Kategorie: Thema :: Migration Seite: 1 2

Die Freiwillige Liese oder der Verlust des Ideellen

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Liese nennt sich die Pensionistin Anneliese gern. Sie nennt das, was sie seit Jahren für Gottes Lohn tut, stets Arbeit, nicht Beschäftigung, aktives Altern. Nach mehr als 10 Jahren ehrenamtlicher Arbeit hält sie kurz inne und schaut und hört sich um. Was sagen Politikerinnen und Politiker über den Gebrauch freiwilliger Dienste?

Illustration: Karl Berger


Dichter Innenteil - Elfriede Gans 12.03.2017 mehr lesen +

Eine Gesellschaft sitzt fest

field report aus der österreichischen Provinz

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Bedauerlicherweise werden die offenbaren Schwierigkeiten, zu bestimmen, was eine Gesellschaft und deren Kultur sei, gerne verschwiegen. «Kultur» wurde längst zu einem Kampfbegriff.

Illustration: Karl Berger


Dichter Innenteil - Frank Jödicke 26.02.2017 mehr lesen +

«Ich bin die Chefin»

Augustinverkäuferin Eunice

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Wenn es keinen Augustin gäbe – ich weiß nicht, was passieren würde. Als ich mit dem Verkaufen anfangen konnte, das war vor vier oder fünf Jahren, war das sehr gut für mich. In der Wollzeile ist mein Verkaufsplatz.

Foto: Evi Rohrmoser


Tun & lassen - 06.12.2016 mehr lesen +

Unglücklich am Neckar

Die Abenteuer des Herrn Hüseyin (68)

article_3802_hueseyin_grafik_180.gif Die Zeit vergeht, wenn der Herbst da ist, meint der Hüseyin. Im Winter freut man sich, dass der Frühling naht. Winter ist auch die Jahreszeit, in der viel geschlafen wird. Nach langem entscheidet er sich, nach Deutschland zu fahren um den Onkel, die Tante und die Cousins zu besuchen. Zwar ist er übers Facebook mit den Verwandten in vielen europäischen Ländern und in der Türkei in Beziehung, aber viele hat er lange nicht live gesehen. ...
Dichter Innenteil - Mehmet Emir 07.11.2016 mehr lesen +

Frau Mwangi zieht in den Gemeindebau

60 Jahre ’56: Ungarische Wiener_innen erzählen, Teil 2

article_3777_ungarn_180.jpg Etwa 20.000 «56er» blieben nach ihrer Flucht aus Ungarn in Wien. Bei Anna Mwangi war es ein bisschen anders: Sie kam als Diplomatentochter und wurde erst Jahre später zum Flüchtling. Lisa Bolyos hat sich von ihr erzählen lassen, wie sie 1956 als Tochter von Kommunist_innen erlebt hat, wie es einer vermeintlichen «Ausländerin» im Gemeindebau geht und wieso sich ein österreichischer Architekt in der Geheimdienstakte ihres Vaters wiederfindet. Foto...
Tun & lassen - Lisa Bolyos 26.10.2016 mehr lesen +

Zuerst die Federn, dann das Stroh

Die Niederösterreicherin Ingrid W. wehrt sich gegen Abschub ihres Schützlings

article_3723_ali_privat_180.jpg Als Kind sah Ingrid W. ungarische Kinderflüchtlinge in ausrangierten Eisenbahnwaggons leben. Nach dem Erntedankfest 2015 nahm die pensionierte Lehrerin einen jungen irakischen Flüchtling auf, der im Juli abgeschoben wurde. Nun besucht sie ihren Schützling in der Schubhaft im «Hotel Porin», einem Flüchtlingsheim in Zagreb. Kroatien schiebt Flüchtlinge zurück nach Syrien und in den Irak ab. Ein Todesurteil. Von Kerstin Kellermann.
Tun & lassen - Kerstin Kellermann 27.09.2016 mehr lesen +

Ein trauriger September

Die Abenteuer des Herrn Hüseyin (65)

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Für den Hüseyin fing der September nicht gut an. Erstens starb der Vater der Freundin plötzlich, zweitens auch der Vater seines besten Freundes. Er hatte ihn öfters fotografiert.

