Kategorie: Thema :: Menschenrecht Seite: 1 2 3

Die Freiwillige Liese oder der Verlust des Ideellen

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Liese nennt sich die Pensionistin Anneliese gern. Sie nennt das, was sie seit Jahren für Gottes Lohn tut, stets Arbeit, nicht Beschäftigung, aktives Altern. Nach mehr als 10 Jahren ehrenamtlicher Arbeit hält sie kurz inne und schaut und hört sich um. Was sagen Politikerinnen und Politiker über den Gebrauch freiwilliger Dienste?

Illustration: Karl Berger


Dichter Innenteil - Elfriede Gans 12.03.2017 mehr lesen +

«Ich bin die Chefin»

Augustinverkäuferin Eunice

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Wenn es keinen Augustin gäbe – ich weiß nicht, was passieren würde. Als ich mit dem Verkaufen anfangen konnte, das war vor vier oder fünf Jahren, war das sehr gut für mich. In der Wollzeile ist mein Verkaufsplatz.

Foto: Evi Rohrmoser


Tun & lassen - 06.12.2016 mehr lesen +

Suche Haus, biete Kind

Leihmutterschaft: eine internationale Debatte

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Ein Kinderwunsch ist eine schöne Sache. Aber wie weit gehen Medizin und Gesetz, um ihn zu ermöglichen? Und was bedeutet «Wunschkind» in Zeiten von Leihmutterschaft und Pränataldiagnostik? Eva Maria Bachinger hat sich Leihmutterschaft im internationalen Rahmen angeschaut und plädiert dafür, nicht nur auf die Wünsche der werdenden Eltern zu fokussieren – und auf ihre Geldbörsen.

Foto: Carlos Delegado


Tun & lassen - Eva Maria Bachinger 06.12.2016 mehr lesen +

Fröhlich sein stört «öffentliche Ordnung»

Schottentor: Augustinverkäufer soll zwei Gesetze übertreten haben

article_3818_sunday_carolina_frank_180.jpg Nimmt man die Internet-Einträge als Maßstab, muss der gebürtige Nigerianer Osarienem Sunday zu den – im positiven Sinn– auffallendsten Augustin-Kolporteur_innen in Wien zählen. Selbst nüchterne Menschen greifen zu poetischen Metaphern, wenn sie nach ihrer Meinung zu Mister Sunday gefragt werden. Er zaubere ein Lächeln in die mürrischsten Gesichter der Alltags-Gehetzten. Der «Sonnenschein von der Schottentorpassage» muss, wie aus heiterem Himmel, ...
Tun & lassen - 22.11.2016 mehr lesen +

Überraschung am Freitag, dem 13.

Die Geächteten des Pratersterns als meistgefilmte Menschen?

article_3815_f13_klein_180.gif Der Justizsprecher des freiheitlichen Parlamentsklubs versuchte einmal, via parlamentarischer Anfrage an das Verkehrsministerium sich Informationen über Ausmaß und Erfolg der Videoüberwachung der «Problemzone» Praterstern zu verschaffen. Die Intention der FP: Argumente zu sammeln, um zu beweisen, dass die Überwachung verstärkt werden müsse. Aber der Justizsprecher blitzte ab. Die schnoddrige Antwort: «Die vorliegenden Fragen fallen nicht in die Z...
Tun & lassen - 22.11.2016 mehr lesen +

Good-bye, Pressefreiheit?

Ungarn: Die «Népszabadság» wurde geschlossen, die Korruption atmet auf

article_3798_ungarn_dieter_alexander_b_180.jpg Es ist in aller Munde: In Ungarn werden regierungskritische Medien stummgeschaltet. Die größte politische Tageszeitung «Népszabadság» wurde im Oktober von einem Tag auf den anderen aufgelassen. Dieter Alexander Behr (Text und Fotos) hat den «Népszabadság»-Redakteur Márton Gergely in Budapest besucht. Dort ließ er sich erzählen, wovon Viktor Orbán träumt und was das mit einem österreichischen Investor zu tun hat, wie Zensur über Besitzverhältnisse...
Tun & lassen - Dieter Behr 08.11.2016 mehr lesen +

Was passiert wirklich in Kroatien?

