Kategorie: Thema :: Rassismus Seite: 1 2

Lehrer_innen aufgepasst! Workshops zum Thema Widerstand damals und heute

Wie man gegen Rechtsextremismus auftreten kann, ist leider eine Sache, die wir uns immer noch (und immer häufiger) überlegen müssen. Dass Menschen aus der Geschichte lernen, ist zumindest eine Hoffnung, die man nicht aufgeben darf. Die Schule spielt bei der Vermittlungsarbeit eine große Rolle und hat auch Hilfe von draußen in Form von Workshops, in denen Wissen über Widerstand gegen das NS-Regime weitergegeben wird.
Tun & lassen - Ruth Weismann 27.02.2017 mehr lesen +

Jackie Hookimaw

Cherchez la Femme

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In einem Hotel an der Wienzeile treffe ich am Freitagnachmittag eine der wichtigsten Aktivistinnen der First Nations People aus dem Stamm der Cree, Jackie Hookimaw aus Attawapiskat, Ontario, Kanada.

© Jella Jost

Jackie beklagt sich nicht. Sie konstatiert nur



Dichter Innenteil - Jella Jost 24.10.2016 mehr lesen +

Die Praterstern-Sheriffs

Polizeiliches Fehlverhalten: Beschwerdesystem funktioniert nicht

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Verschwindende Parkbänke, Ausweiskontrollen und starke Polizeipräsenz: der Praterstern im Zweiten Wiener Gemeindebezirk ist das aktuelle Versuchsfeld für repressive Sicherheits- und Stadtpolitik. Was das für die Nutzer_innen des Pratersterns bedeutet, bleibt meist ungehört.

Foto: Niko Havranek

Im Bild: Die Schriftstellerin Eva Schörkhuber


Tun & lassen - Marlene Brüggemann 06.07.2016 mehr lesen +

Öllinger und das Netz der Nazis

«Es gibt Kräfte im Staat, die tun die Republik ausspionieren»

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Normalerweise bringt der Augustin keine Politiker-Interviews. Ein Dogma, das auch unserer Mitarbeiterin Kerstin Kellermann nicht unbekannt war. Sie plädierte aber in diesem Fall für eine Ausnahme. Der grüne Nationalratsabgeordnete Karl Öllinger geriet wegen seiner Homepage «Stoppt die Rechten» aus der Sicht der FPÖ in die Rolle eines staatsfeindlichen Spions.

Foto: Christof Moderbacher


Tun & lassen - Kerstin Kellermann 06.07.2016 mehr lesen +

Der Hilferuf der Messerschleifer

Jenischen wird Verstoß gegen Gewerberecht vorgeworfen

article_3650_417_tunmag_messerschleife_180.jpg Folgender Hilferuf lag vor einigen Tagen in unserer Mailbox: «Ich heiße Angelo Schmid und bin der fahrende Messerschleifer, der in der Vergangenheit in mehreren ORF-Sendungen zu sehen war. Ich und mein Vater ziehen mit einem kleinen Verkaufsanhänger von Dorf zu Dorf und werden ständig von Polizeikontrollen mehrmals im Monat wegen vier bis fünf Punkten angezeigt. Die Verwaltungsstrafverfahren sind von der zuständigen Bezirkshauptmannschaft jedes m...
Tun & lassen - Robert Sommer 06.07.2016 mehr lesen +

Schwarz-Weiß. Jetzt reicht`s!

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Die Zeit im Wartesaal einer Spitals-Ambulanz nützte Meinrat Anfang Februar um endlich wieder mal ein zeitgeistiges Magazin in die Hand zu nehmen, gleich auf den ersten Seiten sprang ihm die Karikatur mit dem Titel «Was tun mit zugereisten Sexualstraftätern?» ins Auge, und er sah sich spontan genötigt, den folgenden Text zu verfassen.

