Kategorie: Thema :: Philosophie Seite: 1

«Die mitleidige Tour ist entwürdigend»

Humanitäre und medizinische Hilfe in Krisen, Kriegen, Katastrophen

article_3590_maleh_daniel_terkl_–_al_180.jpg Die Veranstaltungsreihe «Weltbefragung» – sechs Gespräche mit Persönlichkeiten der Zivilgesellschaft, die der Autor Ilija Trojanow 2015/16 in der Alten Schmiede führte – waren ein Geburtstagsgeschenk des Literaturquartiers an den Augustin. Zum Abschluss der Reihe sprach Ilija Trojanow mit der Präsidentin von Ärzte ohne Grenzen Margaretha Maleh zum Thema «Die Grenzen humanitärer Hilfe». Ein später Nachtrag zum Augustin-20er mit aktuellen Thematike...
Tun & lassen - Jenny Legenstein 24.05.2016 mehr lesen +

Fabulieren & flunkern zu einem guten Zweck

Zum 100. Geburtstag des Wiener Historikers Friedrich Heer

article_3528_heer_oenb_180.jpg Am 10. April wäre Friedrich Heer, der große linkskatholische Historiker, 100 Jahre alt geworden. Ariane Ehlmaier-Heilingsetzer, die Autorin der folgenden Hommage an einen Nonkonformisten, stammt aus einer Familie, deren Schicksal eng mit der Familie Heer verbunden war. Ihre Großmutter Edith, verheiratet mit dem Kurzzeit-Finanzminister Eduard Heilingsetzer, zählte wie der Psychotherapeut und Kunstsammler Wilfried Daim und der Religionssoziologe Au...
Tun & lassen - Ariane Ehlmaier-Heilingsetzer 12.04.2016 mehr lesen +

Wo geholfen wird, da fallen Späne

Marianne Gronemeyer über die Arroganz der «Entwicklungshilfe» – Teil 1

article_3503_gronemeyer-409_fertig_kle_180.jpg Die Zeiten, da das Helfen noch geholfen hat, seien unwiderruflich vorbei. Aber damit nicht genug: Hilfe könne heutzutage fast nur noch angedroht werden; und wem sie angedroht werde, der müsse auf der Hut sein. In der Entwicklungshilfe sei diese Perversion der Hilfsidee auf die Spitze getrieben, heißt es im folgenden (in Wien gehaltenen) Vortrag der in Deutschland lebenden Autorin Marianne Gronemeyer, den wir in drei Teilen veröffentlichen. ...
Tun & lassen - 15.03.2016 mehr lesen +

Nahversorgung, philosophisch

In der Kaiserstraße sind «dritte Orte» angesiedelt

article_3270_greiszler_mehmet_emir_180.jpg Der «Philogreißler» in der Kaiserstraße lädt ein zum philosophischen Bücherschmökern, Kaffeetrinken und Diskutieren. Mehmet Emir (Fotos) und Helmut Neundlinger (Text) machten sich ein Bild davon, obwohl sie wissen, dass es nicht nur um Bilder geht …
Vorstadt - Helmut Neundlinger 27.10.2015 mehr lesen +

«Suchresultate für Leopold Kohr: keine»

Ignorierte Philosophie des menschlichen Maßes in der Stadtplanung

article_3257_leopold_leopold_kohr_akad_180.jpg Die leidenschaftlichen Großstadtmenschen vom alternativen Stadtplanungsmagazin «dérive» haben wieder eine wunderbar lange Woche verdichteter Auseinandersetzung mit Großstadtthemen auf die Beine gestellt, das Internationale Urbanize Festival. Einzigartig ist es in seinem Anspruch, drei Gruppen zusammenbringen, die normalerweise isoliert voneinander denken und handeln. Das sind die Künstler_innen, die Stadtaktivist_innen (aus den vielen Bürger_inne...
Tun & lassen - Robert Sommer 13.10.2015 mehr lesen +

Zwischen Jagd und Theologie

«Antiquarische Fundgrube» und «Kunstantiquariat Vielseitig»

article_2427_antiquariat_180.jpg Der Besuch eines Wiener Antiquariats ist eine charmante Zeitreise, bei der man nicht nur in die Welt der Bücher und die Buchgeschichte eintauchen, sondern auch Neues durch Altes im Bereich Postkarten, Fotografien oder Landkarten entdecken kann. Über 60 Antiquariate gibt es in Wien: sinnliche Alternativen zum Online-Monopolisten Amazon.at (siehe Seite 24). Der Augustin besuchte zwei davon im 9. Bezirk.
Artistin - Michael Lippitsch 20.01.2014 mehr lesen +

Die neuen apokalyptischen Reiter

Zu allen Angeboten des Systems «Nein, danke!» sagen

article_2084_gronemeyer_180.jpg Sich im Herbst zwischen all den Terminen ein ganzes Wochenende freischaufeln. Hoffen, dass das haushaltszugehörige Kind die angebotene Kinderbetreuung nicht aufmischt. Und letztlich, eh wie jedes Mal, eintauchen in eine andere Welt: beim SOL-Symposium 2012 in Wien zum Thema «Genug. Sinnvoll arbeiten und maßvoll konsumieren»
Tun & lassen - Christa Neubauer 30.10.2012 mehr lesen +

Monolinguale Ängste

Kann Sprache richtig oder falsch sein?