Tausende Menschen werden wegen «Dublin III» weggeschickt

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Auch wenn in Zagreb 600 Flüchtlinge im Flüchtlingsheim «Hotel Porin» sitzen und einige wohl privat wohnen können, bleibt die Frage, wo die anderen Tausenden unterkommen, die aus Deutschland und Österreich abgeschoben werden.  Kerstin Kellermann hat mit einer Niederösterreicherin gesprochen, die «Leben retten» möchte – und sich mit den Abschiebungen ihrer Freund_innen konfrontiert sieht.

Foto: Samer Amin


Tun & lassen - Kerstin Kellermann 08.11.2016 mehr lesen +

Jackie Hookimaw

Cherchez la Femme

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In einem Hotel an der Wienzeile treffe ich am Freitagnachmittag eine der wichtigsten Aktivistinnen der First Nations People aus dem Stamm der Cree, Jackie Hookimaw aus Attawapiskat, Ontario, Kanada.

© Jella Jost

Jackie beklagt sich nicht. Sie konstatiert nur



Dichter Innenteil - Jella Jost 24.10.2016 mehr lesen +

Zuerst die Federn, dann das Stroh

Die Niederösterreicherin Ingrid W. wehrt sich gegen Abschub ihres Schützlings

article_3723_ali_privat_180.jpg Als Kind sah Ingrid W. ungarische Kinderflüchtlinge in ausrangierten Eisenbahnwaggons leben. Nach dem Erntedankfest 2015 nahm die pensionierte Lehrerin einen jungen irakischen Flüchtling auf, der im Juli abgeschoben wurde. Nun besucht sie ihren Schützling in der Schubhaft im «Hotel Porin», einem Flüchtlingsheim in Zagreb. Kroatien schiebt Flüchtlinge zurück nach Syrien und in den Irak ab. Ein Todesurteil. Von Kerstin Kellermann.
Tun & lassen - Kerstin Kellermann 27.09.2016 mehr lesen +

Lampedusa als Modell für Europa

Augustin-Gespräch mit Bürgermeisterin Giuseppina Nicolini

article_3706_lampedusa_giusi_nicolini__180.jpg Giuseppina Nicolini hat dafür gekämpft, dass der Strand von Lampedusa ein Naturreservat wird.  Bei uns ist die Bürgermeisterin nicht so sehr für ihren Einsatz für Flora und Fauna bekannt; viel mehr las man über ihren außergewöhnlichen Einsatz für die auf Lampedusa strandenden Flüchtlinge. «Für die Schildkröten zu kämpfen und die Menschen, die im Meer sterben, zu übersehen – das geht gar nicht.» Während in Österreich also hysterisch eine Kris...
Tun & lassen - Theresa Bender-Säbelkampf 13.09.2016 mehr lesen +

TUNMAG: Unsicheres Wien, sicheres Kabul? Unseriöse Argumente für Abschiebungen nach Afghanistan

Während Geflüchteten aus Syrien oder dem Irak in den meisten Fällen noch Asyl gewährt wird, ist dies bei vielen Afghan_innen nicht der Fall. Die Bundesregierung, das Außenministerium und das Innenministerium sind nämlich der Meinung, dass es in Afghanistan «sichere Gebiete» gebe, in denen die Menschen weitgehend friedlich leben können. Aus diesem Grund, so der Unterton, wären auch Abschiebungen in derartige Gebiete völlig in Ordnung.
Tun & lassen - 13.09.2016 mehr lesen +

Geht´s mich was an?: Es ist sehr dunkel

Mit steigender Technologie sind Scheinwerfer nicht funktionaler geworden. Doch in einem Cyber-Blackout würde das Licht der Scheinwerfer nicht nur Schiffen und der Besatzung den sicheren Weg zeigen, sondern sie würden auch ein gelassenes Sicherheitsgefühl denjenigen bieten, die nicht auf Wasser sind. Sowohl für die einen als für die anderen bildet das projizierte Licht ein Ort – ein Ort, der einen wissen lässt, wo wir sind und wohin wir gehen. ...
Tun & lassen - Jenny Olaya-Peickner 06.07.2016 mehr lesen +

