Kategorie: Thema :: Obdachlosigkeit Seite: 1 2

Die Unsichtbaren

Schweizer Fotografin arbeitet zu Obdachlosigkeit in Griechenland

article_3978_die_unsichtbaren_180.jpg Mit dem Projekt «invisible people» widmet sich Eva Borner Wohnorten von Obdachlosen in Griechenland. Ihre Fotografien zeigen nicht die Betroffenen selbst, sondern deren Schlafplätze. Michael Gasser vom Zürcher Straßenmagazin «Surprise» sprach mit der Schweizer Künstlerin.
Vorstadt - 13.03.2017 mehr lesen +

Ich dachte, Glücksspiel sei verboten? (1. Teil)

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Ich hatte eine sehr anstrengende Woche hinter mir, nachdem ich von einem Sozialarbeiter zum nächsten bin. Warum hab ich das getan? Weil ich in einer sehr hoffnungslosen Lage stecke, die meine Wohnungssituation betrifft. Auf die möchte ich jetzt eingehen. Damit ihr euch ein Bild davon machen könnt, gehe ich nun zum Anfang meiner Wohngeschichte zurück.

Grafik: Karl Berger


Dichter Innenteil - Hans Wurst 19.12.2016 mehr lesen +

Als Ferry den Bertl gab

«Kupfermuckn»: Linzer Nachrichten von unten – seit 20 Jahren

article_3778_kupfermuckn_walter_hartl_180.jpg Die Marienstraße in Linz versprüht italienischen Charme.  Kopfsteinpflaster, Häuser mit freundlichen Fassaden und wenig rollender Verkehr. Dafür sind viele Menschen zu Fuß unterwegs. Hier, im Haus mit der Nummer elf, ist sie untergebracht, die Straßenzeitung der oberösterreichischen Landeshauptstadt, die nun schon seit 20 Jahren erscheint. Andi Wahl über eine etwas jüngere Schwester des Augustin. Foto: Walter Hartl ...
Tun & lassen - Andi Wahl 26.10.2016 mehr lesen +

Echo vielfältiger Verwundungen

Galerie im Bezirksgericht: Bakos Tamás, der Verblüffer

article_3765_bakos_tamas_180.jpg «In den Bildern von Bakos Tamás ist das Echo vielfältiger Verwundungen sichtbar. Mit der Obsession einer heillosen Trauer malt er unentwegt das Unverdrängbare»,
Artistin - 26.10.2016 mehr lesen +

Auch unter der Brücke gibt’s Spießer

Es gibt Städte, die Armut besser verstecken als Hamburg

article_3686_bruecke_robert_sommer_180.jpg Wo gibt’s die meisten Brücken in Europa?  Die am meisten Gebildeten unter uns würden zu debattieren beginnen. Zur Wahl stünden die Städte Venedig oder Amsterdam. Beide Nennungen stellen sich als falsch heraus. Hamburg besitzt 2100 Brücken, mehr als Venedig und Amsterdam zusammen. Nicht unwahrscheinlich, dass die Metapher für sozialen Absturz, «unter der Brücke landen», aus Hamburg stammt. Text und Foto von Robert Sommer.

Tun & lassen - Robert Sommer 31.08.2016 mehr lesen +

Camping im Zeichen der Würde

Wohnungslosentreffen in Freistatt – Teilhabe und Selbstbestimmung

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In Freistatt, Niedersachsen habe ich eine besondere Seminarwoche erleben dürfen: das Wohnungslosentreffen im Sommercamp Freistatt. Es ging um Obdachlosigkeit, Wohnungslosigkeit, Selbsthilfe, internationale Vernetzung, Nichtsesshafte, Armut und Reichtum, Mitbestimmung und Mitentscheidung.

