Kategorie: Thema :: Prekariat Seite: 1 2

«Ich bin für meinen Sohn da»

Augustinverkäuferin Alexandra

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Ohne ein Wort Deutsch zu sprechen, bin ich nach Österreich gekommen. Nicht einmal «Guten Morgen» oder «Guten Tag» konnte ich sagen. Ich musste mir mit Zeichensprache weiterhelfen. Schnell die Sprache zu erlernen, ist mir sehr wichtig gewesen.

Foto: Lisa Bolyos


Tun & lassen - 13.03.2017 mehr lesen +

Einer von der Auslader-Partie

Augustinverkäufer Harald

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Ich stehe jeden Tag um vier Uhr in der Früh auf, denn um halb fünf mache ich bereits ein bisserl Ordnung vor dem Supermarkt, wo ich den Augustin verkaufe.

Foto: Mehmet Emir


Tun & lassen - 27.02.2017 mehr lesen +

Ein besseres Leben

Augustinverkäuferin Nicoleta

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Zurzeit ist es sehr kalt, aber ich bin dick angezogen. Ich verkaufe Augustin, seit ich den Augustin-Ausweis bekommen habe, also noch nicht sehr lange, ungefähr einen Monat lang. Darüber bin ich sehr froh.

Foto: Mario Lang


Tun & lassen - 31.01.2017 mehr lesen +

Wenn der Mittelstand einen Wutausbruch hat

Josef Hader über bürgerliche Arbeitslose und «wilde Mäuse»

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Der Mittelschicht fühlen sich alle zugehörig, sagen Umfragen. Was passieren kann, wenn ein klassischer Mittelständler seine Arbeit verliert und mit seiner Wut nicht mehr klarkommt, erzählt Josef Hader in seinem Film «Wilde Maus». Mit Jürgen Plank und Robert Fischer sprach er übers Filmemachen, über Wutbürger_innen und über Solidarität.

Fotos: Carolina Frank


Artistin - Robert Fischer 31.01.2017 mehr lesen +

Der Traum

article_3873_428_vera_karl_grafik_web_180.jpg «Hallo Peter» «Hallo Vera» «Peter, ich hatte gestern einen Traum, ein Mann vom Finanzamt kam zu dir und rief: ‹Herr D., Sie sind ihre Steuerschulden los, Sie müssen eine Million Schilling nicht mehr zurückzahlen.› Peter, das war ein prophetischer Traum, du wirst wirklich frei, Gott hat beschlossen dich von langer Qual zu befreien. Nächstes Mal, wenn ich an deiner Türe läute, musst du keine Angst mehr haben. Halleluja!», rief ich erfreut ins Tel...
Dichter Innenteil - Vera Vasilkovic 16.01.2017 mehr lesen +

BIBLIOTICK: Niedriglohn & Langeweile

«Als die Hilfswerke des Viertels auftauchten, um die Mecianer zu unterstützen, war allen klar, dass die Sache diesmal wirklich gelaufen war. Recht auf Wohnen, Restaurants des Herzens, Ärzte der Welt ... je näher einem all diese Hilfswerke auf die Pelle rückten, desto sicherer konnte man sich sein, dass man tatsächlich halstief in der Scheiße steckte.» In Paris gibt es zwischen 1. November und 31. März keine Zwangsräumungen. Weil es offiziell kalt...
Artistin - Lisa Bolyos 20.12.2016 mehr lesen +

Ich dachte, Glücksspiel sei verboten? (1. Teil)

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Ich hatte eine sehr anstrengende Woche hinter mir, nachdem ich von einem Sozialarbeiter zum nächsten bin. Warum hab ich das getan? Weil ich in einer sehr hoffnungslosen Lage stecke, die meine Wohnungssituation betrifft. Auf die möchte ich jetzt eingehen. Damit ihr euch ein Bild davon machen könnt, gehe ich nun zum Anfang meiner Wohngeschichte zurück.

Grafik: Karl Berger


Dichter Innenteil - Hans Wurst 19.12.2016 mehr lesen +

«Ich bin die Chefin»

Augustinverkäuferin Eunice

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Wenn es keinen Augustin gäbe – ich weiß nicht, was passieren würde. Als ich mit dem Verkaufen anfangen konnte, das war vor vier oder fünf Jahren, war das sehr gut für mich. In der Wollzeile ist mein Verkaufsplatz.

