Augustin 270 - 03/2010

article_1462_cover270_180.jpg Keine sehr positive Meinung über die Möglichkeiten des Internet, die Unteren mit mehr Macht, zumindest mit überlegener Lässigkeit im Kampf gegen die Oberen auszustatten, hat der Autor des Beitrags «Ein Klick macht niemanden satt» auf Seite 10 dieses Blattes. Karl Berger könnte dagegen halten: «Das Internet hat mir immerhin erspart, mit Kleisterkübel und Plakatrollen durch das nächtliche Purkersdorf zu streifen.» Der Layouter des Augustin, Obmann des Augustin-Herausgebervereins und Cartoonist hat in seiner niederösterreichischen Heimatgemeinde vor den Toren Wiens die LacherInnen auf seiner Seite, seit er die Wahlplakatserie des Purkersdorfer SPÖ-Bürgermeisters Karl Schlögl (vormals Innenminister) mit eigenen Plakattexten ergänzt und sie als Wahlkampffakes ins Netz gestellt hat. Da spottete selbst die Gratiszeitung «Österreich», so sehr sie auch über den haider-nahen, harten Kurs des Ex-Innenministers in Asylangelegenheiten erfreut wäre: «Comic-Zeichner macht sich über Ortschef lustig», so die dicke Schlagzeile zu Bergers Chuzpe.
Robert Sommer / 10.03.2010 mehr lesen +

Sigmund Freud herzhaft gegen Bettelverbot!

"Die Frage der Laienanalyse"

In unserem Vaterlande herrscht von alters her ein wahrer furor prohibendi, eine Neigung zum Bevormunden, Eingreifen und Verbieten, die, wie wir alle wissen, nicht gerade gute Früchte getragen hat. Es scheint, dass es im neuen, republikanischen Österreich noch nicht viel anders geworden ist. (...) Ic...
Artistin Redaktion / 06.04.2010 mehr lesen +

Die "Töchter" liessen Krankl unbewegt

Zu den Versuchen, die Hymne durch Textmodernisierungen zu retten

article_1466_kainrath_180.jpg Der Rechtsstreit um die in die Bundeshymne eingeschmuggelten «Töchter» hat einen Lärm gemacht, in dem die Kunst-Guerilla-Aktion der Sängerin Tini Kainrath, die vor acht Jahren wegen eben dieser «Töchter» einen Ernst-Happel-Stadion-Skandal heraufbeschwor, beinahe ungehört blieb.
Artistin Robert Sommer / 10.03.2010 mehr lesen +

Soziale Schere schadet (fast) allen

eingSCHENKt

Noch mehr soziale Ungleichheit heißt noch mehr Krankheiten und noch geringere Lebenserwartung, mehr Teenager-Schwangerschaften, mehr Status-Stress, weniger Vertrauen, mehr Gewalt und mehr soziale Ghettos. Das Interessante: Eine sozial polarisierte Gesellschaft bringt Nachteile nicht nur für die Ärms...
Tun & lassen Martin Schenk / 10.03.2010 mehr lesen +

Eine Art Orgien-Mysterien-Spiel

Von der Angst (des Toreros) über die Würde (des Stiers) zum Tod (von beiden)

article_1465_filmarena_180.jpg Vor den Recherchen zu seinem Dokumentarfilm «Arena» (seit 5. März im Kino) hatte Günter Schwaiger wie die meisten Menschen ein eher distanziertes Verhältnis zum Stierkampf. Der in Neumarkt/Salzburg geborene Regisseur, der seit 18 Jahren in Madrid lebt, begann sich aus ethnologischen Gründen für die ...
Artistin Dagmar Haier / 10.03.2010 mehr lesen +

Duica ist ganz leise geworden

Nachruf für Dajcar Dusica

Vor mehr als 30 Jahren hat Österreich dringend 250 ausgebildete Diplomkrankenschwestern aus dem damaligen Jugoslawien angefordert. Duica und ihre Freundin waren dabei sie schlugen hier ihre Zelte auf. Nach großem persönlichem Unglück verfiel sie in schwere Depressionen, infolge derer sie für den Re...
Dichter Innenteil Michael Schütte / 10.03.2010 mehr lesen +