Kategorie: Thema :: Sozialarbeit Seite: 1

Kein Punsch fürs Lumpenproletariat

Offener Brief an die Mitarbeiter_innen der «Gruft»

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Vorweihnachtszeit ist Punschzeit! Auch das Obdachlosen-Betreuungszentrum «Gruft» betreibt einen Punschstand auf der Mariahilfer Straße. Ganz gegen den weihnachtlichen Geschäftssinn gilt für manche Besucher_innen die Prohibition. Das Augustin-Team wollte wissen, warum. Ein Brief an die Kolleg_innen.

Illu: Karl Berger


Tun & lassen - 06.12.2016 mehr lesen +

Darf Sozialarbeit der Wirtschaft nützen?

Zum Selbstverständnis der sozialen Arbeit im Augustin-Experiment

article_3552_sozialarbeit_lisa_bolyos_180.jpg Auch von Menschen, bei denen alles schiefgelaufen ist, was schieflaufen kann, und deren unglückliche Sozialisation sie ultimativ «unbrauchbar» macht für die Hochleistungswelt, darf man eine Anpassung an die Normen der Ökonomie verlangen. Sagt die moderne Sozialarbeit. Die Leute vom Augustin schütteln den Kopf. Nein, man muss die Ökonomie an die Menschen anpassen, behaupten sie. Von Robert Sommer. Foto: Lisa Bolyos ...
Tun & lassen - Robert Sommer 26.04.2016 mehr lesen +

Vom Freudenschrei bis zur Suiziddrohung

Um Mitternacht läutet es an der Tür. Draußen steht ein vielleicht 15-jähriger Bursche, den Blick auf den Boden geheftet, die Hände tief in den Taschen seiner Jacke vergraben. Pascal ist von zu Hause ausgerissen. Es geht nichts mehr. Seit 20 Jahren bietet die Krisenstelle Waki in Linz Jugendlichen täglich und rund um die Uhr Zuflucht.
Tun & lassen - Martin Schenk 03.08.2015 mehr lesen +

Hoffnung in den Karenni-Camps

Solidarische Abenteurer (3): Flüchtlingsarbeit in einem kriegsmüden Land

article_3150_393_tun_schaumberger4_web_180.jpg Gabriele Schaumberger ist eine der «solidarischen Abenteuer_innen», die Hans Bogenreiter in seiner Reihe über österreichische Aktivist_innen vorstellt, die sich sowohl abseits der großen Entwicklungshilfemaschinerie als auch abseits der großen medialen Aufmerksamkeit engagieren. Schaumberger gründete die «Burmahilfe». Erst kürzlich ist sie aus dem Grenzgebiet zwischen Burma und Thailand zurück nach Wien gekommen. Foto: Privat ...
Tun & lassen - Hans Bogenreiter 25.06.2015 mehr lesen +

«Underdog-Siedlung» in der Vorstadt

Rosa Dworschak kümmerte sich um die Bewohner_innen des «Negerdörfls»

article_2831_buch_180.jpg In der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts gab es in Ottakring eine Barackensiedlung, die als «Negerdörfl» bezeichnet wurde. Wer dort wie lebte, hat die «Fürsorgerin» und Psychoanalytikerin Rosa Dworschak schriftlich festgehalten. Es musste über sechzig Jahre dauern, bis Dworschaks Aufzeichnungen posthum veröffentlicht wurden. Der Sozialpsychologe und Mit-Herausgeber Karl Fallend im Augustin-Gespräch.
Vorstadt - 20.01.2015 mehr lesen +

«Pate» Zilk und der Sandlerkönig

20 Jahre Augustin - Der erste Jahrgang

article_2813_aug1_180.jpg Brav, im Rückblick fast peinlich brav. So brav, dass Kolleginnen und Kollegen der ersten Stunde, die es bis heute im Augustin-Projekt ausgehalten haben, das gründerzeitliche Tauziehen um die Linie des Augustin ziemlich verdrängt haben. So mutet der erste Jahrgang an, der bloß aus drei 24-seitigen Ausgaben besteht: Oktober, November und Dezember 1995.
Tun & lassen - Robert Sommer 07.01.2015 mehr lesen +

Allergisch gegen «Betreuung»