Foto: Freistätter Online Zeitung


Tun & lassen - Andi Kleinhansl 31.08.2016 mehr lesen +

Marie fürs Ländle

Vorarlberg bekommt eine Straßenzeitung

article_3360_marie_180.jpg Der Augustin hat eine neue Mitstreiterin bekommen: welcome, Marie! «Kleines Schwesterchen» nennt Robert Thoma die erste Vorarlberger Straßenzeitung, «weil wir alles so machen wie ihr und Robert Sommer letzten Endes Namensgeber war».
Tun & lassen - Lisa Bolyos 08.12.2015 mehr lesen +

«Wir möchten zeigen, wie es anders gehen kann»

Das neunerhaus will das Grundrecht auf Wohnen für alle ermöglichen

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Umgang mit Obdachlosigkeit bedeutet mehr als ein Dach über dem Kopf zu bieten. Wohnen so normal wie möglich und die Orientierung an den Bedürfnissen der Betroffenen sind grundlegende Ansätze der Arbeit des neunerhauses. Lisbeth Kovacic (Fotos) und Jenny Legenstein (Interview) trafen Elisabeth Hammer, fachliche Leiterin und Chefin des Bereichs Grundlagen & Entwicklung im neunerhaus.

Foto: Lisbeth Kovacic


Tun & lassen - Jenny Legenstein 24.11.2015 mehr lesen +

Räudige Reinprechtsdorfer Hofkultur

Wir stehen kurz vor dem Jahr 2016: Präsentation des neuen Augustin-Kalenders

article_3337_h4_180.jpg Die 13. Ausgabe des Augustin-Kalenders nicht an dem sich anbietenden Freitag, dem 13. November zu feiern, käme einer Sünde gleich. So wurde aus dem unscheinbaren Innenhof der Augustin-Zentrale in der Reinprechtsdorfer Straße für einen Abend und eine Nacht eine Festzone gezaubert, die es mit jedem für ein Rave adaptierten Hinterhof eines aufgelassenen Truckstops in Lappland aufnehmen hätte können. Mit anderen Worten: Ein Hauch von Subkultur wurde ...
Vorstadt - Reinhold Schachner 24.11.2015 mehr lesen +

Ein Film, ein Haus und kein Happy End

Filmhaus «Annelie»: von der Absteige zum Design-Hotel

article_3335_annelie-derfilm.de_180.jpg Vor zwei Jahren berichteten wir hier von einem Film, der der Münchner Wohnpolitik eine gezielte Watsche gibt: «Annelie», das Porträt einer Pension für ehemalige Wohnungslose. Anfang Dezember wird «Annelie» beim Filmfestival «This Human World» gezeigt – danach diskutieren wir mit Expert_innen der Wohnungslosigkeit aus Wien und Budapest. Frank Seibert hat sich inzwischen im Zentrum der teuersten Stadt Deutschlands herumgetrieben, um zu erfahren, wa...
Artistin - Frank Seibert 24.11.2015 mehr lesen +

Weiterwurschteln, bis es zu viel ist

Wohnungslosigkeit von Frauen: Aufrechterhalten einer Scheinrealität

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Weibliche Wohnungslosigkeit: Sie ist meist nicht sichtbar und deshalb auch kaum ein Thema in der Öffentlichkeit. Über die Besonderheiten des scheinbaren Randphänomens und den Umgang damit sprachen mit Gabriele Mechovsky, Leiterin von Ester Tageszentrum für wohnungslose Frauen, Jenny Legenstein und Christina Steinle.

Foto: AugustinTV


Tun & lassen - Jenny Legenstein, Christina Steinle 29.09.2015 mehr lesen +

«Politisch unerträglich»

In Wien und Salzburg «SoliSchlaf»-Aktionen für Obdachlosenrechte

article_3099_soli_ulligladik_180.jpg Wien und Salzburg ziehen im österreichischen Vergleich die meisten internationalen Tourist_innen an. Die hohe Politik beider Städte weiß genau, was die Tourist_innen angeblich nicht sehen wollen: konkrete, lebendige, bettelnde, sichtbar «geschäftstörende» Armut. In beiden Städten luden Menschenrechtsaktivist_innen in der Nacht zum ersten Mai zum «Soli(daritäts)Schlafen» ein. Robert Sommer berichtet vom Widerstand gegen die «soziale Säuberung» der...
Tun & lassen - Robert Sommer 12.05.2015 mehr lesen +

