Kategorie: Thema :: Street Art Seite: 1

20 Jahre Augustin - Jahrgang 1998: feministische Spuren auf den Wänden der Stadt

Kyselaks Töchter

article_2865_graffiti_180.jpg Im Oktober 1998 schrieb Kollege Sommer über das gesprühte Wort als «zusätzliche Erzählung zum Lesen der Stadt». Graffiti-Forscher Thomas Northoff war gerade dabei, ein Wort-Graffiti-Symposium zu veranstalten; allein, es fehlten ihm die Praktikerinnen. Northoff blieb dem Augustin all die Jahre gewogen. Was die Sprayerinnen betrifft, zeichnet sich in der Zeitung aber eine eigentümliche Engführung auf ihre männlichen Pendants ab. Um dem eine Portio...
Vorstadt - 17.02.2015 mehr lesen +

Jemand, der die Dose beherrscht

Streetart: Kleine Einführung in Sprache und Lebensgefühl der SprayerInnen

streetart©jz5.jpg Die durchschnittliche Augustin-Leserin wird die massive Besprayung freier vertikaler Flächen in unserer Stadt nicht als jugendlichen Vandalismus verurteilen; vielleicht würdigt der eine oder die andere die Graffiti sogar als eine aus den großen Städten nicht mehr zu verbannende freie Kunst. Auch den liberalen Gönnerinnen und Gönnern dieser Street Art ist freilich die Welt der SprayerInnen verschlossen geblieben nicht nur ein generationelles Prob...
Artistin - Rasmus 17 Jahre 22.11.2010 mehr lesen +

Sprechblasen-Guerilla

"Bubble Project" macht selbst Gewista-Flächen lesenswert

Ji Lee lebt in New York als Designer und Künstler. Das ergibt ein paradoxes Leben: Er entwirft Werbung und kämpft gegen Werbung an. Letzteres gelang ihm am bemerkenswertesten mit seinem Bubble Project. Er druckte tausende leere Sprechblasen aus und klebte sie auf New Yorker Plakatwände, so dass die Passanten die Möglichkeit hatten, auf die Reklame zu reagieren. Wenn es stimmt, dass Wien die Hauptstadt des Wiener Schmähs ist, sollte die Sprechbl...
Artistin - Robert Sommer 08.05.2009 mehr lesen +

Klub der Problem-Pinkler

Nach John Irving kriegt auch Thomas Bernhard sein Pissoir

Den Pissoirs im Haus der Volkshochschule Hietzing fehlten die üblichen Männerbotschaften an den Wänden. Wiener Häusl-Graffiti-Forscher wie Northoff und Siegl hassen solche Blanko-Flächen. Kein Wunder, dass die Männerklowände in seinem Hause unberührt bleiben, sagt Robert Streibel, VHS-Leiter. Die institutionalisierte Erwachsenenbildung ziehe nämlich vor allem Frauen an. Vor einigen Wochen hat der Herr Direktor selber die Pissoirwände...
Artistin - Robert Sommer 21.11.2007 mehr lesen +

Der sprayende Tuareg aus St. Pölten

Von unten gekommen, Durchbruch geschafft: Tage des offenen Ateliers bei Labinsac

Schablonen-Mohammed, Stencil-Derwisch, Camel Driver, Graffiti-Ayatollah, der Spraydosen-Tuareg aus St. Pölten ... Wortkreationen aus der Entspannungsphase nach dem Interview in der Augustin-Redaktion. Labinsac, St. Pöltens Street-Art-Avantgardist, lässt uns nach Titeln fischen, die er sich zulegen könnte, wenn er in absehbarer Zukunft, als Global Sprayer, seinen Zorn gegen das Teile und herrsche-System schleudert. Ab einem bestimmten Bekanntheit...
Heroes - Robert Sommer 10.10.2007 mehr lesen +

Die ehrlichste Gage

Zur baldigen Abschaffung der Straßenmusik-Verordnung

Der Musiker Walther Soyka hat am Freitag, den 13. April (F 13) an dem kleinen Wiener Akkordeonfestival im U-Bahnnetz teilgenommen, weil er dessen Zielsetzung unterstützt: Beseitigung der bürokratischen Hürden für die Straßenmusik in der Hauptstadt der Musik. Dem Augustin berichtete er, welche Rolle die Straße in seiner Künstlerbiografie spielte und wie wenig die Hüter der Verordnung vom Sinn der Kunst begreifen....
Tun & lassen - Walther Soyka 25.04.2007 mehr lesen +

Der Bote als schlechte Nachricht

"Neger raus": SOS Mitmensch widerspricht Institut für Graffiti-Forschung

Soll man die Stadt von den ""Neger raus""-Parolen säubern? Norbert Siegl vom Institut für Graffiti-Forschung (IGF) verneinte in unserer Ausgabe 200 diese Frage mit folgender Begründung: "Über Graffiti kommen gesellschaftlich verdrängte Inhalte zum Vorschein. Eine oberflächliche Zerstörung dieser Inhalte kommt einer Verdrängung des Verdrängten gleich." Die Position rief heftigen Widerspruch von Menschenrechts-NGOs und Antirassismus-Initiativen her...
Tun & lassen - Philipp Sonderegger 15.04.2007 mehr lesen +