Foto: Evi Rohrmoser


Tun & lassen - 06.12.2016 mehr lesen +

Ein knallharter Job

Hans Wurst

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2008 hatte ich das Glück, dass ich in der Arena arbeiten konnte für zwei Jahre. Dadurch habe ich das Augustinverkaufen nicht mehr nötig gehabt.

Foto: Mehmet Emir


Tun & lassen - 11.10.2016 mehr lesen +

Manchmal gut, manchmal schlecht

Augustinerin Klara

article_3611_klara_lisabolyos_180.jpg Heute um zehn Uhr vormittags kam die Polizei zu meinem Verkaufsplatz und hat mich kontrolliert. Ich hatte keinen Meldezettel und sie haben mich zusammen mit meinem Hund im Auto mitgenommen. Alle Leute schauen, was hat die Frau gemacht? Weil ich bin schon Jahre dort auf dem Platz, alle kennen mich und wissen, ich bin Klara. Die Polizisten sagen: Du kannst nicht in Wien bleiben, wenn du keinen Meldezettel hast, wenn wir wieder Kontrolle machen und ...
Tun & lassen - 07.06.2016 mehr lesen +

Bye-bye, Miethai?

Rot-Grüner Realitätenhandel

article_3588_much_180.jpg Es fehlt in Wien an leistbarem Raum. Nicht nur zum Wohnen, auch zum Arbeiten. Raum für Künstler_innen, für Nachbarschaftsinitiativen – für kollektive, soziale, kulturelle und politische Projekte. Die rot-grüne Antwort auf das Raumproblem ist die Privatisierung des Problemfeldes: eine Agentur, die in Wien «Zwischennutzung zum Prinzip werden» lassen soll. Ulli Gladik und Clemens Staudinger haben nachgefragt, ob Zwischennutzung und Verdrängung event...
Tun & lassen - Ulli Gladik, Clemens Staudinger 24.05.2016 mehr lesen +

Dr. rer soz Augustinverkäuferin

Frances

article_3485_augustinerin_180.jpg In Wien bewege ich mich zwischen Meidling, dem Praterstern und dem Schottentor. In Meidling wohne ich, am Praterstern arbeite ich und am Schottentor studiere ich. Ich mache im zweiten Semester meinen Master in Soziologie. Foto: Lisa Bolyos ...
Tun & lassen - 01.03.2016 mehr lesen +

Flüchtlinge erkämpfen eine solidarische Stadt für alle

Urbane Mobilität könnte ein Recht sein, das für jede_n gilt

article_3480_oeffi_demo_2_180.jpg Gratis Öffis für alle – dafür wurde Mitte Februar zwischen Westbahnhof und Erdberg demonstriert. Die Aktion für Freifahrt in den Wiener Linien ging von Aslywerber_innen und ihren Deutschlehrer_innen aus. «Thanks in advance for helping», hat einer der Demonstrierenden auf sein Schild geschrieben. Diesen Dank geben wir zurück. Fotos: Michael Bigus ...
Tun & lassen - Lisa Bolyos 01.03.2016 mehr lesen +

Republikseigentum wird Luxusbleibe für Reiche

Immospekulation in der Josefstadt

article_3456_much_180.jpg Wien, 8. Bezirk, Hamerlingplatz: Die Liegenschaft des ehemaligen Bundesamts für Eich- und Vermessungswesen im Eigentum der Republik Österreich wird privatisiert. Immo-Investor_innen profitieren, und SP-Bezirksrat Sternfeld (beruflich auch als Berater von Kanzler Faymann tätig) spricht von «sozialer Nutzung»: Ulli Gladik und Clemens Staudinger haben stattdessen Luxuswohnungen für Senior_innen vorgefunden, die ab mindestens 3000 Euro monatlich zu h...
Tun & lassen - Ulli Gladik, Clemens Staudinger 02.02.2016 mehr lesen +

Ich habe noch Kraft

Augustinverkäufer Ernö

article_3348_ernoe_privat_180.jpg Ich bin Ungar und seit neun Jahren in Österreich und auch beim Augustin. Ich bin 68 Jahre alt, gleich alt wie Arnold Schwarzenegger. Von Beruf war ich Spengler, ich habe immer gearbeitet und heute bekomme ich eine Pension von 30.000 Forint, das sind umgerechnet 100 Euro. Ich habe in Deutschland gearbeitet, in Berlin, Hamburg, Karlsruhe, Stuttgart, Frankfurt – in allen großen Städten. Das ist lang schon vorbei. Es war über eine ungarische Firma, u...
Tun & lassen - 24.11.2015 mehr lesen +

Smarte Top-Start-up-City mit Trampolinfunktion


Rosagrün, die zweite

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Wienwahl: Die Verluste für SPÖ und Grüne hielten sich im überschaubaren Rahmen. Der Erdrutschsieg der rechtsextremen FPÖ ist ebenso ausgeblieben wie ein Überraschungserfolg der linken Opposition. Deshalb gibt es nun die zweite Auflage einer rosagrünen Stadtregierung. Martin Birkner hat sich die ökonomischen Aspekte der Regierungsvereinbarung vorgenommen.

