Augustin 388 - 04/2015

article_3057_aug_388_cover_180.jpg «Junge Leute brauchen attraktive Freiflächen, auf denen man nichts konsumieren muss, insbesondere in den dichter bebauten Stadtregionen» heißt es in einer von der Arbeiterkammer in Auftrag gegebenen Studie*, die vor kurzem präsentiert wurde. Unsere Rede! Seit Jahren schon! Und natürlich werden konsumationsfreie Bereiche im Öffentlichen Raum auch von Kindern und Menschen mittleren und fortgeschrittenen Alters benötigt.
Jenny Legenstein / 15.04.2015 mehr lesen +

Niemand schläft gern im Schneeregen

Mit dem Obdachlosen-Sprecher im «sozial gereinigten» Stadtpark

article_3068_stadtpark@lisa_bolyos_180.jpg Am 1. April ist im Wiener Stadtpark die «Ordnung» wiederhergestellt worden. Die siebenköpfige Kolonie der Stadtpark-Obdachlosen – Gestrandete aus der Slowakei, Tschechien und Ungarn – mussten ihre improvisierten Zelte räumen. Ein leichter Sieg der Stadtverwaltung, denn die Sichtbarkeit der Armut abz...
Tun & lassen Robert Sommer / 14.04.2015 mehr lesen +

Was man gerade noch aushalten kann

Max Mannheimer malt gegen die eingebrannten Bilder an

article_3067_tun_heiko_kilian_kupries_180.jpg Der KZ-Überlebende Max Mannheimer malt abstrakt und nach Kandinsky. Er verwendet ungewöhnliche Materialien wie Harz oder Glas. 1980 versuchte er, ein kleines Hakenkreuz auf einem Betonpfeiler auszukratzen und fiel in Ohnmacht. «Mein Unterbewusstes hat mir einen Streich gespielt», sagt der 95-jährige...
Tun & lassen Kerstin Kellermann / 14.04.2015 mehr lesen +

Nachbar_innenstadt: Pippilotta

Mit einem Zwanziger ist man dabei, in der Neulerchenfelder Straße. Drei Hemden bietet «Temas Textil» um 19 Euro 99, für zehn Euro bekommt man zwei Häuser weiter beim Friseur «Prestij» einen «Glatzenhaarschnitt». Ortsübliche Preise, wie die ortsansässigen, kolumnendiensthabenden Karenzpapas naturgemä...
Vorstadt Christoph Parzer , Klaus Federmair / 14.04.2015 mehr lesen +

Die Bauchseite der Wuchtel

20 Jahre Augustin: Jahrgang 2002 – Vom ersten Anstoß

article_3064_fussball_180.jpg Vor dreizehn Jahren erschien der Augustin zum ersten Mal mit Fußballdoppelseite. Heute gibt es sie immer noch. Und sogar der Wiener Regionalfußball ist (gerade) noch am Leben, findet Florin Mittermayr, der erste Fußball-Redakteur des Augustin.
Vorstadt Florin Mittermayr / 14.04.2015 mehr lesen +

Die Urstrumpftanten von Willhaben & Google

Anton Tantner erforscht die Geschichte von Fragämtern und Adressbüros

article_3063_fundamt_lisa_bolyos_180.jpg Wo hat man zwei- bis dreihundert Jahre vor dem Internet nach einer Wohnung, einem Job oder einer Kundin für überschüssige Kunstwerke gesucht? Im «Fragamt» oder im «Adressbüro», sagt der Historiker Anton Tantner. Lisa Bolyos (Text und Fotos) hat mit ihm eine Runde durch den ersten Bezirk gedreht....
Vorstadt Lisa Bolyos / 14.04.2015 mehr lesen +

Es reicht nicht, die Macht zu kritisieren

Schuberths Roman-Debüt «Chronik einer fröhlichen Verschwörung»

article_3062_buch_180.jpg Ein siebzigjähriger Gesellschaftskritiker lernt im Zugabteil ein siebzehnjähriges Mädchen kennen. Eine ungewöhnliche Freundschaft entwickelt sich. Der Alte weiht die Junge in seinen Plan ein, den voraussehbaren Erfolg eines kommenden Erfolgschriftstellers zu vereiteln. Robert Sommer über Richard Sch...
Artistin Robert Sommer / 14.04.2015 mehr lesen +

Nicht viel mehr als noch leben

«Flüchtlingsdrama» in der Burg

article_3061_schutz@reinhard_werner_180.jpg In «Die Schutzbefohlenen» spricht Elfriede Jelinek von den lokalen und den globalen Katastrophen im Leben von Flüchtlingen: vom Abgewiesenwerden, vom Aussortiertwerden, von der fehlenden Beweiskraft der Toten. Veronika Krenn ist ins große Theater der Hochkultur gegangen, um zu sehen, wie sich ein Fl...
Artistin Veronika Krenn / 14.04.2015 mehr lesen +

Antonio Gramsci in Wien

Herr Groll auf Reisen. 255. Folge

article_3060_groll_180.jpg (Herr Groll und der Dozent besuchen den «Protestantischen Friedhof» im römischen Viertel Testacchio. Viele Nichtkatholiken sowie Atheistinnen und Atheisten aller Herren Länder sind auf dem abseits gelegenen Friedhof, der von drei wundervollen englischen Ladys betreut wird, begraben. Unter ihnen berü...
Dichter Innenteil Erwin Riess / 14.04.2015 mehr lesen +

16. Matteottiplatz

In einer Telefonzelle ist ein Bücherschrank eingerichtet. Super Idee! Die unbenützte Telefonzelle wird neu belebt. Die Bücher sind sogar geordnet. Sachbuch, Belletristik, Krimis, Kinderbücher. Und so funktioniert es: Ein Buch entnehmen oder ein Buch hineingeben – völlig gratis, also kostenlos, lesen...
Dichter Innenteil Andi Kleinhansl / 14.04.2015 mehr lesen +

Gedicht

article_3058_gedicht_180.jpg Höhlendasein bricht Durch die Steinschläge von Oben, fahre mit dem Zug Zur nächsten Höhle Weil der Geruch nach Nässe Und Steinmasse mich betört Wie ständige Weintropfen In die Kehle. Fotos: Claudia Magler ...
Dichter Innenteil Claudia Magler / 14.04.2015 mehr lesen +

Die Titanic tötet

eingSCHENKt

Als die Titanic den Eisberg rammte und sank, waren die Chancen für die Passagier_innen zu überleben sehr ungleich verteilt. Von den an Bord befindlichen Personen überlebte ein Drittel. Die Überlebenschancen richteten sich nach Klassengrenzen – je nachdem, welche Kabine man sich leisten konnte. Von d...
Tun & lassen Martin Schenk / 14.04.2015 mehr lesen +