Walter versucht zu schlafen

Zeichnungen aus dem ganz normalen Leben eines Wohnungslosen

article_3093_schlafen_180.jpg «Penner» erzählt aus dem Leben des wohnungslosen Walter, als wäre es das Buch zur Stadparkdebatte. Da ist die Polizei, die das «Kampieren» verbietet, der Sozialarbeiter Erik, der nur Walters Bestes will, und der Alkohol, der die kalten Nächte und die schlechten Erinnerungen erträglich macht. Und vielleicht ist da ein neues Leben, an dem Walter teilhaben wird. Irgendwann. Lisa Bolyos hat die Graphic Novel von Christopher Burgholz gelesen – und vie...
Artistin - Lisa Bolyos 12.05.2015 mehr lesen +

Ende der «Kältehilfe» – ab in den Park

In Wien fehlen 450 Notbetten für Wohnungslose

article_3080_dsc_0509_180.jpg Das diesjährige «Winterpaket» ist zu Ende gegangen. Ende April schlossen fünf Wohnungslosen-Notquartiere mit insgesamt ca. 450 Nächtigungsplätzen ihre Pforten. Das heutzutage auch als Kältehilfe bezeichnete Maßnahmenpaket im Rahmen der Wiener Wohnungslosenhilfe – nämlich die zeitlich befristete Unterbringung von obdachlosen, nach Kriterien des Fonds Soziales Wien nicht-anspruchsberechtigten EU-Bürger_innen während des Winters – ist aus dem Bewuss...
Tun & lassen - 28.04.2015 mehr lesen +

Niemand schläft gern im Schneeregen

Mit dem Obdachlosen-Sprecher im «sozial gereinigten» Stadtpark

article_3068_stadtpark@lisa_bolyos_180.jpg Am 1. April ist im Wiener Stadtpark die «Ordnung» wiederhergestellt worden. Die siebenköpfige Kolonie der Stadtpark-Obdachlosen – Gestrandete aus der Slowakei, Tschechien und Ungarn – mussten ihre improvisierten Zelte räumen. Ein leichter Sieg der Stadtverwaltung, denn die Sichtbarkeit der Armut abzuschaffen ist tausendmal simpler als die Armut selbst zu überwinden. Robert Sommer (Text) und Lisa Bolyos (Fotos) sprachen mit Roman, dem Sprecher der...
Tun & lassen - Robert Sommer 14.04.2015 mehr lesen +

Tausche Wohnung gegen Schrebergarten

Augustin-Verkäufer Peter

article_2965_peter@lisabolyos_180.jpg Ich habe einige Jahre auf der Donauinsel gelebt. In einer kleinen Clique von vier Sandlern, die sich primitive Holzhütten errichtet haben. Walter, neben Falke und Roman einer aus diesem Quartett, ist handwerklich sehr geschickt gewesen. Aus Ästen hatte er Teile für die Hütten geflochten. Und meine Hütte hatte als Eingangstür sogar eine Tür eines ausrangierten Eiskastens. - Das ist kein Scherz! Foto: Lisa Bolyos ...
Tun & lassen - 03.03.2015 mehr lesen +

Unsere LiteratURgesteine

20 Jahre Augustin: Jahrgang 1999 - Vom Verschwinden des Clochards

article_2957_logo_carla_mueller_180.jpg Seit sieben Jahren campierte der Falke - so wurde der Clochard von seinen Bewunderern genannt - in einem Zelt auf der Donauinsel. Der heimliche Bürgermeister des «Augustindörfls». Das Geheimnis seiner Autorität bestand darin, dass er auf der Insel mit seinesgleichen kaum redete. Darum konnten alle Camper glauben, er vertrete ihre Position. Und obwohl jeder seine eigene Position zu praktisch allen Themen hatte, akzeptierten sie ihn alle als allgem...
Artistin - Robert Sommer 03.03.2015 mehr lesen +