Illu: Much


Tun & lassen - Martin Birkner 24.11.2015 mehr lesen +

Räudige Reinprechtsdorfer Hofkultur

Wir stehen kurz vor dem Jahr 2016: Präsentation des neuen Augustin-Kalenders

article_3337_h4_180.jpg Die 13. Ausgabe des Augustin-Kalenders nicht an dem sich anbietenden Freitag, dem 13. November zu feiern, käme einer Sünde gleich. So wurde aus dem unscheinbaren Innenhof der Augustin-Zentrale in der Reinprechtsdorfer Straße für einen Abend und eine Nacht eine Festzone gezaubert, die es mit jedem für ein Rave adaptierten Hinterhof eines aufgelassenen Truckstops in Lappland aufnehmen hätte können. Mit anderen Worten: Ein Hauch von Subkultur wurde ...
Vorstadt - Reinhold Schachner 24.11.2015 mehr lesen +

Betteln – die Stadt als Konsumkulisse

eingSCHENKt

Angelica war schon einige Male in Salzburg. Ihre Unterkunft aber steht im Dorf Pauleasca, Rumänien. Ein kleiner aufgeräumter Raum mit Bett und Ofen und ein winziger Nebenraum mit einer weiteren Schlafgelegenheit, wobei es kaum etwas zum Aufräumen gibt, da sie – so wie alle anderen Menschen rundum – so gut wie kein Hab und Gut besitzt. Kein Fließwasser, kein Tisch, keine Schränke, keine Toilettenanlagen, keine Lebensmittel.
Tun & lassen - Martin Schenk 27.10.2015 mehr lesen +

Willkommen in Österreich! Ihr Mindestlohn beträgt 6 Euro die Stunde

Organisierung in der Landarbeit

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Im nordburgenländischen Seewinkel reifen gerade die Gurken und Tomaten unter Molochen von Glashäusern heran. Wer bei Supermarktgemüse an einen bäuerlichen Vorgarten denkt, sollte sich einen Ausflug in diese schwer beeindruckende Industrielandschaft gönnen. Es ist nicht gesagt, dass einem dabei nicht der Appetit vergeht; aber wenigstens kommt man am gut gedüngten Boden der Tatsachen an.

Foto: Lisa Bolyos


Tun & lassen - Lisa Bolyos 04.08.2015 mehr lesen +

Flucht aus Wien und wieder zurück

Wenn die Rechnung im Kirschgarten nicht aufgeht

article_3183_flucht_mehmetemir_180.jpg Der eigene Herr im Kirschgarten zu sein, davon erhoffte sich Mehmet Emir einiges. Doch Theorie und Praxis sind nicht immer deckungsgleich, wie der Fotograf und Autor nach seiner Rückkehr aus der Türkei zu berichten weiß.
Vorstadt - Mehmet Emir 04.08.2015 mehr lesen +

20 Jahre Augustin – 2007: Die Qualität gemeinsamen Elends

Augustin-Journalismus auf der Suche nach Liaisonen zwischen Kunst und Rand

article_3143_carla_20_jahrevorschau_180.jpg Nicht nur der Stuttgarter Vagabundenkongress in den 20er Jahren hat den Traum von der Einheit zwischen sozial an den Rand gedrängten Menschen und den durch ihre politische und künstlerische Radikalität marginalisierten Zeitgenoss_innen ein Stück weit ins Realistische verschoben. Robert Sommer, seit der Gründung Mitglied der Augustin-Redaktion, blätterte im Zeitungsjahrgang 2007, um nach den journalistischen Niederschlägen dieser Vision zu forsche...
Artistin - Robert Sommer 24.06.2015 mehr lesen +

Warum Wohnen nicht arm machen muss

Gemeinsam Wohnraum schaffen: Antworten aus der Geschichte des Genossenschaftswesens

article_3133_wohnen_neuwirth_brandmaye_180.jpg Wie leistbares Wohnen in der Vergangenheit für breite Teile der Bevölkerung umgesetzt werden konnte, zeigt das Buch «Genossenschaftliches Wohnen – Auf den Spuren des Isidor Karl Theodor Demant» von Pamela Neuwirth und Tanja Brandmayr. Die Autorinnen berichten über die historische Entwicklung von gemeinschaftlich organisierten und betriebenen Siedlungsprojekten in Österreich. Burkhard Schelischansky hat es gelesen und sich gefragt, ob wirtschaftl...
Tun & lassen - Burkhard Schelischansky 09.06.2015 mehr lesen +

Noch funktioniert Greenwashing...

