Wörterreihen I

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Auf leisen Sohlen sollen sie verschollen. Im Verruf der breiten Woche, braches Land im allgemeiner Gut. Verschnitt im Aufschnitt mit dem Hühlsenzauber der Glut auf dem Dach. Entscheidungen fallen wie Mikadostäbe. Hole das Silikon aus deiner Brust. Lust bekommst du nicht.

Foto: Claudia Magler


Claudia Magler / 19.12.2016

Dicht an der Wand perzel ich in ein Dilemma. Gemma zu mir oder zu dir? Nirgendwo ich ich hin gezogen oder habe ich mich als die Fetzen flogen. Purpurrotes Geschrei am Teich zur Südsee, Tee zum Fasten und Hasten. Mästen wäre eine Abweichung. Seichtes Licht dicht an der Bagadelle. Helle ist das Licht mit Noblesse. Wie Lyrik oder Gedicht. Mitten in der Dritten hat die Plombe keinen Platz. Nicht ein Satz so exakt das Original korrigiert. Und schmiert auf Brot ohne Rinde. Geschwinde Zähne fallen in das Glas. Was macht das schon, wenn niemand zuschaut, sich einen Scherz klaut und dann weiterschaut?

… sie kennen die Kornblume und den Korn auch


Zu den Bauten, wo die Blauen Freunde lauten. Ein paar sind dagegen, aber diese sicher krank im Kopf oder gar in der Birn, krank, wenn auch schlank und rank. Sie wählen ihre Freunde, die aber nicht so am Wahlzettel stehen. Nach langem Denken fällt ihnen ihre Umtaufe ein: FPÖ. Strache verstehen sie immer und Hofer war auch leicht zu merken. Die Kornblume, die aufgesteckte, finden sie schön. In natura ist ihnen noch keine unter gekommen. In der Stadt gibt es keine Natur und dahuam is dahuam. Letzteres gilt für die Landsleute auch. Nur sie kennen die Kornblume und den Korn auch. Bedeutung hat keine Bedeutung. Deswegen haben sie auch immer rot gewählt, wegen dem Korn, aber seit ein paar Jahren ist es Blau auf ihrer Nase, wenn sie die Augen nach innen schielen. Sie haben sich jetzt für Blau am politischen Parkett entschieden. Alles geschehen im Kollektiv, denn alle anderen san deppert oder krank. Das tut niemandem weh. Stimmt auch, aber angenehm ist diese Zuschreibung trotzdem nicht. Um zur Masse zu gehören wählen sie alle diese blaue Kornblumenfarbe – rein der Zusammengehörigkeit wegen. Die Sturen in der Gegend rebellieren und bleiben bei ihrem roten Standpunkt. Aber die Modefarbe ist grün. Hofer freut sich über seine Niederlage mit einem strahlenden Lächeln, beigefügt ein sanftes Grinsen. Er legt Freude und Sanftmut über jede seiner Emotionen. Wie es auch tobt, er transformiert es in falsifzierbare Güte. Der Wolf in Edelsmontur. Jetzt verfällt Österreich in einen Winterschlaf. Brav hütet ein jeder sein Heim. Daheim kleinlaut sein. Ein wenig. Damit zu Weihnachten der Protz ausgepackt werden kann. Die Seitengassen werden plötzlich wichtig. Sturm und Turm der Veraderung. Sand verläuft im Strand. Explosion und Emulsion. Alle Kategorien durchschauen. An der Kapsel gesundete Zahl, Fall der Geschlechter. Meistens mögen alle einen, keiner, der zu mögen ist, wer frisst ihm aus der Hand? Alle haben genau diesen Gusto nach dieser chemikalischen Zusammensetzung, denn die Chemie muss stimmen zwischen den Geschlechtern. So ruft der Kaiser, schöner werden wir nimma. Es wird nur schlimma. So gibt es Substitute, Zahnfüllungen und Playboyhaserl und Zimt zur Aphrodotisierung. Es steht zur Auswahl der Hengst, der schon fürchtet, die Schönste versäumt zu haben. Das System platzt als alle nach den Gegenständen greifen. Einer brachte alle hin bis der Kaiser kam. Einer kriegt keine. Weine nicht, Es gibt sicher einen zweiten Durchgang. Lang mit Prise und Stein, der alles tut um allein zu sein. Weinkenner. Die Dreiecksdosen glühen und blühen in der Schachtel. Fuchtel an den Granden. Fanden Gold und Heu am Wasser. Der Aufpasser hat weg geschaut. Gebraut habe ich die Kostbarkeit. Ein Wild war nicht weit. Die Zeit zerstückelt, gebröckelt. In den Fängen trugen die Gelassenheiten ihr Lasso in den Groben. Schoben die Forzzia von von Augen und schau von den Blauen an zu verdauen die Arie von Archaiisch bis Arisch. Trugschlüsse wie Judasküsse in den Haaren, die sich paaren mit Halogenlampen und den Schlampen. Übern Zaun schaun und Königin werden, das Kind gebären. Auf den Sohlen sollen wir verschollen.

Claudia Magler / 19.12.2016