Augustin 302 - 08/2011

article_1772_cover302_180.jpg Glauben wir den Hooligans des Neoliberalismus, dann ist es das griechische Volk, das Europa den Krieg erklärt hat. Jahrelang haben es sich die griechischen Pensionisten in Nizza und Kitzbühel gut gehen lassen, und jetzt weigern sie sich, den Gürtel enger zu schnallen, was ihnen so schwer doch nicht fallen dürfte, da sie es ohnedies gewohnt sind, mit weniger als 600 Euro auszukommen. Mit ihrer Weigerung, sich zu Tode zu sparen, attackieren die Griechen rücksichtslos unsere Banken, unsere gemeinsame Währung, ja, Europa selbst. Wenn das so ist, haben wir es mit einem Krieg zu tun, in dem die schwächste aller beteiligten Parteien über das Überleben der allerstärksten entscheidet. Merkwürdig genug, dass eine Volkswirtschaft, die zum europäischen Markt nur ein, zwei Prozent beiträgt, das Finanzsystem weltweit in Turbulenzen gestürzt haben soll. Wäre es so, würde es sich um einen völlig neuen Typ von Krieg handeln, in dem die überwältigende Schwäche des Schwachen die Stärke des Starken zunichte macht.
Robert Sommer / 27.07.2011 mehr lesen +

Museen in der Stadt der Schwellenängste

Zu Dieter Schrages Kooperation mit dem Augustin

tun-dieterschrage2©mario.jpg «Es ist eine vielfach dokumentierte Tatsache, dass das offizielle Kulturangebot in der Regel nur von etwa 10 bis 12 Prozent der erwachsenen Bevölkerung Österreichs wahrgenommen wird. Dabei ist der Kreis der Interessierten überwiegend eine durch Familie, Bildung, Beruf und sozialer Stellung privilegi...
Artistin Redaktion / 27.07.2011 mehr lesen +

und dennoch schöner als Paris

Zwischen zwei Welten: das Leben der Elisabeth Markstein

article_1776_art-lisamarkstein02_180.jpg Zweimal hat der US-Geheimdienst CIA versucht, die Wienerin Elisabeth Markstein anzuwerben. Weil sie als Kennerin sowjetischer Verhältnisse galt. Und weil sie sowjetische Dissident_innen kannte. Der CIA kriegte sie nicht. Das sollte ihn nicht gewundert haben. Wer, wie Markstein, «zwischen zwei Welten...
Artistin Barbara Huemer / 27.07.2011 mehr lesen +

Man müsste dich wo hineinschreiben

Am Küchentisch (7. Teil)

article_1775_302dichtamkuechentisch_180.jpg Als ich mich zum Küchentisch setzen wollte, bemerkte ich, meine Notizen in Wien liegen gelassen zu haben, während ich mich auf den Weg machte in meine Waldviertler Schreibstube, und ich dachte nach, was die Essenz des Gesprächs mit Gemma Salem vor zwei Wochen gewesen war. Ich stand wieder kurz davor...
Dichter Innenteil Jella Jost / 27.07.2011 mehr lesen +

Ohne Risiko schwarzfahren

Skandinavien ein sehr praktisches Modell für Gratis-Öffis

tun-schwarzfahrvers©mari.jpg In Stockholm, Göteburg, Ostergotland und Helsinki übernahmen Fahrgäste die Initiative zur Attraktivierung des öffentlichen Verkehrs. Das Mittel dazu ist die selbstorganisierte Schwarzfahrer_innen-Versicherung korrekterer Ausdruck: Freifahrer_innen-Versicherung namens «P-Kassan». Der öffentliche Ve...
Tun & lassen Rainer Krispel / 27.07.2011 mehr lesen +

Macht haben macht gesund

Raiffeisen: wie der Alleinherrscher zu seinem Nachfolger kommt

Raiffeisen ist der größte Brocken, den Österreich wirtschaftlich zu bieten hat. Der Nummer eins im Bankensektor mit Spitzenstellungen im Versicherungs- und Immobilengeschäft, im Medienbereich und in zahllosen Industriesparten sowie mit einem De-facto-Monopol in der Landwirtschaft und vielen Teilen d...
Tun & lassen Lutz Holzinger / 27.07.2011 mehr lesen +

Ein Garten voller Äpfel

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Bei Pflege gibt es eine 100-Prozent-Erbschaftssteuer auf Ärmere und die Mittelschichten. Während vermögensbezogene Steuern als Beitrag der obersten 10 Prozent nicht eingeführt werden, ist es offenbar kein Problem, die mittleren und unteren Haushalte bei der Pflege voll zu belasten.
Tun & lassen Martin Schenk / 27.07.2011 mehr lesen +