Grafik: Karl Berger


Dichter Innenteil - Hans Bogenreiter 06.07.2016 mehr lesen +

Rassismusfreie Zone gesucht

Wie die ÖBB einen Zugführer und seine Kritik loswerden wollen

Die Geschichte des ehemaligen ÖBB-Zugführers Yüksel Yilmaz machte in allen Medien die Runde:  Weil er gegen rassistische Beschimpfungen und sexistisches Verhalten mobilmachte, wurde er entlassen. Dagegen kämpft er vor Gericht. Sonja Henisch ließ sich erzählen, wie der Arbeitsplatz ÖBB sich für Yüksel Yılmaz darstellte – und warum es existenzbedrohend sein kann, sich zur Wehr zu setzen.
Tun & lassen - Sonja Henisch 06.01.2016 mehr lesen +

Sprache der Erniedrigung: Roma wohnen nicht, sie «hausen»

... und jede Gruppe wird zur «Bande»

article_3359_roma_hannes_reisinger_180.jpg Mediale Darstellungen von Roma und Sinti werden mit Kriminalität und Betteln verbunden. Im öffentlichen Raum sowie in sozialen Medien sind antiziganistische Vorfälle nach wie vor keine Seltenheit. Oft gehen diese bis zu Gewaltandrohungen oder nationalsozialistischen Vernichtungsphantasien. Dies sind Ergebnisse des zweiten Antiziganismusberichts, der Ende November vom Verein Romano Centro vorgestellt wurde. Foto: Hannes Reisinger ...
Tun & lassen - Redaktion 08.12.2015 mehr lesen +

Betteln – die Stadt als Konsumkulisse

eingSCHENKt

Angelica war schon einige Male in Salzburg. Ihre Unterkunft aber steht im Dorf Pauleasca, Rumänien. Ein kleiner aufgeräumter Raum mit Bett und Ofen und ein winziger Nebenraum mit einer weiteren Schlafgelegenheit, wobei es kaum etwas zum Aufräumen gibt, da sie – so wie alle anderen Menschen rundum – so gut wie kein Hab und Gut besitzt. Kein Fließwasser, kein Tisch, keine Schränke, keine Toilettenanlagen, keine Lebensmittel.
Tun & lassen - Martin Schenk 27.10.2015 mehr lesen +

Kick it like Hakoah!

Mit Yael Ronens Stück wechselt die Hakoah Wien vom grünen Rasen auf die Theaterbühne

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Regisseurin Yael Ronen hat mit ihrem Theaterstück «Hakoah Wien» einen Steilpass hingelegt. Der Sensationserfolg aus Graz kommt nun nach Wien, rechtzeitig zum 106. Geburtstag des jüdischen Traditionsvereins. Christine Ehardt hat sich zwischen Bühne und Rasen umgesehen.

Bild: Katja Hasenöhrl


Artistin - Christine Ehardt 29.08.2015 mehr lesen +

eingSCHENKt: Extremismus der Mitte

Die sozialen Probleme steigen, obwohl die Gesellschaft insgesamt immer reicher wird, besonders ganz oben. Schuld sind aber immer die da unten. «Die Unterschichtler», «die Mindestsicherungsbezieher» und «die Asylanten». Das ist eine Methode, um die Verteilungs- und Gerechtigkeitsdebatte nur «ganz unten» zu führen. Die zehn Prozent der Bevölkerung mit den geringsten Einkommen und Chancen dürfen einander dann die Augen auskratzen. Wie in einem römis...
Tun & lassen - Martin Schenk 09.06.2015 mehr lesen +

«Gewaltfreiheit wäre schön»

Regierungen verschwinden, die schwarzen Blöcke bleiben / Teil 2

article_2458_demos_180.jpg Der Zorn gegen die dreiste Plünderung der Gesellschaft, um den Banken die Kosten der Abwicklung der Hypo zu ersparen, wird wohl virulent werden; die Wiener_innen, deren Ururgroßeltern immerhin den Justizpalast beinahe abfackelten, sind hoffentlich besonnener geworden. Vielleicht wären sie aber radikalisiert genug, um zuzustimmen, dass junge Desperados ihnen die Arbeit - des Angreifens verhasster Symbole - abnehmen. Im ersten Teil (Nr. 361) wurde ...
Tun & lassen - Robert Sommer 04.03.2014 mehr lesen +

Von «lockerem» Rassismus und dem «Enkel-Neffen-Trick»