In eigener Sache: Überlegungen zu den ersten zwanzig Jahren

article_2812_aug20logo_180.jpg Mit der Ausgabe, die Sie in den Händen halten, beginnen wir unser journalistisches Flanieren durch die bisher 19 Jahrgänge des Augustin (Seite 7). Ein Rückblick aus Anlass des 20-Jahre-Augustin-Jubiläums, der uns zum Teil selber überraschte: Nach welchen Augustin-Schlagzeilen ging ein Raunen durch die Stadt? Bei welchen Inhalten mangelte es uns an langem Atem? Trieft das Elend aus seinen Seiten? Oder verbreitet es Zuversicht? Selbstreflexion ist ...
Tun & lassen - Robert Sommer 07.01.2015 mehr lesen +

Surprise, Real Change & Augustin

Globales Straßenzeitungstreffen in Schottland

article_2600_insp_180.jpg 1915 (also achtzig Jahre vor dem ersten Augustin) wurden im nordamerikanischen Cincinnati die «Hobo News» gegründet, als Zeitung «von, für und über obdachlose migrantische Arbeiter_innen». «Hobo News» gilt als weithin anerkannte Urgroßmutter der modernen Straßenzeitungen. Rund vierzig solcher Zeitungen aus europäischen, afrikanischen, asiatischen, amerikanischen und australischen Städten kommen jährlich zu einem internationalen Treffen zusammen. ...
Tun & lassen - Lisa Bolyos 01.09.2014 mehr lesen +

Das «neunerhaus»-Experiment

Ist die Vision von einer «anderen Obdachlosenhilfe» Wirklichkeit geworden?

article_2438_neunerhaus_180.jpg Eine den Grünen nahestehende Bürger_inneninitiative hat vor nunmehr fünfzehn Jahren für eine neue, demokratische Form von Obdachlosenunterkünften protestiert. Niemand der Beteiligten hätte damals antizipieren können, dass dieser Protest sich schlussendlich zu einer handfesten, institutionalisierten und von der Stadt anerkannten Praxis der Solidarität mit den Ärmsten veredelte - zum «neunerhaus»-Experiment mit Häusern in der Hagenmüllergasse, in d...
Tun & lassen - Robert Sommer 05.02.2014 mehr lesen +

Im Käfig

Stadtteilarbeit mit Fußballtrainern

article_2061_augustin_329_fertigklein_180.jpg Die Menschen kommen nicht zum Fußball, sondern der Fußball kommt zu den Menschen: Auf diesem Prinzip beruht die Käfig League, ein seit 2010 bestehendes Sozialprojekt der youngCaritas für Kinder und Jugendliche in den Wiener Bezirken.
Vorstadt - Wenzel Müller 03.10.2012 mehr lesen +

"Wie kann man stabile Strukturen für Roma aufbauen?"

Nicht nur die deutschsprachigen Straßenzeitungen fragen sich:

tun-ideentag©mario.jpg Durch die harten Lebensbedingungen in den ehemals sozialistischen Ländern verjagt, befindet sich europaweit eine große Zahl von Roma auf der Suche nach neuen Lebensmittelpunkten. Vom kompletten Ausschluß bis zur fraglosen Integration in den Vertrieb, zeigen die Straßenzeitungen in Berlin, Hamburg, Bochum oder Wien sehr unterschiedliche Wege die große gesellschaftliche Frage der Überlebensmöglichkeiten von Roma zu beantworten.
Tun & lassen - Kerstin Kellermann 20.05.2011 mehr lesen +

Fremdenrecht ist grauslicher als die Polizei erlaubt

Ute Bock im Interview

article_1671_utebock_180.jpg Vergangenes Jahr war die Flüchtlingshelferin Ute Bock gleich zweimal auf der Kinoleinwand zu sehen: Die Filme Bock for President und Die verrückte Welt der Ute Bock stammten von ihrem Neffen und Filmemacher Tom-Dariusch Allahyari. Jetzt gibt es die Ikone der Zivilgesellschaft auch in Buchform. Die Ö1-Journalistin Cornelia Krebs lässt in ihrem Portrait über Ute Bock vor allem die Flüchtlingshelferin selbst zu Wort kommen. Anlässlich dieser Publika...
Tun & lassen - Florian Müller 28.02.2011 mehr lesen +

«Journalisten musst du bespassen»

Schön wie ein Kunstmagazin: die Flüchtlingszeitung «Hinterland»

