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Das Kapital versalzt die Suppe

Altersheim: Essen aus Frisch- und Großküchen

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Na Mahlzeit! Zehntausende Menüs werden in Wien in Altenheimen, Kindergärten oder Spitälern jeden Tag serviert. Die Wirtschaftsform bestimmt die Qualität. Clemens Staudinger über Gewinnorientierung versus gesunde Ernährung.

Illu: Much


Tun & lassen - Clemens Staudinger 10.04.2017 mehr lesen +

Was ist eine «staatsfeindliche Bewegung»? Staatsfeind_innen-feindliches Gesetz hat Feind_innen

Was unter «Staatsverweigerer» verstanden wird, ist recht divers. Schlagzeilen machen immer wieder mal Menschen, die eben den Staat nicht anerkennen und sich daher weigern, Verwaltungstrafen oder Steuern zu zahlen. Manchen wird auch vorgeworfen, Drohungen oder Geldforderungen an Beamt_innen zu schicken. Und ja, Verschwörungstheoretiker_innen und Rechtsextreme tummeln sich da durchaus auch.
Tun & lassen - Ruth Weismann 10.04.2017 mehr lesen +

Die Almwirtschaft kommt zum Erliegen

Die Abenteuer des Herrn Hüseyin (77)

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Heute ist der erste Frühlingstag. Wie viele andere Österreicher_innen wartet Hüseyin auch auf den Frühling. Zwar spürt er im Bauch nicht diese Schmetterlinge wie in den früheren Jahren, aber er freut sich trotzdem darauf. Die Haut fühlt sich wohl durch die ersten warmen Sonnenstrahlen.


Dichter Innenteil - Mehmet Emir 25.03.2017 mehr lesen +

Sobotkas Knallbonbons

Wie man über rechten Populismus sprechen kann

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Schränken wir das Demonstrationsrecht ein!, schlug Innenminister Sobotka vor.  Das war vor allem eines: medienwirksam. Walter Fuchs und Andrea Kretschmann gehen nicht davon aus, dass dieser Vorschlag sein Ernst war – sondern dass er vor allem darauf abzielt, etwas Unaussprechliches aussprechbar zu machen.

Illu: Mekutatatokushi


Tun & lassen - Andrea Kretschmann , Walter Fuchs 13.03.2017 mehr lesen +

Die Freiwillige Liese oder der Verlust des Ideellen

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Liese nennt sich die Pensionistin Anneliese gern. Sie nennt das, was sie seit Jahren für Gottes Lohn tut, stets Arbeit, nicht Beschäftigung, aktives Altern. Nach mehr als 10 Jahren ehrenamtlicher Arbeit hält sie kurz inne und schaut und hört sich um. Was sagen Politikerinnen und Politiker über den Gebrauch freiwilliger Dienste?

Illustration: Karl Berger


Dichter Innenteil - Elfriede Gans 12.03.2017 mehr lesen +

In Wien wenig Neues

Stadtbürger_innenschaft: Teil 4/4, Wien

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Urban Citizenship in Wien? Wahlrecht für alle? Recht auf Schlaf unabhängig vom Reisepass? Christof Mackinger hat sich umgehört, welche Initiativen schon jetzt an einer «Stadt für alle» arbeiten.

Foto: Interventionistische Linke Wien


Tun & lassen - Christof Mackinger 27.02.2017 mehr lesen +

Wir sind die 9 Prozent

Kleidervorschriften, Fußfesseln, Mindestlohn – ein Regierungsprogramm

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Frauen wird gesagt, was sie (nicht) anziehen dürfen, ein «Verdacht auf einen Verdacht» hebt die Unschuldsvermutung auf, und der soziale Wohnbau soll in Zukunft Gewinn bringen. Aber zumindest darf man gegen all das weiterhin demonstrieren! Ruth Weismann und Lisa Bolyos haben Expert_innen zum Arbeitsprogramm der Bundesregierung befragt. Mitarbeit: Christof Mackinger