Romano Centro veröffentlicht ersten Antiziganismus-Bericht

article_2420_azb_2013cover_180.jpg «[...] am Salzburger Hauptbahnhof entdeckte Frau R. bei einem Imbisslokal einen von der Filialleiterin unterzeichneten Aushang mit der Aufschrift: «Wir verkaufen den Zigeunern absolut nichts mehr.» Eine Kellnerin des Lokals meinte, der Aushang wurde nach einer Initiative der gegenüberliegenden Filiale einer Fast-Food-Kette angebracht. Im Auftrag von Frau R. erstattete ZARA beim Magistrat Salzburg Anzeige wegen diskriminierender Dienst...
Tun & lassen - Redaktion 13.01.2014 mehr lesen +

Armut macht fremd

eingSCHENKt

Ablehnung und «Ausländerfeindlichkeit» sind in einem überwiegenden Ausmaß Machtspiele um die Rangordnung in der Gesellschaft. Zum «Ausländer» wird, wer auf sozialer Distanz gehalten werden soll. Dauerhafte Armut anderer wird im selben Maße wie sozialer Aufstieg von der jeweils bessergestellten Gruppe als Bedrohung interpretiert. Integration ist immer auch eine Frage sozialer Rangordnung. Je weniger sozialer Aufstieg, desto befremdender. Für alle....
Tun & lassen - Martin Schenk 30.05.2013 mehr lesen +

Die Kunst ist die Lupe der Verhältnisse

In Linz wurde die Ausstellung von Marika Schmiedt angegriffen

article_2245_marika_hofkabinett_180.jpg Marika Schmiedt macht nicht nur Kunst gegen das historische, sondern auch gegen das alltägliche Vergessen. Die Rechtsneigung Europas ist ihr Thema - notgedrungen. In Linz wurde ihre Ausstellung «Die Gedanken sind frei», die wir im Augustin Nummer 341 angekündigt hatten, tätlich angegriffen.
Artistin - Lisa Bolyos 15.05.2013 mehr lesen +

Kannibal_innen sind immer die anderen

Aus der Sammlung des universitären Projekts «Teilnehmende Medienbeobachtung»

Menschenfresser_innen sind immer irgendwo anders. Menschenfresser-innen, das sind immer die anderen. Sie sind gut für die Auflage. Menschenfresser_innen lassen uns schaudern. Sie rühren an unseren schlimmsten Ängsten. Sie sind fast zu schaurig, um wahr zu sein. Doch jede_r Kannibal_in hat auch seine gute Seite: Er_sie erhöht die Auflage, steigert die Quote und verkauft. Sex sells. Kannibal_innen ebenso. Gibt es keine Kannibal_innen, werden sie e...
Tun & lassen - Igor Eberhard 13.12.2011 mehr lesen +

«Zigeuner» = böse, lernen schon die Kinder

Antiziganismus von Politiker_innen benutzt, von Medien verbreitet

article_1844_308_tun_antizigan_foto_180.jpg Ausgrenzung von Arbeitsmarkt und Bildung, Vertreibung, Verfolgung, aber auch gewalttätige Ausschreitungen und tödliche Gewalt die Bandbreite antiziganistischer Praktiken ist groß und hat fatale Auswirkung auf das Leben von als «Zigeuner» wahrgenommenen Menschen. Was den Boden für Antiziganismus bereitet, welche Funktionen er erfüllt und was man dagegen machen kann, darüber sprach der Augustin mit dem Politologen Markus End, Doktorand am Zentrum...
Tun & lassen - Ulli Gladik 03.11.2011 mehr lesen +

Sozis erlauben Jagd auf "Verwahrloste"

article_1471_bettelnverbot_180.jpg 1939 begann das nationalsozialistisch verwaltete Wien mit dem Aufbau gigantischer Karteien im Rahmen der «Erbbiologischen Bestandsaufnahme». Neben Geisteskranken, Alkoholikern, allen Arten von «Asozialen» wurde die Kategorie der «Verwahrlosten» einschließlich aller lebenden Vorfahren und Nachkommen («Sippschaft») aufgenommen. In der Wiener Zentralkartei waren bis 1943 bereits 700.000 Personen erfasst, wie aus Materialien des Dokumentationsarchivs...
Tun & lassen - Robert Sommer 11.03.2010 mehr lesen +

Schluss mit "good for nothing"

