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TUN & LASSEN

"Was kriegst du?" "Ka Luft!"

Sylla Alpha aus der Republik Côte d'Ivoire verkauft seit 2002 den Augustin

Soziologisch betrachtet ist die "Berufsgruppe" der AugustinverkäuferInnen ein Wunder der Divergenz, eine Vielfaltsverdichtung, wie sie sonst nirgends vorstellbar ist. Das Spektrum reicht vom Analphabeten bis zum Akademiker. Sylla Alpha aus der Republik Côte d'Ivoire, bei uns als Elfenbeinküste bekan...
Tun & lassen - Robert Sommer 15.11.2005 mehr lesen +

Geistige Selbstverteidigung 2

eingSCHENKt

Das Essensgeld ist noch immer nicht gezahlt. Sie kommen in der Früh hungrig in den Kindergarten. Im Winter stapfen sie mit Turnschuhen durch den Schnee. Das sind Kinder, die in knappen finanziellen Verhältnissen aufwachsen. Der Schulanfang macht große Probleme, wenn Zirkel, Hefte, Stifte, Einbände u...
Tun & lassen - Martin Schenk 04.11.2005 mehr lesen +

Von der Entzauberung neoliberaler Mythen

"Nulldefizit" und 28 andere Wirtschaftslügen

Als "Anleitung zur geistigen Selbstverteidigung in Wirtschaftsfragen" bezeichnet der Beirat für gesellschafts-, wirtschafts- und umweltpolitische Alternativen (BEIGEWUM) sein neues Buch ""Mythen der Ökonomie"". Dieses Semester gibt es auch eine gleichnamige Ringvorlesung an der Universität Wien. Kei...
Tun & lassen - flom 15.10.2005 mehr lesen +

"Wohin des Weges?"

Das menschliche Antlitz von Lainz: Arbeit mit Demenz-PatientInnen

Ein Kaffeehaus, eine PatientInnenküche, Signaltöne von ""Autofahrer unterwegs"": Im Geriatriezentrum am Wienerwald bemühen sich Menschen wie Abdulrahman Reda engagiert um die bewegungsfreudigen Demenz-PatientInnen. Gelingt ihnen das Kunststück, trotz "schlechter Presse" motiviert zu bleiben?
Tun & lassen - Kerstin Kellermann 15.10.2005 mehr lesen +

Freiheit von welcher Arbeit?

So lange übers Grundeinkommen schreiben, bis es kommt

Alle reden darüber. Auch die, die weit davon entfernt sind, sich als links zu bezeichnen. In der "Neuen Zürcher Zeitung" ist ebenso davon zu lesen wie in der österreichischen "Presse", in den Publikationen der katholischen Sozialakademie Österreichs, in schicken Hochglanzwirtschaftsmagazinen wie "br...
Tun & lassen - Elisabeth Malleier 15.10.2005 mehr lesen +

Geistige Selbstverteidigung

eingSCHENKt

Die Initiative »Neue soziale Marktwirtschaft« bezahlt Talkgäste in Fernsehrunden, um für weniger soziale Marktwirtschaft zu werben. Ein Witz? Nein, eine Kampagne, finanziert durch große Geldgeber in Deutschland, darunter neoliberale Think-Tanks und monetaristisch ideologisierte Interessensverbände. ...
Tun & lassen - Martin Schenk 03.10.2005 mehr lesen +

»Die«

eingSCHENKt

Der Sündenbock ist ein wichtiges Vieh im Stall der Mächtigen. Wenn die Arbeitslosigkeit steigt, wenn die sozialen Probleme zunehmen, wenn man das Ganze nicht mehr schönreden und wegreden kann, dann bleibt immer noch eins: man öffnet die Stalltür und reitet den Sündenbock.
Tun & lassen - Martin Schenk 16.09.2005 mehr lesen +

Schweinerei: Die am meisten haben, zahlen am wenigsten

Eine kleine Verteilungs-Geschichte

Niemand zahlt gerne Steuern. Der Skandal ist aber, dass jene, die am meisten haben, am wenigsten zahlen. "Fair steuern" heißt die Kampagne für mehr Steuergerechtigkeit, die Attac - halb Bewegung, halb Organisation, jedenfalls eine der außerparlamentarischen und weltweit vernetzten Widerstandsherde g...
Tun & lassen - Christian Felber 15.09.2005 mehr lesen +