Illu: Carla Müller


Dichter Innenteil - Mehmet Emir 26.09.2016 mehr lesen +

Im besten Hotel Europas

Athen: ein Straßenzeitungstreffen und vierhundert selbstorganisierte Flüchtlinge

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Das «Internationale Netzwerk der Straßenzeitungen» tagte diesen Sommer in Athen. Die Metropole der europäischen Krisenpolitik floriert auf ihre ganz eigene Art. Lisa Bolyos ist im «besten Hotel Europas» abgestiegen und hat sich die Stadt von dort aus angesehen.

Foto: infomobile.w2eu.net


Tun & lassen - Lisa Bolyos 03.08.2016 mehr lesen +

Ein Problem wird übersiedelt

Von der U6, den Drogen und einer weit verfehlten Stadtpolitik

article_3673_u6_silke_mueller_180.jpg Die Drogenszene an der U6 hat im Frühjahr für Stimmung gesorgt: Die Grünen machten für einen kontrollierten öffentlichen Raum mobil, die Wiener Linien sprachen von Sicherheit und meinten Vertreibung, und die Stadt hat es geschafft, ihre Drogenabhängigen wieder mal woandershin zu schieben. Christian Bunke (Text) und Silke Müller (Illustration) denken darüber nach, was das verschärfte Suchtmittelgesetz und ein versagter Arbeitsmarktzugang miteinand...
Tun & lassen - Peter Krobath 03.08.2016 mehr lesen +

Augustinerin Chioma: Am Westbahnhof geblieben

article_3655_augustinerin2©andreas_he_180.jpg Mein Vorname ist dir nicht vertraut? Ich komme aus Nigeria und bin vor rund zehn Jahren in Österreich gelandet, direkt in Wien. Meine Tochter musste ich nachholen, was sehr, sehr aufwendig und mühsam gewesen ist. Sie ist jetzt 18 Jahre alt und besucht ein Gymnasium, wo sie nächstes Jahr zur Matura antreten wird. Daher spricht sie auch sehr gut Deutsch, aber zu Hause unterhalten wir uns auf Englisch. Ich habe zwar Deutschkurse besucht, aber mein E...
Tun & lassen - 06.07.2016 mehr lesen +

Schach, Oida!

Eine Willkommenskultur auf 64 Feldern macht sich in der Stadt breit

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Schach ist eine universelle Sprache, hat keine Heimat, braucht keine Integration, es reicht aus, sich über die basalen Regeln zu verständigen. Kurto Wendt (Text) und Bianca Traxler (Fotos) besuchten am Weltflüchtlingstag eine Schachveranstaltung.

Foto: Bianca Traxler


Vorstadt - Kurto Wendt 06.07.2016 mehr lesen +

Diese verdammte Obergrenze

Wie sich die hohe Flüchtlingspolitik auf konkrete Betroffene auswirkt

Der Herbst 2015 hat gezeigt: Die zivile Gesellschaft ist mit Flüchtlingen, auch wenn sie in ungewohnten Massen kommen, nicht überfordert, vor allem dann nicht, wenn es eine Kooperation mit den klassischen humanitären Organisationen gibt, und – nicht zu vergessen – auch mit lokalen Politiker_innen. Dieses solidarische Dreiergespann handelte dem Menschenrecht gemäß, oft ohne dessen Paragraphen zu kennen. Menschenrechtswidrig dagegen handelten (wide...
Tun & lassen - Erwin Landrichter 07.06.2016 mehr lesen +

«Papa ist ein Alliierter»