Rührig und flott präsentiert sich die Belegschaft der Zeitschrift «Hinterland» des bayrischen Flüchtlingsrates, der sich ein Wohnmobil ausborgte und eigenständig Inventur in den Flüchtlingslagern machte.
Artistin - Kerstin Kellermann 20.10.2010 mehr lesen +

15 JAHRE AUGUSTIN

Einladung zum Geburtstagsfest

article_1570_geburtstagflexmail_180.jpg Der AUGUSTIN, Straßenzeitung und Sozialprojekt, ist 15 Jahre alt! Seit 1995, als sich eine Hand voll JournalistInnen und angehende SozialarbeiterInnen in den Kopf setzten, in Wien eine Straßenzeitung zu gründen, ist der AUGUSTIN zu einer Institution herangewachsen. Er umfasste 24 Seiten, erschien monatlich und wurde von einer Handvoll Verkäufer darunter stadtbekannte Originale des Wiener Randes vertrieben. Die SozialarbeiterInnen und die Journ...
Artistin - Redaktion 13.09.2010 mehr lesen +

"Das Glück liegt nicht in unserer Hand"

Ganze Familien notlanden beim Augustin z. B. die Familie Boti

Treffpunkt Augustin-Vertrieb. Auf meine Begrüßung und die allgemein gehaltene Einstiegsfrage, wie es denn so gehe, eine traurige Antwort: Wissen Sie, wir wollen uns nicht beklagen, auch wenn es viel Grund zur Klage gäbe, das kommt nicht gut an, nie. Ich frage nach. Die gegenübersitzende junge Frau erklärt mir aufgelöst, wie ihr vor ein paar Tagen bei Hofer die Geldbörse gestohlen wurde, selbstredend mitsamt dem Inhalt, 250 Euro und allen Papiere...
Heroes - Vicki Neuhaus 14.02.2008 mehr lesen +

"Ein Mann hat wie ein Mann zu sein"

Irgendeine Identität zu haben ist üblich: als Türke, als Mann ...

Seine "Gastarbajteri-Fotos" stellt er in der Türkei aus, die Bilder, die er im Zeitraum von 20 Jahren in seinem türkischen Dorf machte, in Österreich. Der Künstler und Sozialarbeiter Mehmet Emir, der mit einem Kunststudium an der Akademie begann, zum Thema Männlichkeit in drei Generationen.
Tun & lassen - Kerstin Kellermann 15.01.2007 mehr lesen +

Frau Hainisch im Gesperre

Für die k. und k. Kerkermeisterin war "Fürsorge" suspekt

Als Sozialarbeiterinnen noch Fürsorgerinnen hießen, betreute Cornelia Hainisch 300 gefangene Frauen, darunter 40 Mörderinnen. Für den Augustin erinnerte sie sich an die Frauenstrafanstalt Maria Lankowitz, die Vorgängerin des Frauengefängnisses Schwarzau.
Tun & lassen - Elisabeth Malleier 15.06.2006 mehr lesen +

Nikolaus Dimmel stellt der Sozialarbeit ein schlechtes Zeugnis aus

Im Bermuda-Dreieck abgetrieben

Das Kompetenzzentrum für Soziale Arbeit veranstaltete am 6. April 2006 einen Nachmittag zum Thema Der Sozialstaat am Ende? Für die Sozialarbeit die Wende?. Für die Rolle des Agent Provocateurs wurde der Salzburger Jurist und Politikwissenschafter Nikolaus Dimmel engagiert. Der zweifache Doktor, Uni-Professor und Nicht-Sozialarbeiter Dimmel wurde den Erwartungen voll gerecht, indem er im Rahmen eines Vortrags der Sozialarbeit attestierte, in einem...
Heroes - Reinhold Schachner 11.04.2006 mehr lesen +

Präferenz fürs Proletarische

Gruber will die Kirche nicht den Konservativen überlassen

Und so kämpft er auch, zum Beispiel für den arbeitsfreien Sonntag, und das ohne Ruh. Der 67-jährige Betriebspfarrer aus Linz kann kaum all seine Engagements aufzählen, ohne dabei nicht das eine oder andere zu vergessen. Aber so viel weiß er: Seine Spiritualität findet er im Leben der Menschen - im Zuhören, nicht im Predigen.
Tun & lassen - flom 15.02.2006 mehr lesen +

Seit 10 Jahren für einen Journalismus des Unspektakulären

Den Leuten Mut zum Schreiben machen?