Darüber sprechen lernen

Wege aus der häuslichen Gewalt, sichere Räume und Respekt in der Konfliktkultur

article_3459_frauen_lisa_bolyos_180.jpg Jede dritte Frau in Europa und jede fünfte Frau in Österreich ist von häuslicher Gewalt betroffen. Wie kann Unterstützung aussehen? Wie schaffen wir überall sichere Räume für Frauen? Und was können potenzielle Gewalttäter_innen tun, um Konflikte lösen zu lernen? Christina Steinle und Lisa Bolyos haben Maria Rösslhumer vom Verein Autonome Österreichische Frauenhäuser zum Gespräch gebeten. Foto: Lisa Bolyos ...
Tun & lassen - Lisa Bolyos, Christina Steinle 02.02.2016 mehr lesen +

Umverteilung? Sehr gern – aber in die richtige Richtung

Die Mindestsicherung als Konkurrenzprodukt zwischen Armen und Armen

Neulich im Burgenland. Der jüngste Auszug des vielgerühmten Landespolizeidirektors Doskozil bewies wieder mal seine Agilität; die Hürde der Gewaltentrennung nahm er mit links und avancierte zum Verteidigungsminister, während sein Vor-Vorgänger, der mittelburgenländische Darabos, aus der großen Stadt zurückgekehrt, seit Herbst die Landessozialagenden über hat.
Tun & lassen - Lisa Bolyos 02.02.2016 mehr lesen +

Die Köchin und der Sozialarbeiter

Was in der Türkei passiert, lässt die Austrokurd_innen nicht kalt

article_3439_kurden_180.jpg 2015 wurde der Friedensprozess zwischen dem türkischen Staat und den Kurden auf Eis gelegt, woraufhin der Kurdenkonflikt wieder eskalierte. Türkische Sondereinheiten greifen kurdische Städte an und ermorden Zivilist_innen. Viele Auslandskurd_innen wollen in dieser Situation gerne auf ihren Bergen und in ihren Städten sein, aber auch in Wien gibt es Aufgaben für sie. Hülya Tektas (Text und Foto) berichtet über Aktivitäten des Vereins Feykom und üb...
Tun & lassen - Hülya Tektaş 19.01.2016 mehr lesen +

Offene Türen bitte nicht eintreten

Ein Kommentar zum Ausnahmezustand zwischen Paris und Wien

article_3420_paris_180.jpg Die französische Regierung hat auf die Terroranschläge des 13. November in Paris mit der Ausrufung des landesweiten Ausnahmezustands reagiert. Er hat massive Grundrechtseingriffe zur Folge – bis hin zu Haft und Hausdurchsuchungen ohne Beschlüsse durch Richter_innen. Die österreichische Innenministerin Johanna Mikl-Leitner hat den Braten gerochen und will das Instrument des Ausnahmezustands nun auch in Österreich einführen. Robert Sommer über eine...
Tun & lassen - Robert Sommer 06.01.2016 mehr lesen +

Ein Film, ein Haus und kein Happy End

Filmhaus «Annelie»: von der Absteige zum Design-Hotel

article_3335_annelie-derfilm.de_180.jpg Vor zwei Jahren berichteten wir hier von einem Film, der der Münchner Wohnpolitik eine gezielte Watsche gibt: «Annelie», das Porträt einer Pension für ehemalige Wohnungslose. Anfang Dezember wird «Annelie» beim Filmfestival «This Human World» gezeigt – danach diskutieren wir mit Expert_innen der Wohnungslosigkeit aus Wien und Budapest. Frank Seibert hat sich inzwischen im Zentrum der teuersten Stadt Deutschlands herumgetrieben, um zu erfahren, wa...
Artistin - Frank Seibert 24.11.2015 mehr lesen +

