COACHING ZONE 72 - Ein Gefühl

COACHING ZONE 72 - Ein Gefühl

"Unser Kernproblem, das ist die Sprachbarriere. Daher halten wir weiterhin nach edlen Lehrern Ausschau, die den afrikanischen Spielern die deutsche Sprache näher bringen." So war in Coaching-Zone Nr. 70 vor Weihnachten zu lesen.
Und siehe da, so ein Sprachlehrer hat sich bei uns gemeldet. Zum Jahresbeginn besuchte Günther Stockinger ein Training der Augustin-Fußballer im Soccer Dome - und bot den Kolporteuren mit nicht-deutscher Muttersprache einen Sprachkurs an, der sie keinen Cent kosten soll.
Ken, Jones und Co. nahmen sein Offert spontan an. Angenehmer Nebeneffekt: Auch Augustin-Verkäufer, die nichts mit dem Fußball-Projekt zu tun haben, können mittun. Ende Februar (genauer Termin wird noch bekannt gegeben) ist Kursbeginn, in der Volkshochschule Wien XV am Schwendermarkt.
Apropos Februar: Ich nehm's auf meine Kappe. Der Termin für den Wiener Homeless-Cup wurde in der letzten Ausgabe falsch angegeben. Richtig ist, dass am 24. Februar (!) in der Sporthalle der Schulbrüder um den begehrten Titel gespielt wird. Die Auslosung hat uns für die Vorrunde alte Bekannte beschert: So kommt es seit Längerem zu einem sportlichen Kräftemessen mit den Kickern von der Caritas-Gruft.
Je näher der Turnier-Tag rückt, umso mehr Augustin-Kolporteure erinnern sich daran, dass gemeinsames Training nicht ihre Gesundheit gefährdet. Schon droht dem Betreuerstab die Qual der Wahl. Einige Kicker sind - bedingt durch ihr Engagement beim Training - bereits in Hochform.
Echt erfreulich: Dass das Zusammenspiel zwischen Alt und Jung besser klappt als erhofft. Dank Evans, Jones und vor allem Ken mutierten zuletzt die Routiniers Sir Strawinsky und Herr Erwin zu torgefährlichen Abstaubern. Und im Windschatten vom wieselflinken Gosha ist unser Hömal einfach nicht mehr wegzudenken.
Es war bei einem Training Ende Jänner, da beschlich mich erstmals das Gefühl, dass inzwischen jeder jeden als Mensch respektiert. Es war ein langer Weg bis zu jenem Gefühl. Und es ist auch nur ein Gefühl. Doch es ist ein Gefühl, das für mich mehr zählt als jeder Sieg.