Obdachlos in Wien mit Hund

article_2816_hund_180.jpg Ich habe wegen eines Todesfalls in der Familie den Hund übernommen, da ich der Einzige bin, der von ihm akzeptiert wird. Seit einem Jahr lebe ich mehr oder weniger ständig auf der Straße, da es in Wien ein Riesenproblem ist, ein Zimmer zu bekommen, wenn man ein Tier besitzt. In ganz Wien gibt es nur eine öffentliche Einrichtung, wo man mit Hund übernachten kann. Leider kommen wir (der Hund und ich) dort nicht so gut zurecht, und wir müssen uns an...
Dichter Innenteil - 06.01.2015 mehr lesen +

Surprise, Real Change & Augustin

Globales Straßenzeitungstreffen in Schottland

article_2600_insp_180.jpg 1915 (also achtzig Jahre vor dem ersten Augustin) wurden im nordamerikanischen Cincinnati die «Hobo News» gegründet, als Zeitung «von, für und über obdachlose migrantische Arbeiter_innen». «Hobo News» gilt als weithin anerkannte Urgroßmutter der modernen Straßenzeitungen. Rund vierzig solcher Zeitungen aus europäischen, afrikanischen, asiatischen, amerikanischen und australischen Städten kommen jährlich zu einem internationalen Treffen zusammen. ...
Tun & lassen - Lisa Bolyos 01.09.2014 mehr lesen +

Jede hat ihr eigenes Tempo

Wieso Frauen in der Wohnungslosenhilfe Räume für sich brauchen

article_2463_frauenwozi_180.jpg Elvira Loibl, Mitbegründerin des FrauenWohnzimmers und heute Leiterin des FrauenWohnZentrums im 2. Bezirk, spricht darüber, wie Frauen mit Wohnungs- und Obdachlosigkeit umgehen, was versteckte Wohnungslosigkeit bedeutet und wieso die Stadt Räume braucht, die speziell für Frauen offen sind, denen ein adäquater Wohnort fehlt.
Tun & lassen - Lisa Bolyos 17.03.2014 mehr lesen +

Das «neunerhaus»-Experiment

Ist die Vision von einer «anderen Obdachlosenhilfe» Wirklichkeit geworden?

article_2438_neunerhaus_180.jpg Eine den Grünen nahestehende Bürger_inneninitiative hat vor nunmehr fünfzehn Jahren für eine neue, demokratische Form von Obdachlosenunterkünften protestiert. Niemand der Beteiligten hätte damals antizipieren können, dass dieser Protest sich schlussendlich zu einer handfesten, institutionalisierten und von der Stadt anerkannten Praxis der Solidarität mit den Ärmsten veredelte - zum «neunerhaus»-Experiment mit Häusern in der Hagenmüllergasse, in d...
Tun & lassen - Robert Sommer 05.02.2014 mehr lesen +

Viele Säulen stützen einen Menschen

Das Vinzirast-Mittendrin-Haus in der Währinger Straße wird im kommenden Frühjahr eröffnet

article_2083_vinzi_180.jpg Anfangs war es eine verrückte Idee, geboren aus der «Uni brennt»-Bewegung: Studierende und Obdachlose lernen und wohnen gemeinsam. Dann schrieb ein Student dem Bauunternehmer Hans Peter Haselsteiner ein E-Mail, der kaufte ein Haus, und das Vinzirast-Team um Cecily Corti realisiert das Projekt. Wie essenziell die Hilfe einer Gemeinschaft ist, hat der alkoholkranke Markus Michelbacher erlebt.
Tun & lassen - Margarete Endl 30.10.2012 mehr lesen +

Jürgens Verhängnisse

Nur das Schmerzensgeld ist kein «schnelles Geld»

article_1902_314_tun_hero_juergen_180.jpg Jürgen Halper hat für seine Zivilcourage schwer leiden müssen. Die Unachtsamkeit der Menschen in der Stadt, das Versagen von Sicherheitsbeamten, sobald es um die Sicherheit von armen Leuten geht, und der reduzierte Zugang der Outsider zum angeblich allgemeinen Recht zählen zu den Erlebnissen, die sein Bewusstsein prägten. Aber nach der Lektüre dieses Artikels wird klar sein, dass es sich um einen von der optimistischen Sorte handelt.
Tun & lassen - Robert Sommer 09.02.2012 mehr lesen +

"Wie kann man stabile Strukturen für Roma aufbauen?"