Foto: Mehmet Emir


Tun & lassen - Ruth Weismann , Lisa Bolyos, Christof Mackinger 14.02.2017 mehr lesen +

Wenn der Mittelstand einen Wutausbruch hat

Josef Hader über bürgerliche Arbeitslose und «wilde Mäuse»

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Der Mittelschicht fühlen sich alle zugehörig, sagen Umfragen. Was passieren kann, wenn ein klassischer Mittelständler seine Arbeit verliert und mit seiner Wut nicht mehr klarkommt, erzählt Josef Hader in seinem Film «Wilde Maus». Mit Jürgen Plank und Robert Fischer sprach er übers Filmemachen, über Wutbürger_innen und über Solidarität.

Fotos: Carolina Frank


Artistin - Robert Fischer 31.01.2017 mehr lesen +

Ich dachte, Glücksspiel sei verboten (2. Teil)

Meine Wohngeschichte

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Auf Parkbänken, unter Brücken, in Notschlafstellen und Abbruchhäusern hat Hans Wurst schon übernachtet. In Augustin 427 erzählt der gebürtige Wiener von seiner zeitweiligen Obdachlosigkeit und vielen Umzügen von WG zu WG. Nach einem längeren Aufenthalt in Köln und einem Zwischenstopp in Salzburg kehrt er nach Wien zurück:

Foto: Hans Wurst


Dichter Innenteil - Hans Wurst 16.01.2017 mehr lesen +

Wer rettet uns vor den Bankenrettern?

18 Milliarden für die Banken, 750 Millionen für die Mindestsicherung

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Wer hätte das gedacht: Der Augustin sorgt sich um Dividenden österreichischer Banken. Auf den ersten Blick absurd, doch Aufklärung bringt ein Gesetzesvorhaben, das sicherstellen soll, dass Dividenden nur dann bezahlt werden, wenn eine Mindestkapitalquote nicht unterschritten wird. Für den Scherbenhaufen der Hypo-Alpe-Adria kommt das Vorhaben zu spät. Von Clemens Staudinger.

Illu: Much


Tun & lassen - Clemens Staudinger 20.12.2016 mehr lesen +

Das umgedrehte Planquadrat

Freitag der Dreizehnte: Intervention am Praterstern

article_3855_wienerliniensager01_180.jpg «Der dickste Fisch ging den Polizisten am Praterstern ins Netz. Dort beobachteten die Beamten einen Drogendeal und verfolgten den 18-jährigen Dealer. Der Teenager versuchte zu flüchten, doch in der Großen Stadtgutgasse war Schluss mit lustig. Die Polizisten filzten den Mann, fanden Marihuana, Cannabisharz, eine Suchtmittelwaage sowie Bargeld. Der Gefasste sitzt nun hinter Gittern.» So war es kürzlich in einem unserer Boulevardblättchen zu lesen....
Tun & lassen - Robert Sommer 20.12.2016 mehr lesen +

Rot-rot-grünes Holm-Experiment

Berlin: Legt sich der neue Staatssekretär mit Investor_innen an?

article_3854_wohnen_robert_sommer_180.jpg Andrej Holm, der Stadtsoziologe aus Deutschland, der profilierte Kritiker neoliberaler Wohnungspolitik, ist oft in Wien gewesen. Immer hat er für Denkimpulse gesorgt, und seine Vorträge erleichterten kritischen Beobachter_innen der Wiener Stadtentwicklung, das Phänomen der Gentrifizierung zu durchschauen. Ein Beschluss der Linkspartei, die zusammen mit der SPD und den Grünen die Stadt Berlin regiert, hat Freund und Feind verblüfft: Der Privatisie...
Tun & lassen - Robert Sommer 20.12.2016 mehr lesen +

Räudig, gfäud und ausrangiert

Ein Pirschgang durch das vernachlässigte Sopron

article_3852_sopron_180.jpg Ein großer Theoretiker und Praktiker der Flanerie ist Friedrich Achleitner.  Er regt zu «Pirschgängen» an, die die Augen öffnen «für das Unbeschreibbare, das Leere, das Liegengelassene, das Ausrangierte, das sich einem Nutzen Verweigernde, das Kaputte, das Schräge». Robert Sommer (Text und Fotos) testete, ob Sopron ein guter Pirsch-Ort wäre …
Vorstadt - Robert Sommer 20.12.2016 mehr lesen +