Betteln – die Stadt als Konsumkulisse

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Angelica war schon einige Male in Salzburg. Ihre Unterkunft aber steht im Dorf Pauleasca, Rumänien. Ein kleiner aufgeräumter Raum mit Bett und Ofen und ein winziger Nebenraum mit einer weiteren Schlafgelegenheit, wobei es kaum etwas zum Aufräumen gibt, da sie – so wie alle anderen Menschen rundum – so gut wie kein Hab und Gut besitzt. Kein Fließwasser, kein Tisch, keine Schränke, keine Toilettenanlagen, keine Lebensmittel.
Tun & lassen - Martin Schenk 27.10.2015 mehr lesen +

Christus kam nur bis Traiskirchen

article_3278_397_wieninger_christus_we_180.jpg In einem fensterlosen Bürocontainer im Erstaufnahmezentrum Traiskirchen. Der Asylbeamte sitzt am Schreibtisch und vernimmt einen vor ihm stehenden Flüchtling. Hinter dem Beamten steht ein uniformierter Polizist in Bereitschaft. Durch die überlastete Infrastruktur, ein älteres Notstrom-Aggregat geringer Leistung, fällt alle zwei, drei Minuten das Licht im Container aus, wodurch es stockdunkel und die Vernehmung unterbrochen wird, bis der Generator...
Dichter Innenteil - Manfred Wieninger 16.09.2015 mehr lesen +

In der Nacht flogen die Steine

«All diese Erniedrigungen» – Gespräche mit Menschen auf der Flucht

article_3189_traiskirchen_martinpetrik_180.jpg Hier und dort versucht man Menschen zu überzeugen, dass für eine «große Idee» nicht schade wäre, Blut zu vergießen. Und man glaubt daran trotz jeder Logik. Als ob man wirklich aus Millionen persönlicher Nöte ein großes Glück erbauen könne. Infolgedessen vergießen einige ihr Blut, damit andere erblühen. Diese anderen entscheiden dann, was schlecht und was gut ist, da gerade sie die Massenmedien beherrschen. Wer ist an den Unglücken unschuldiger Me...
Tun & lassen - 04.08.2015 mehr lesen +

Das Flüchtlingskontaktverbot

Blaurotes Burgenland mit «Maßnahmensetzung» Nummer 1

Einen Vorgeschmack auf das, was im Burgenland unter Rot-Blau noch zu erwarten ist, liefert die aktuelle «Maßnahmensetzung» – was für ein autoritäres Unwort aus der Herrschafts- und Verwaltungssprache! – der burgenländischen Landesregierung. Durch diese werden mit einem Federstrich zahlreiche selbstverständliche Rechte der Asylwerber_innen außer Kraft gesetzt und wird die Arbeit der professionellen und ehrenamtlichen Flüchtlingshelfer_innen zu ver...
Tun & lassen - 25.06.2015 mehr lesen +

Hoffnung in den Karenni-Camps

Solidarische Abenteurer (3): Flüchtlingsarbeit in einem kriegsmüden Land

article_3150_393_tun_schaumberger4_web_180.jpg Gabriele Schaumberger ist eine der «solidarischen Abenteuer_innen», die Hans Bogenreiter in seiner Reihe über österreichische Aktivist_innen vorstellt, die sich sowohl abseits der großen Entwicklungshilfemaschinerie als auch abseits der großen medialen Aufmerksamkeit engagieren. Schaumberger gründete die «Burmahilfe». Erst kürzlich ist sie aus dem Grenzgebiet zwischen Burma und Thailand zurück nach Wien gekommen. Foto: Privat ...
Tun & lassen - Hans Bogenreiter 25.06.2015 mehr lesen +

Meine Freundin Rahmah und die Diktatur

article_3147_393_dicht_hella_osten_180.jpg Verabschiedet hatten wir uns nicht bewusst, wir waren mit einem wichtigen Übergang in unserem Leben konfrontiert und der Frage, wie es weitergeht. So endete die Schule mit der Matura oder dem wesentlich anspruchsvolleren International Baccalaureate, wir hielten strahlend unser Abschlussdiplom in Händen und flogen in die Welt hinaus. Manche aufs College in die USA, manche zurück mit ihrer Familie in die Heimatländer in Afrika, Asien, Iran, Irak, I...
Dichter Innenteil - Hella Osten 24.06.2015 mehr lesen +

Laufen ist unanständig – Flüchten auch?