Begeistert war er überhaupt nicht, von der Idee eines Interviews im Augustin. Aber der Augustin ist ja schließlich kein autoritär geführter Betrieb. Dort entscheidet nicht das Diktat des Einzelnen, sondern das des Plenums - und das genehmigte das Unterfangen. Ein Gespräch mit dem Redakteur und Zeitungsgründer Robert Sommer anlässlich 10 Jahre Augustin.
Tun & lassen - Elisabeth Malleier 15.09.2005 mehr lesen +

Mittelstandsleiche

eingSCHENKt

Von den in Lissabon beschlossenen politischen Prioritäten »Wachstum«, »Arbeitsplätze«, »sozialer Zusammenhalt« wurde Letzteres beim EU-Frühjahrsgipfel im März von den nationalen Regierungschefs nicht von »bösen Bürokraten« in Brüssel gestrichen. Sozialer Ausgleich hat damit keine Priorität in Europa.


Tun & lassen - Martin Schenk 01.07.2005 mehr lesen +

Ein Leben für die Beladenen dieser Welt Evamarie Kallir

"Hab' menschliche Monokulturen nie gemocht"

Sie hätte die "Galerie nächst St. Stephan" übernehmen sollen. Stattdessen engagierte sie sich für die SOS-Kinderdörfer und für das Wiener "Regenbogenhaus" und gibt Flüchtlingen Deutsch-Unterricht. Ein Gespräch mit Evamarie Kallir, die 1938 als 12-jähriges Mädchen nach Amerika flüchten musste, über ihre Rückkehr, über "fließende Grenzen" und die Verweigerung des Materiellen.
Tun & lassen - Elisabeth Malleier 15.05.2005 mehr lesen +

Lacknergasse neu

Michael Gassmann kämpfte erfolgreich für die Rettung eines Obdachlosenwohnheims

Ein bisschen hat auch die Berichterstattung des AUGUSTIN mitgeholfen, dass sich die Wiener Caritas-Führung doch entschloss, das Obdachlosenwohnheim Lacknergasse nicht zuzusperrren. Der "Held der Lacknergasse" ist freilich Hausleiter Michael Gassmann....
Tun & lassen - Robert Sommer 19.10.2000 mehr lesen +

Die ARGE "Sozialarbeit von unten" stellt sich vor

Wien ist eine kalte Stadt

Betreibt Sozialarbeit nur Kosmetik an der sozialen Ungerechtigkeit? Das folgende Statement ist das Ergebnis der ersten Diskussionen der vor einigen Monaten gegründeten Arbeitsgemeinschaft "Sozialarbeit von unten". Motto:Probleme sind dazu da, um gelöst zu werden.
Tun & lassen - 04.10.2000 mehr lesen +

Im November feierte die 'Gruft' ihre Wiedereröffnung

Schlafend sitzen, sitzend schlafen

Die neue Küche verstrahlt Nirosta-Glanz; der Asphaltboden ist durch einen PVC-Boden ersetzt worden, eine Unterlage, die den Fußbodenschläfern mehr Wärme vermittelt; neue Fließen machen den Vorraum einladender. Die "Gruft" unter der Pfarrkirche von Mariahilf, Wiens "populärstes" Obdachlosenzentrum, stellt sich rundumerneuert dar. Rechtzeitig vor der Winterkälte bietet sie wieder, rund um die Uhr, Schutz für bis zu 200 Obdachlose. Die Renovierung w...
Tun & lassen - 08.12.1999 mehr lesen +

Vorsicht, sie säubern die Stadt

Auf einer der jüngsten AUGUSTIN-Redaktionssitzungen wurde heiß über das Thema "Sandlervertreibungen" diskutiert: Sollte man nicht - angesichts des schleichenden Ausschlusses sogenannter "Randgruppen" aus dem öffentlichen Raum - ein Recht auf Leben auf der Straße proklamieren? Die Meinungen der Sozialarbeiter in der Redaktion polarisierten sich. Das "Recht auf die Straße" verhöhne das Menschenrecht auf Wohnen, das zu erkämpfen absolut prioritär se...
Tun & lassen - 09.06.1999 mehr lesen +
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