Die Dose macht die Weltstadt

Sprayer Morgan über Auftragsarbeiten und Desperado-Aktionen

Shell, Coca-Cola, Ikea und Co. überschwemmen den öffentlichen Raum unserer Städte - unbeauftragt von den jeweiligen Bevölkerungen -mit ihren Logos. Oft sogar penetrant beleuchtungsterroristisch, immer unübersehbar. Jeden Tag rücken Leute mit Sprühdosen aus, um das Recht der Geldlosen zu reklamieren, den öffentlichen Raum ebenso unbeauftragt mit ihrer Art von Logos zu überschwemmen: den Tags und den Pieces der Graffiti-Szene. Warum gilt das eine a...
Artistin - Robert Sommer 15.03.2007 mehr lesen +

Train-Bombing-Tour

FLANERIE abseits der Tourismusrouten (9): Welt der SprayerInnen

Zu einer Stadtführung der anderen Art lud der Augustin am Fronleichnamstag ein. Eine Gruppe Interessierter begleitete Graffiti-Forscher Norbert Siegl auf seiner Entdeckungsreise durch die Welt der Styles und Pieces zwischen Kunst und Protest, Geduldetem und Verbotenem. Die Bereitschaft vorausgesetzt, manche "Betreten verboten"-Tafel zu ignorIeren: Solche Exkursionen lassen sich auch in Eigenregie unternehmen.
Artistin - Rosemarie Stöckl-Pexa 15.07.2006 mehr lesen +

Mozart für die Würscht'

Rudi Hübl, Volkskundler und Wildplakatierer, lobt den optischen Skandal

Im Augustinbüro holt Rudi Hübl seine mitgebrachten Würste aus dem Rucksack. Hauswurst geräuchert, luftgetrocknete sizilianische Salami, Kantwurst, Polnische, Speckwurst, Cacciatore, Dürre. Kein entsprechendes Aroma verbreitet sich im Raum. Hübl ist kein Fleischhacker und Pappmaché riecht nicht nach Geräuchertem. Die Ingredenzien seiner Würste sind die Drucksorten des Mozartjahres: Plakate, Werbefolder, Zeitungsartikeln. Mit seinen "Mozartwürsten"...
Artistin - Robert Sommer 15.04.2006 mehr lesen +

Die "Walls of Fame" im Winter

Graffitiforscher Norbert Siegl lud zum Flanieren ein

Zuerst entschlossen wir uns zu einem Umherschweifen in der Website www.graffitieuropa.org. Ausgestattet mit Basiswissen verlagerten wir das Umherschweifen in die städtische Realität, was einerseits unangenehm war (die Kälte an diesem Vormittag verfluchte jedes Flanieren), andererseits absolut informativ. Denn unser Guide durch die Welt der Tags und Pieces war der Betreiber der Website, der auch international bekannte Graffitiforscher und -dokumen...
Artistin - Robert Sommer 15.12.2005 mehr lesen +

Pflastermalen am Südtiroler Platz: ein Abenteuer...

Freiheit für die bunten Kreiden!

Ein Kreis von Kreide-Kreativen nahm eine AUGUSTIN-Anregung auf und versucht, an die beinahe ausgestorbene Tradition der Pflastermalerei anzuknüpfen. Nach gemeinsamem Malen in den Workshops der "Neuen Wiener Schule des Pflastermalens", so wurde das Experiment stolz genannt, wagen sich nun einzelne AsphaltkünstlerInnen in die "freie Wildbahn". AUGUSTIN-Verkäufer Südtirolerplatz-Günther ist so einer. Ihm geht es weniger um eine zusätzliche Einnahmeq...
Tun & lassen - 03.11.2000 mehr lesen +

Grazer Strassenzeitung dokumentiert Strassenmusik

So klingt Graz

Eine Straßenzeitung berichtet von der Straße und verkauft sich auf der Straße. Gedruckt und bunt. Was sie aber nicht kann: Den Lärm, die Klänge, die Musik der Straße festzuhalten. Da musste ein anderes Medium her. Mit dem CD-Projekt st.mk - grazerstraßenmusik dokumentiert das MEGAPHON die Grazer Straßenzeitung - erstmals den Sound von Graz.
Tun & lassen - Judith Schwentner 15.09.2000 mehr lesen +

Wort-Graffiti in multikulturellen Parks

Gucklöcher in die Welt der Gefühle

Thomas Northoff ist mit rund 16.000 Belegen in Dia-Form im Besitze des vielleicht größten Verbal-Graffiti-Archivs der Welt. Verbal- oder Wort-Graffiti - Northoff nennt sie die "inoffiziellen Wandbotschaften" städtischer Jugendlicher - stehen zum Unterschied von den "Tags" und Pieces" der SprayerInnen, also den auffallenden, oft farbenreichen bildnerischen Graffiti im Schatten der Aufmerksamkeit. Im Auftrag des Wiener Integrationsfonds hat Northof...
Artistin - 21.04.2000 mehr lesen +

"Institution" an der Pestsäule: Lucia Westerguard

Die alte Dame und ihr Saxophon

Gemeinsam mit ihrem über 123 Jahre alten Musikinstrument ist das innerstädtische Original ein leiser und unaufdringlicher Zeitzeuge dieses lauten Jahrhunderts, das sich hysterisch und schrill im Ausgehen oder Auszucken befindet. Grund genug für den AUGUSTIN, Lucia Westerguard kurzerhand zum Hero des Monats zu küren!
Heroes - Karl Weidinger 21.12.1999 mehr lesen +
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