erbaute, sondern die Arbeiter_innen, hörten Carolina Frank (Foto) und Nadine Kegele (Interview) von Wolfgang Bleier, Schriftsteller im Hauptberuf, Buchhändler im Brotberuf.
Artistin - Nadine Kegele 24.05.2016 mehr lesen +

Acht Särge lagern in Stein

Gedanken eines Langzeithäftlings über «lebenslänglich»

article_3511_augustin_410_haeftlingsil_180.jpg Für ein Medium wie den Augustin, das der Gefängnisstrafe sowohl die Fähigkeit zur Verbrechensprävention als auch die zur «Resozialisierung» abspricht, ist naturgemäß die lebenslange Haft doppelt sinnlos. Studien belegen ganz klar, dass «lebenslänglich» keine effiziente Abschreckung für Täter_innen bedeutet. Friedrich Olejak, nach 28 Gefängnisjahren nun in Freiheit, will draußen verstärkt fortsetzen, was er schon im Häfen begann: die Idee zu b...
Dichter Innenteil - 29.03.2016 mehr lesen +

Die Freuden des Nichtwissens

Herr Groll auf Reisen. 277. Folge

article_3510_augustin_410_groll_180.jpg Groll hatte den Dozenten in den ersten Bezirk gebeten. Der traf pünktlich mit seiner italienischen Rennmaschine ein. «Guten Tag, geschätzter Groll, was wollen Sie mir zeigen? Die Rückseite des Palais Batthyány? In diesem Häuserkomplex befindet sich die Ungarische Botschaft. Führen Geschäfte Sie nach Pannonien, legale oder illegale?» Bild: Mario Lang ...
Dichter Innenteil - Erwin Riess 29.03.2016 mehr lesen +

Das System

article_3491_dassystem_illu-409_fertig_180.jpg Das System ist zu deiner Unterstützung da. Es sorgt für dich, es kuriert deine Leiden, es hilft dir bei finanziellen Engpässen. Das System gibt vor, alles zu deinem Wohle zu tun. Doch das System richtet dich zugrunde. Das System wurde von Altvater Bruno errichtet. Doch seither haben viele Väter Raubbau daran betrieben und sich selbst bereichert. Das System ist nur noch dazu da, sich selbst zu erhalten. Grafik: Karl Berger ...
Dichter Innenteil - Grasel 15.03.2016 mehr lesen +

Lyrik von Claudia Magler

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Im spiegel der leuchte türmen sich die wirklichkeiten

Wie ein leuchtturm mit eilenden händen und wackeligen beinen

Parallelen, die sich treffen irgendwo im irgendwann

Tausende lichtjahre entfernt.

Foto: Claudia Magler


Dichter Innenteil - Claudia Magler 14.03.2016 mehr lesen +

Liste der Dinge, die noch nötig waren

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Am 13. Tag schuf Olé:

Ein Reservat für Opportunisten und Duckmäuser, die befristet vom Vertuschen und Vergessen leben.

Persiflagen auf die verlogene Schweizer Flagge.

Die Gänsehaut, die dich umspannt, wenn du endlich Davids Sieg gegen Goliath registrierst, an den du nicht mehr glaubtest.

Bild: Häuser am Mond von Anton Blitzstein


Dichter Innenteil - Robert Sommer 14.03.2016 mehr lesen +

Licht und Schatten in L. A.

Auszug eines West-Coast-Trips:

article_3476_vor_john_aes-nihil_180.jpg Los Angeles ist nicht gleich Los Angeles. In dem jungen Moloch, wo nichts so ist, wie es scheint, blüht die Vielfalt. Der Autor Clemens Marschall wurde auf einer Etappe seiner Forschungsreise durch die USA vom Fotografen Kurt Prinz begleitet. Erstgenannter legt nun ein Buch darüber vor (siehe unten), Letztgenannter präsentiert Aufnahmen der Reise in einer Ausstellung. Foto: Kurt Prinz ...
Vorstadt - Reinhold Schachner 01.03.2016 mehr lesen +

Entwurf einer kleinen Freiheit

Ein Roman über gemeinsame Utopien und individuelle Zweifel

article_3475_408_art_kollektivroman©k_180.jpg Mit «wollen schon» erscheint am Wiener Buchmarkt ein Roman, der nicht nur vom kollektiven Schaffen handelt, sondern selbst im Kollektiv geschrieben wurde. Thomas Wallerberger hat ihn gelesen und mit drei der Autor_innen über die Utopien des Gemeinsam-Seins gesprochen. Fotocollage: Kollektiv Roman ...
Artistin - Thomas Wallerberger 01.03.2016 mehr lesen +