Joana Adesuwa Reiterer gegen Frauenhandel und Aberglauben

In dem mehrfach ausgezeichneten Sachbuch Ware Frau beschreiben Corinna Milborn und Mary Kreutzer anhand konkreter Geschichten vom Handel mit afrikanischen Frauen das perfide Zusammenwirken von Geschäftemacherei, sexueller Ausbeutung und Rassismus. Die Idee zum Buch stammte von der in Wien lebenden Nigerianerin Joana Adesuwa Reiterer, die die AutorInnen auch bei der Recherche in Europa und Nigeria unterstützte. ...
Tun & lassen - Martina Handler 06.05.2009 mehr lesen +

Befremdendes

eingSchenkt

Ausländerfeindlichkeit hat nur indirekt mit Ausländern zu tun. Ob Ottakring oder das ausländerfreie Kaisermühlen in Wien, die Ablehnung ist gleich hoch. Im ehemaligen Ostdeutschland ist Ausländerfeindlichkeit um ein Wesentliches höher als in Westdeutschland. Nur gibts im Osten kaum Ausländer. Ablehnung und Ausländerfeindlichkeit sind Machtspiele um die Rangordnung in der Gesellschaft. Zum Ausländer wird, wer auf sozialer Distanz gehalten werden s...
Tun & lassen - Martin Schenk 04.06.2008 mehr lesen +

Was hat Fußball mit Betteln zu tun?

SP, VP, FP einig gegen die Ärmsten der Armen

Am 28. März beschloss der Wiener Landtag eine Novelle des Wiener Landes-Sicherheitsgesetzes. SPÖ, ÖVP und FPÖ stimmten geschlossen dafür, allein die Grünen sprachen sich dagegen aus. Die Stadt hatte es eilig es wurde sogar eigens ein Sonderausschuss einberufen, um die Umsetzung bis Anfang Juni hinzukriegen. Ist die öffentliche Sicherheit in Gefahr?
Tun & lassen - Martina Handler 09.04.2008 mehr lesen +

Asyl-Heime sind Pulverfässer

Nach dem Fall Maklele: "Ich stelle die derzeitige Flüchtlingsbetreuung in Frage"

Maklele Dennis wollte nicht mehr leben, weil die Österreicher die Afrikaner hassen. Eine ehemalige Flüchtlingsbetreuerin des 18-jährigen afrikanischen Asylwerbers, der in Steyr lebt, kritisiert eindringlich, dass die derzeitigen Zustände in den Flüchtlingsheimen für AsylwerberInnen und BetreuerInnen nicht aushaltbar sind. Ihre Wunschvorstellung beinhaltet direkte Kontakte zwischen Flüchtlingen und Bevölkerung, um Rückhalt zu geben. ...
Tun & lassen - Kerstin Kellermann 08.11.2007 mehr lesen +

Die Plage der Normopathie

Über Menschen, die ein Übermass an Anpassung an den Tag legen

Schauplatz: Grätzel um die Geiselbergstraße in Wien-Simmering "Da gehört eine Bombe draufgeschmissen. Mit allen Insassen drin." Das ist die dominierende Meinung unter den Kunden des Würstelstands Ecke Schlechtastraße / Gänsbacherstraße. Es geht um das gegenüberliegende Asylwerberheim "Haus Jupiter" des Roten Kreuzes. Aufgrund der Ausländer dort drinnen leben "die Anrainer in Angst", wie die Kronen Zeitung kampagnemäßig berichtet. Deshalb müsse da...
Artistin - Lutz Holzinger 20.08.2007 mehr lesen +

Sprachlosigkeit wurde aufgebrochen

ZARA Geht's mich was an?

Im Februar/März 2007 veranstalteten ZARA, die Bezirkshauptmannschaft Feldbach und das Steirische Vulkanland gemeinsam das Projekt 8UNG FÜR ALLE - Woche für Respekt und Toleranz im Bezirk Feldbach mit dem Ziel Unterschiede anzusprechen, bestehende Vorurteile zu reflektieren und gesellschaftliche Vielfalt künftig positiv zu bewerten. Nun präsentierten die ProjektträgerInnen den von ZARA erstellten Evaluierungsbericht zur Projektwoche....
Tun & lassen - 16.08.2007 mehr lesen +

"Betteln ist kein soziales Problem"

Über Augustin-VerkäuferInnen und andere großstädtische Gefahren. Ein Landtags-Protokoll

Die wörtlichen Protokolle der Sitzungen unserer VolksvertreterInnen im Wiener Rathaus, aus dem Internet leicht verfügbar, sind Lehrmaterial für die Populismusforschung. Im Folgenden Ausschnitte aus der Landtagsdebatte zum Bettelverbot, die vor einigen Wochen stattfand. Die Beiträge von Rechtspolitikern suggerieren, Wien zähle zu den unsichersten Großstädten der Welt. Als ob die No-Future-Situation insbesondere für slowakische und rumänische Roma ...
Tun & lassen - 20.06.2007 mehr lesen +

"Null Toleranz gegen Rassismus" in der Polizei?