Ein Tag des Misstrauens gegen die Mode-Ketten

article_3120_fashion_180.jpg Am «Fashion Revolution Day», der am 24. April begangen wurde, gedachte man weltweit der vielen Opfer, die der Einsturz des Fabrikgebäudes Rana Plaza in Bangladesch vor zwei Jahren brachte. 1138 Textilarbeiter_innen kamen damals ums Leben, mehr als 2500 wurden schwer verletzt. Einige Mode-Designer_innnen und Shop-Inhaber_innen sind aktive Mitgestalter dieses Tages der «Mode-Revolution». Ein Bericht von Doris Kittler, Autorin der Augustin-Rubrik «W...
Tun & lassen - Doris Kittler 26.05.2015 mehr lesen +

Wohlstand & Meer. Wohlstand & mehr.

Für die allermeisten Menschen begann die Krise nicht 2008

article_3118_urlaub_a_reisinger_180.jpg In der Alten Schmiede im Zentrum Wiens startete Mitte Mai die vom Schriftsteller Ilija Trojanow konzipierte Gesprächsreihe mit dem Titel «Weltbefragung». Erster Gesprächspartrner war Christian Felber, Mitbegründer der «Bank für Gemeinwohl»; erstes Thema war der Wohlstand. Mit einigen ungeordneten Gedanken dazu leitete Robert Sommer den Abend ein. Die Gesprächsreihe ist Teil des 20-Jahre-Augustin-Jubiläumsprogramms. Foto: A. Reisinger ...
Tun & lassen - Robert Sommer 26.05.2015 mehr lesen +

Die Titanic tötet

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Als die Titanic den Eisberg rammte und sank, waren die Chancen für die Passagier_innen zu überleben sehr ungleich verteilt. Von den an Bord befindlichen Personen überlebte ein Drittel. Die Überlebenschancen richteten sich nach Klassengrenzen – je nachdem, welche Kabine man sich leisten konnte. Von den Passagier_innen der ersten Klasse haben neunzig Prozent der Frauen überlebt, in der dritten Klasse nur fünfzig Prozent.
Tun & lassen - Martin Schenk 14.04.2015 mehr lesen +

Das Märchen von Hartz IV

eingSCHENKt

Ein Schuhputzer am Bahnhof, eine Bäckerin, ein Sänger und ein Bub aus Afrika. Im Film «Le Havre» des Regisseurs Aki Kaurismäki erzählen sie ihre Geschichte von unten. Aufmerksam, verzweifelt und widerständig. Ein Märchen?
Tun & lassen - Martin Schenk 18.03.2015 mehr lesen +

Mein Lieblingsjob

Augustin-Verkäuferin Marta

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Ich bin aus der Slowakei, aber meine Mutti war Tschechin und mein Vater von der ungarischen Minderheit. Ich spreche Ungarisch, Tschechisch und Slowakisch und ein bisschen Deutsch. Ich hoffe, dass mein Deutsch noch besser wird, aber es ist leider so schwer. Mit meinen Kindern spreche ich Ungarisch, aber mein Schwiegersohn will davon nichts wissen.

Foto: Mario Lang


Tun & lassen - 17.03.2015 mehr lesen +

Tausche Wohnung gegen Schrebergarten

Augustin-Verkäufer Peter

article_2965_peter@lisabolyos_180.jpg Ich habe einige Jahre auf der Donauinsel gelebt. In einer kleinen Clique von vier Sandlern, die sich primitive Holzhütten errichtet haben. Walter, neben Falke und Roman einer aus diesem Quartett, ist handwerklich sehr geschickt gewesen. Aus Ästen hatte er Teile für die Hütten geflochten. Und meine Hütte hatte als Eingangstür sogar eine Tür eines ausrangierten Eiskastens. - Das ist kein Scherz! Foto: Lisa Bolyos ...
Tun & lassen - 03.03.2015 mehr lesen +

Moderne Hungerkünstler_innen & kulturelles Prekariat

Eine Bildhauerin erzählt von der Kunst des Überlebens

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Mit Kunst den Geldbeutel füllen? Laut einer Studie aus dem Jahr 2008 leben 37 Prozent der Kunstschaffenden unterhalb der Armutsgefährdungsgrenze. Veronika Krenn hat bei einer Bildhauerin nachgefragt, wie «prekäre Arbeit» im Kunstbereich aussieht und warum oft mehr Kreativität in die Geldbeschaffung fließt als in das Kunstwerk selbst.