Nacherzählt & wahrgenommen: die Geschichte Schwarzer Österreicher_innen seit 1946

article_3553_schwarzoesterr_sammlung_l_180.jpg «Aber woher bist du wirklich?», werden sie gefragt. Und schief angeschaut, wenn sie «Donaustadt» als Antwort geben. Rund 400 Kinder von afroamerikanischen Soldaten und Weißen Österreicherinnen kamen in der Nachkriegszeit auf die Welt. Sie sind Teil der ersten Generation nach dem Faschismus. Ein Forschungs- und Ausstellungsprojekt widmet sich ihrer Geschichte. Lisa Bolyos durfte ein paar Blicke in das gesammelte Material werfen. Foto: Sammlung «L...
Tun & lassen - Lisa Bolyos 26.04.2016 mehr lesen +

Herr Groll auf Reisen. 279. Folge

Korneuburg-Southampton: noble Räder und ein Fliegenschiss

article_3554_412-hr.groll©mario_web_180.jpg Groll und der Dozent waren auf dem Treppelweg an der Donau unterhalb von Korneuburg unterwegs. Der Dozent wollte Groll etwas über die schandvolle Geschichte der Wiener Ruderclubs in der NS-Zeit erzählen. Mit dem Ruderklub «Pirat» wollte er vor dessen Bootshaus am kleinen Austreifen zwischen der Autobahn und dem Fluss den Anfang machen. Der rege Verkehr auf dem Radweg machte es den beiden unmöglich, nebeneinander zu gehen. Gestrandet, voll Fliege...
Dichter Innenteil - Erwin Riess 25.04.2016 mehr lesen +

Die Näherinnen von Favoriten

Integrationsprojekt «Nachbarinnen»

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Das Wiener Integrationsprojekt «Nachbarinnen» stellt Begriffe wie «Selbstvertrauen» in den Fokus seiner Arbeit.  Ergebnis ist ein Wirtschaftsbetrieb, der migrantischen Frauen die Möglichkeit gibt, Grenzen zu überschreiten und aus Isolation auszubrechen. Clemens Staudinger über die ökonomischen und außerökonomischen Okkasionen des Projekts.

Illu: Much


Tun & lassen - Clemens Staudinger 19.01.2016 mehr lesen +

Gatti wieder auf der Flucht

Journalist testete den Erfolg des Papst-Appells zur Flüchtlingshilfe

article_3366_gatti__180.jpg Jede Pfarrei oder religiöse Gemeinschaft in Europa solle zumindest eine Flüchtlingsfamilie bei sich aufnehmen. Dazu hat vor einigen Wochen Papst Franziskus aufgerufen. Als «Undercover-Immigrant» hat der italienische Journalist Fabrizio Gatti getestet, wie Europas katholische Pfarrer mit diesem Druck von oben umgehen. Elisabeth Malleier über den nicht sehr erfreulichen Befund. Foto: http://donneuominiscalzi.blogspot.it ...
Tun & lassen - Elisabeth Malleier 08.12.2015 mehr lesen +

Die Sortierung der Flüchtlinge: Eben WEIL sie unsere Werte teilen, kommen sie

Die Flüchtlinge aus dem Nahen Osten und aus Afrika, namentlich jene mit muslimischem Hintergrund, teilen «unsere Werte» nicht, und bald bilden sie jene kritische Masse, die das Wertesystem zum Kippen bringen wird. Und wenn es kippt, ist es vorbei mit der modernen Trennung von Kirche und Staat und mit der Gleichberechtigung der Frauen. So oder ähnlich lautet das Katastrophenszenario, das uns konservative und reaktionäre Politiker_innen vorzeichnen...
Tun & lassen - Redaktion 08.12.2015 mehr lesen +

Radio Augustin: Die Caritas baut ihr Spektrum sozialer Unternehmen aus – Babylonisches Gewirr in magdas Hotel