ZARA Geht's mich was an?

Um sich einen Überblick über die Verwirklichung der Menschenrechte in Österreich zu verschaffen, traf sich Thomas Hammarberg, Menschenrechtskommissar des Europarats, mit Bundeskanzler, MinisterInnen und NGOs in Wien. Am Ende seines Besuchs forderte er unter anderem menschenrechtliche Schulungen für die Polizei, und mehr Menschen mit Migrationshintergrund in Uniform.

Tun & lassen - 06.06.2007 mehr lesen +

Der Bote als schlechte Nachricht

"Neger raus": SOS Mitmensch widerspricht Institut für Graffiti-Forschung

Soll man die Stadt von den ""Neger raus""-Parolen säubern? Norbert Siegl vom Institut für Graffiti-Forschung (IGF) verneinte in unserer Ausgabe 200 diese Frage mit folgender Begründung: "Über Graffiti kommen gesellschaftlich verdrängte Inhalte zum Vorschein. Eine oberflächliche Zerstörung dieser Inhalte kommt einer Verdrängung des Verdrängten gleich." Die Position rief heftigen Widerspruch von Menschenrechts-NGOs und Antirassismus-Initiativen her...
Tun & lassen - Philipp Sonderegger 15.04.2007 mehr lesen +

Zwischen Kolportage und Drehtermin

Als erstes spielte Francis Okpata das "arme und hungrige Volk"

Das hier bin ich bei den Dreharbeiten zu "Afrika mon amour" - und hier mit Lilian Klebow vom "SoKo Donau" - und das ist meine Szene in der "Medea" am Burgtheater. Francis präsentiert seine Fotos. Moment, das hier sollte doch das Portrait eines Augustin-Verkäufers werden!?
Heroes - Christa Neubauer 15.03.2007 mehr lesen +

Europa ist nicht rosig

Es ist keine Lösung, wenn dein Kind in Europa seinen Körper verkaufen muss...

Kunst spricht, meint Joanna, die über Zwangsprostitution aufklären möchte. Sie drehte einen Film gegen Frauenhandel und zeigte ihn in Nigeria. Ein Spielfilm und ein Buch sind in Planung.


Artistin - Kerstin Kellermann 14.02.2007 mehr lesen +

Mit Hammer und Meisel

Die Bildhauerin Ulrike Truger sieht sich gerne als linke Künstlerin

Kein Material passt besser in den öffentlichen Raum als der Stein. Und so wird das scheinbar starre Medium zu einem extrem politischen Feld. Ulrike Truger hat etwa mit ihrem Marcus-Omofuma-Stein vor dem Museumsquartier einen gesellschaftlich marginalisierten Platz an der Schnittstelle von Kunst und Kommerz geschaffen. Heuer feiert sie 30 Jahre als freischaffende Künstlerin. Und der Augustin feiert ihr Engagement.
Artistin - Florin Mittermayr 15.12.2006 mehr lesen +

"Kavaliersdelikt" Folter

Augustin beobachtet die Justiz (3): Die WEGA. Ein Gespräch mit Bakarys Rechtsanwalt

Der Richter im Bakary-Prozess habe die wahre Dimension dieses Falles nicht wirklich gesehen, meint Bakary-Anwalt Josef Philip Bischof im Augustin-Gespräch. Mit "ein bisserl Frustabladen" der Beamten sei gar nichts erklärt. Bischof: "Stellen Sie sich vor, jeder, der ein bisserl frustriert ist, verschafft sich Luft mit Folter - "Na dann gute Nacht!" Wäre ich Richter in diesem Verfahren gewesen, hätte der Verhandlungsverlauf anders ausgesehen.
Tun & lassen - Gerald Grassl 15.09.2006 mehr lesen +

