Antidiskriminierungs- und Gleichberechtigungsgrundsätze
Der AUGUSTIN bekennt sich zu Gleichstellung und Diversität in allen Teilen des Projekts. Als Arbeitgeber:in, Partner:in für AUGUSTIN-Verkäufer:innen, als Medien- und als sozialarbeiterisches Projekt streben wir ein Arbeitsumfeld an, in dem alle Beteiligten mit Würde behandelt werden.
Ein respektvoller Umgang mit allen Menschen, unabhängig von Herkunft, Geschlecht, Sexualität, Religion, Alter und Behinderungen ist uns sehr wichtig.
Verein
Es gibt keine:n Chef:in, das Team entscheidet über Vereinsagenden gemeinsam, basisdemokratisch und nach dem Konsent-Verfahren. Alle Angestellten im Verein verdienen den gleichen Stundensatz und haben die Möglichkeit im Gesamtprojekt mitzubestimmen. Wir befinden uns in einem fortwährenden Prozess diskriminierungskritischer Selbstreflexion. Seit 2024 werden zusätzlich Schulungen zum Thema Antidiskriminierung durchgeführt.
Der AUGUSTIN beschäftigt außerdem viermal im Jahr externe Trainer:innen, um den Umgang mit Diskriminierung am Arbeitsplatz zu unterstützen und um gute und nachhaltige Zusammenarbeit im Gesamtteam zu ermöglichen.
Sozialarbeit & Vertrieb der Zeitung
Den Verkäufer:innen wird beim AUGUSTIN auf Augenhöhe begegnet. Unser Ziel ist Unterstützung in allen Belangen zur Selbstermächtigung. Die Sozialarbeiter:innen im Vertrieb sorgen in der alltäglichen Arbeit mit den Verkäufer:innen dafür, Diskriminierung zu benennen und nachhaltig zu verhindern. Sie befinden sich in einem laufenden Diskurs. Das beinhaltet auch Kommunikation mit Kund:innen, Behörden und privaten Geschäftsleuten.
Redaktion
Die Redaktion steht für Solidarität mit von Armut betroffenen Menschen und der kritischen Beobachtung der Reichen und Mächtigen. Das Ziel ist, soziale Ungleichheiten zu benennen, Ungerechtigkeiten auf den Grund zu gehen und Beispiele guter Praxis zu befördern.
Die Redaktion steht für respektvolle und qualitativ hochwertige Recherchearbeit. Unterschiedliche Perspektiven werden berücksichtigt, dabei wird auf nicht diskriminierende Sprache besonderen Wert gelegt.
Öffentlichkeitsarbeit
In unserer Arbeit mit der Öffentlichkeit ist uns wichtig, Betroffene selbst sprechen zu lassen und nicht primär über sie zu erzählen. Der AUGUSTIN möchte keine Form von Sozialvoyerismus bedienen. Über Art und Inhalt der Berichterstattung über Betroffene bestimmen die jeweiligen Personen stets mit.
Wir legen viel Wert darauf, diskriminierende Sprache nicht nur bei Aussendungen, sondern auch in Interviews und allen anderen Kommunikationskanälen zu vermeiden.
Der AUGUSTIN achtet zudem sehr genau auf die Auswahl der Kooperationspartner:innen.
Finanzierung & Fundraising
Der AUGUSTIN bewahrt sich stets inhaltliche Unabhängigkeit.
Unsere wichtigste Finanzierungsquelle sind die Leser:innen.
15 % der Jahreseinkünfte beziehen wir über monatliche Spenden der AUGUSTIN-Liebhaber:innen, 10 % durch Einzelspenden, 20 % durch den Verkauf von AUGUSTIN-Produkten, Inseraten und Parter:innen-Beilagen.
Die primäre Aufgabe des AUGUSTIN-Fundraisings besteht darin, Netzwerke aufzubauen und zu pflegen. Hierbei streben wir echtes Interesse und Verbundenheit an, darum ist uns der persönliche Kontakt sehr wichtig.
Um die politische Unabhängigkeit des Medien- und Sozialprojekts zu sichern, nimmt der AUGUSTIN für das Gesamtprojekt keine öffentlichen, Kirchen- und Parteiförderungen in Anspruch. Öffentliche Förderungen und finanzielle Unterstützung von Stiftungen werden für einzelne Arbeitsbereiche oder Projekte genutzt.