Augustin 289 - 01/2011

article_1632_cover289_180.jpg Fred I. ist langjähriger Zeitungsverkäufer beim Augustin. Er kommt aus Nigeria, wie die meisten seiner schwarzen KollegInnen. Ich erwähne die Hautfarbe an dieser Stelle nicht, weil sie noch irgendeine besondere Rolle spielte in der informellen Hierarchie der Augustin-KolporteurInnen. Offensichtlich spielt sie noch eine Rolle für die beamteten Bewahrer der sicheren Straßen in Wien.
Fred I. nahm am 11. Dezember in einem netten Lokal im Stuwerviertel an der Weihnachtsfeier der Augustin-VerkäuferInnen teil. Zwischen 22 und 23 Uhr wurde er beim Nachhauseweg am Praterstern von Polizisten angehalten. Laut Fred ging es den Sicherheitsbeamten um nichts anderes als um die Auskunft, was er denn um diese Zeit hier am Praterstern zu suchen hätte. Der Afrikaner erklärte, dass er gerade von der Augustin-Weihnachtsfeier gekommen sei, und zeigte als Beweis das Geschenk, das er vom Augustin erhalten hatte (jede/r VerkäuferIn bekam ein F13-T-Shirt).
Robert Sommer / 12.01.2011 mehr lesen +

Die jungen Wilden Argentiniens

Entdeckungen: Félix Bruzzone und Damián Tabarovsky

article_1636_bruzzone_180.jpg Félix Bruzzone, Jahrgang 1976, beschäftigt sich als Sohn so genannter «Verschwundener» intensiv mit dem Schicksal von Waisen der Militärdiktatur. Damián Tabarovsky rechnet in seinem neuesten Roman mit der neoliberalen Ära Argentiniens ab. Der Augustin berichtet über zwei junge argentinische Autoren,...
Artistin Florian Müller / 18.01.2011 mehr lesen +

Einladung zum Tanz

Manfred Pernice in der Secession: Ein große Schau des Schauens

article_1635_m_pernice_02_180.jpg Betritt man die Ausstellungshalle der Secession, kann man leicht das Gefühl von Überforderung bekommen. Eine Menge rätselhafter Objekte. Sie scheinen lapidar zusammengewürfelt aus Versatzstücken privater Lebensgeschichte, gewöhnlichen kleinbürgerlichen Gebrauchsgegenständen und skulpturalen Konstruk...
Artistin Klaus Gölz / 18.01.2011 mehr lesen +

In der Dusche mache ich ihn fertig

Auch in «Mörder»-Briefen wird fündig, wer das Archaische im Strafvollzug bekämpft

Häftlingsbriefe lesen heißt beobachten, wie der Staat Rache ausübt an Menschen, die einmal ausgerastet sind und etwas Unverzeihliches taten. Nach der Lektüre vieler solcher Häftlingsbriefe (ob die darin enthaltenen Schilderungen im Einzelnen auch stimmen, können wir natürlich kaum untersuchen) stell...
Tun & lassen Redaktion / 18.01.2011 mehr lesen +

Österreich isst Raiffeisen

Konrad macht den Zucker Aspekte der Raiffeisen-Dominanz (Teil 6)

article_1633_raika_180.jpg Wenn an dem Kalauer etwas dran ist, dass der Mensch ist, was er isst, dann erscheint in jedem Österreicher, in jeder Österreicherin Raiffeisen. Niemand kommt in diesem Land bei der Nahrungsaufnahme um Produkte aus dem Reich des Giebelkreuzes herum. Zu allgegenwärtig ist die Präsenz der Genossenschaf...
Tun & lassen Lutz Holzinger / 18.01.2011 mehr lesen +

Vermögenssteuer auf Arme

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In der Steiermark wird der Regress in der Sozialhilfe und in der Pflege wieder eingeführt. Das wirkt wie eine Vermögenssteuer auf Arme und die Mittelschichten. Während vermögensbezogene Steuern als Beitrag der obersten, reichsten 10 Prozent nicht eingeführt werden, ist es offenbar kein Problem, die ...
Tun & lassen Martin Schenk / 12.01.2011 mehr lesen +