Die Hand ist ausgerutscht

Augustin beobachtet die Justiz (2): Das Unternehmen der WEGA

Justizbeobachtung im Sensationsprozess gegen vier Beamte der Wiener Einsatz-GruppeAlarmabteilung. Sie haben, wie jetzt aktenkundig ist, den Schwarzafrikaner Jassey Bakary beim Zurückbringen von einem gescheiterten Abschiebeauftrag stundenlang der schweren Folter ausgesetzt. Bei ZARA werden im Beobachtungszeitraum von zwei Jahren weit mehr als hundert mutmaßlich rassistische Übergriffe gemeldet. Viele lassen sich nicht konsequent verfolgen. In die...
Tun & lassen - Franz Blaha 15.09.2006 mehr lesen +

Kein Bettler nimmt uns etwas weg

Editorial

Was ist der Unterschied zwischen einer als seriös geltenden Tageszeitung und eines täglich mit vielfach größerer Auflage erscheinenden Revolverblatts? Die Distanz bzw. Nähe zum Superlativ. Ruf nach Bettelverbot wird laut, titelt das Großformat Die Presse. Ruf nach Bettelverbot wird lauter, informiert das Kleinformat Kronenzeitung. Die vornehme Zurückhaltung der ersteren Version widerspiegelt die Beherrschtheit des Bildungsbürgertums, aber viellei...
Tun & lassen - Redaktion 05.09.2006 mehr lesen +

Eine Ministerin sorgt für Liebeskummer

Binationale Ehepaare

Mit dem neuen Fremdenrecht finden nicht nur Asylverfahren ausschließlich in der Schubhaft statt, auch so genannte "binationale Ehen" werden kriminalisiert. Rund 160 betroffene Paare haben sich in der Initiative "Ehe ohne Grenzen" zusammengeschlossen und fordern seit Februar in wöchentlichen Kundgebungen einen Gesprächstermin mit der Ministerin sowie eine Rücknahme des Fremdenpakets. Mitte Juni bekamen sie dank zunehmender Öffentlichkeit ein "unmo...
Tun & lassen - Florin Mittermayr 15.07.2006 mehr lesen +

Schulden durch Schwarzfahren

Frau Bocks Schützlinge werden zu Opfern der Inkassobüros

Ute Bock wurde für ihr soziales Engagement schon mehrfach ausgezeichnet, doch die Krönung war bis dato eine Anzeige wegen Bandenbildung und Drogenhandels. Die Anklage wurde fallen gelassen, ihre Suspendierung als Heimleiterin aufgehoben, doch die Gemeinde Wien verbietet Ute Bock weiterhin, afrikanische AsylwerberInnen in ihrem Heim unterzubringen. Also organisiert sie private Wohngemeinschaften, die mittlerweile über 300 Menschen aus Afrika Unter...
Tun & lassen - Christina Steinle 15.04.2006 mehr lesen +

Ein Weißer will uns tanzen lehren?

Aus dem Lager in die erste Liga: Captain Nemo Music Band

Der Initiative von Schauspielhaus-Wien-Chef Airan Berg ist es zu verdanken, dass vor einem Jahr rund ein Dutzend jugendlicher Flüchtlinge mit ihrem "Coach" João de Brucó vor dem Vorhang stand und den Jubel eines begeisterten Schauspielhauspublikums genießen durfte. Ein Jahr später erneut viel Applaus im "Birdland". Und demnächst in der "Bunkerei" im Wiener Augarten. Erzählenswert, wie ein Workshop im Flüchtlingslager Traiskirchen Österreichs aufr...
Artistin - Peter Katlein 15.04.2006 mehr lesen +

"Was kriegst du?" "Ka Luft!"

Sylla Alpha aus der Republik Côte d'Ivoire verkauft seit 2002 den Augustin

Soziologisch betrachtet ist die "Berufsgruppe" der AugustinverkäuferInnen ein Wunder der Divergenz, eine Vielfaltsverdichtung, wie sie sonst nirgends vorstellbar ist. Das Spektrum reicht vom Analphabeten bis zum Akademiker. Sylla Alpha aus der Republik Côte d'Ivoire, bei uns als Elfenbeinküste bekannt, kommt mit dieser Situation gut zurecht. Dass zugewanderte Intellektuelle wie er im reichen Europa "Sandlerzeitungen" verkaufen müssen, um zu überl...
Tun & lassen - Robert Sommer 15.11.2005 mehr lesen +

Darf ich ihnen noch einen Toten anbieten?