«50 Prozent unserer Mitarbeiter kommen aus jobschwierigen Situationen. Das sind Langzeitarbeitslose, Flüchtlinge, Menschen mit Behinderungen oder Haftentlassene», sagt Gabriela Sonnleitner, die Leiterin der magdas-Social-Business-Gruppe, die von der Caritas der Erzdiözese Wien betrieben wird. «Um diese Menschen kümmern wir uns und geben ihnen eine zweite Chance, weil sie genauso zu einem wirtschaftlichen Erfolg beitragen können, wie jeder andere ...
Tun & lassen - Jürgen Plank 08.12.2015 mehr lesen +

Endlich ankommen

Im August hatte ich eine außergewöhnliche Begegnung mit einem jungen Flüchtling aus dem Sudan. Er hat mich gebeten, seine Geschichte und die seines Heimatlandes Sudan zu verbreiten.
Ich habe seine Erzählungen in einem Brief an ihn niedergeschrieben.
Dichter Innenteil - Verena Grill 23.11.2015 mehr lesen +

Dannebergpredigt: Kolonialistische Kultur

Es war Ende der 1960er Jahre in Berlin. Ich erinnere mich noch genau an den Tag, an dem meine Mutter mit bangem Blick meinen Bruder in die Fremde entließ. Seine Arbeitsstelle, das Arbeitsamt, hatte ihn auserwählt, nach Belgrad zu gehen, um «Gastarbeiter» für das deutsche Wirtschaftswunder anzuwerben. Er erzählte mir, nach welchen Kriterien die Menschen ausgesucht wurden: jung, kräftig, gesund, vollständiges Gebiss und keine körperlichen Fehlbildu...
Tun & lassen - Bärbel Danneberg 29.09.2015 mehr lesen +

Der Wohnpark vermisst seinen fröhlichsten Freak

Damian Ik Ikezue: 30-jähriger Augustinverkäufer aus Nigeria ertrunken

article_3161_394_tun_nachruf-damian_we_180.jpg Mit seinen Dreadlocks und seinen immer wieder verrückten und verblüffenden Klamotten war Damian Ik Ikezue, der fröhlichste Freak in der Shopping-Zone des Wohnparks Alterlaa, unübersehbar. Irgendwann wäre der Nigerianer, der seit 2003 den Augustin kolportierte, wohl in die «Wiener Wäsche»-Rubrik unserer Mitarbeiterin Doris Kittler geraten. Das geht jetzt nicht mehr. Damian, mit seinen erst 30 Jahren, ist Anfang Juni in der Donau ertrunken. Folgend...
Tun & lassen - Ingrid Parlow 08.07.2015 mehr lesen +

Österreicher_innen im Ausland: 50 Prozent arbeitslos

eingSCHENKt

150 Millionen Euro Familienbeilhilfe beziehen rechtmäßig Arbeitnehmer_innen in Österreich, deren Kinder aber in Rumänien oder Bulgarien leben. Ob man diese Sozialleistungen dem Lebensstandard des jeweiligen EU-Landes anpasst, streicht oder belässt, kann man diskutieren – aber immer nur sinnvoll im Kontext und im Blick auf alle Faktoren:


Tun & lassen - Martin Schenk 08.07.2015 mehr lesen +

Die Mutter

Die Abenteuer des Herrn Hüseyin (38)

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Nachdem Herr Hüseyin aus der alten Heimat zurück in die neue Heimat zurückgekehrt ist, lassen ihn viele Eindrücke aus der Urlaubszeit nicht los. Auch wenn er sich auf Wien und seine kleine Wohnung freut, ist es eine Melancholie, die ihn umgibt. Er denkt an die Gespräche mit der Mutter. Er möchte mehr über das Leben der Mutter erfahren.