Um Sprachgebrauch gibt es viel Aufregung. Über neue Begriffe, gegenderte Sprache und Standardsprachenmischungen erzürnen sich des Öfteren die Gemüter, die «ihre» Sprache «reinhalten» wollen. Würden diese Haltungen sich durchsetzen, würden wir heute vielleicht noch Mittelhochdeutsch reden. Brigitta Busch, Professorin am Institut für Sprachwissenschaft an der Universität Wien, gewährt Einblicke in die Beweglichkeit von Sprachen und die vielen Ebene...
Tun & lassen - Lisa Bolyos 21.08.2012 mehr lesen +

Eine New Yorkerin in Wien

Am Küchentisch (17. Teil)

article_2029_326_kuechtisch_180.jpeg Kennen Sie das? Sie schreiben einander Mails, vorerst kurze höfliche Mails, im Laufe der schriftlichen Begegnung dann auch längere Mails über einen Zeitraum von Wochen oder Monaten, und das Bild von der Person, die sie noch nie gesehen haben, zeichnet sich wie von selbst in ihrem unruhigen Geist.
Dichter Innenteil - Jella Jost 20.08.2012 mehr lesen +

Das «Von-Natur-aus-faul»-Klischee

Schon 1955 schlug Erich Fromm ein Grundeinkommen vor

Erich Fromm, der große Denker, der die Theorien Freuds mit dem Marxismus vermählen wollte, sollte 31 Jahre nach seinem Tod wieder intensiver gelesen werden. Klaus Widerström, Sozialphilosoph und Sozialpsychologe, Vorstandsmitglied der Tübinger Fromm-Gesellschaft, nannte in einer Veranstaltung im Rahmen der Grundeinkommens-Woche (mehr davon auf Seite 6) einen von vielen Gründen, sich erneut dem deutsch-amerikanischen Intellektuellen zuzuwenden....
Tun & lassen - 20.10.2011 mehr lesen +

Sigmund Freud herzhaft gegen Bettelverbot!

"Die Frage der Laienanalyse"

In unserem Vaterlande herrscht von alters her ein wahrer furor prohibendi, eine Neigung zum Bevormunden, Eingreifen und Verbieten, die, wie wir alle wissen, nicht gerade gute Früchte getragen hat. Es scheint, dass es im neuen, republikanischen Österreich noch nicht viel anders geworden ist. (...) Ich meine, dass ein Überfluss von Verordnungen und Verboten der Autorität des Gesetzes schadet. Man kann beobachten: wo nur wenige Verbote bestehen, da ...
Artistin - Redaktion 06.04.2010 mehr lesen +

Ein paar Fragen an Adolf Holl ...

... über Klappentexte, Befreiungstheologie, Gott, Strache und türkische Hendlgrammel

Wie gründe ich eine Religion ist Ihr bisher letztes Buch. Das wievielte? Das dreißigste. Von Jesus heißt es: ... der dreiunddreißig Jahr im Fleisch gehorsam war. Also werde ich wahrscheinlich noch drei weitere Bücher schreiben. Im Klappentext des Buches werden Sie zweimal als großer Freigeist bezeichnet. Sehen Sie sich als solchen? Klappentexte sind dumm. J. P. Sartre meinte, dass einem immer ie anderen sagen, wer oder was m...
Tun & lassen - Barbara Huemer 11.08.2009 mehr lesen +

Zwei Frauen und die Kunst des Denkens

Philosophie, buchstäblich

Als klassische Tradition männlichen Denkens wurde der guten, alten Philosophie Jahrhunderte lang gefrönt. Gemeinhin warf man mit - für Laien - rätselhaften Fachbegriffen um sich und kredenzte lebensferne Lehrgebäude. Eine elitäre Tätigkeit, der heute beinahe ausschließlich an Universitäten nachgegangen wird und also nur wenigen Verwegenen bis Hochverehrten vorenthalten ist. Mit ihrer Philosophischen Werkstatt und Ateliergalerie "R2" wollen die be...
Artistin - Doris Kittler 15.05.2005 mehr lesen +

Der Theologe und Schriftsteller Adolf Holl im Augustin-Gespräch

Jenseits der Pfarrhofsjause

Neben dem "Schmerzensmann" Jesus gibt es auch den ironischen, lachenden. Das ist keine Erfindung des eben 75 Jahre alt gewordenen Adolf Holl, sondern das Christusbild eines in Oberägypten entdeckten frühchristlichen Textes. Der Wiener Theologe und Schriftsteller, dem 1976 das Priesteramt entzogen wurde, erzählte dem Augustin, wieso die nichts ernst nehmenden Nonkonformisten, die er in seinem jüngsten Buch ""Der lachende Christus"" (Zsolnay Verlag...
Artistin - Robert Sommer, Christina Steinle 15.05.2005 mehr lesen +
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