Nicht nur die deutschsprachigen Straßenzeitungen fragen sich:

tun-ideentag©mario.jpg Durch die harten Lebensbedingungen in den ehemals sozialistischen Ländern verjagt, befindet sich europaweit eine große Zahl von Roma auf der Suche nach neuen Lebensmittelpunkten. Vom kompletten Ausschluß bis zur fraglosen Integration in den Vertrieb, zeigen die Straßenzeitungen in Berlin, Hamburg, Bochum oder Wien sehr unterschiedliche Wege die große gesellschaftliche Frage der Überlebensmöglichkeiten von Roma zu beantworten.
Tun & lassen - Kerstin Kellermann 20.05.2011 mehr lesen +

«Hallo, einen Augustin?»

Kolporteur Gerhard Geiger. Bemerkungen zum Faktotum der Gürtelbögen

tun-gerhardgeiger©mario.jpg Gerhard Geiger ist Augustin-Verkäufer am Wiener Gürtel. Über die Jahre ist er eine Kultfigur der Stadtbahnbogenlokale geworden. Man nennt ihn auch den Hut-Gerhard.
Tun & lassen - Teresa Reiter 18.05.2011 mehr lesen +

Chronologie einer Verhetzung

«Krone» erfindet neue Gefahr fürs christliche Abendland: Ost-Profi-Schnorrer

article_1658_bettelei_180.jpg Die Freiheitlichen in Klagenfurt fordern ein Bettelverbot. Die «Kronen Zeitung» macht Stimmung. In Klagenfurt und Lienz hätten Bettler in Kirchen Gläubige geohrfeigt, schreibt sie im November. Die Polizeibeamten, die dort zitiert werden, sind allerdings unauffindbar. Auch die Anzeigen. Ja selbst die Täter, Zeugen und Watschenopfer. Doch die Geschichte setzt sich fest. In den Köpfen von Politikern und ihrem Wahlvolk. Von Kirchenvertretern und ihre...
Tun & lassen - Ulrike Ulyanova 09.02.2011 mehr lesen +

Ungeborgene Blicke, zögernde Beichte

Warum man über die Geduld der meisten BettlerInnen staunen sollte

U6-Station Josefstädter Straße. Am Treppenabsatz kniet eine Frau. «Bitte, bitte!» Sie möchte Geld. Der flehende Blick beschämt mich. Sind die Leute hier tatsächlich so hartherzig, dass die Bettlerinnen so tief ins melodramatische Fach hinabsteigen müssen, dass man ihnen etwas gibt?
Tun & lassen - Tina Leisch 17.12.2010 mehr lesen +

Die Mündel der Henriette

Kein Besuchsrecht, kein Gastrecht, kein Sexrecht, kein Recht, sich zu separieren

article_1600_hausordnung_180.jpg Erich Mühsam, der klügste deutsche Anarchist des ersten Viertels des 20. Jahrhunderts, gelangte zu einer Erkenntnis, mit der er seiner Zeit auf geniale Weise voraus war: die Humanität einer Gesellschaft (sinngemäß zitiert) erkenne man daran, wie in den Gefängnissen mit den sexuellen Bedürfnissen der Gefangenen umgegangen wird. Fast hundert Jahre später ist dieses wichtige Kriterium der Lebensqualität selbst in jenen Institutionen tabu, in denen M...
Tun & lassen - Robert Sommer 03.11.2010 mehr lesen +

Der Coup der Landlords

Aus dem Pakistan-Journal einer österreichischen NGO-Mitarbeiterin

article_1576_pakistan_180.jpg Der Rückgang des Medieninteresses an der Hochwasserkatastrophe in Pakistan, die 14 bis 20 Millionen Menschen obdachlos machte, suggeriert einen Normalisierungsprozess. Das Gegenteil ist der Fall.
Tun & lassen - Claudia Villani 23.09.2010 mehr lesen +

Und morgen auch für die Parkbank?

