Augustin 193 - 12/2006

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/ 14.12.2006 mehr lesen +

die rotweinmuse

trübpfützig blickt der tisch aus telleraugen eins und noch eins nimmt ihm die serviererin ein blinder ist er jetzt der wartet dass neue gäste nach ihm tasten die satten fort die müden noch nicht da erst wenn der sonnenwinkel sagt es ist halb sechs und schon oktober drängt spätsonnenstrahl in meinem ...
Dichter Innenteil Verena / 28.12.2006 mehr lesen +

Fünfundzwanzigster Zweiter Nulldrei

He, was läuft denn da, wenn jetzt schon Ärzte meine jahrzehntelange Nikotinabhängigkeit als harmlose Nebensächlichkeit abtun, mir sozusagen einen Freibrief ausstellen, munter weiterzupofeln, bis mir irgendein Krebs den Lebensfaden abzwickt? Da raten mir wohlmeinende FreundInnen, doch das schleichend...
Dichter Innenteil Hömal / 27.12.2006 mehr lesen +

Das Buch singt

Ein außergewöhnlicher Blick auf Dora Schimankos Vorfahren

Das blond gelockte, etwa dreijährige Mädchen auf dem Gemälde des Buchcovers schaut uns direkt ins Auge. Eine untypische, dennoch die passendste Einladung, Dora Schimankos Lebensgeschichte in Form eines außergewöhnlichen Blickes auf ihre Vorfahren zu lesen. Das Buch, das die Leopoldstädterin heuer im...
Heroes Doris Kittler / 17.12.2006 mehr lesen +

Thomas Frankls Erinnerungen

Chanukka im Bunker

Am 28. September 1944 wurde die Familie Frankl von den Nazis verhaftet. Während der Vater, der Maler Adolf Frankl (1903 1983), zum Waggon nach Auschwitz-Birkenau gedrängt wurde, gelang es seiner Frau Renée und den Kindern Thomas, damals 10 und Erika 8 Jahre alt, sich noch in letzter Sekunde zu rett...
Artistin Gerald Grassl / 15.12.2006 mehr lesen +

Ich will nicht mitheucheln

Dora Schimanko fand endlich Zeit, die Geschichte ihrer Familie niederzuschreiben

Vor mir sitzt eine jugendlich wirkende Frau, deren Blick zwischen offener Neugierde und gesunder Skepsis schwankt. Als Dora Schimanko beginnt, mir ihre Büchersammlung vorzuführen, merke ich bald, dass wir dafür ein paar Tage extra bräuchten. Ihr Wissen aber bezieht die Mittsiebzigerin auch auf die a...
Tun & lassen Doris Kittler / 15.12.2006 mehr lesen +

Generation sechsundsechzig

Damals kam er (wie) gerufen: Kamer Arslan, Gastarbeiter-Urgestein

Was er sich mit 73, nach einem arbeitsreichen und nicht immer leichten Leben noch wünsche, frage ich Kamer Arslan. Gesundheit natürlich, antwortet der schwer Zuckerkranke, vor allem aber ein beheizbares Badezimmer. Dann könne er es sich im Winter ersparen, mehrmals wöchentlich die Arbeiterduschen de...
Heroes Manfred Wieninger / 15.12.2006 mehr lesen +

"Moderner Held"

Richard Barta, Notarzt bei der Wiener Rettung

Erster Einsatz um 9.45 Uhr: Mit Blaulicht rast ein weißer Passat-Kombi aus der Rettungsstation Leopoldau. Am Steuer der Sanitäter, auf dem Beifahrersitz Notarzt Richard Barta. Auf dem Display im Fonds des Wagens die Adresse des Einsatzorts: Eine Kleingartensiedlung an der Brünner Straße.
Vorstadt Uwe Mauch / 15.12.2006 mehr lesen +

Mit Hammer und Meisel

Die Bildhauerin Ulrike Truger sieht sich gerne als linke Künstlerin

Kein Material passt besser in den öffentlichen Raum als der Stein. Und so wird das scheinbar starre Medium zu einem extrem politischen Feld. Ulrike Truger hat etwa mit ihrem Marcus-Omofuma-Stein vor dem Museumsquartier einen gesellschaftlich marginalisierten Platz an der Schnittstelle von Kunst und ...
Artistin Florin Mittermayr / 15.12.2006 mehr lesen +