Margaretas Profession oder: Arbeit macht das Leben süß

article_3481_margaretas_profession_vas_180.jpg Arbeit macht das Leben süß, Faulheit stärkt die Glieder, denkt Margareta oder muss sie denken. Was für ein dummer Spruch, und doch kann sie beiden Sentenzen etwas abgewinnen, überlegt sie weiter, während sie ihre schwarze Franzosenkappe zurechtrückt, die sie seit mehr als zehn Jahren Winter für Winter und Regentag für Regentag mit Gleichmut trägt, ebenso wie ihre grauschwarzweiße Beutelhandtasche, die – zugegeben – nicht ganz so alt ist, aber ...
Dichter Innenteil - Gabriele Vasak 29.02.2016 mehr lesen +

«Oberkellner gesucht …»

Anfang und Ende einer Karriere

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Wie man sagt, das Schicksal spielt mit einem Menschen … Nach meiner Scheidung (banale Geschichte!) verlor ich auch meinen Job bei der Firma meines Mannes. Alle meine Versuche, zu meinem vorehelichen Beruf zurückzukehren, scheiterten, also wäre ich froh gewesen über irgendeine bezahlte Beschäftigung. Ich brauchte dringend einen Job!

Grafik: Karl Berger


Dichter Innenteil - Sophia Benedict 16.02.2016 mehr lesen +

Es ist verboten zu gehorchen: Augustin hatte gute Tipps fürs Leben

... und bitte seid weniger normal

article_3455_zivi_andreas_hennefeld_180.jpg Seit 2006 wird im Gymnasium Kundmanngasse im 3. Bezirk jährlich der «Tag der Zivilcourage» abgehalten, eine löbliche Initiative des Elternnetzwerks, deren provisorische Operationszentrale im Foyer der Mittelschule den Eindruck erweckt, als seien nur die weiblichen Elternanteile für ehrenamtliche Arbeit zur Propagierung zivilcouragierten Verhaltens zu gewinnen. Diese Elterninitiative, von der Direktorin akzeptiert und begrüßt, hat für die workshop...
Tun & lassen - Robert Sommer 02.02.2016 mehr lesen +

Die Zweifel sind immer da

Isabella Feimer lotet in ihrem neuen Roman menschliche Untiefen aus

article_3445_feimer_180.jpg Isabella Feimer erzählt in ihren Texten von unheimlichen und zugleich sehr wirklichen Ereignissen. Ihr neuer Roman «Trophäen» verdankt sich der zufälligen Entdeckung eines abgründigen Schauplatzes. Darüber spricht sie mit Helmut Neundlinger (Text) und Lisbeth Kovačič (Foto).
Artistin - Helmut Neundlinger 02.02.2016 mehr lesen +

Glückliches Ersticken

article_3462_grafik_zu_sadri_©_karl_b_180.jpg Wir haben eine Bombendrohung. Ihr müsst den Pavillon evakuieren, hallte es aus dem Einsatzhandy. Sie soll in fünfundvierzig Minuten hochgehen. Ali glaubte sich verhört zu haben. In ihm echote das Wort «Bombenalarm» und er dachte an die Zeit am Flughafen, wo unbeaufsichtigte Koffer dem Bodenpersonal eine willkommene Pause lieferten. Er kannte die Prozedur. Bald würden Spürhunde und schwarz gepolsterte Männer mit bruchfesten Schilden auftauchen. Do...
Dichter Innenteil - Sadri Maziar 01.02.2016 mehr lesen +

Das Winterpalais nochmals stürmen?

Nanni Balestrini sieht keine Bewegungen, die die Mühe wert wären, beschrieben zu werden

article_3440_balestrini_180.jpg 2015 feierte der italienische Schriftsteller und Künstler Nanni Balestrini seinen 80. Geburtstag und war Anfang Dezember in Wien zu Gast. Marijan Schreckeis und Nikola Staritz trafen ihn vor der Eröffnung der Ausstellung «alfabetosperimentale» zum Gespräch über aktuelle politische Bewegungen und worüber es sich zu schreiben lohnt. Es braucht neue linke Analysen und kollektive Formen der Politik, meint Nanni Balestrini im Augustin-Interview. Foto...
Tun & lassen - Marijan Schreckeis , Nikola Staritz 19.01.2016 mehr lesen +

Schnee von gestern

Zweiundfünfzig Jahre.
Im Weinviertel ins neue Jahr geschlittert.
Im Gedanken nach Südfrankreich gepilgert,
mein selbst erreicht.
Ein paar Mal in der Nacht geseufzt.
Sechs Räusche
A bissl a Geld
Oft gelacht und mehrmals mich in den Schlaf geweint.

Dichter Innenteil - Susanne Marchand 19.01.2016 mehr lesen +
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