Arbeitsjournal eines Theaterexperiments, Teil 5

Am 4.2.1995 wurden vier Männer ermordet, weil sie Roma waren. Eine Sprengfalle, wenige Meter von der Oberwarter Romasiedlung entfernt, tötete Karl und Erwin Horvath, Peter Sarközy und Josef Simon. Mit der Inszenierung von Elfriede Jelineks ""Stecken, Stab und Stangl"" möchte ein interkulturelles Ensemble unter der Leitung von Tina Leisch an dieses Attentat erinnern.
Artistin - Tina Leisch 15.10.2005 mehr lesen +

Entjubelung mit Jelinek

Arbeitsjournal eines Theaterexperiments. Teil 1.

Am 4. 2. dieses Jahres war es zehn Jahre her, dass Erwin Horvath, Karl Horvath, Peter Sarközi und Josef Simon in Oberwart ermordet wurden. Vor fünf Jahren erhängte sich der Täter Franz Fuchs in seiner Zelle. Für die Öffentlichkeit war der Fall damit erledigt. Nicht aber für diejenigen, die auch heute noch Entwürdigung per rassistischem und antiziganistischem Zeitungs- und Alltagsjargon erleben. Tina Leisch inszeniert aus diesem Anlass Elfriede Je...
Artistin - Tina Leisch 15.09.2005 mehr lesen +

Österreich ist ein Auswanderungsland (2)

Sie und Ihresgleichen...

... sollen sich eher mit dem kriminellen Phänomen, dass der Suchtgifthandel offensichtlich zu einem beträchtlichen Teil von Afrikanern besorgt wird, auseinander setzen und weniger mit der Berichterstattung darüber, maßt sich Kurier-Herausgeber Rabl an, den Mensch-enrechtsaktivist Inou abzukanzeln, wie der »Massa« den »Boy«.
Tun & lassen - Karl Berger 15.05.2005 mehr lesen +

Österreich ist ein Auswanderungsland (1)

"Leck meine Stiefel, Sklave!"

Wer Mensch geblieben ist in diesen rohen Zeiten, erlebt Momente, in denen er seine Sachen packen und auswandern möchte, wenn ihm menschlichere Zonen auf diesem Planeten einfielen. Doch der Herr Dr. Bukasa bleibt ja auch in Wien - und warum sollte man ihn allein zurücklassen in dieser Stadt, die "Fremden" zunehmend Furcht bereitet und die letzten Reste ihrer Gastfreundschaft zu verlieren scheint ...
Tun & lassen - 15.05.2005 mehr lesen +

Afrikaner als Informationsquelle "nur eingeschränkt relevant"

Besten Gruß, Peter Rabl

Der einzige "mildernde Umstand", der zugunsten des KURIER und seines Chefredakteurs konstruiert werden könnte, ist der Fakt, dass auch andere Medien Null Interesse an dem Überfall auf den schwarzen Menschenrechtsaktivsten Dr. Bukasa zeigten. Als erschwerend muss dagegen der Zynismusgehalt des Schreibens bewertet werden, mit dem Peter Rabl sein Versagen legitimiert und seine Kritiker zu "Extremisten" erklärt. Aber der Reihe nach:
Tun & lassen - Redaktion 15.05.2005 mehr lesen +

Sie tun, was kaum wer tut, am wenigsten der, der es tun müsste

Mit ZARA verschwände die Kontrolle von unten

ZARA ist die Abkürzung für "Zivilcourage und Antirassismus-Arbeit". Als Beratungsstelle für Einzelpersonen, die ZeugInnen oder Opfer rassistischer Vorfälle wurden, ist ZARA einzigartig in Österreich. Ihr jährlicher Rassismusreport ist für alle, die an einer ungeschminkten Darstellung soziologischer Realitäten interessiert sind, eine Pflichtlektüre. Verena Krausneker und Dieter Schindlauer vom ZARA-Vorstand berichteten dem Augustin, wie sehr der S...
Tun & lassen - Robert Sommer 15.04.2005 mehr lesen +