Jetzt müssen "SandlerInnen" auch noch Mieten fürs nächtliche Notbett zahlen

article_1575_notbetten_180.jpg Neben den StudentInnnen, die eine neue Runde des «audimaxistischen» Aufstandes angekündigt haben, weil ihre Lage im Vergleich zum Vorjahr noch schlechter geworden ist, haben auch die SozialarbeiterInnen Wiens allen Grund, dem Sozialabbau-Regime einen heißen Herbst zu bereiten. Die für die Wohnungslosenhilfe zuständige Gesellschaft «Fonds Soziales Wien» (FSW) vom Magistrat formell ausgegliedert, aber auf Gemeindekosten agierend verlangt nämlich ...
Tun & lassen - Robert Sommer 23.09.2010 mehr lesen +

Malawi: Ein Tag im Leben eines Straßenmagazin-Verkäufers

article_1661_malawi_eintagimlebeneines_180.jpg Harton Banda weiß vermutlich nicht viel über Elisabethanische Literatur. Aber wenn er das täte, würde er sicherlich zustimmen, dass sein Leben alle Bestandteile für eine Tragödie à la Shakespeare lieferte - zumindest bis zu dem Zeitpunkt, an dem vor 3 Monaten The Big Issue Malawi eine willkommene Unterbrechung hiervon brachte.
Tun & lassen - 29.03.2010 mehr lesen +

Die akademische Gruft

Kein Obdachloser muss im Audimax schlafen. Es gibt genug Alternativen, sagt Wehsely

article_1406_uniobdachlos_180.jpg Manche GegnerInnen des Uni-Aufstandes rieben sich schon die Hände. An der «Flut» der Obdachlosen im besetzten Audimax werde die Studierendenbewegung scheitern. Diese plant jedoch gemeinsame Weihnachts- und Silvesterfeiern in der freien Republik Audimax und erreichte durch ein überlegtes Sichtbarmachen des Andrangs der Armen, dass der Ausschluss der AusländerInnen aus der offiziellen Wohnungslosenhilfe erstmals breit thematisiert wird.
Tun & lassen - Robert Sommer 16.12.2009 mehr lesen +

Statt zerstören vergolden

Ein Wiener Bahnhof in den letzten Zügen

Warum wurde der Südbahnhof immer so schnell zu einem unbeliebten Ort, dass er in seiner Geschichte dreimal komplett abgerissen wurde? War der Süden früher Ort der Sehnsucht, so wird er heute ähnlich dem Osten mit Flüchtlingen, Roma, Wanderarbeitern und Armut verbunden. Was folgt: ein riesiger Haupt- oder Zentralbahnhof mit integrierter Shopping-Meile. ...
Tun & lassen - Kerstin Kellermann 15.09.2009 mehr lesen +

Im Nadelstreif in die Meldemannstraße

Rüstiger Rentner und Augustin-Verkäufer

Der Augustin-Verkäufer Norbert Gaggl fühlt sich trotz Rentenalters topfit. Sein Rezept, um agil zu bleiben, beinhaltet viel Bewegung und vor allem Kontakt zu Menschen. Beides ließe sich mit dem Straßenzeitungverkaufen verbinden. Dieser Kolporteur scheint mit der mühsamen und nicht angesehenen Tätigkeit mehr als zufrieden zu sein solange nicht die Polizei dazwischenfunkt. ...
Heroes - Reinhold Schachner 08.10.2008 mehr lesen +