Foto: Veronika Krenn


Artistin - Veronika Krenn 17.02.2015 mehr lesen +

Ich hab hundert Sachen gemacht

Augustin Verkäuferin Antonia

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Ich war vor rund zehn Jahren finanziell total am Boden und habe immer die Augustin-Verkäufer_innen irgendwo stehen gesehen. Da hab ich mir gedacht, vielleicht kann ich das auch machen. Ich hab mir einen Augustin gekauft und geschaut, wo die daheim sind, und bin hingegangen.

Foto: Lisa Bolyos


Tun & lassen - 20.01.2015 mehr lesen +

Auch Forellenjodeln macht Spaß

Stimmgewittermitglied Martin

article_2814_martin_stimmgewitter_180.jpg Weißt du eigentlich, was das ist: ein Forellenjodler? Wenn du Teil eines Chors oder eines Gesangsvereins bist, auf der Bühne stehst und siehst, dass alle Augen auf dich gerichtet sind, und du weißt plötzlich nicht mehr, wie die ersten Sätze des nächsten Liedes lauten - dann musst du raffiniert deinen Mund bewegen und tun, als ob. Das nennt man einen Forellenjodler.
Tun & lassen - 07.01.2015 mehr lesen +

Fleiß scheint wichtig zu sein

Augustinverkäuferin Christianah

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Weil ich nicht singen kann, habe ich anfangs nur «Grüß Gott, grüß Gott!» gerufen. Dadurch erregte ich Aufmerksamkeit in der Wollzeile, bei der U3-Station Stubentor. Mittlerweile brauche ich nicht mehr «Grüß Gott, grüß Gott!» zu rufen, denn ich bin dort bekannt und habe auch viele Stammkunden.

Foto: Lisa Bolyos


Tun & lassen - 25.11.2014 mehr lesen +

Lieber Training als Match

Augustinverkäufer Andi

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Ich bin ziemlich am Anfang, als es begonnen hat, zum Augustin gekommen. Ich habe mir Zeitungen gekauft - der Augustin hat damals für die Verkäufer_innen zehn Schilling gekostet - und habe das ganze System einmal kennengelernt, den sozialen Zweck und wie es abläuft.

Foto: Lisa Bolyos


Tun & lassen - 12.11.2014 mehr lesen +

Rettet die Mittelklasse!

Lisl Ponger parodiert die ethnologischen Museen des Nordens

article_2448_lisl_180.jpg Die Wiener Künstlerin Lisl Ponger hat einen ihrer Träume realisiert. Sie hat jetzt ihr eigenes Völkerkundemuseum. Wer sie kennt, weiß, dass es sich um ein surrealistisches Vorhaben handeln muss.
Artistin - Robert Sommer 16.02.2014 mehr lesen +

Trara trara die Hochkultur

Warum Theaterschaffende von ihrer Arbeit immer weniger leben können

article_2417_theater_180.jpg Die Armutsgefährdung ist bei Künstler_innen dreimal so hoch wie in der nicht künstlerisch tätigen Bevölkerung. Schauspieler_innen geht es im Schnitt besonders schlecht. Wer in der freien Theaterszene Fuß fasst, muss oft fünf andere Jobs haben, um überleben zu können. Die rot-grüne Theaterförderungspolitik wird daran nichts ändern - solange innerhalb der SPÖ in Vergessenheit bleibt, wofür sozialistische Kulturpolitik einmal stand.
Artistin - Robert Sommer 06.01.2014 mehr lesen +

Die «Bettelmafia» als Phantom

Die Gesellschaft muss mit den Notreisenden leben lernen

Gerald Tatzgern, Leiter der Zentralstelle zur Bekämpfung der «Schlepperkriminalität» im Innenministerium, ist vermutlich nicht der Erfinder des Begriffs «Bettlermafia», er ist aber sicher der umtriebigste Bekämpfer derselben. «Bettelei ist eine Form der Ausbeutung der Arbeitskraft durch Menschenhandel. Geben Sie nichts, weil Sie nie sicher sein können, ob das wirklich den bettelnden Personen zugute kommt» («Die Presse», 29. 10. 2011). Dass der ob...
Tun & lassen - Robert Sommer 10.12.2013 mehr lesen +