"Schule ohne Angst": 25 Jahre SchülerInnenschule im WUK

Bis zur Achten ohne Noten

So menschlich könnte Schule sein: Im WUK, dem Werkstätten- und Kulturhaus in der Währinger Straße, haben die Grundprinzipien der alternativen Schule überlebt. Der Augustin besuchte die außergewöhnliche Einrichtung und fand: Respekt zwischen SchülerInnen und LehrerInnen scheint in dieser Schule keine...
Tun & lassen - Alexandra Gruber 15.09.2005 mehr lesen +

Das globale Geschäft mit dem Verbrechen (1)

Die Zelle und der Markt

Wenn sich der Neoliberalismus mit dem Konservativismus verbandelt, führt das auf dem Feld des Strafvollzugs zu explodierenden Häftlingszahlen und zur Übertragung des Gefängniswesens an die Privatwirtschaft. Ersteres passiert in Österreich seit der blauschwarzen Wende, Letzteres gewinnt - zunächst nu...
Tun & lassen - Hansjörg Schlechter 15.09.2005 mehr lesen +

Schon 163 Privathäfen in den USA

Das globale Geschäft mit dem Verbrechen (1)

Würden in Österreich so viele Menschen wie in den USA eingesperrt werden, wären derzeit nicht 9.060, sondern 57.000 Personen hinter Gittern. Viele davon in Knästen privater Unternehmungen. Denn wäre der Neoliberalismus hier schon ausgereift wie drüben, gäbe es in Österreich bereits etliche Privatgef...
Tun & lassen - Hansjörg Schlechter 15.09.2005 mehr lesen +

Bloß krank

eingSCHENKt

Menschen, die kein sozialversicherungspflichtiges Einkommen haben, länger arbeitslos sind, keine Pension kriegen, weil Pensionszeiten nicht ausreichen, bekommen von der Sozialhilfe "Krankenhilfe", -und damit auch keine E-Card. Das sind Zehntausende, 2002 geschätzte 20000, jetzt werden es aufgrund de...
Tun & lassen - Martin Schenk 05.08.2005 mehr lesen +

Der letzte Sommer der freien Liebe (1)

Tu, felix Austria, nube!

Wer möchte nicht gerne manchmal das Herz schweifen lassen, unerwarteter als ein Komet auftauchen und einem ganz fremden Menschen ein großes Glück in den Schoß werfen? Ein Geliebtwerden oder eine Aufenthaltserlaubnis z. B.? Doch die Novellierung des Fremdengesetzes möchte das bestrafen. Verbandeln da...
Tun & lassen - Tina Leisch 15.07.2005 mehr lesen +

Das Schweigen der Jenischen.

Meister der Unauffälligkeit

Franz K., Gemeindebediensteter im niederösterreichischen Loosdorf, hatte sein Erweckungserlebnis als Jenischer im Urlaub in Oberitalien. Auf einem Straßenmarkt in einer Kleinstadt kam er mit einem italienischen Händler ins Gespräch. Erst nach einer Viertelstunde intensiver Verhandlungen und durchaus...
Tun & lassen - Manfred Wieninger 15.07.2005 mehr lesen +

Mittelstandsleiche

eingSCHENKt

Von den in Lissabon beschlossenen politischen Prioritäten »Wachstum«, »Arbeitsplätze«, »sozialer Zusammenhalt« wurde Letzteres beim EU-Frühjahrsgipfel im März von den nationalen Regierungschefs nicht von »bösen Bürokraten« in Brüssel gestrichen. Sozialer Ausgleich hat damit keine Priorität in Euro...
Tun & lassen - Martin Schenk 01.07.2005 mehr lesen +

Nix

eingSCHENKt

Zuerst mussten wir alle sparen. Sparen.Sparen.Sparen. Für morgen in erster Linie und für heute in zweiter. Denn damit wir uns das Morgen noch leisten können, müssen wir im Heute bescheidener werden, hieß es. Wir sparen das Jetzt gegen die Zukunft. Sparen hieß Einsparen: Sparpakete und Nulldefizit un...
Tun & lassen - Martin Schenk 17.06.2005 mehr lesen +

Rudolf Prikryl, der 3-Tage-Bürgermeister von Wien

Noch als Leich' gescheitert

"Herr Bürgermeister, ich hätte gern das Flotten-Kino." "Nichts dagegen. Bitte nehmen Sie's!" Oder: "Ich bevollmächtige Sie, den Betrieb Sowieso aufzusperren." So ähnlich liefen die Amtsgespräche ab in jenen drei Apriltagen des Jahres 1945, die als Wiens kuriosesete Bürgermeisteramtsperiode gelten. Ü...
Tun & lassen - Gerald Grassl 15.06.2005 mehr lesen +