Suche Haus, biete Kind

Leihmutterschaft: eine internationale Debatte

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Ein Kinderwunsch ist eine schöne Sache. Aber wie weit gehen Medizin und Gesetz, um ihn zu ermöglichen? Und was bedeutet «Wunschkind» in Zeiten von Leihmutterschaft und Pränataldiagnostik? Eva Maria Bachinger hat sich Leihmutterschaft im internationalen Rahmen angeschaut und plädiert dafür, nicht nur auf die Wünsche der werdenden Eltern zu fokussieren – und auf ihre Geldbörsen.

Foto: Carlos Delegado


Tun & lassen - Eva Maria Bachinger 06.12.2016 mehr lesen +

Eine Brise von Erbrochenem

Weihnachten am Spittelberg

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Die Wiener Adventmärkte sind weniger geworden, Punsch-Wahn und Gewinn-Erwartungen sind geblieben.  Das Bettler_innen-Bashing auch. Peter A. Krobath hat sich im Punschnebel zwischen Spittelberg und Karlsplatz herumgetrieben.

Illu: Much


Tun & lassen - Peter Krobath 06.12.2016 mehr lesen +

Von situationselastischen Polizeimethoden & der periodischen Ankreuzerldemokratie

Wie viel Satire hält ein Polit- und Polizeikrimi aus?

article_3830_buch_180.jpg Inspektor Zwezler und sein kongenialer Partner Moik lösen in der Zeitung «MALMOE» seit fünf Jahren Fälle. In denen wird mit lakonischem Augenzwinkern auf tagespolitische Ereignisse und fragwürdige polizeiliche Verstrickungen angespielt.  Jetzt sind die gesammelten Kurzkrimis der «Real Crime Inc.» als Buch erschienen. Eva Schörkhuber hat mit den Autor_innen da­rüber gesprochen, ob und wie Satire in Zeiten von CETA-befürwortenden sozialdemokra...
Artistin - Eva Schörkhuber 06.12.2016 mehr lesen +

Frau Mwangi zieht in den Gemeindebau

60 Jahre ’56: Ungarische Wiener_innen erzählen, Teil 2

article_3777_ungarn_180.jpg Etwa 20.000 «56er» blieben nach ihrer Flucht aus Ungarn in Wien. Bei Anna Mwangi war es ein bisschen anders: Sie kam als Diplomatentochter und wurde erst Jahre später zum Flüchtling. Lisa Bolyos hat sich von ihr erzählen lassen, wie sie 1956 als Tochter von Kommunist_innen erlebt hat, wie es einer vermeintlichen «Ausländerin» im Gemeindebau geht und wieso sich ein österreichischer Architekt in der Geheimdienstakte ihres Vaters wiederfindet. Foto...
Tun & lassen - Lisa Bolyos 26.10.2016 mehr lesen +

Soros spielt Weltgewissen

Behinderte Kinder ohne Bildungszugang:

Viele Regierungen hätten zu wenig oder gar keine Budgetmittel für die Bedürfnisse behinderter Kinder bereitgestellt. Die Folge: Von den weltweit 65 Millionen behinderten Kindern im Schulalter hat zumindest die Hälfte aus diesem Grund keinen Zugang zu Bildung.
Tun & lassen - Robert Sommer 26.10.2016 mehr lesen +

Traumstandort Matteottiplatz

Kunstschule Wien und die Privatuni Webster – ein Dilemma

article_3769_mateotti_180.jpg Die Geschichte der Kunstschule Wien ist eine Geschichte des Kampfes gegen Bildungsprivilegien. In der Politik herrscht die Meinung vor, dieses Anliegen könne nun abgehakt werden. Die wiedergegründete Kunstschule Wien wird deshalb von den potenziellen öffentlichen Subventionsgebern vernachlässigt. Die Webster University, eine Wirtschaftsmanagerakademie US-amerikanischer Herkunft, bot sich als Retterin an. Von Robert Sommer (Text) und Mehmet Emir (...
Artistin - Robert Sommer 26.10.2016 mehr lesen +