Dichter Innenteil - Mehmet Emir 08.07.2015 mehr lesen +

Das Flüchtlingskontaktverbot

Blaurotes Burgenland mit «Maßnahmensetzung» Nummer 1

Einen Vorgeschmack auf das, was im Burgenland unter Rot-Blau noch zu erwarten ist, liefert die aktuelle «Maßnahmensetzung» – was für ein autoritäres Unwort aus der Herrschafts- und Verwaltungssprache! – der burgenländischen Landesregierung. Durch diese werden mit einem Federstrich zahlreiche selbstverständliche Rechte der Asylwerber_innen außer Kraft gesetzt und wird die Arbeit der professionellen und ehrenamtlichen Flüchtlingshelfer_innen zu ver...
Tun & lassen - 25.06.2015 mehr lesen +

Hoffnung in den Karenni-Camps

Solidarische Abenteurer (3): Flüchtlingsarbeit in einem kriegsmüden Land

article_3150_393_tun_schaumberger4_web_180.jpg Gabriele Schaumberger ist eine der «solidarischen Abenteuer_innen», die Hans Bogenreiter in seiner Reihe über österreichische Aktivist_innen vorstellt, die sich sowohl abseits der großen Entwicklungshilfemaschinerie als auch abseits der großen medialen Aufmerksamkeit engagieren. Schaumberger gründete die «Burmahilfe». Erst kürzlich ist sie aus dem Grenzgebiet zwischen Burma und Thailand zurück nach Wien gekommen. Foto: Privat ...
Tun & lassen - Hans Bogenreiter 25.06.2015 mehr lesen +

Zu Hause auf Besuch

Die Abenteuer des Herrn Hüseyin (37)

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Herr Hüseyin ist zu Hause bei seinen Eltern. Während er auf dem Balkon sitzt, beobachtet er, wie sein Vater im Garten vor dem Haus arbeitet. Den Baugrund neben dem Haus hat er vor Jahren gekauft, um darauf ein Haus zu bauen. Obwohl das Grundstück inmitten der Stadt liegt und ein Haus darauf zu bauen viel mehr bringen würde, hat er sich für einen Garten entschieden.

Illustration: Carla Müller


Dichter Innenteil - Mehmet Emir 25.06.2015 mehr lesen +

Meine Freundin Rahmah und die Diktatur

article_3147_393_dicht_hella_osten_180.jpg Verabschiedet hatten wir uns nicht bewusst, wir waren mit einem wichtigen Übergang in unserem Leben konfrontiert und der Frage, wie es weitergeht. So endete die Schule mit der Matura oder dem wesentlich anspruchsvolleren International Baccalaureate, wir hielten strahlend unser Abschlussdiplom in Händen und flogen in die Welt hinaus. Manche aufs College in die USA, manche zurück mit ihrer Familie in die Heimatländer in Afrika, Asien, Iran, Irak, I...
Dichter Innenteil - Hella Osten 24.06.2015 mehr lesen +

Laufen ist unanständig – Flüchten auch?

Reinhard Kleists Comic «Der Traum von Olympia»

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Nachrichten von Hunderten, ja Aberhunderten von Flüchtlingen, die ihr Leben im Mittelmeer verlieren, lassen uns vergleichsweise kalt. Eine einzelne Geschichte erschüttert uns, berührt uns, lässt uns nicht mehr los. Martin Reiterer erklärt, warum Reinhard Kleists Comic-Geschichte von Samia Yusuf Omar so eminent wichtig ist.