Gemeinsam wie die Industrie

Energiekosten-Stopp möchte individuelle Kosten für Strom- und Gas senken

article_2399_energie_180.jpg Energiearmut bezeichnet in erster Linie die ökonomische Unmöglichkeit, die Wohnung warm zu halten. Dass diese Art der Armut kein Randphänomen ist, bedingen die stetig steigenden Energiepreise. Der «Verein für Konsumenteninformation» will Einzelhaushalte - nur für die Preisverhandlungen - zu einer Großkundschaft zusammenschließen und damit erreichen, dass individuell Kosten gespart werden. Im aktuellen AUGUSTIN befragten wir Franz Floss, Geschäfts...
Tun & lassen - Kurto Wendt 27.11.2013 mehr lesen +

Knappheit: das Hamsterrad im Kopf

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Es sei wie ein "Hamsterrad im Kopf", sagt Maria, die mit ihren drei Kindern fast zwei Jahre am sozialen Limit leben musste. Den ganzen Tag quälen die Sorgen und das Getöse im Kopf: Miete, Heizkosten, Lebensmittel . Jetzt nur keinen Schulausflug, der was kostet! Und nichts was kaputt wird! Und ja nicht krank werden! Und bitte nicht noch ein Problem im Betrieb! "Ich lebte von einen Tag in den andern", erzählt Maria. "Ich war ziemlich allein mit all...
Tun & lassen - Martin Schenk 13.10.2013 mehr lesen +

«800 Euro ist eh ganz gut»

AKH: Leiharbeiter_innen kämpfen um menschliche Arbeitsbedingungen

article_2319_alberto_muriel_180.jpg Die sogenannten «sinnlosen Großprojekte» - siehe Kasten - gehören zum jetzigen Stadium des Kapitalismus wie das Amen zum Gebet. Sinnlose Großprojekte sind Umverteilungsmaschinen. Öffentliches Geld fließt zum privaten Kapital. Im Fall des Monsterbaus namens Krankenhaus Nord fließen Gesundheitsgelder in die Bauwirtschaft. 500 Millionen kostet das Projekt, hieß es gestern. 900 Millionen, heißt es heute. 1,6 Milliarden werden es schließlich in Wirkli...
Tun & lassen - Sabine Hattinger, Robert Sommer 17.09.2013 mehr lesen +

Schulanfang nicht leistbar

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Ein guter Start am Schulanfang wird sich für viele Kinder heuer nicht ausgehen. 135.000 Kinder und Jugendliche gelten als von Armut betroffen. Und über 200.000 Kinder leben in äußerst beengten Verhältnissen, wo sie mit großer Wahrscheinlichkeit zu wenig Platz zum Spielen und Arbeiten haben.
Tun & lassen - Martin Schenk 17.09.2013 mehr lesen +

Qualitätsjournalismus ist kein Töpferkurs

Über den Traum, als Freie Journalistin überleben zu können

article_2150_journalismus_180.jpg Der Augustin zahlt für veröffentlichte Texte Honorare, die sicherlich nicht der journalistischen Leistung entsprechen. Die meisten erwarten das auch nicht von einer Straßenzeitung, die noch dazu ohne jede Presseförderung produziert wird und nicht nur auf Novomatic- und FPÖ-Werbung verzichtet, sodass die Inserateneinnahmen mehr als bescheiden sind. Womit wir moralisch punkten können, ist das egalitäre Prinzip unserer Gagen-Philosophie: der erste, ...
Tun & lassen - 07.02.2013 mehr lesen +

115 Euro für eine Woche Arbeit

Null Verhandlungsspielraum für jobsuchede Jungjournalist_innen

Ein Beruf, der wichtig wäre für die Verteidigung der demokratischen Errungenschaften, stirbt aus: die bei den Zeitungen angestellten Journalist_innen. Printmedien, solange sie sich noch über Wasser halten können (siehe dazu den vorangestellten Beitrag), arbeiten zunehmend mit «freien» Mitarbeiter_innen, die obszön wenig verdienen; dass ihre Arbeitgeber die staatliche Presseförderung kassieren, deren Auszahlung eigentlich an die Einhaltung kollekt...
Tun & lassen - Redaktion 09.01.2013 mehr lesen +
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