Reinhard Kleists Comic «Der Traum von Olympia»

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Nachrichten von Hunderten, ja Aberhunderten von Flüchtlingen, die ihr Leben im Mittelmeer verlieren, lassen uns vergleichsweise kalt. Eine einzelne Geschichte erschüttert uns, berührt uns, lässt uns nicht mehr los. Martin Reiterer erklärt, warum Reinhard Kleists Comic-Geschichte von Samia Yusuf Omar so eminent wichtig ist.

 

Grafik: Reinhard Kleist


Artistin - Martin Reiterer 24.06.2015 mehr lesen +

Geht's mich was an: Mikl-Leitner greift den Rechtsstaat an

Eigentlich ist es ja nichts Neues; wir haben das schon viel zu oft erlebt: Eine Polizeiministerin, im Bund mit fremdenfeindlichen Elementen in der Beamtenschaft, in den Medien und in der Politik, arbeitet daran, den Rechtsstaat abzuschaffen. Oh ja, den Rechtsstaat. Es geht nicht um das Asylrecht allein. Jeder Angriff auf ein Grundrecht bereitet den nächsten auf ein anderes vor. Bis keines mehr übrig bleibt. Wir sind alle gemeint.
Tun & lassen - 03.03.2015 mehr lesen +

«Ich nichts Zappzarapp machen!»

Auch Bettler und Straßenmusiker haben ihren Stolz. Ein Bettler-Blues aufs Schlaraffenland.

article_2954_illu_andi_kleinhansl__180.jpg Friedlich sitzt der alte Mann mit der hohen Russenmütze auf einem Bankerl beim Westbahnhof. Neben ihm steht sein Akkordeon. Drei junge, eifrige Polizisten umrunden ihn: «Personenkontrolle!» Und zu einem Zuschauer: «Nein, wir haben jetzt gerade nichts Besseres zu tun.» Laut Funk-Auskünften liegt aber keine Anzeige gegen den Bulgaren vor. In Österreich sein darf er auch. EU-Ausland. Schlaraffenland, in dem einem gebratene Tauben in den Mund fliegen...
Dichter Innenteil - Kerstin Kellermann 03.03.2015 mehr lesen +

Nach dem Ball ist vor dem Ball

Josef S. über das Gefängnis von Innen, die Eigenarten österreichischer Justiz und Rechtsradikale in der Hofburg

382_josef_web©lisa_bolyo.jpg Am 30. Jänner ist es wieder so weit: Im repräsentativsten Haus des Landes, der Wiener Hofburg, wird das burschikose Tanzbein geschwungen. Als vor einem Jahr Tausende gegen den Ball der Rechtsradikalen demonstrierten, wurde einer herausgezogen und zum Zentrum der Aufruhr erklärt. Josef S., heute 24, hat ein halbes Jahr in Untersuchungshaft verbracht und wurde im Juli 2014 (nicht rechtskräftig) verurteilt. Wer den Prozess verfolgt hat, ahnt, dass d...
Tun & lassen - 20.01.2015 mehr lesen +

«Underdog-Siedlung» in der Vorstadt

Rosa Dworschak kümmerte sich um die Bewohner_innen des «Negerdörfls»

article_2831_buch_180.jpg In der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts gab es in Ottakring eine Barackensiedlung, die als «Negerdörfl» bezeichnet wurde. Wer dort wie lebte, hat die «Fürsorgerin» und Psychoanalytikerin Rosa Dworschak schriftlich festgehalten. Es musste über sechzig Jahre dauern, bis Dworschaks Aufzeichnungen posthum veröffentlicht wurden. Der Sozialpsychologe und Mit-Herausgeber Karl Fallend im Augustin-Gespräch.
Vorstadt - 20.01.2015 mehr lesen +

Genauer hinsehen

Leinwand und Podium im Zeichen der Menschenrechte

article_2779_thw_j.m._louis:shnp3_180.jpg Das Filmfestival this human world lädt zehn Tage lang zu Filmen, Diskussionen, Workshops, Lectures, Konzerten und Partys. Schwerpunktthemen sind in diesem Jahr unter anderem Einblicke ins Leben hinter Gittern, Syrien im Film und queer-lesbische Pornos aus der Punkszene. Foto: J.M. Louis/SHNP3 ...
Artistin - Jenny Legenstein 25.11.2014 mehr lesen +

Lasst uns schlafen!