Jackie Hookimaw

Cherchez la Femme

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In einem Hotel an der Wienzeile treffe ich am Freitagnachmittag eine der wichtigsten Aktivistinnen der First Nations People aus dem Stamm der Cree, Jackie Hookimaw aus Attawapiskat, Ontario, Kanada.

© Jella Jost

Jackie beklagt sich nicht. Sie konstatiert nur



Dichter Innenteil - Jella Jost 24.10.2016 mehr lesen +

Herr Adler beschließt, die Stadt zu verlassen

60 Jahre ’56: ungarische Wiener_innen erzählen (Teil 1)

article_3751_adler_lisa_bolyos_180.jpg 60 Jahre ist es her, dass Ungarn den Aufstand probte.  Nachdem der Versuch, Demokratie und Neutralität einzuführen, von Chruschtschows Truppen niedergeschlagen wurde, verließen 200.000 Menschen das Land. In den beiden Oktoberausgaben des Augustin lassen wir ungarische Wiener_innen zu Wort kommen. Lisa Bolyos hat mit einem Kaufmann und einer Historikerin darüber gesprochen, wofür 1956 steht, wie sie Ungarn heute betrachten und ob «Bécs» ein Z...
Tun & lassen - Lisa Bolyos 11.10.2016 mehr lesen +

BAD ist eine Untertreibung

Outlaw Legends: James Carr starb im Kugelhagel – wessen Kugel?

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Manche Menschen sehen die Welt mit einem unerbittlichen, brutalen Durchblick. Ihre Welt. Klar. Im Falle James Carrs führte dies dazu, dass er mit neun Jahren seine Schule abfackelte, weil er sich als Schwarzer von einem Lehrer der Anstalt ungerecht behandelt fühlte. Ein weiteres Outlaw-Legends-Porträt von Jakob Lediger.

Foto: Thomas P.E. Rothchild


Tun & lassen - Jakob Lediger 27.09.2016 mehr lesen +

GEHT´S MICH WAS AN: Wir sind alle gemeint

Der Notstand bedroht uns alle. Nicht nur die Geflüchteten. Die kommen zwar als Erste dran. Aber damit wird der Präzedenzfall geschaffen, der es der Regierung erlaubt, das Recht außer Kraft zu setzen. Die absurde Behauptung, lässt man sie einmal durchgehen, ist jederzeit wiederholbar: «Die Aufrechterhaltung der öffentlichen Ordnung und der Schutz der inneren Sicherheit sind in Gefahr.»
Tun & lassen - Michael Genner 27.09.2016 mehr lesen +

Lampedusa als Modell für Europa

Augustin-Gespräch mit Bürgermeisterin Giuseppina Nicolini

article_3706_lampedusa_giusi_nicolini__180.jpg Giuseppina Nicolini hat dafür gekämpft, dass der Strand von Lampedusa ein Naturreservat wird.  Bei uns ist die Bürgermeisterin nicht so sehr für ihren Einsatz für Flora und Fauna bekannt; viel mehr las man über ihren außergewöhnlichen Einsatz für die auf Lampedusa strandenden Flüchtlinge. «Für die Schildkröten zu kämpfen und die Menschen, die im Meer sterben, zu übersehen – das geht gar nicht.» Während in Österreich also hysterisch eine Kris...
Tun & lassen - Theresa Bender-Säbelkampf 13.09.2016 mehr lesen +

Die Grenze im Kopf ist noch lange nicht weg

Wie rechts rutscht Osteuropa? Ein Gespräch

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Ist Osteuropa nach rechts gerutscht? Ja, sind wir uns einig, und denken gleich an Polen und Ungarn. Dass Nationalismus auch anderswo auf fruchtbaren Boden fällt, was dieses «Osteuropa» überhaupt ist und ob sich gegen die autoritären Tendenzen auch Widerspruch regt, bespricht Marita Gasteiger mit der Politologin Karin Liebhart.