Harald Krassnitzer als Augustin-Kolporteur

Die Erfahrung des Restlessens

Auch als Eintags-Augustin-Verkäufer hatte der Schauspieler Harald Krassnitzer Erfolg. Der drückte sich nicht in TV-Quoten, sondern in einem überdurchschnittlichen Zeitungsabsatz aus. Das Vorhaben, seine Popularität für eine PR-Aktion zugunsten der Straßenzeitung einzusetzen, geriet nebenbei zu einer...
Tun & lassen - Alexandra Reisinger 15.06.2005 mehr lesen +

Harald Krassnitzer als Augustin-Kolporteur (2)

Nach ganz fest kommt ganz lose

In der geplanten ORF-Fernsehserie "Der Winzerkönig" wird er einmal mehr als Held zu bewundern sein. "Mit vollen Hosen ist gut stinken", sagte sich Harald Krassnitzer und schlüpfte eines Abends in der Wiener Innenstadt in die Rolle des Augustinverkäufers. Der deftige Aphorismus bedeutet: Wer in der Ö...
Tun & lassen - Alexandra Reisinger 15.06.2005 mehr lesen +

Standortnationalismus

eingSCHENKt

Wenn sich Nationalstaaten auf Steuerdumping einlassen, verlieren alle. Salzburg wirbt Bayern einen Konzern ab, darauf senkt Bayern die Steuern und Bayern wirbt wieder Salzburg einen Konzern ab, worauf die Slowakei noch weiter runterfährt, um den nächsten abzuwerben.


Tun & lassen - Martin Schenk 03.06.2005 mehr lesen +

Parallelgesellschaft

eingSCHENKt

Der Typ Sozialstaat österreichischer wie auch deutscher Prägung schafft es nicht - trotz insgesamt guter sozialer Sicherung-, die Aufstiegschancen einkommensschwächerer SchülerInnen zu verbessern. Wie ein Fahrstuhl (Fahrstuhleffekt © Soziologe Ulrich Beck) wird die Gesellschaft in die Höhe gefa...
Tun & lassen - Martin Schenk 16.05.2005 mehr lesen +

Österreich ist ein Auswanderungsland (1)

"Leck meine Stiefel, Sklave!"

Wer Mensch geblieben ist in diesen rohen Zeiten, erlebt Momente, in denen er seine Sachen packen und auswandern möchte, wenn ihm menschlichere Zonen auf diesem Planeten einfielen. Doch der Herr Dr. Bukasa bleibt ja auch in Wien - und warum sollte man ihn allein zurücklassen in dieser Stadt, die "Fre...
Tun & lassen - 15.05.2005 mehr lesen +

Österreich ist ein Auswanderungsland (2)

Sie und Ihresgleichen...

... sollen sich eher mit dem kriminellen Phänomen, dass der Suchtgifthandel offensichtlich zu einem beträchtlichen Teil von Afrikanern besorgt wird, auseinander setzen und weniger mit der Berichterstattung darüber, maßt sich Kurier-Herausgeber Rabl an, den Mensch-enrechtsaktivist Inou abzukanzeln, w...
Tun & lassen - Karl Berger 15.05.2005 mehr lesen +

Gespaltenes Leben

eingSCHENKt

Je stärker die soziale Spaltung in einer Gesellschaft, desto stärker kann man den sozialen Status einer Person am Zustand der Zähne ablesen. Denen ist das Lachen vergangen. Genieren sich einfach mit kaputten Zähnen den Mund aufzumachen. Das ist auch eine Möglichkeit Menschen zum Schweigen zu bringen...
Tun & lassen - Martin Schenk 02.05.2005 mehr lesen +

Mythen beinhart

eingSCHENKt

Aus der Ferne sieht man vieles klarer. George Bush nennt das Pensionssystem der USA bankrott. Deshalb sollen die US-BürgerInnen ein Drittel ihrer Beiträge ab jetzt an der Wallstreet in Aktien anlegen. Das bringt keine festen Leistungszusagen mehr und Einbußen bis zu 40 Prozent für den/die Durchschni...
Tun & lassen - Martin Schenk 01.04.2005 mehr lesen +

Vom Untertan zum Kunden?

