SOLISCHLAFEN IM STADTPARK

Diese Medienieninformation ist als Unterstützungsbeitrag des AUGUSTIN für die Aktion der Initiative SOLISCHLAFEN zu verstehen.

article_3070_dsc_0509_180.jpg In der vorigen Woche haben Menschenrechtsaktivist_innen in Wien die Initiative SOLISCHLAFEN IM STADTPARK gegründet.

Der Anlass: Am 30. April schließen in Wien die Winternotquartiere. Die so genannte «Kältehilfe» für in Wien angekommene Obdachlose aus dem EU-Raum, für die sich die Wohnungslosenhilfe der Stadt Wien nicht zuständig fühlt, läuft aus und 500 Menschen verlieren ihren Schlafplatz.
/ 27.04.2015
Viele von ihnen werden die Nächte fortan im Freien verbringen müssen, wo aber eine zynische Anwendung der Wiener Kampierverordnung dafür sorgt, dass die Betroffenen jederzeit mit einer Bestrafung rechnen müssen. Oft haben diese Menschen keine Alternative zum Überlebenskampf in Wien, einer der reichsten Städte der Welt. In den Siedlungen, aus denen sie kommen, herrscht eine bis zu hundertprozentige Arbeitslosigkeit. Auch im reichen Wien steigt die Armut. Auch für verarmte Wiener_innen stehen viel zu wenig Notschlafstellen zur Verfügung.

Aus diesem Grund ruft SOLISCHLAFEN IM STADTPARK alle Menschen, die sich einen Gerechtigkeitssinn bewahrt haben, dazu auf, diese erste Nacht gemeinsam mit Betroffenen im Stadtpark zu verbringen und damit nicht nur ihre Solidarität zu bekunden, sondern auch folgende Forderungen zu stellen:

- Armut bekämpfen statt Arme vertreiben.
- Mehr Notquartiere – und diese auch im Sommer öffnen!
- Leistbares Wohnen für alle
- Abschaffung der Kampierverordnung (denn die bestraft mit bis zu 700 Euro, wer einen Schlafsack im öffentlichen Raum ausrollt)

Die Aktion startet am Donnerstag, 30. April um 17 Uhr im Stadtpark am Platz vor dem Josef-Strauß-Denkmal. Die Teilnehmenden sind gebeten, Essen und Getränke für ein gemeinsames Picknick, Musikinstrumente, Schlafsäcke, Liegematten, Tee, Kaffee und warme Klamotten mitzunehmen.

Weitere Auskünfte: redaktion@augustin.or.at
/ 27.04.2015