Verrohte Uniformierte

Die Sprache der amtlichen Handschellen ist derb, aber deutlich

Der Augustin ist längst (auch) zur Westerweiterung der osteuropäischen VerliererInnengemeinschaft geworden. Jozef Katona ist einer der zahlreichen slowakischen VerkäuferInnen der Wiener Straßenzeitung (viele davon sind Roma). Wir kennen Jozef also und wissen, dass seine Geschichte nicht erfunden ist. Es ist eine schreckliche Geschichte, die zeigt, wie weit die Verrohung in unserem Land gediehen ist, wenn es um Armuts-MigrantInnen geht. Wir würden...
Tun & lassen - Redaktion 15.03.2005 mehr lesen +

ZARA-Kolumne "Geht's mich was an?"

AusländerInnen? AsylwerberInnen? Arme Hascherln?

Fast 800 Fälle von Rassismus hat ZARA im Jahr 2004 dokumentiert. Hunderte von Menschen haben sich also an ZARA gewandt. Wie soll man sich die durchschnittliche Person vorstellen, die sich an die Beratungsstelle für Opfer und ZeugInnen wendet? Trauriger, schwarzer Asylwerber? Arme, ungebildete Migrantin? Unterdrückte Kopftuch tragende Muslima? Religiöser bärtiger Jude? Schokoladebraunes Volksschulkind? Solche und ähnliche stereotypen Bilder haben ...
Tun & lassen - 15.01.2005 mehr lesen +

Menschenrechtsgruppe GEMMI fordert:

Gerechtigkeit für die Szilvassy-Opfer!

Viele afrikanische Jugendliche sitzen zur Zeit in Erwachsenenstrafhaft in Österreichischen Gefängnissen. Ihre Haftstrafen sind doppelt so hoch, als wenn sie nach Jugendstrafrecht verurteilt worden wären. Warum? Die Justiz glaubt ihnen nicht. Die Asylbehörden glauben ihnen nicht. Die Polizei glaubt ihnen nicht. Sofern AsylwerberInnen und MigrantInnen ihre Angaben nicht mit Dokumenten belegen können, wird ihren Aussagen nicht geglaubt. Und wenn Pap...
Tun & lassen - 24.02.2001 mehr lesen +

Den Staat zu beobachten ist Staatbürgerpflicht

Operation Spring - schon vergessen?

Nachdem wir jetzt - zu Beginn des Jahres 2001 - etwas zeitlichen Abstand zu jenen Polizeiübergriffen gewonnen haben, welche 1999 unter dem Begriff "Operation Spring" für Sensationen gesorgt haben, ist es vielleicht ganz gut, wenn wir uns noch mal damit auseinandersetzen. Weil diese Vorkommnisse eine ziemliche Komplexität besitzen, würde ich vorschlagen, dass man das Thema von mehreren Gesichtspunkten aus angeht.
Tun & lassen - Tommy Angerer 06.02.2001 mehr lesen +

Verteidiger kritisierte Staatsanwalt, nun droht ihm Berufsverbot

Keine Milde für Schwarze?

Ein weit verbreitetes Vorurteil besagt, Pflichtverteidigern mangle es an Engagement für ihre Mandanten. Hätte der Wiener Rechtsanwalt Markus Petrowsky diesem Klischee gemäß gehandelt, als er John Achu (angebliches Mitglied der afrikanischen Drogenmafia) verteidigte, hätte er nun kein Disziplinarverfahren am Hals. So aber wird Markus Petrowsky die Weihnachtsfeiertage mit gemischten Gefühlen verbringen: "Ich hoffe sehr, dass das Disziplinarverfahre...
Tun & lassen - Robert Sommer 02.12.2000 mehr lesen +

Eineinhalb Jahre nach einer Amtshandlung...

Rund 15 Menschen, die auf die Straßenbahn warteten, haben eine "Amtshandlung" zweier Polizisten gegen einen Menschen mit dunkler Hautfarbe miterlebt. Fünf dieser Augenzeugen haben der Staatsanwaltschaft den Vorfall aus ihrer Sicht ein rassistisch motivierter Übergriff angezeigt. Eineinhalb Jahre sind seither vergangen. Den Polizisten blieb ein Strafverfahren erspart. Dafür standen dieser Tage zwei der AugenzeugInnen vor Gericht: wegen "übler Na...
Tun & lassen - Robert Sommer 26.09.2000 mehr lesen +
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