eingSCHENKt

Kunde sein ist fein, wenn man Geld hat. Wenn man aussuchen kann, abschlagen kann, informiert ist. Wer aber nicht die Freiheit hat, mit Geld sich auszusuchen, was man will, abzuschlagen, was man nicht will, und alle Informationen einzusehen, die man braucht, dort ist Kundesein nicht fair. Je weniger ...
Tun & lassen - Martin Schenk 18.03.2005 mehr lesen +

Verrohte Uniformierte

Die Sprache der amtlichen Handschellen ist derb, aber deutlich

Der Augustin ist längst (auch) zur Westerweiterung der osteuropäischen VerliererInnengemeinschaft geworden. Jozef Katona ist einer der zahlreichen slowakischen VerkäuferInnen der Wiener Straßenzeitung (viele davon sind Roma). Wir kennen Jozef also und wissen, dass seine Geschichte nicht erfunden ist...
Tun & lassen - Redaktion 15.03.2005 mehr lesen +

Die Shopping-Mall vom Schöpfwerk

Alles zum sensationellen Preis von null Euro und null Cent

Architektur zum Verlaufen, angenehme Öffnungszeiten, kompetente Beratung, großes Warensortiment vom Kühlschrank bis zum Kinderwagen, Café im "Geschäfts"-Lokal, stilgerechte Anreise in einem straßenbahnartigen Verkehrsmittel ... Auf den ersten Blick sind die Unterschiede zum Shopping-Chaos Süd nicht ...
Tun & lassen - Florian Müller 15.03.2005 mehr lesen +

Wer sind Sie?

eingSCHENKt

Können Sie sich ausweisen? Ja, ich hab eh meine Kreditkarte dabei. In den USA hat die Kreditkarte den Personalausweis abgelöst. Kreditwürdigkeit als Identitätsnachweis. Viele haben mehrere solcher kleinen Kärtchen, je nachdem, welche gerade überzogen ist, muss man die andere zücken, um noch bezahlen...
Tun & lassen - Martin Schenk 04.03.2005 mehr lesen +

Kopftuch, pfiffig umgemodelt

Ignoranz bedeutet, den Anderen aus dem Blickfeld zu verdrängen

Die Wirtschaftswissenschafterin und Lehrerin für Religion und Rechnungswesen Gülmihri Aytac übersetzte Friederike Mayröcker ins Türkische und gab das Buch so gehe ich tag und nacht. 13 texte nach veysel heraus. Fragen beantwortet sie kurz und bündig. Z. B. nach der in den Medien sehr beliebten Unter...
Tun & lassen - Kerstin Kellermann 04.03.2005 mehr lesen +

Alles bleibt anders

eingSCHENKt

Der Sozialbericht wurde präsentiert. Darin sind die jeweils aktuellen Daten über Armut und Einkommen enthalten. Stehen dort schwarz auf weiß und trotzdem wird verharmlost und verdrängt. Oder gerade deswegen. Is eh alles super! Wir machen, was wir können! Net jammern, sondern zufrieden sein! Keep smi...
Tun & lassen - Martin Schenk 18.02.2005 mehr lesen +

Zusammengegeneinanderlebenmüssen

eingSCHENKt

Integration ist ein Prozess der wechselseitigen Anpassung und Veränderung zwischen einer aufnehmenden und einer aufzunehmenden Gruppe (Rainer Bauböck).: Während MigrantInnen vor allem auf individueller Ebene große Anpassungsleistungen erbringen müssen, fällt der Aufnahmegesellschaft die Aufgabe zu, ...
Tun & lassen - Martin Schenk 04.02.2005 mehr lesen +

Schlachtruf

eingSCHENKt

Die Schauspieler Albert Fortell und Barbara Wussov bezogen zwischen ihren Drehs Notstandshilfe. Was eine große Empörung auslöste, weil viele wissen, wie schwierig es ist, Notstandshilfe zu bekommen: Partneranrechnung, jeden Job annehmen, alle Einkommen angeben etc. Und wenn man Notstandshilfe bezieh...
Tun & lassen - Martin Schenk 17.01.2005 mehr lesen +

ZARA-Kolumne "Geht's mich was an?"

AusländerInnen? AsylwerberInnen? Arme Hascherln?

Fast 800 Fälle von Rassismus hat ZARA im Jahr 2004 dokumentiert. Hunderte von Menschen haben sich also an ZARA gewandt. Wie soll man sich die durchschnittliche Person vorstellen, die sich an die Beratungsstelle für Opfer und ZeugInnen wendet? Trauriger, schwarzer Asylwerber? Arme, ungebildete Migran...
Tun & lassen - 15.01.2005 mehr lesen +
 
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