 

Grafik: Reinhard Kleist


Artistin - Martin Reiterer 24.06.2015 mehr lesen +

Macondo blüht auf, kocht auf, spielt auf

Eine Flüchtlingssiedlung am Stadtand – und das «Prinzip Hoffnung»

article_3126_macondo_asma_aiad:diakoni_180.jpg Gemeinsames Gärtnern, Möbelerneuerung, Ernährungsberatung – diese Methoden der Gemeinwesenarbeit klingen nicht gerade sensationell innovativ. Aber sie haben sich bewährt und werden auch in der Simmeringer Flüchtlingssiedlung «Macondo» das Zusammenleben unterschiedlichster Menschen erleichtern können. Alexander Stoff über «Macondo blüht auf», ein Projekt der evangelischen Flüchtlingsarbeit. Foto: Asma Aiad/Diakonie ...
Vorstadt - Alexander Stoff 09.06.2015 mehr lesen +

Suruç, die Stadt der weißen Zelte

Flüchtlingshilfe: Die Lasten sind extrem ungleich verteilt!

article_3081_suruc_huelya_tektas_180.jpg Zwischen der libyschen und der sizilianischen Küste hat sich eben die schlimmste Flüchtlingskatastrophe des Mittelmeers ereignet – mit rund 1000 Todesopfern. Der österreichische Bundeskanzler sprach von einer «Schande für Europa», ordnet sich aber voll der EU-Politik unter, die eine legale Einreise der Flüchtlinge ausschließt – und dadurch weitere Katastrophen in Kauf nimmt. Österreich schottet sich ab und überlässt die Flüchtlingshilfe den armen...
Tun & lassen - Hülya Tektaş 28.04.2015 mehr lesen +

Das Märchen von Hartz IV

eingSCHENKt

Ein Schuhputzer am Bahnhof, eine Bäckerin, ein Sänger und ein Bub aus Afrika. Im Film «Le Havre» des Regisseurs Aki Kaurismäki erzählen sie ihre Geschichte von unten. Aufmerksam, verzweifelt und widerständig. Ein Märchen?
Tun & lassen - Martin Schenk 18.03.2015 mehr lesen +

«Paradigmatisch für die Wiener Geschichte»

Eine Wanderausstellung über eine historische Minderheit - die «Ziegelböhm»

article_2871_ziegel_180.jpg Im Favoritener Karl-Wrba-Hof initiierte «Wohnpartner», ein Nachbarschaftsservice im Wiener Gemeindebau, Gesprächskreise mit Zeitzeug_innen der sogenannten Ziegelböhm. Auf Basis dieser Gespräche wurde eine kleine, aber sehr feine Wanderausstellung entwickelt. Reinhold Schachner sprach im volksmündlich auch als «Senfbau» bezeichneten Gemeindebau mit dem Kurator Andreas Rechling und dem ehrenamtlichen Mitarbeiter Nikolaus Salzer über die Ziegelböhm ...
Vorstadt - 17.02.2015 mehr lesen +

Migrationsgrund: Sparpaket

Nach Wien migrieren, den Regen aushalten und sich politisch organisieren

precarity©carolinafrank.jpg Viele gut ausgebildete Leute verlassen Südeuropa, das von der Austeritätspolitik gebeutelt wird, um anderswo ihr (Arbeits-)Glück zu versuchen. Ein paar von ihnen verschlägt es nach Wien. Wir haben mit vier Aktivist_innen des «Precarity Office Vienna» gesprochen, die aus Barcelona und Athen hierhergezogen sind. Sie erzählen von den Beweggründen, die Stadt zu wechseln, und darüber, wie sich das Ankommen gestaltet. Und auch davon, wie die Welt intel...
Tun & lassen - Lisa Bolyos 14.10.2014 mehr lesen +

Ein Meer queren und überleben

«Guten Tag, hier spricht Watch the Med» - telefonische Hilfe für Flüchtlinge in Seenot

article_2651_notruf_180.jpg Das Mittelmeer gilt heute als die lebensgefährlichste Migrationsroute nach Europa. Die einen, ausgestattet mit den «richtigen» Reisepässen, machen es sich auf dem Deck großer Fähren gemütlich, um von Sizilien nach Tunis überzusetzen. Die anderen müssen bei Einsatz ihrer Gesundheit oder ihres Lebens in überfüllten Booten versuchen, ungesehen die Küsten Europas zu erreichen. Um dem täglichen Sterben etwas Handfestes entgegenzusetzen, haben Menschen...
Tun & lassen - 14.10.2014 mehr lesen +