Für eine Entkriminalisierung des Schlafs im öffentlichen Raum

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Österreich ist ein Entwicklungsgebiet in Sachen Schlafkultur, und ein verfassungsmäßig zugestandenes «Recht auf Schlaf» ist noch Illusion. Ein Beispiel aus Floridsdorf zeigt, wie mit Schlafenden nicht umgegangen werden sollte.

Fotos: David Schmidhofer


Vorstadt - David Schmidhofer 29.10.2014 mehr lesen +

Weiterwohnen bis Ende Oktober

Solidarisches Bündnis gegen Frau Rs Zwangsräumung erzielte ersten Erfolg

frau_r©christianbunke.jpg Wie im Augustin Nr. 362 und 374 ausführlich berichtet, war die Mieterin Frau R aus Ottakring Anfang Oktober von einer «Delogierung» aus ihrer Wohnung bedroht. Der Augustin und das Bündnis «Recht auf Stadt» riefen zu ihrer Unterstützung auf. Etwa 50 Menschen kamen am Vormittag des 6. Oktober in die Ottakringer Paletzgasse, um die drohende Zwangsräumung zu verhindern. In letzter Minute gab es einen Aufschub. Mündlich war aus dem Bezirksgericht He...
Tun & lassen - Christian Bunke 14.10.2014 mehr lesen +

Ein Meer queren und überleben

«Guten Tag, hier spricht Watch the Med» - telefonische Hilfe für Flüchtlinge in Seenot

article_2651_notruf_180.jpg Das Mittelmeer gilt heute als die lebensgefährlichste Migrationsroute nach Europa. Die einen, ausgestattet mit den «richtigen» Reisepässen, machen es sich auf dem Deck großer Fähren gemütlich, um von Sizilien nach Tunis überzusetzen. Die anderen müssen bei Einsatz ihrer Gesundheit oder ihres Lebens in überfüllten Booten versuchen, ungesehen die Küsten Europas zu erreichen. Um dem täglichen Sterben etwas Handfestes entgegenzusetzen, haben Menschen...
Tun & lassen - 14.10.2014 mehr lesen +

Ausgezeichnete Top-Werte

ÖBB-Sicherheitsdienst gefährdet Sicherheit

Wiedermal gibt es einen Grund zur Gratulation: Die Österreichischen Bundesbahnen haben den «DiversCity»-Preis der Wirtschaftskammer Wien in der Kategorie Großunternehmen gewonnen. Für barrierefreie Reisemöglichkeiten und strategische Klugheit in dem, was man so «Diversity Management» nennt. Wir freuen uns! Weil auch wir unsere Kinderwägen und Rollstühle ungehemmt in Niederflur-Wiesels reinschippern können und die Fahrkartenautomaten, wenn sie fun...
Tun & lassen - Lisa Bolyos 24.06.2014 mehr lesen +

«Gewaltfreiheit wäre schön»

Regierungen verschwinden, die schwarzen Blöcke bleiben / Teil 2

article_2458_demos_180.jpg Der Zorn gegen die dreiste Plünderung der Gesellschaft, um den Banken die Kosten der Abwicklung der Hypo zu ersparen, wird wohl virulent werden; die Wiener_innen, deren Ururgroßeltern immerhin den Justizpalast beinahe abfackelten, sind hoffentlich besonnener geworden. Vielleicht wären sie aber radikalisiert genug, um zuzustimmen, dass junge Desperados ihnen die Arbeit - des Angreifens verhasster Symbole - abnehmen. Im ersten Teil (Nr. 361) wurde ...
Tun & lassen - Robert Sommer 04.03.2014 mehr lesen +