Lieber kein Schutz vor dem Todesengel

Kunstprojekte für Ausgeschlossene. Ein Bericht aus Jerusalem

Religiöse Bettler und fromme Obdachlose bevölkern die heilige Stadt Jerusalem. Kinder aus der Westbank und Hebron tragen Einkaufskörbe, packen Gemüse oder verkaufen Feuerzeuge, weil ihre Eltern ihr Gebiet nicht verlassen dürfen. In der Galerie Barbur in Jerusalem wurden Kunstprojekte für arabische Straßenkinder durchgeführt. Eine Reportage von Kerstin Kellermann. ...
Artistin - Kerstin Kellermann 28.02.2008 mehr lesen +

Die Unterschicht, die Musil liest

Die sozialen Kategorien und die Selbstdegradierung der Menschen

Wer gerne sammelt, könnte uns einmal den Gefallen tun, die journalistischen Begriffe für den größer werdenden Rand der Gesellschaft bzw. für die Menschen, für die der Augustin als soziales Projekt gegründet wurde zu sammeln, die in der Geschichte dieses Blattes verwendet wurden. Neben poetischen Wörtern wie Gestrandete und Erniedrigte (ich kann mich sogar an eine Anleihe bei Frantz Fanon erinnern: Die Verdammten dieser Erde) kamen Begriffe zum...
Artistin - Robert Sommer 31.01.2008 mehr lesen +

Gemeindewohnungsvergabe: 5 Jahre Leben auf der Straße sind ...

... "kein anrechenbarer Umstand"

Attila M., 47 Jahre alt, Augustinverkäufer vor der Volkstheaterpassage, lebt nach der dritten Scheidung seit fünf Jahren auf der Straße. Eine Bucht in der Lobau oder die Toilette eines türkischen Copa-Kagrana-Wirten auf der Donauinsel waren seine Adressen, der Schlafsack sein Dach überm Kopf. Zur Zeit übernachtet er in der längst winterlich überfüllten Gruft unter der Mariahilfer Kirche. Aus Platzmangel schläft er sitzend, den Kopf auf die Tisch...
Tun & lassen - Robert Sommer 21.11.2007 mehr lesen +

Nicht ohne meinen "Arco"

Wenn man keine Wohnung, aber einen Hund hat

Nur wenige Einrichtungen für Wohnungs- oder Obdachlose erlauben das Nächtigen mit Haustieren. Der Augustin befragte Betroffene zu Herbergssuche mit Hund und VertreterInnen von progressiven Obdachloseneinrichtungen, warum sie Tiere erlauben würden. Darüber hinaus sollen noch zwei Beispiele das Vorurteil, Obdachlose könnten unmöglich gut für einen Hund sorgen, widerlegen. ...
Tun & lassen - Reinhold Schachner 10.10.2007 mehr lesen +

Von "Ganz unten" ins Call-Center

Günter Wallraff im Wien Museum

Vor etwa 20 Jahren ist es um den Aufdeckungsjournalisten Günter Wallraff still geworden. Nun macht er wieder Schlagzeilen: Als er eingeladen wurde, in einer Moschee zu lesen, kündigte er an, dass er die Einladung annehmen werde, um aus Salman Rushdies Satanische Verse vorzutragen. Und er erkundete am Telefon die neue Arbeitswelt der Call-Centers. Der Augustin traf ihn im Rahmen der Ausstellung Ganz unten im Wien Museum. ...
Tun & lassen - Gerald Grassl 25.09.2007 mehr lesen +

Wärme für eine Nacht

Antonia Schubert hat vor 10 Monaten die Notschlafstelle VinziBett gegründet

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steht auf dem Türschild beim Hauseingang. Meist werden daraus mehrere. Wer hier herkommt, soll sich wohl fühlen. Das ist die Philosophie von Antonia Schubert. Die Leiterin von VinziBett geht dabei unkonventionelle Wege in der Arbeit mit Obdachlosen.


Tun & lassen - Christoph Witoszynskyj 29.08.2007 mehr lesen +

Die Urlaubs-Schwindel-Börse

Mit unseren zwei Wochen "Balkonien" (allerdings ohne Balkon) sind wir noch gut dran

Nichtreisende, outet euch! Ihr seid nicht allein! Einer aktuellen Umfrage zufolge bleibt fast jede/r Zweite im Urlaub daheim. Zeitnot oder Geldnot, so beantworten die Betroffenen die Frage, warum sie nicht verreisten. Aber Geldnot führt mit Abstand vor Zeitnot.


