Augustin 380 - 12/2014

article_2789_aug_380_cover_180.jpg Mit dem die Stadt überrollenden Weihnachtseinkaufszauber geht alle Jahre wieder die Lust zur Umverteilung einher. Der alten Frage «Woher nehmen, wenn nicht stehlen?», haben wir eine ganze Ausgabe gewidmet - darin geht's aber durchaus nicht nur um romantisierbare Beutezüge mit Robin-Hood-Effekt, sondern auch darum, wie man überhaupt (klein-)kriminell wird und wer wofür viel Lebenszeit im Gefängnis absitzen muss. Und auch darum, wozu so ein Gefängnis eigentlich gut sein soll - denn dass es niemanden zu einem besseren Menschen macht, steht quasi fest.
Lisa Bolyos / 10.12.2014 mehr lesen +

Polyglotter Strizzi mit Dienstwagen

Guido T. - vom Kinderheim zur Seefahrt, vom Einbrecher zum Bauleiter

article_2799_guido@guido_t.:echtzeit_v_180.jpg Nach einer versauten Jugend ist er Seemann geworden, dann Einbrecher und schließlich Baustellenleiter in Nigeria und Saudi Arabien; einst Kleinstadtstrizzi und vielsprachiger Abenteurer, lässt er im Alter zu, dass ihm die tiefen Wunden seiner Kindheit bewusst werden. Bernhard Odehnal wollte den Zürc...
Tun & lassen Lisa Bolyos / 09.12.2014 mehr lesen +

Alle kriminell

Brutal, spielsüchtig und dem Taschendiebstahl verfallen - wie die Medien sich Jugendliche vorstellen

article_2798_jugend_180.jpg Alle Jugendlichen in Wien sind kriminell und gewalttätig. Diesen Eindruck könnte man beim Lesen der täglichen Gratiszeitungen bekommen. 119 «Heute»-Artikel über Teenies und Jugendliche hat eine Jugendarbeiterin gelesen, um zu verstehen, was es mit der charakterschwachen Jugend wirklich auf sich hat....
Tun & lassen Eva Grigori / 09.12.2014 mehr lesen +

Eine transdanubische Tragödie

Arbeiterstrandbad wurde dem Erdboden gleichgemacht

Verschämt hinter einer weißen Plane, versteckt vor der Öffentlichkeit - ohne öffentliche Ausweisung der handelnden Baufirmen - wurde Ende November, Anfang Dezember ein gebautes Stück Geschichte der Wiener Sozialdemokratie abgewickelt. Bagger zerstörten die mehr als hundert Jahre alten Gebäude des Ar...
Tun & lassen Robert Sommer / 09.12.2014 mehr lesen +

Objektivität vs. Quote

Die so genannte «Pflicht zur Objektivität» gehört vor allem zur Jobbeschreibung von zwei Berufsgruppen: Richter_innen und Journalist_innen. Journalist_innen reflektieren ihre Rolle immer wieder, betonen wie heikel und schwierig es sei, ein ausgewogenes Bild zu liefern, damit die Bürger_innen sich ih...
Tun & lassen / 09.12.2014 mehr lesen +

Neues von Frau Gschistibohavitschek

Die Augustinverkäuferin Ihres Vertrauens könnte eine Landlose sein Wenn Sie sich das nächste Mal insgeheim oder lauthals darüber alterieren, dass unter den Augustin-Verkäufer_innen auch Migrant_innen aus Süd- und Osteuropa sind, dann bedenken Sie unter anderem bitte auch Folgendes: Dass reic...
Tun & lassen / 09.12.2014 mehr lesen +

Volkskundliche Suchmaschinen

Mit der Topothek dem Sautanz nachspüren

article_2793_topothek_gemeindearchiv_h_180.jpg Immer mehr Gemeinden machen ihre Geschichte mit Topotheken zugänglich. In den Online-Archiven eröffnen sich durch private Fotos neue Perspektiven auf das Dorfleben. Erfunden hat das partizipatorische Werkzeug ein Wiener Neustädter, der seine Kindheitserinnerung sortieren wollte. Foto: Gemeindearchi...
Vorstadt Reinhard Krennhuber / 09.12.2014 mehr lesen +

Pochender Knochen, gieriges Herz

Albertine Sarrazin, Kind der wegsperrenden Institutionen, wird wiederentdeckt

article_2791_sarrazin_180.jpg Paris 1964: Eine 27-Jährige erzählt ihre Flucht aus dem Gefängnis und die Holprigkeit ihrer neuen Freiheit in einem preisgekrönten Roman. «Der Astragal» hat Albertine Sarrazin kurzzeitig berühmt gemacht. Fast 50 Jahre nach ihrem Tod ist er als Neuübersetzung und als Graphic Novel zurück in den Buchh...
Artistin Lisa Bolyos / 09.12.2014 mehr lesen +

Vertreibung der Narren

Tod des Theaters der 6 Direktor_innen im 3. Bezirk?

article_2790_mehmet_emir_180.jpg Nach Hubsi Kramars 3-Raum-Anatomietheater verschwindet nun auch das zweite Theater in der Beatrixgasse im 3. Bezirk. Ganz so sah es bei Redaktionsschluss dieser Ausgabe aus. Das Theater Olé wird das siebente Jahr seines Bestehens nicht überleben: So will es die Eigentümerin des Eckhauses Beatrixgass...
Artistin Robert Sommer / 09.12.2014 mehr lesen +

Die Mythen des Reichtums

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Eine Linie. Am einen Ende stehen die Ärmeren, am anderen die Reichsten. Wenn man nun fragt, auf welcher sozialen Position dieser Linie sich die Reicheren einschätzen würden, dann zeigen sie auf die Mitte. Fragt man die Ärmeren, wo sie sich selbst sehen, ordnen sie sich - mit besserer Selbsteinschätz...
Tun & lassen Martin Schenk / 08.12.2014 mehr lesen +

Keiner wollte nach Wien

Die Abenteuer des Herrn Hüseyin (24)

article_2802_augustin_380_fertig_klein_180.jpg Hüseyin ist seit langem in Wien. Die meisten seiner Generation sind in Deutschland gelandet. Eigentlich wollte keiner nach Wien kommen. Genauso wie viele der ersten Gastarbeiter. Sie wollten alle nach Deutschland. Wer es nicht geschafft hat über die Anwerbestellen nach Germanistan zu gelangen (die m...
Dichter Innenteil / 08.12.2014 mehr lesen +

Extremfußball

Es gibt fast keine Zuschauer, ein so genanntes «Geisterspiel». Der Schiedsrichter wird in der 1. Minute ausgeschlossen, trotzdem spielen die Fußballer nicht foul. Irgendjemand sägt die Torstangen an, der Ball ist rosa angemalt. Einige Spieler sind schwer betrunken, über den Platzlautsprecher dröhnt ...
Dichter Innenteil Andi Kleinhansl / 08.12.2014 mehr lesen +

Steuerzahler_innen haften für Wettschulden

Causa SWAP Raiffeisenlandesbank NÖ-Wien versus St. Pölten

Der Augustin berichtete bereits über den Rechtsstreit zwischen St. Pölten und der Raiffeisenlandesbank NÖ-Wien: Ein von der Stadt mit Raiffeisen abgeschlossenes SWAP-Geschäft verlief zu Ungunsten der Kommune, sprich zu Lasten der Steuerzahler_innen. Jetzt klagte die RLB NÖ-Wien St. Pölten und damit ...
Tun & lassen Clemens Staudinger / 30.11.2014 mehr lesen +