Foto: Carolina Frank


Tun & lassen - Marita Gasteiger 13.09.2016 mehr lesen +

Der goldene Rathausmann

Josef «Muff» Sopper: gute Freunde und besondere Verdienste

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Unsere Serie «Wiener Wirtschaft» versteht sich als alternative Berichterstattung zur Ökonomie unserer Stadt.  Schwerpunkt ist dabei das Aufzeigen von wirtschaftlichen und politischen Verflechtungen und Machtkonzentrationen. Diese zeigen sich in Institutionen, Vereinen oder (parteinahen) Netzwerken – mitunter aber auch anhand einer einzelnen Person, wie Martin Birkner schreibt.

Illu: Much


Tun & lassen - Martin Birkner 13.09.2016 mehr lesen +

TUNMAG: Unsicheres Wien, sicheres Kabul? Unseriöse Argumente für Abschiebungen nach Afghanistan

Während Geflüchteten aus Syrien oder dem Irak in den meisten Fällen noch Asyl gewährt wird, ist dies bei vielen Afghan_innen nicht der Fall. Die Bundesregierung, das Außenministerium und das Innenministerium sind nämlich der Meinung, dass es in Afghanistan «sichere Gebiete» gebe, in denen die Menschen weitgehend friedlich leben können. Aus diesem Grund, so der Unterton, wären auch Abschiebungen in derartige Gebiete völlig in Ordnung.
Tun & lassen - 13.09.2016 mehr lesen +

Von der Geschichte vergessen

Paco Rocas eindrucksvoller Oral-History-Comic «Die Heimatlosen»

article_3698_spanien_180.jpg Verzagte, gehetzte Gesichter von Frauen, Kindern, Männern. Dicht aneinandergedrängt warten tausende Flüchtlinge verzweifelt und doch mit einem letzten Rest an Hoffnung darauf, dass am Horizont vielleicht ein Schiff erscheinen könnte, um sie zu retten. Man glaubt, unser Mitarbeiter Martin Reiterer setzt hier zu einer Gegenwartsgeschichte an. Doch die Geschichte geht wie folgt weiter ...
Artistin - Martin Reiterer 13.09.2016 mehr lesen +

Ein Problem wird übersiedelt

Von der U6, den Drogen und einer weit verfehlten Stadtpolitik

article_3673_u6_silke_mueller_180.jpg Die Drogenszene an der U6 hat im Frühjahr für Stimmung gesorgt: Die Grünen machten für einen kontrollierten öffentlichen Raum mobil, die Wiener Linien sprachen von Sicherheit und meinten Vertreibung, und die Stadt hat es geschafft, ihre Drogenabhängigen wieder mal woandershin zu schieben. Christian Bunke (Text) und Silke Müller (Illustration) denken darüber nach, was das verschärfte Suchtmittelgesetz und ein versagter Arbeitsmarktzugang miteinand...
Tun & lassen - Peter Krobath 03.08.2016 mehr lesen +

NACHBAR_INNEN-STADT: Gut, besser, betri Reykjavík

In Krisen entstehen oft die besten und nachhaltigsten Ideen bzw. wagen Gesellschaften auch neue Wege einzuschlagen. Mit dem Platzen der ökonomischen Blase 2008 steckte (nicht nur) Island in einer schwerwiegenden Krise. Einhergehend mit dem massiven Verlust sozialer und ökonomischer Reichtümer ging auch das Vertrauen in etablierte politische Institutionen verloren. Die Isländer_innen waren mit einer Situation konfrontiert, die es ihnen ermöglichte...
Vorstadt - Wencke Hertzsch 03.08.2016 mehr lesen +