Tun & lassen - Werner Schuster 20.08.2007 mehr lesen +

Grundkeinkommen? Derzeit Nein, danke!

Und welche Leistungen würde der Staat dann noch übernehmen?

Stellen Sie sich vor, es gibt im Jahr 2015 schon ein bedingungsloses Grundeinkommen - unter diesem Titel organisierte das Netzwerk Grundeinkommen und sozialer Zusammenhalt eine Publikumsumfrage (siehe auch Augustin Nr. 203/ 07). Dieter Schrage folgte dieser Aufforderung und stellte sich die Einführung des bedingungslosen und existenzsichernden Grundeinkommens in den nächsten Jahren und eventuell auch unter politisch fortschrittlicheren Rahmenbe...
Tun & lassen - Dieter Schrage 20.08.2007 mehr lesen +

Außerhalb der Zeit

Zur Ausstellung In The Middle Of The Way von Anna Konik im Künstlerhaus

Für die mehrteilige Videoarbeit In The Middle Of The Way begleitet die junge polnische Künstlerin Anna Konik (geb. 1974, lebt in Warschau) einzelne Obdachlose verschiedener Städte über mehrere Stunden. So sind bis jetzt folgende Teile entstanden: Thaddeus in Warschau (2001), Hermann in Berlin (2002), Svetlana in Moskau (2005), eine nicht genannte Person in Cleveland (2005), Gerard in Cork (2006), Hans-Dieter in Wien (2006) und Jenny and Pele (Zü...
Artistin - Andrea Domesle 04.07.2007 mehr lesen +

Mein größter Gegner bin ich selbst

Aus den Aufzeichnungen eines Augustin-Verkäufers

Thema des vorigen Abschnitts war das Flüchtlingsheim, in dem ich wohne. Ich möchte noch auf die Verhaltensregeln im Heim zurückzukommen. Wir dürfen beispielsweise nicht öfter als 3 Nächte pro Woche auswärts übernachten. Wenn du nach 22 Uhr abends heimkommst, musst du 2 Euro bezahlen. Es ist nicht erlaubt, Alkohol oder Drogen im Heim zu konsumieren. Keine Raufereien, Streitereien oder laute Musik nach Mitternacht und so weiter und so fort. Für mic...
Dichter Innenteil - Nwokocha Philips 20.06.2007 mehr lesen +

Der doppelte Blick auf Obdachlosigkeit

Vom beengenden Kärnten ins befreiende Wien

Der Augustinverkäufer Josef Geric kennt Obdachlosigkeit von zwei Seiten. Einerseits hat er für ein paar Jahre ehrenamtlich an der Seite von Pater Georg Sporschill Menschen ohne Wohnung betreut, andererseits verlor er allmählich den Boden unter den Füßen und wurde selbst obdachlos. Seit zwei Jahren erlebe er aber einen "starken zweiten Frühling", denn die Alkoholsucht habe er Dank seiner Freundin erfolgreich bekämpft.
Heroes - Reinhold Schachner 15.01.2007 mehr lesen +

Hinter mir die Sintflut

Wie Weiland Smoky verachtet auch Hans-Dieter das "Affentheater"

Bist du Lebenskünstler? Sandler? Weltstreicher? Clochard? Aussteiger? "Mia is des wuascht, wia ana sogt. Ich bin einer, der leben will. Ich steig ein ins Leben, drum bin ich eigentlich kein Aussteiger." Ein Gespräch mit Hans-Dieter, 56, der vor fünfeinhalb Jahren zum Augustin kam und einer der erfolgreichsten Kolporteure ist, -weil er beim Verkauf in den Beisln nicht weniger den Komödianten hervorkehrt als in der Theatergruppe des Augustin.
Heroes - Robert Sommer 15.11.2006 mehr lesen +
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