Die Generation Wirtschaftswunder

Musa Firat: Einer der ersten Gastarbeiter Österreichs erzählt

article_2550_musafirat@josefvorlaufer_180.jpg Musa Firat wird am 15. April 1933 in der ostanatolischen Region Dersim/Dês?m, im Dörfchen Mezra Káy?í geboren. Am 10. April 1964 kommt er im Zuge des Anwerbeabkommens zwischen Türkei und Österreich als einer der ersten «Gastarbajteri» am Südbahnhof an. Das Abkommen wurde heuer 50 Jahre alt; Musa Firat 81. Seine Geschichte erzählt von jenen, die das «Wirtschaftswunder Österreich» ausmachten.   Foto: Josef Vorlaufer ...
Tun & lassen - Manfred Wieninger 24.06.2014 mehr lesen +

«Wege, Umwege»

Über Flucht und andere Bewegungen - Ruth Beckermanns neuer Film

article_2465_beckermann_180.jpg In Ruth Beckermanns künstlerischem Schaffen sind Migration, Reisen, Ankommen, Aufbruch immer wiederkehrende Motive, ihre jüngste Filmarbeit «Those Who Go Those Who Stay» beschäftigt sich nahezu ausufernd mit diesem Themenkreis. Ein Augustin-Interview mit der Autorin und Regisseurin über ein sich veränderndes Europa, Textilien als roter Faden, das Moment der Ratlosigkeit und die offene Form als filmisches Mittel.
Artistin - Jenny Legenstein 16.03.2014 mehr lesen +

Das Kaninchen in der Achselhöhle

Tuomas Kyrö erzählt in «Bettler und Hase» ein finnisches Märchen moderner Arbeitsmigration

article_2434_bettler_hase_180.jpg Vatanescu möchte in erster Linie Geld verdienen, damit er seinem kleinen Sohn Miklos Fußballschuhe kaufen kann. Dazu fährt er im Lieferwagen von Rumänien nach Finnland, um sich auf den trostlosen Straßen Helsinkis als Bettler zu verdingen. Später als Bauarbeiter im Naturschutzgebiet. Dann als Magierinnengehilfe in der Bundesbahn. Und schließlich, mangels Alternativen, als finnischer Ministerpräsident. Mit dabei: ein Kaninchen, das Vatanescu stur ...
Artistin - Lisa Bolyos 03.02.2014 mehr lesen +

Runterqualifizieren

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article_2339_schenk_180.jpg Wenn es keinen geförderten und gewollten sozialen Aufstieg von Zugewanderten gibt, muss man Qualifizierte durch Diskriminierung dazu bewegen, dass sie die schlechter qualifizierten Tätigkeiten ausführen.
Tun & lassen - Martin Schenk 03.10.2013 mehr lesen +

Maghrebinischer Flüchtling statt Sehnsuchtsreise

Wie eine Privatperson dem Staat die Flüchtlingsunterstützung abnimmt

article_2357_saualm_180.jpg Die schöne Stadt Villach verfügt über tschetschenische Internetcafés, Migrant_innenberatungsstellen auch für Roma, die als Galerie dienen, und tolle Ausstellungs- und Konzert-Orte wie den «Kulturhofkeller». Aber ziemlich dringend fehlt es an Therapeut_innen für Traumaschäden und - an einer Straßenzeitung.