Arbeit ist die Mutter aller Dinge

Die Lokalbahn Wien-Baden und der Arbeitskampf im Süden Wiens

article_3669_bahn_kawei_180.jpg Die Lokalbahn Wien-Baden, auch Wiener Lokalbahn oder Badner Bahn genannt, durchpflügt den Süden Wiens, ist aber in Restwien nahezu unbekannt. Die Geschichte der Badner Bahn ist auch eine Geschichte des Arbeitskampfes, fand Karl Weidinger (Text und Fotos) bei einer Entdeckungsfahrt heraus.
Vorstadt - Karl Weidinger 03.08.2016 mehr lesen +

Applaus tut gut und klingt auch schön

Wir singen, also sind wir: der Chor «Im Ernst.»

article_3666_ernst_carolina_frank_180.jpg «Im Ernst.» ist eine erweiterte Form von Chor. «Im Ernst» singt relevanten Blödsinn, verschmelzt Chor mit kulturellem Grenzgänger_innentum, sich selbst dabei stets nicht zu ernst nehmend. Ernst weckt dich auf, fordert dich heraus – positioniere dich, trete vor, sei Aktion und wirke. Aber Achtung, dieser Chor kann ansteckend sein! Von Heide Hammer, Kurto Wendt (Text) und Carolina Frank (Foto).
Artistin - Heide Hammer, Kurto Wendt 03.08.2016 mehr lesen +

Putsch online und live

Die Abenteuer des Herrn Hüseyin

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Nach langer Zeit fährt Hüseyin mit seiner Freundin in das kurdische Gebiet der Türkei. Es ist für ihn aufregend, seine Freundin den Eltern und Geschwistern vorzustellen. Er hatte vor, der Freundin seine Heimat zu zeigen.

Illu: Andi Kleinhansl


Dichter Innenteil - Mehmet Emir 03.08.2016 mehr lesen +

EingSCHENKt: Europa ist mehr

Großbritannien verlässt die EU. Der britische Premier Cameron hat sich bisher gegen die sozialen Teile des Lissabon-Vertrags gewehrt, das Armutsreduzierungsziel der EU torpediert, Finanzregulierungen verhindert, die Kommerzialisierung sozialer Dienste wie Pflege oder Bildung vorangetrieben.


Tun & lassen - Martin Schenk 06.07.2016 mehr lesen +

Die Praterstern-Sheriffs

Polizeiliches Fehlverhalten: Beschwerdesystem funktioniert nicht

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Verschwindende Parkbänke, Ausweiskontrollen und starke Polizeipräsenz: der Praterstern im Zweiten Wiener Gemeindebezirk ist das aktuelle Versuchsfeld für repressive Sicherheits- und Stadtpolitik. Was das für die Nutzer_innen des Pratersterns bedeutet, bleibt meist ungehört.

Foto: Niko Havranek

Im Bild: Die Schriftstellerin Eva Schörkhuber


Tun & lassen - Marlene Brüggemann 06.07.2016 mehr lesen +

Österreichs Fußball, der Briten-Austritt und die Wahlanfechtung

Herr Groll auf Reisen. Folge 284

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Der Dozent traf Groll bei einer British-Petrol-Tankstelle an der äußeren Brünner Straße. Sie saßen auf einer Stufe und erfreuten sich am regen Kundenverkehr.

Bild: (c) Mario Lang

Bildtext: If a clod be washed away, Europe ist the less – John Donne (Aus: Meditation XVII. In: Devotions Upon Emergent Occasions, and Severall Steps in my Sickness)


Dichter Innenteil - Erwin Riess 06.07.2016 mehr lesen +

Diese verdammte Obergrenze

Wie sich die hohe Flüchtlingspolitik auf konkrete Betroffene auswirkt

Der Herbst 2015 hat gezeigt: Die zivile Gesellschaft ist mit Flüchtlingen, auch wenn sie in ungewohnten Massen kommen, nicht überfordert, vor allem dann nicht, wenn es eine Kooperation mit den klassischen humanitären Organisationen gibt, und – nicht zu vergessen – auch mit lokalen Politiker_innen. Dieses solidarische Dreiergespann handelte dem Menschenrecht gemäß, oft ohne dessen Paragraphen zu kennen. Menschenrechtswidrig dagegen handelten (wide...
Tun & lassen - Erwin Landrichter 07.06.2016 mehr lesen +