Sieg des Flüchtlingshelfers gegen die Staatsanwältin

Der Fall Genner

article_2444_genner_180.jpg Einen Tag vor Prozessbeginn stellte der Oberstaatsanwalt das Verfahren gegen den Flüchtlingsunterstützer Michael Genner ein. Es drohten zwei Jahre Haft wegen «Gutheißung einer Straftat». Die 20.000 Toten an den EU-Außengrenzen seien Mordopfer, meint Michael Genner, und in Kriegssprache: «Wir stehen an einer kleinen Stelle der Front.» Gerade starben in Deutschland eine Flüchtlingsfrau und zwei Kinder nach einem Brandanschlag auf ein Heim. Foto: M...
Tun & lassen - Kerstin Kellermann 18.02.2014 mehr lesen +

Die Legende vom Storch und vom Frosch

Schwangerschaftsabbruch in Österreich

article_2439_storch_180.jpg «Jedoch es gibt im Leben immer wieder Neider / Die Ärzte ham ihr's Handwerk abgestellt. / Die machen heut genau dasselbe, aber leider / Verlangen's dafür zehn mal so viel Geld.» So singt Helmut Qualtinger vom Ende des Berufsstandes der Engelmacherin. Der Schwangerschaftsabbruch kostet die Patientin nicht nur «zehn mal so viel Geld», sondern ist auch moralisch beladen wie kein anderer medizinischer Eingriff. Ein Rückschritt in Richtung Fremdbestim...
Tun & lassen - Lisa Bolyos 05.02.2014 mehr lesen +

«Wenn du heiratest, fängt der Wahnsinn erst an»

Anja Salomonowitz' Film gegen das unmenschliche System des Fremdenrechts

article_2310_anja_180.jpg «Die 727 Tage ohne Karamo» ist ein Dokumentarfilm von Anja Salomonowitz, der ein Problem von vielen binationalen Paaren schon im Titel anspricht: Trotz Heirat muss der/die nicht-österreichische Partner_in das Land verlassen. Und auch sonst macht die Gesetzgebung Beziehungen zu Nicht-EU-Angehörigen zum dauernden Hindernislauf. Die Regisseurin spricht im Augustin-Interview über ihren Film. Auch AUGUSTIN TV sendet dazu: http://okto.tv/augustin ...
Artistin - Jenny Legenstein 02.09.2013 mehr lesen +

Liebes Wahlvolk!

Frühjahr 2012: Die u. a. von SOS Mitmensch initiierte Kampagne «Machen wir uns stark» fordert einen vollen Zugang zum Arbeitsmarkt für Asylbewerber_innen sowie Möglichkeiten zur Aus- und Weiterbildung, insbesondere die Lehrlingsausbildung für Jugendliche.
Tun & lassen - PrekärCafé 12.06.2013 mehr lesen +

«You don't go back to your Lager!»

Aufrufe zum Durchhalten von und an Flüchtlingsfrauen

article_2246_konferenz_mahdiyeh_kalhor_180.jpg Menschenfeindliche und erniedrigende Lebensbedingungen herrschen in den Flüchtlingslagern des reichen Deutschland vor. Die Frauen-Flüchtlingskonferenz in Hamburg gab einer algerischen Journalistin, die direkt vor der Abschiebung steht, wieder Kraft weiterzukämpfen.
Tun & lassen - Kerstin Kellermann 15.05.2013 mehr lesen +

Kein Mensch ist illegal

Associated Press lehnt «illegal» als Bezeichnung von Menschen ab

Associated Press (AP), gegründet im denkwürdigen Mai 1848 in New York, ist heute die weltweit größte Presseagentur. Sie liefert Nachrichten aus beinahe aller Welt (ca. 240 Büros in rund einhundert Ländern) an Journalist_innen und Redaktionen.
Tun & lassen - Lisa Bolyos 17.04.2013 mehr lesen +

Hohe Braut-Zahlung an Österreich

Wie aus einem erfolglosen «Ankerkind» ein wartender «Anker-Ehemann» wird

Eigentlich bedeutet der Begriff «Ankerkind» ja etwas Positives, nämlich dass Flüchtlingskinder in einem Land ankern dürfen, ähnlich einem Schiff. Aber nicht nur wurde dieser Begriff von der Politik verdreht, sondern die Familienzusammenführung funktioniert oft gar nicht und kostet trotzdem enorme Summen.
Tun & lassen - Kerstin Kellermann 23.01.2013 mehr lesen +
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