Ein Sommergedicht

Als bestimmten die Wellen den Rhythmus der Zeit,

sitzen wir am Ufer der Bewegung.

Fortwährende Bewegung

rinnt durch den Raum, an den wir glauben, den wir bestimmen.



Vera Dante / 24.06.2015

Todo o Nada, pfeifts durch meinen Kopf,

während ich nach Momenten angle.

Wenn man an einem Ufer aus großen Steinen

den Kopf unter Wasser hält,

hört man ein klirrendes Rasseln der fallenden Kiesel

und fühlt das Geräusch in seinen Knochen, als splitterten sie.

Spaziergänge umgeben die Umgebung,

die von vergangenen Brüchen ausgelösten Spannungen durchströmen die Körper,

machen sie zu Seiltänzern.

Ein nackter Hippie steckt sein Revier im Schatten eines Felsvorsprungs ab

und lebt seine Höhle.

Einen Toast auf das Leben! – um das es geht,

um das es immer geht.

Seine Brisen, vagen Ahnungen,

verklebte Bilder aus allen Zeiten.

Verzerrungen.

Und wir, Träumer der Welten,

Wandelnde, Verlangende, Wankende,

auf den schmalen Wogen der Brüche,

Häuser bauend.


Vera Dante / 24.06.2015