Artistin - Kerstin Kellermann 02.10.2013 mehr lesen +

Zu Fremden gemacht

Migration im Schulbuch: Dürfen die Kids wissen, dass auch Österreich Auswanderungsland war?

article_2282_migr_schulb_180.jpg «Viele Geschichten werden nicht erzählt», sagt Christa Markom, Mitarbeiterin des Projektes «Migration(en) im Schulbuch». Migrant_innen bleiben als Menschen entweder unsichtbar, fast entmenschlicht - oder werden dauerhaft zu «Fremden» gemacht. Migration wird sowohl in den Medien als auch in der Politik fast immer nur als Problem für die Mehrheit dargestellt. Das fängt früh an. Auch wenn in der Schule und in den Schulbüchern das Thema behandelt wir...
Tun & lassen - Igor Eberhard 26.06.2013 mehr lesen +

Warum B. nicht einfach in Österreich leben kann

Abschiebungen sind verhinderbar, Abschiebungen sind abschaffbar

Bis über die Mauer kam B. bei seinem Fluchtversuch aus der Schubhaft am Flughafen Wien Schwechat am Abend des 1. Juni. Kurz darauf wurde er von der Polizei erwischt und ins nächstgelegene Polizeianhaltezentrum gebracht.
Tun & lassen - Yuksel Schlosser 12.06.2013 mehr lesen +

Liebes Wahlvolk!

Frühjahr 2012: Die u. a. von SOS Mitmensch initiierte Kampagne «Machen wir uns stark» fordert einen vollen Zugang zum Arbeitsmarkt für Asylbewerber_innen sowie Möglichkeiten zur Aus- und Weiterbildung, insbesondere die Lehrlingsausbildung für Jugendliche.
Tun & lassen - PrekärCafé 12.06.2013 mehr lesen +

Kein Mensch ist illegal

Associated Press lehnt «illegal» als Bezeichnung von Menschen ab

Associated Press (AP), gegründet im denkwürdigen Mai 1848 in New York, ist heute die weltweit größte Presseagentur. Sie liefert Nachrichten aus beinahe aller Welt (ca. 240 Büros in rund einhundert Ländern) an Journalist_innen und Redaktionen.
Tun & lassen - Lisa Bolyos 17.04.2013 mehr lesen +

Bildungshafen auf stürmischer See

Das «Projekt Schule für alle» will das Recht auf Bildung in Praxis umsetzen

article_2213_prosa_carolina_frank_180.jpg PROSA ist eigentlich eine ganz normale Schule: Jugendliche und junge Erwachsene bereiten sich hier auf den Pflichtschulabschluss vor. Und es ist eine ganz besondere Schule: eine Schule «für alle», beziehungsweise genau für jene, die anderswo keinen Ausbildungsplatz bekommen. Manche Schüler_innen sind im Asylverfahren, andere bangen vor ihrer Abschiebung. Und alle haben das Bedürfnis, sich weiterzubilden.
Tun & lassen - Lisa Bolyos 02.04.2013 mehr lesen +

Hohe Braut-Zahlung an Österreich

Wie aus einem erfolglosen «Ankerkind» ein wartender «Anker-Ehemann» wird

Eigentlich bedeutet der Begriff «Ankerkind» ja etwas Positives, nämlich dass Flüchtlingskinder in einem Land ankern dürfen, ähnlich einem Schiff. Aber nicht nur wurde dieser Begriff von der Politik verdreht, sondern die Familienzusammenführung funktioniert oft gar nicht und kostet trotzdem enorme Summen.
Tun & lassen - Kerstin Kellermann 23.01.2013 mehr lesen +

Was kuckst du, bin ich Kino?

Wien feiert queer-migrantische Weltpremieren

article_2092_queermigr_180.jpg Queer-migrantische Filmtage, das klingt nach etwas, was Rio de Janeiro oder Berlin Kreuzberg schon längst erfunden haben. Denkste! Der Wiener Verein Migay ist zumindest lässt sich kein Gegenbeweis finden Urheber dieser einleuchtenden Idee. «Es geht um Sichtbarkeit, und kein Ort ist dafür besser als die große Kino-Leinwand», begründet Yavuz Kurtulmu, Obmann von Migay, die Formatwahl.
Artistin - Lisa Bolyos 14.11.2012 mehr lesen +
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