Augustin 366 - 04/2014

article_2511_aug_366_cover_180.jpg «Wer macht das schönste (beste) Abschiebegefängnis?», eine sehr gute Frage - rhetorisch und provokant von einem Architekten gestellt (S. 6), der darüber hinaus im Sinne Theodor W. Adornos konstatiert, dass es keine richtige Architektur innerhalb einer grundsätzlich falschen Bauaufgabe gebe. Er kritisiert seine Kolleg_innen am Beispiel Schubhaftzentrum in Vordernberg, weil sie nicht tiefgründig genug darüber nachgedacht hätten, was sie für wen bauen.
Reinhold Schachner / 01.05.2014 mehr lesen +

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Er sammelte über 15 Jahre unzählige Daten zur Entwicklung von Einkommen und Vermögen, analysierte Statistiken und Steuerlisten der letzten zwei Jahrhunderte. Der Ökonom Thomas Piketty hat basierend auf umfangreichen Datenmaterial die Entwicklung von Einkommen und Kapital dargestellt.
Tun & lassen Martin Schenk / 22.09.2014 mehr lesen +

Die Stadt ist ein lebendiges Wesen

Im Gespräch: Ein Shoppingcenter-Architekt, der Shoppingcenter kritisiert

article_2514_shopping_180.jpg Vor fünfundvierzig Jahren baute Walter Brune eines der ersten großen Shoppingcenter in Deutschland. Einige Jahre später erkannte er, wie sich Shoppingcenter auf Städte auswirken. Brune, der gerne als der deutsche Victor Gruen bezeichnet wird, tritt heute als Shoppingcenterkritiker auf. Gemeinsam mit...
Tun & lassen Lisa Bolyos, Ulli Gladik / 30.04.2014 mehr lesen +

Es gibt keine richtige Architektur innerhalb der falschen Bauaufgabe

Vordernberg: Ein Grazer Architekt denkt über den Schubhaftzentrenbau nach

article_2513_vordernberg_180.jpg Als zu Beginn des Jahres anlässlich der Eröffnung des Schubhaftzentrums in Vordernberg erste Fotos veröffentlicht wurden, war ich zunächst irritiert. Es waren Aufnahmen, wie man sie als Architekt aus diversen Fachzeitschriften und Magazinen kennt. Abgebildet waren schöne helle Räume, eine angenehme ...
Tun & lassen / 30.04.2014 mehr lesen +

«Darf ich einem Augustin-Verkäufer einfach so Geld geben?»

Schüler_innen denken gemeinsam übers Betteln nach

article_2512_betteln_180.jpg Ein Schüler erzählt, wie ihn ein Bettler um Geld gebeten hat: Er habe sich nicht so einfach abweisen lassen, das habe den Schüler genervt. Eine Religionslehrerin hört, wie die Jugendlichen daraufhin abfällig über Bettler_innen im Allgemeinen reden. Sie nimmt das als Anlass, im Unterricht gemeinsam ü...
Tun & lassen / 30.04.2014 mehr lesen +

Blau-rot, nicht schwarz ist der Tod

Wahrlich eine Tourist_innenattraktion: der «Cimitirul Vesel» (= Fröhliche Friedhof)

article_2515_friedhof_180.jpg Fährt man durch die rumänische Region Maramure?, sieht man über Land viele Wiesenfriedhöfe ohne Zäune und Mauern am Rande der Dörfer. Hübsch anzusehen in dieser hügeligen Gegend, aber nicht zu vergleichen mit dem bekanntesten in der Ortschaft Sapinta (auch S?pân?a), dem «Fröhlichen Friedhof»....
Vorstadt Maria Gornikiewicz / 30.04.2014 mehr lesen +

Vermächtnis meiner Eltern

Achim Schneyder über einen Brief und seine geerbte Liebe zum Heurigen

article_2516_heuriger_mariolang_180.jpg Viele Jahre vor ihrem viel zu frühen Tod hat meine Mutter meinem Vater und mir einen Brief geschrieben. Abgeschickt hat sie ihn freilich nie, diesen handgeschriebenen Brief, nie auch nur ein Wort über ihn verloren, geschweige denn ihn uns je vorgelesen. Kurzum: Der Brief war ihr Geheimnis. Aber depo...
Vorstadt / 30.04.2014 mehr lesen +

«Hallo, hier spricht die Mafia, machen Sie mit uns Musik?»

Musikalische Geschichtsvermittlung: Esther Bejarano und die Microphone Mafia

article_2517_hiphop_180.jpg Esther Bejarano, 89, hat das Konzentrationslager Auschwitz als Mitglied des «Mädchenorchesters» überlebt. Musik war ihr Überleben und Musik ist ihr Leben. Heute tritt sie gemeinsam mit der Kölner Hiphop-Kombo Microphone Mafia auf. Zur antifaschistischen Demonstration in Braunau am 19. April gaben si...
Artistin Lisa Bolyos / 29.04.2014 mehr lesen +

Die «fröhliche Armut» leben

Kleider machen ... Vorurteile. Als Langzeitarbeitsloser scheinbar tipp-topp mit Marken-Klamotten gekleidet zu sein schafft Probleme

Ich habe viele Probleme (wer nicht?). Zu meinen eher kleinen Problemen zählt, dass ich mir seit nun schon fast zwanzig Jahren aufgrund meines sehr geringen Einkommens keine Kleidung mehr kaufen kann. Nur wenn die Unterwäsche zu verschlissen, die Schuhe aus dem Leim gehen, klemm ich mir anderswo ein ...
Dichter Innenteil Alexander Weiss / 28.04.2014 mehr lesen +