Augustin 386 - 03/2015

article_2968_aug_386_cover_180.jpg «Im Märzen der Bauer die Rösslein einspannt» – wer erinnert sich nicht an dieses vorindustrielle Agrarmelodiechen, das das Ende des Winterschlafs einläutet? «Die Agrarbehörde kommassierte sein Land», müsste der Reim folgerichtig weitergehen. Kommassiert oder neu zusammengelegt werden Landstücke, weil es der einfacheren Bewirtschaftung mit Maschinen dienlich sein soll (und durchaus auch sein kann), wenn die Flächen nicht kleinteilig, in ihrer Form vermurkst und durch andere Felder voneinander getrennt in der Landschaft herumliegen.
Lisa Bolyos / 18.03.2015 mehr lesen +

Krank und vor dem Nichts

eingSCHENKt

Seit ihrer Scheidung leidet die 45-Jährige Erika S. an Depressionen und Angstzuständen. Die Firma, in der sie in der Buchhaltung gearbeitet hat, kündigte sie. Seit vielen Monaten ist die Frau wegen ihrer psychischen Beschwerden in Behandlung. Jetzt bekommt sie kein Krankengeld mehr. Entweder sie bri...
Tun & lassen Martin Schenk / 31.03.2015 mehr lesen +

Mein Lieblingsjob

Augustin-Verkäuferin Marta

article_2980_marta@mariolang_180.jpg Ich bin aus der Slowakei, aber meine Mutti war Tschechin und mein Vater von der ungarischen Minderheit. Ich spreche Ungarisch, Tschechisch und Slowakisch und ein bisschen Deutsch. Ich hoffe, dass mein Deutsch noch besser wird, aber es ist leider so schwer. Mit meinen Kindern spreche ich Ungarisch, a...
Tun & lassen / 17.03.2015 mehr lesen +

Brenner, öffne dich!

Mitten in der EU: eine Grenze, die nur für manche gilt

article_2979_brenner_sandra_linter_180.jpg Der Brenner ist vor allem für die elendslange Geschichte seines immer noch unfertigen «Basistunnels» bekannt. Als Grenze zwischen zwei Nationalstaaten, die beide Mitglieder der EU sind, sollte er eigentlich zu vernachlässigen sein. Dass er das nicht ist, liegt an der komplizierten EU-Asylpolitik. Am...
Tun & lassen Sónia Melo / 17.03.2015 mehr lesen +

17 nicht gespritzte Felder

Zwangsgrundzusammenlegungen – und doch kein Bauernaufstand?

article_2978_feld_mehmet_emir_180.jpg Es kocht in Johann Kargl. «Da kann man nur Anarchist werden», meint er empört und weiß vermutlich, dass er damit bei seinen Gesprächspartnern vom Augustin offene Türen einrennt. Die Niederösterreichische Agrarbezirksbehörde, die die gewachsene Kleinräumigkeit der Waldviertler Kulturlandschaft nicht ...
Tun & lassen Robert Sommer / 17.03.2015 mehr lesen +

Randgruppen, auf Pollern sitzend

Neues von Frau Gschistibohavitschek

Sehr geehrter Herr DI Rudolf Zabrana! Am 28. Oktober 2013 habe ich in einem E-Mail an die Landstraßer Bezirksvorstehung meinem Unmut darüber Ausdruck verliehen, dass es auf dem großen Vorplatz des Bahnhofs Wien Mitte so gut wie keine Sitzmöglichkeiten ohne Konsumationszwang gibt. ...
Tun & lassen Christa Neubauer / 17.03.2015 mehr lesen +

Femme Fiscale – ich mach das!

Dannebergpredigt

Zum Frauentag lauter nette Inserts zwischen der Fernseh-Produktwerbung: «Ich mach das» – Managerin, Bürgermeisterin, Bankdirektorin ... Der telegene Frauengriff zur Macht suggeriert, dass es nur ein bisserl weibliche Traute braucht, in gutbezahlte Positionen zu kommen. Nur Mut, auch unser ehemaliger...
Tun & lassen Bärbel Danneberg / 17.03.2015 mehr lesen +

Tanz den Seethaler

Beobachtet in der Karlsplatz-Passage:

article_2981_f13_michael_bigus_180.jpg Wenn der 13. Tag des Monats auf einen Freitag fällt, werden Menschen aktiv, die unter dem Kürzel F13 und im Zeichen der schwarzen Katze für Irritationen sorgen. Das F13-Projekt, u.a. von der Straßenzeitung Augustin initiiert, kämpft für eine menschlichere Stadt: Der öffentliche Raum muss auf für jen...
Tun & lassen / 17.03.2015 mehr lesen +

Keine Freifahrt, aber «Sitzverhinderungsmaßnahmen»

«20 Jahre Augustin» Jahrgang 2000: Der öffentliche Verkehr und Raum wurde fokussiert

article_2974_irre_20j_mario_lang_180.jpg Der Slogan «Recht auf die Stadt» wurde im Augustin bereits vor 15 Jahren explizit behandelt. Im Grunde genommen auch nicht verwunderlich, dass bei diesem Thema gerade eine Straßenzeitung eine Vorreiterrolle eingenommen hat, findet Reinhold Schachner, der zu seiner Schande gestehen muss, vor 15 Jahre...
Vorstadt Reinhold Schachner / 17.03.2015 mehr lesen +

Durch das Wirrwarr der Wörter

Mit «Rosi, Kurt und Koni» filmt Hanne Lassl sich an den Analphabetismus heran

article_2973_film@stadtkino_180.jpg Funktionaler Analphabetismus – das bedeutet nicht, dass man gar nicht lesen und schreiben kann. Aber zu welch geringem Ausmaß man es kann, wird von der Umgebung als unzureichend empfunden. Es entspricht nicht den «Gepflogenheiten». Eine knappe Million Österreicher_innen sind davon betroffen. Woran l...
Artistin Veronika Krenn / 17.03.2015 mehr lesen +

Europa verlassen!

Musikarbeiter unterwegs ... mit Attwenger auf den Punkt und weiter

article_2972_attwenger_mario_lang_180.jpg Mit ihrem achten Album legen Markus Binder und Hans-Peter Falkner ein präzises Meisterwerk vor: «spot». Als über Musik schreibender Mensch, der an zahlreichen «Promo-Tröpfen» hängt (Zitat Harald Tautscher/Lotus Records, der Attwenger und ihr Label Trikont in A betreut), konnte ich «spot» schon ...
Artistin Rainer Krispel / 17.03.2015 mehr lesen +

Die Fabel von der Gänsemutter

Es war einmal eine Gänsemutter, die hatte sieben Gänsekinder, die sie über alles liebte. Sie hausten in einer schäbigen, düsteren Wohnung. Alle ihre Bemühungen, in einer besseren Behausung unterzukommen, schlugen aus finanziellen Gründen fehl. Und da war noch der Gänsevater. In den Augen der Gänsemu...
Dichter Innenteil Elisabeth Hamberger / 17.03.2015 mehr lesen +