Herr Groll auf Reisen. 279. Folge

Korneuburg-Southampton: noble Räder und ein Fliegenschiss

article_3554_412-hr.groll©mario_web_180.jpg Groll und der Dozent waren auf dem Treppelweg an der Donau unterhalb von Korneuburg unterwegs. Der Dozent wollte Groll etwas über die schandvolle Geschichte der Wiener Ruderclubs in der NS-Zeit erzählen. Mit dem Ruderklub «Pirat» wollte er vor dessen Bootshaus am kleinen Austreifen zwischen der Autobahn und dem Fluss den Anfang machen. Der rege Verkehr auf dem Radweg machte es den beiden unmöglich, nebeneinander zu gehen. Gestrandet, voll Fliege...
Dichter Innenteil - Erwin Riess 25.04.2016 mehr lesen +

30 Jahre Waldheim-Bombe

Warum der ORF einen politischen Mitarbeiter ins Archiv versetzte

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Die «Panama Papers» ermöglichen weltweit Hunderten von Journalist_innen, die finanziellen Machenschaften von Regierenden bloßzulegen. Vor 30 Jahren wühlten Journalisten, darunter ein Georg Tidl, in Kriegsarchiven, um Licht in Kurt Waldheims versteckte Vergangenheit zu bringen. Von Margarete Endl.

Foto: privat 


Tun & lassen - Margarete Endl 12.04.2016 mehr lesen +

Streikwarnung im Hafen

Die Lissaboner Docker feilschen um ihre Arbeitsrechte

article_3523_augustin_410_dockerstreik_180.jpg Ein Frachtschiff mit Containern unterschiedlicher Farben an Bord, über- und ineinander verschachtelt wie ein Tetris-Spiel, nähert sich dem Lissaboner Hafen. Sehr nah ist es dem Kai, ganz wie das Sozialabkommen zwischen Gewerkschaft, Regierung und Hafenbetriebsgesellschaft nach drei Jahren Uneinigkeiten – so nah wie noch nie. Sonia Mélo hat von den Dockern erfahren, wie sich die Arbeitsbedingungen im Hafen verändert haben.  ...
Tun & lassen - Sonia Mélo 29.03.2016 mehr lesen +

Konsumverführung auf Sozialdemokratisch

Wie die Gewista den öffentlichen Raum einnimmt und die Grünen nichts mehr dagegen haben

article_3522_much_180.jpg Die Freude war groß: Keine Autos mehr auf der Mariahilfer Straße! Jetzt wird sie getrübt: 27 leuchtende Screens der Gewista belästigen die Fußgeher_innen – obwohl bekannt ist, dass aufdringliche Bombardierung mit Konsumbotschaften das Leben der Menschen im öffentlichen Raum nachhaltig negativ beeinflusst. Für Ulli Gladik und Clemens Staudinger sieht es so aus, als würden dem Machtmonopol der Gewista auch die Grünen unterliegen. Illu: Mu...
Tun & lassen - Ulli Gladik, Clemens Staudinger 29.03.2016 mehr lesen +

Wo geholfen wird, da fallen Späne

Marianne Gronemeyer über die Arroganz der «Entwicklungshilfe» – Teil 1

article_3503_gronemeyer-409_fertig_kle_180.jpg Die Zeiten, da das Helfen noch geholfen hat, seien unwiderruflich vorbei. Aber damit nicht genug: Hilfe könne heutzutage fast nur noch angedroht werden; und wem sie angedroht werde, der müsse auf der Hut sein. In der Entwicklungshilfe sei diese Perversion der Hilfsidee auf die Spitze getrieben, heißt es im folgenden (in Wien gehaltenen) Vortrag der in Deutschland lebenden Autorin Marianne Gronemeyer, den wir in drei Teilen veröffentlichen. ...
Tun & lassen - 15.03.2016 mehr lesen +
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